Krimi-Sommer-Special: Deutsche Autoren

Ich packe meinen Koffer …

luggage-1482693_1920© condesign/pixabay

… und ich nehme mit:

Sonnencreme √

Strandtuch 

Sonnenbrille 

Krimi – hm, aber welchen?

Steht Ihr auch vor diesem Problem? Vielleicht kann ich Euch ja bei der kniffligen Entscheidung, welcher Krimi unbedingt ins Urlaubsgepäck muss, helfen. Im Krimi-Sommer-Special: Deutsche Autoren stelle ich Euch fünf Kriminalromane vor, die im Frühjahr 2016 erschienen sind, und die ausschließlich aus der Feder von deutschen Autoren stammen.

Geschichtsträchtiger Eifel-Krimi

„Und am Morgen waren sie tot“

Autor: Linus Geschke

erschienen am: 14.03.2016

erschienen bei: Ullstein Taschenbuch

Seiten: 400

Preis: 9,99 EUR

© Cover: Ullstein Buchverlage

Der Kölner Journalist Jan Römer schreibt für das Nachrichtenmagazin „Die Reporter“ über ungelöste Kriminalfälle. In seinem aktuellen Bericht steht ein Doppelmord im Fokus, der sich 1997 an der deutsch-belgischen Grenze ereignet hat. Damals wurde ein junges Paar in einem Waldstück umgebracht. Ihre beiden Freunde sind bis heute wie vom Erdboden verschluckt … Wird es Jan Römer gelingen, dem Mörder nach so vielen Jahren auf die Spur zu kommen?

In dem 2014 erschienenen Kriminalroman „Die Lichtung“ ermittelte Jan Römer zum ersten Mal. In seinem aktuellen Buch „Und am Morgen waren sie tot“ setzt Autor Linus Geschke den Reporter erneut auf einen ungeklärten Mordfall an. Abgesehen von der Frage, wie glaubhaft es ist, dass ein Journalist auf eigene Faust polizeiliche Ermittlungen anstellt, unterhält dieser Krimi den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gut und macht Appetit auf einen Ausflug in die Eifel.

Linus Geschke beschreibt einsame Wälder, kleine Eifel-Dörfer und verborgene Bunkeranlagen anschaulich und bildhaft. Einen interessanten Geschichts-Exkurs gibt’s obendrauf, denn mit Blick auf die Ardennenoffensive gegen Ende des 2. Weltkriegs ist der Schauplatz des Kriminalromans ein Ort von historischer Bedeutung.

Obwohl ich mit dem Hauptakteur Jan Römer nicht wirklich warm geworden bin – er erschien mir zu glatt und zu profillos -, empfehle ich „Und am Morgen waren sie tot“ gern allen Krimi-Fans, denn trotz des schwächelnden Protagonisten erwartet sie hier ein spannender, fundierter und vielschichtiger Kriminalroman mit überraschendem Ausgang …

Gesamtbewertung: ★★★★


Tiefgründiger Psychokrimi für Leser mit Ausdauer

Fremdes Leben von Petra Hammesfahr

„Fremdes Leben“

Autorin: Petra Hammesfahr 

erschienen am: 08.03.2016

erschienen bei: Diana Verlag

Seiten: 496

Preis: 19,99 EUR

© Cover: Diana Verlag

Nach einem Unfall erwacht eine Frau aus dem Koma. Sie weiß nicht, wer sie ist, weiß nichts über ihr Leben. Lediglich Fragmente blitzen in ihren Albträumen auf, doch sie kann die Puzzleteile nicht zu einem Bild vereinen. Sicher ist nur: Sie muss etwas Furchtbares getan haben …

Petra Hammesfahr zählt zu den deutschen Bestseller-Autorinnen und rückt in „Fremdes Leben“ eine Frau in den Mittelpunkt, die verbissen um ihre Erinnerungen kämpft. Zu Anfang wirkt die Geschichte verworren – fast scheint es, als wolle die Schriftstellerin ihre Leser in die Lage der Protagonistin versetzen. Doch Kapitel für Kapitel entwirrt sich die Lage und man beginnt, die Zusammenhänge zu verstehen.

Die Autorin blickt in einzelnen Sequenzen auf die Vergangenheit ihrer Hauptfigur zurück, die zum Teil verstörend sind.

Die Bezeichnung „Psychogramm“, die sich auf dem Buchrücken befindet, ist absolut passend. In „Fremdes Leben“ geht es nicht um Ermittler, die einen Mörder jagen – insofern ist dieses Buch kein klassischer Krimi. Petra Hammesfahr hat vielmehr eine verwobene, tiefgründige Geschichte ersonnen, bei der der Leser keinen bzw. nur wenig Wissensvorsprung erhält. Für ihn lichtet sich das Dunkel ebenso mühsam wie für die Hauptakteurin. Und mühsam ist in diesem Fall wohl das passende Wort, denn ein wenig Puste muss man beim Lesen von „Fremdes Leben“ schon mitbringen. Manchmal hat man als Leser das Gefühl, sich im Kreis zu drehen und nicht vom Fleck zu kommen; die Geschichte gerät ins Stocken. 496 Seiten hätte es nicht zwingend für diesen Roman gebraucht.

Wer klassische Krimis und Crime-Storys mit Tempo mag, wird an „Fremdes Leben“ wenig Vergnügen haben. Leser mit Ausdauer und Vorliebe für psychologische Studien hingegen werden von diesem Buch begeistert sein.

Gesamtbewertung: ★★★


Unblutiger Landkrimi zum Entspannen


„Heidefeuer“

Autorin: Angela L. Forster

erschienen am: 14.03.2016

erschienen bei: Ullstein Taschenbuch

Seiten: 352

Preis: 9,99 EUR

© Cover: Ullstein Buchverlage

Kriminalhauptkommissarin Inka Brandt ist ein echtes Landei. Nachdem ihre Ehe gescheitert ist, kehrt sie ihrer Wahlheimat Lübeck den Rücken und gemeinsam mit Töchterchen Paula zurück nach Undeloh, ein Dörfchen in der Lüneburger Heide. Außer Gestüten, Bauernhöfen und Tälern voller Heidekraut befindet sich dort der „Seerosenhof“, eine Privatklinik für Menschen mit psychischen Problemen. Plötzlich geschehen mehrere Morde – und sie alle scheinen miteinander in Verbindung zu stehen …

Mit Inka Brandt schickt Autorin Angela L. Forster eine neue Ermittlerin ins Rennen, die in der Beschaulichkeit der Lüneburger Heide ermittelt. Und das nicht nur einmalig, denn „Heidefeuer“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe. Band 2 mit dem Titel „Heidegift“ steht schon in den Startlöchern und erscheint am 14.10.2016.

„Heidefeuer“ ist ein Kriminalroman, der seiner Kulisse wegen trotz aller Gräueltaten ein heimeliges Gefühl verbreitet. Die Geschichte kommt ohne Blutvergießen aus und konzentriert sich stattdessen auf die Arbeit der Kommissare Inka Brandt und Mark Freese, die schon seit Kindertagen miteinander befreundet sind. Dass Ermittlungen manchmal langwierig sind, erfährt der Leser hier am eigenen  Leib. Manchmal treten nämlich nicht nur Brandt und Freese in puncto Mördersuche auf der Stelle, sondern auch die Geschichte selbst, die streckenweise Geduld vom Leser fordert.

Richtig in Fahrt kommt die Story auf den gut letzten fünfzig Seiten – da legt sie deutlich an Tempo, Witz und Spannung zu.

Kurzum: Eine ruppige Kommissarin in der Hauptrolle eines gut für den Liegestuhl geeigneten Krimis, mit dem man getrost entspannen kann und der sich mit drei U’s (wie Undeloh) beschreiben lässt: unblutig, unterhaltsam, urig.

Gesamtbewertung: ★★★ 


Münster-Krimi mit Thriller-Qualitäten

Denn mir entkommst du nicht

„Denn mir entkommst du nicht“

Autorin: Christine Drews 

erschienen am: 13.05.2016

erschienen bei: Bastei Lübbe

Seiten: 319

Preis: 9,99 EUR

© Cover: Bastei Lübbe

Am Aasee in Münster wird die grauenvoll zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Besonders verstörend ist dabei die Tatsache, dass der Unterleib des Opfers regelrecht zerfetzt wurde. Die Identität der Toten ist unklar. Charlotte Schneidmann und ihr Kollege Käfer setzen alles daran, um die fürchterliche Tat schnell aufzuklären …

„Denn mir entkommst du nicht“ ist der vierte Krimi um das Ermittler-Duo Schneidmann und Käfer. Um sofort in die Geschichte einzusteigen, muss man die drei Vorgängerbände allerdings nicht gelesen haben, denn es handelt sich jeweils um abgeschlossene Fälle.

Die in Köln lebende Autorin Christine Drews schont die Nerven ihrer Leser keineswegs, nein, sie malt stattdessen mit ihren Worten in aller Deutlichkeit brutale Bilder. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich durch und durch spannend und der Schluss ist geradezu filmreif – in diesem Krimi stecken echte Thriller-Qualitäten!

Obwohl den Figuren ein wenig mehr Profil gut getan hätte –  gerade die Nebendarsteller wirken austauschbar und selbst Charlotte Schneidmann kommt ein bisschen blass daher -, ist „Denn mir entkommst du nicht“ ein Thriller, der den Leser nicht loslässt und ihn in schier unglaubliche Abgründe blicken lässt.

Gesamtbewertung: ★★★★


Mein Favorit!

5-Sterne-Krimi mit viel Atmosphäre, Spannung und Substanz

Fuchskind

„Fuchskind“

Autorin: Annette Wieners

erschienen am: 17.06.2016

erschienen bei: List Taschenbuch

Seiten: 352

Preis: 9,99 EUR

© Cover: Ullstein Buchverlage

Gesine Cordes ist Friedhofsgärtnerin. Sie traut ihren Augen kaum, als sie an einem kühlen Herbstmorgen unweit eines Gräberfeldes ein ausgesetztes Baby entdeckt. Sofort bringt sie es in ein Krankenhaus. Kurz darauf erfährt sie, dass am selben Morgen an der einsamen Bushaltestelle vor dem Friedhofsgelände die Leiche einer nackten Frau aufgefunden wurde. Stehen die beiden Taten in einem Zusammenhang? Gesine wird zu einer wichtigen Zeugin für die ermittelnde Kommissarin – und darüber hinaus schmerzlich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert …

Nach „Kaninchenherz“ ist „Fuchskind“ der zweite Kriminalroman von Annette Wieners, bei dem die eigensinnige, aber durch und durch sympathische Gesine Cordes im Mittelpunkt steht. Beide Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, denn es handelt sich nicht um eine Fortsetzung, sondern um in sich abgeschlossene Fälle. Die Autorin überrascht mit einem erfrischend anderen Ansatz, indem sie eine Friedhofsgärtnerin in die Ermittlungen einbezieht.

Gesine Cordes, eine Figur mit Tiefgang und Persönlichkeit, hat in ihrer Vergangenheit einen schrecklichen Verlust erlitten. Sie führt ein Notizbuch, in dem sie Giftpflanzen katalogisiert. Diese Eintragungen lockern nicht nur den Roman zwischen einzelnen Kapiteln auf, sondern sind auch sehr interessant und liebevoll illustriert.

Der Krimi „Fuchskind“ besticht durch unglaublich viel Atmosphäre. Man spürt den Nebel über den Gräbern und den Raureif auf den Wiesen fast körperlich.

Annette Wieners verfügt über einen unverwechselbaren Schreibstil, der als angenehm, abgeklärt und ruhig bezeichnet werden darf – und darüber hinaus gelingt es ihr auch noch  mühelos, die Spannung aufrechtzuerhalten.

Sie wagt sich mit ihrem Kriminalroman an ein sensibles Thema, das den Leser auch dann noch beschäftigen wird, wenn er das Buch schon zugeklappt hat.

„Fuchskind“ ist keine seichte Unterhaltung für Zwischendurch, sondern eine ebenso ernste wie packende Geschichte mit psychologischer Finesse und Substanz.

Annette Wieners und Gesine Cordes haben einen neuen Fan!:-)

Gesamtbewertung: ★★★★★

Auf den Spuren von Hans Christian Andersen

Im Moment genieße ich mit meinem Mann und unserem Hund einen entspannten Sommerurlaub auf der dänischen Insel Fünen. Und natürlich spielt auch dabei die Literatur eine große Rolle …

“Die Schneekönigin”, “Das hässliche Entlein” und “Die Prinzessin auf der Erbse”: Das sind nur 3 der insgesamt 156 Märchen aus der Feder des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen.

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1805 wurde er in Odense geboren. Die drittgrößte Stadt Dänemarks ehrt ihren berühmten Sohn mit einem ganz besonderen Museum – dem H. C. Andersens Hus. Zu finden ist es als Anbau an das Geburtshaus des Dichters in der Bangs Boder 29.

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Mal ehrlich: Es gibt Museen, die man mangels Schlechtwetteralternativen besucht, dann diejenigen, die recht interessant sind, und es gibt solche, die den Besucher fesseln und begeistern. H. C. Andersens Hus gehört eindeutig in die dritte Kategorie! In einer liebevoll aufbereiteten Ausstellung lernt man den Schriftsteller mit seinen Träumen, Marotten, Eigenschaften, Erfolgen und Niederlagen kennen. So erfährt man beispielsweise, dass Hans Christian Andersen mit einer Körpergröße von stattlichen 1,85 Metern die damalige Bevölkerung im Durchschnitt um 25 Zentimeter überragte und sich selbst eher weniger attraktiv fand.

Er wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Sein Vater, ein Schuhmacher, starb, als Hans Christian 11 Jahre alt war. Die Mutter, eine Waschfrau, verfiel dem Alkohol und litt später an Demenz.

Dreamt I was writing, and the letters set the paper on fire.

(aus dem Tagebuch von Hans Christian Andersen, 1. Mai 1856)

Im zarten Alter von 14 zog es Hans Christian Andersen nach Kopenhagen. Ihn faszinierte das Theater. Dass der Literat durch und durch ein Künstler war, offenbart die Ausstellung. Er hat nicht nur mit Leidenschaft geschrieben, sondern mit bemerkenswerter Fingerfertigkeit auch wunderschöne Scherenschnitte angefertigt. Viele davon sind im Museum zu sehen – und man kommt nicht umhin, angesichts der winzigen Details in ungläubiges Staunen zu verfallen.

Reisen ist Leben! 

(Hans Christian Andersen)

Auch das Reisen liebte der Dichter sehr. Aus Angst davor, dass es in seiner jeweiligen Unterkunft zu einem Brand kommen könnte, hatte er stets ein 9 Meter langes Seil in seinem Gepäck, mit dessen Hilfe er sich im Fall des Falles aus dem Fenster hätte retten können. Es kam glücklicherweise nie zum Einsatz und ist im Museum ausgestellt.

Trotz vieler beruflicher Rückschläge gab Hans Christian Andersen nie auf und wurde schließlich zum berühmtesten Schriftsteller Dänemarks. 1867 ernannte man ihn zum Ehrenbürger von Odense. Seine Werke sind in 157 Sprachen übersetzt worden.

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Great writer, great toothache – small writer, small toothache

(Zitat des oft von Zahnschmerzen geplagten Hans Christian Andersen)

Das private Glück blieb ihm bei allen literarischen Triumphen allerdings verwehrt. Wenige Male hatte er sein Herz an junge Damen verloren, aber immer blieb seine Liebe unerwidert. 1875 starb Hans Christian Andersen ledig und kinderlos in Kopenhagen an Krebs.

Die Ausstellung verlässt man mit dem Gefühl, den dänischen Nationaldichter wirklich eingehend kennengelernt zu haben.

Nur zehn Gehminuten entfernt von H. C. Andersens Hus liegt das Kindheitshaus des Autors, das ebenfalls zu besichtigen ist. Hier kann man unter anderem einen Blick die kleine, bescheidene Schuhmacherwerkstatt des Vaters werfen.



Nach einem bemerkenswerten Nachmittag auf den Spuren von Hans Christian Andersen komme ich zu dem Schluss, dass das Leben des Schriftstellers wie ein gutes Buch war: Spannend, tragisch, mit vielen Wendungen, einer Prise Humor und natürlich mit einem Protagonisten, den man sofort ins Herz schließt.

Mords-Vergnügen: Facebook-Krimi- und Thriller-Woche startet morgen

Die kommende Woche wird ein Fest für alle Krimifreunde und Thrillerfans: Bei Facebook geht morgen nämlich die erste Krimi- und Thriller-Woche an den Start. 

 Foto: krimiwoche.de
Jede Menge Gewinnspiele, Live-Lesungen und Challenges rund um Mord und Totschlag stehen auf dem Plan. Mit dabei sind namhafte Autorinnen und Autoren wie beispielsweise Andreas Föhr, der geistige Vater des Tegernsee-Ermittler-Duos Wallner und Kreuthner, die Hamburger Thriller-Queen Wiebke Lorenz und Till Raether „Treibland“, „Blutapfel“). 

Für die Festwoche der ganz besonderen Art kann man sich hier kostenlose Tickets sichern.

Die Verantwortlichen der Agentur mainwunder haben eifrig die Messer gewetzt, die Magazine bestückt und den Giftcocktail angerührt: Hier ist das Programm.

Ich freue mich, wenn morgen Punkt 9:00 Uhr der (hoffentlich völlig ungefährliche) Startschuss ertönt.

Auch Christine Drews (aktuelles Buch: „Denn mir entkommst du nicht“) und Mario Giordano (ganz neu auf dem Krimi-Markt: „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“) sind mit von der Partie. 

Foto: buchstabenfaengerin

Meine erste LovelyBox: Das war drin

Boxen – gefüllt mit tollen Sachen – liegen voll im Trend. Drogerieketten und Feinkosthersteller setzen auf den Überraschungseffekt und präsentieren dem geneigten Kunden so ihre Neuheiten. Für ein paar Euro darf man sich dann über Produkte, die ganz frisch auf dem Markt sind, freuen. Doch da gibt es etwas, das Lippenstift, Haarspray und Studentenfutter locker schlägt und jetzt auch in Boxenform erhältlich ist: Unser aller Liebling, das BUCH!

Die beliebte Lesecommunity LovelyBooks hat schon zum dritten Mal die sogenannte LovelyBox unter das lesende Volk gebracht – und das ohne jede Zuzahlung! Jeden Monat zaubern die Münchner Büchermenschen ein neues Motto aus dem Hut und tolle Bücher in die Box. Wenn man sich angemeldet und dann noch die Glücksfee auf seiner Seite hat, gehört man zu den glücklichen Gewinnern einer LovelyBox.

Die erste LovelyBox stand unter dem Motto „New Kids in the box“ und widmete sich Debütautoren. Die darauf folgende „Junge Helden“-Box war gefüllt mit Kinder- und Jugendliteratur, während sich Box Nummer drei mit der Überschrift „Das Gute liegt so nah“ ausschließlich deutschsprachigen Schriftstellern verschrieben hat.

Ich habe bei Box Nummer drei mein Glück versucht und tatsächlich gewonnen. Am vergangenen Samstag überreichte mir die Dame von der Post das herbeigesehnte Paket. Und dann ließ ich mich überraschen und öffnete es …

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Was da wohl drin ist?

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Das Innenleben der LovelyBox

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Ta-daaaa! Diese drei Bücher waren in der LovelyBox #3 enthalten.

Wenn Ihr mehr über die Bücher erfahren möchtet, dann klickt einfach die folgenden Cover an. Die Links führen Euch direkt zur jeweiligen Verlagsseite.

Stephan Reich: „Wenn’s brennt“

Wenns brennt von Stephan Reich

Copyright: DVA Verlag

Wolfgang Popp: „Wüste Welt“

Wüste Welt

Copyright: edition atelier

Andreas Izquierdo: „Romeo & Romy“

Romeo & Romy

Copyright: Suhrkamp Insel

Ihr wollt Euch für die LovelyBox anmelden? Mehr Infos dazu gibt’s mit nur einem Klick auf das LovelyBooks-Logo!

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Auslosung: Welttag des Buches/Blogger schenken Lesefreude 2016

Das Buch „24 Stunden – 24 Autoren“ und viele Goodies der Lieblingsautoren warten auf ein Zuhause. Ich darf nun verkünden, zu wem der Gewinn der diesjährigen Verlosung zum Welttag des Buches im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ auf die Reise gehen wird.

WDB2016-Verlosung

Assistiert hat mir wie so oft der Zufallsgenerator http://www.random.org. Und der hat sich folgenden Namen rausgepickt:

Margareta Gebhardt

Herzlichen Glückwunsch!

Danke an Euch alle fürs fleißige Mitmachen! Seid nicht traurig, wenn es diesmal nicht geklappt hat – die nächste Verlosung steht schon in den Startlöchern.

Verlosung zum Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude

Heute ist es soweit: Der Welttag des Buches 2016 wird begangen. Das Team von „Blogger schenken Lesefreude“ nimmt diesen literarischen Feiertag Jahr für Jahr zum Anlass, um Blogger aus sämtlichen Sparten zusammenzutrommeln, die sich allerhand tolle Aktionen rund um das Buch ausdenken.

Auch 2016 bin ich gerne wieder mit von der Partie, als eine von 410 BloggerInnen, die sich bei „Blogger schenken Lesefreude“ angemeldet haben. Die Auflistung aller Teilnehmer findet Ihr hier.

Blogger schenken Lesefreude 2015_quer

Ich habe mir überlegt, zum Welttag des Buches eine ganz besondere Goodiebag zu verlosen – und zwar eine, bei der sich alles um die Lieblingsautoren dreht. Unter dieser Überschrift haben sich Indie-Schriftstellerinnen und -Schriftsteller zusammengeschlossen, darunter beispielsweise Catherine Shepherd, Poppy J. Anderson, Hannah Siebern, B. C. Schiller, Marcus Hünnebeck und Béla Bolten. Mit ihrem Buch „24 Stunden – 24 Autoren“ haben sie ein ganz spezielles Projekt ins Leben gerufen. Auf der Seite der Lieblingsautoren heißt es dazu:

Ein spannender Tag im Grandhotel am Kurfürstendamm: Während sich Ermittler aus aller Welt zu einem Interpol-Kongress treffen und Fans auf ein bekanntes Footballteam warten, verschwindet ein Sportstar – und ein Mann stürzt aus dem Fenster. Wie hängen die beiden Fälle zusammen, und was hat eine kolumbianische Killerin damit zu tun? 24 unabhängige Bestseller-Autorinnen und Autoren haben diesen Krimi gemeinsam verfasst. Jedes der 24 Kapitel hat seinen ganz eigenen Charakter – und trägt doch zum Fortgang der Geschichte bei.“
(© Lieblingsautoren.org – http://www.lieblingsautoren.org/autoren/24-stunden-24-autoren)

Cover_24_Lieblingsautoren © Lieblingsautoren.org

Zum Welttag des Buches verlose ich ein Exemplar des Romans „24 Stunden – 24 Autoren“ – nagelneu und ungelesen natürlich – sowie viele Goodies rund um die Lieblingsautoren (Leseproben, Postkarten, Lesezeichen, …)

Hier seht Ihr den Inhalt des Pakets, über das sich der Gewinner bzw. die Gewinnerin freuen kann (Bild zum Vergrößern anklicken):

WDB2016-Verlosung

Teilnahmebedingungen: 

1. Verlost wird ein Exemplar des Buchs “24 Stunden – 24 Autoren” von den Lieblingsautoren sowie viele Goodies rund um die Lieblingsautoren (Leseproben, Postkarten, Lesezeichen, …).

2. Das Gewinnspiel läuft im Zeitraum vom 23. April 2016 bis zum 1. Mai 2016, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Gewinnspielformular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 2. Mai 2016 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Teilnahmeformulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Teilnahmeformulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Viel Glück!

GEWINNSPIELFORMULAR

Frisch rezensiert: „Kalt“ von Eric Berg

Tödliche Klassenfahrt

Meine Bewertung: ★★★★

© arsEdition GmbH

Acht Schüler und zwei Lehrer aus Deutschland machen sich zu einem Biologieprojekt nach Finnland auf. Doch schon bald wird die Renaturierung der finnischen Moore zur Nebensache: Erst verschwindet der Lehrer Dr. Brecht spurlos, danach seine Kollegin Mrs Greenwood. Der junge Betreuer Nooa muss die Truppe, mit der er in einem abgelegenen Camp wohnt, nun zusammenzuhalten. Später wird auch eine der Schülerinnen vermisst, deren Leiche man kurz darauf findet. Hat der seltsame Ranger Arttu Rinne etwas mit dem Tod des Mädchens zu tun? War es ein Unfall? Oder ist vielleicht einer der verbliebenen acht Campbewohner ein Mörder?

Nach „Schrei“ veröffentlichte der bloomoon Verlag, das Young Adult-Imprint von arsEdition, mit „Kalt“ am 12. Februar 2016 den zweiten Jugendthriller von Eric Berg. Der Autor dürfte etlichen Krimifans durch seine Spannungsromane wie „Das Nebelhaus“ oder „Das Küstengrab“ sowie Freunden von historischer Literatur unter dem Namen Eric Walz ein Begriff sein.

In seinem neuen Buch „Kalt“ ist der Name Programm. Kälte empfinden nämlich nicht nur die Charaktere in der Geschichte – auch der Leser bekommt garantiert Gänsehaut. Schon allein mit dem Ort des Geschehens schafft Eric Berg den idealen Nährboden für Schauergefühle: Die Protagonisten bewohnen Holzhütten in einer einsamen Moorlandschaft Finnlands. Dazu kommen ein Wintereinbruch, der es in sich hat, ein angsteinflößender Ranger mit einer furchtbaren Vergangenheit und Dauer-Spannungen unter den Klassenkameraden.

„Kalt“ wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt – es berichten die Teilnehmer der Biologie-Exkursion, deren Angehörige und der finnische Betreuer Nooa. Das verleiht der Story eine Menge Abwechslung, ohne sich negativ auf den roten Faden auszuwirken. Insgesamt ist „Kalt“ ein knackiger Jugendthriller, der sich mit seinen gerade mal 192 Seiten ohne ermüdende Ausschweifungen auf das Notwendigste beschränkt. Für meinen Geschmack hätte Eric Berg an mancher Stelle ruhig ein wenig mehr ausholen dürfen – das Potenzial dazu hat die Geschichte auf jeden Fall!

Die unkomplizierte Sprache und die kurzen Kapitel machen dieses Buch zu einem „Easy Reading“-Vergnügen, das durch viel Spannung punktet und neben einigen grausamen Szenen sogar eine kleine Prise Liebe beinhaltet. Bis zum Schluss darf fleißig mitgefiebert und -gerätselt werden, wer hinter dem Tod der Schülerin und dem Verschwinden der Lehrer steckt. Ich (34) fühlte mich gut unterhalten. Ganz besonders eignet sich „Kalt“ für Teens ab 14 Jahren, die sich für Thriller begeistern.

Fakt ist: Mit diesem Buch im Regal kann das nächste verregnete Wochenende ruhig kommen.


→ Interessante Links

Zum Buch bei Amazon: „Kalt

Zum Buch auf der Homepage des bloomoon Verlags: „Kalt“

Der Autor bei Wikipedia: Eric Walz/Eric Berg