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Frisch rezensiert: „Liebe treibt die schönsten Blüten“ von Valerie Korte

Locker-fluffiges Lesevergnügen, nicht nur für Garten-Fans

Meine Bewertung:  ★★★★

Copyright: Bastei Lübbe AG

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

Aus Arabien

So hatte sich das Entomologin Svea nicht vorgestellt: Anstatt an ihrer Doktorarbeit über Insektenforschung zu feilen, leitet sie nach dem Schlaganfall ihres Vaters plötzlich dessen Gartenbau-Firma. Doch nicht nur der berufliche Sprung ins kalte Wasser sorgt für Wirbel in ihrem Leben, auch der gut aussehende Lars aus dem Rückenkurs lässt Sveas Gefühle Achterbahn fahren. Und plötzlich begegnen sie sich auch abseits der Turnmatte – nämlich im städtischen Grünflächenamt. Dort arbeitet Lars nämlich – und betreut einen Gestaltungswettbewerb, den Jungunternehmerin Svea unbedingt gewinnen will – und muss. Ob das gut gehen kann?

Valerie Korte legt mit „Liebe treibt die schönsten Blüten“ inzwischen ihren zweiten Roman vor. Nachdem mich die 1977 geborene Autorin mit ihrem Debüt „Aus allen Wolken fällt man auch mal weich“ köstlich unterhalten hatte, erwartete ich ihr neues Buch sehnsüchtig. Am 26. März 2021 war es dann so weit: Der 415-seitige Roman erschien bei Bastei Lübbe.

Meine (zugegeben recht hohen) Erwartungen wurden absolut nicht enttäuscht. Auch in „Liebe treibt die schönsten Blüten“ erzählt Valerie Korte eine kurzweilige Geschichte mit Witz, Esprit und Romantik. Hauptfigur Svea ist eine ganz normale junge Frau, mit der sich sicherlich viele Leserinnen identifizieren können: Sie zweifelt mitunter ein bisschen zu viel an sich selbst, kann schlecht Nein sagen und ist eine, die in der Schlange an der Theke gern mal übersehen wird – dabei ist sie witzig, warmherzig und authentisch. Auch die anderen Figuren sind echte Charakterköpfe. Es ist unschwer zu erkennen, mit wie viel Liebe zum Detail die Autorin bei der Erschaffung ihrer Darsteller zu Werke geht. Konturlose Figuren gibt es bei Valerie Korte nicht: Sie formt lebendige Persönlichkeiten, von denen man die meisten gerne zum Freund bzw. zur Freundin hätte.

Ihr Schreibstil ist fluffig-federleicht, ohne dabei oberflächlich zu sein. „Liebe treibt die schönsten Blüten“ ist eines dieser Bücher, bei denen man komplett die Zeit vergisst und die sich fast von selbst lesen.

Auch das Lokalkolorit kommt nicht zu kurz: Die in Köln lebende Autorin zeigt stolz das große „Hätz“ (für alle Nicht-Kölner: Herz), das ihre Heimatstadt unbestritten hat.

Besonders charmant finde ich, dass jedem Kapitel ein passendes Zitat aus dem 9. Band von „Brehms Tierleben“ vorangestellt ist. Außerdem gibt es ein winzigkleines Wiedersehen mit einer Hauptfigur aus ihrem Erstling – aber keine Sorge, dafür muss man das Debüt nicht gelesen haben. Allerdings empfehle ich auch die Lektüre von „Aus allen Wolken fällt man auch mal weich“ von ganzem Herzen.

Ebenso wieder hevorragend gelungen ist das Cover. Dafür zeichnet wie schon beim ersten Buch Sandra Taufer aus München verantwortlich. Der liebevoll gestaltete Einband passt wie die Faust aufs Auge auf den Roman: Sehr süß, ein bisschen anheimelnd, verspielt und originell.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Liebe treibt die schönsten Blüten“

Zum Buch bei Amazon.de: „Liebe treibt die schönsten Blüten“

Zur Homepage der Autorin: Valerie Korte

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Frisch rezensiert: „Weg ins Leben“ von Tami Weissenberg

Ungeschönte Fortsetzung der Autobiografie eines männlichen Opfers von häuslicher Gewalt

Meine Bewertung:  ★★★★

Copyright: Edition Outbird

Das stereotype Bild von Gewalt in der Partnerschaft zeigt eine dem Mann körperlich unterlegene Frau, die den Attacken des Partners wehrlos ausgesetzt ist. Dass sich eine solche Gewalt sehr wohl auch von einer Frau ausgehend gegen den Mann richten kann, mutet für manche Menschen seltsam an. Und doch: Diese Form der Gewalt gegen Männer gibt es – allerdings meist verborgen hinter einer unüberwindbaren Mauer aus Scham.

Der unter dem Pseudonym Tami Weissenberg publizierende Autor aus Sachsen hat in seinem ersten Buch „Darjeeling Pur“ mit bedrückender Intensität die sich sukzessive aufbauenden Gewaltexzesse durch seine damalige Ehefrau geschildert. Unglaublich, aber wahr: Die namentlich nicht genannte, zierliche Frau drangsalierte einen beruflich erfolgreichen, hundert Kilo schweren und fast zwei Meter großen Mann, der sich niemals wehrte oder gar zurückschlug.

Im zweiten Band seines autobiografischen Berichts, der den Titel „Weg ins Leben“ trägt und am 30. März 2021 in der Edition Outbird erschienen ist, beschreibt Tami Weissenberg, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass er in den Teufelskreis der Abhängigkeit von seiner Frau geriet. Eine Abhängigkeit, die er fast mit seinem Leben bezahlt hätte. Es ist schmerzlich, aber unverzichtbar, vor der Lektüre von „Weg ins Leben“ zuerst „Darjeeling Pur“ zu lesen.

In sachlich-nüchternem Ton reißt der Autor in seinem aktuellen Buch die Fassade der vermeintlichen Bilderbuchfamilie ein, die mit mondänem Haus, großem Garten und teuren Autos Nachbarn und Bekannte zu beeindrucken wusste. Mit psychologischer Scharfsinnigkeit zeichnet er den Worst Case nach, der seinen Anfang nahm, als er und seine Exfrau sich kennenlernten: Sie weckte in ihm den Beschützerinstinkt, er, unerfahren in Partnerschaftsdingen, gab nach und nach sein eigenständiges Leben für sie auf und fand sich schließlich in seinem eigenen Albtraum wieder.

Wie weit er gegangen ist, welche Grenzen und Gesetze er überschritten hat, nur um seine damalige Frau ruhigzustellen, schildert Tami Weissenberg mit ehrlicher Reue, ohne sich dabei selbst in Schutz zu nehmen. Er steht zu seinen Fehlern und seinen Worten merkt man an, dass er heute, mit einigen Jahren Abstand zum Erlebten, und nach vielen Stunden Psychotherapie, geläutert und befreit ist.

Klipp und klar formuliert er, dass er weder Rache an seiner Exfrau üben möchte noch mit den Erlösen aus den Buchverkäufen reich werden will. Denn Letztere fließen ausschließlich in den von ihm gegründeten Weissenberg e. V. – Männernetzwerk Plauen. Der Verein betreibt eine von staatlicher Seite mitfinanzierte Schutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer und verfügt über ein kompetentes Netzwerk zur Beratung der Opfer.

Inzwischen ist Tami Weissenberg viel herumgekommen, war in Presse, Funk und Fernsehen vertreten. Er erzählt seine Geschichte nicht, um Mitleid oder Ruhm zu erhaschen. Tami Weissenberg ist ein unglaublich engagierter Kämpfer. Im Anhang des Buchs zeugen Presseartikel und Fotos von seinen zahlreichen Auftritten, in deren Rahmen er dem Thema Gewalt gegen Männer ein Gesicht gibt – sein Gesicht.

So ist aus etwas Furchtbarem dennoch etwas Gutes erwachsen. Doch bis dahin war es ein steiniger, schmerzhafter und langer Weg, an dem Tami Weissenberg den Leser offen und ehrlich teilhaben lässt. Er hat viel über sich selbst gelernt. Mit Fleiß und Hingabe hat er ehrenamtlich ein Hilfsprojekt initiiert, das es damals, als er selbst Gewaltopfer war, nicht gab. Und das Wichtigste: Er ist endlich glücklich.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Weg ins Leben“

Zum Buch bei Amazon: „Weg ins Leben“

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Zum Artikel im FOCUS über Tami Weissenberg

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Frisch rezensiert: „Geteilte Träume“ von Ulla Mothes

Mitreißender Familienroman vor der Kulisse von fünfzig Jahren deutscher Geschichte

Meine Bewertung:  ★★★★

Copyright: Bastei Lübbe

Wink des Schicksals oder reiner Zufall? Die Abiturientin Ingke wird Hals über Kopf damit konfrontiert, dass sie nicht das leibliche Kind ihrer Eltern ist, sondern als Baby adoptiert wurde. Daraufhin steht ihre Welt Kopf. Alles, woran sie geglaubt hatte, stimmt plötzlich nicht mehr. Sie entschließt sich, ihre leibliche Mutter ausfindig zu machen und ihre wahre Geschichte und die ihrer Familie zu ergründen.

Ulla Mothes‘ Roman „Geteilte Träume“ ist am 26.02.2021 bei Lübbe erschienen. Der Untertitel „Eine deutsche Familiengeschichte“ greift dabei fast ein wenig zu kurz, denn der Roman ist beinah schon ein Epos, das einen Zeitraum von etwa fünfzig Jahren umspannt. Da ist es gut und hilfreich, auf den letzten beiden Buchseiten mithilfe eines Stammbaums die Übersicht über die handelnden Personen bewahren zu können.

Mit bildreicher Sprache versetzt Ulla Mothes ihre Leserschaft mühelos in die einzelnen Zeitepochen zurück – anschaulich lässt sie die Nachkriegsjahre in der DDR ebenso lebendig werden wie den Mauerbau 1961 und schließlich die Wende. Und die Autorin ist eine, die mitreden kann – besonders, was das Leben in der DDR in den Achtzigern angeht. Sie selbst stellte einen Ausreiseantrag und verließ den Arbeiter- und Bauernstaat im Jahr 1986. Nur wenige Jahre danach, nämlich 1992, tauchen wir in „Geteilte Träume“ in die Romanhandlung ein. Abgewickelte Betriebe, menschenleere Dörfer, düstere Zukunftsprognosen: keine guten Ausgangsbedingungen für einen jungen Menschen. Und schon gar nicht, wenn man noch dazu von heute auf morgen erfährt, dass die eigene Familiengeschichte auf Lug und Trug basiert. So geht es Ingke, der Hauptperson. Während der ganzen 447 Buchseiten, über die sich dieser Roman erstreckt, wurde ich mit Ingke nicht richtig warm. Hauptsächlich würde ich sie mit den Eigenschaften kühl, fordernd und distanziert beschreiben. Sicher, dass sie trotzig reagiert, fast schon Hass empfindet, ist bei der Tragweite einer solchen Offenbarung wie der eigenen Adoption nachvollziehbar, aber aus Ingke wird für mich persönlich einfach kein sympathischer Charakter. Doch vielleicht war genau das die Intention der Autorin – um zu verhindern, dass aus einem ernsthaften Familienroman eine rührselige, mitleidheischende Story wird.

Ich muss Ulla Mothes Respekt zollen – zum einen, weil sie eine runde, in sich stimmige Erzählung mit Tiefgang geschaffen hat, für die es angesichts der vielen handelnden Personen und der unzähligen kleinen wie großen Erinnerungen sicherlich eine ganze Menge Disziplin beim Plotten braucht. Andererseits, weil man der Geschichte die unbändige Leidenschaft anmerkt, mit der die Autorin sie erzählt. Und es gibt wirklich keine einzige Stelle, an der sich die Geschichte zieht oder man anderweitige Ermüdungserscheinungen spürt.

Ulla Mothes hat mit „Geteilte Träume“ ein mitreißendes Stück deutscher Geschichte Revue passieren lassen, das hervorragend unterhält und lange nachhallt.

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Zum Buch bei Amazon.de: „Geteilte Träume“

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Geteilte Träume“

Zur Homepage der Autorin: Ulla Mothes

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Frisch rezensiert: „Willst du Blumen, kauf dir welche“ von Ellen Berg

Humorvolle Abrechnung mit den Tücken des Online-Datings

Meine Bewertung:  ★★★★

© Aufbau Verlag

Lena liebt ihren Kater Dewey, ihre eigene kleine Buchhandlung und die Romane von Jane Austen. In herzergreifenden Büchern findet sie, wonach sie nach einigen Enttäuschungen im echten Leben gar nicht mehr sucht: Romantik und Liebe. Nicht mal der Bestsellerautor Benjamin Floros, den sie zu einer Lesung in ihre Buchhandlung einlädt, kann sie mit seinem Verkaufsschlager „Die ultimative Liebesformel“ davon überzeugen, dass sich die Suche nach Mr. Right lohnen wird. Überhaupt hält Lena Floros für einen Scharlatan – einen gut aussehenden zwar, aber das ändert nichts an ihrer Antipathie für den erfolgsverwöhnten Schriftsteller. Zu dumm nur, dass sie sich nach einer gemeinsam geleerten Flasche Sherry auf eine fatale Wette mit Benjamin einlässt …

Wer humorvolle Bücher mag, kommt an Ellen Berg nicht vorbei. Die Autorin hat bereits sage und schreibe 17 Romane veröffentlicht, die sich hauptsächlich um ein Thema drehen: Die Liebe. Die beleuchtet Ellen Berg in sämtlichen Facetten – und das stets mit viel Humor. In ihrem aktuellen Roman „Willst du Blumen, kauf dir welche – (K)ein Romantik-Roman“ nimmt sie sich den Mysterien des Online-Datings an. Ihrer Hauptfigur Lena wird dabei so einiges abverlangt, denn sie trifft bei ihren Dates größtenteils auf äußerst kauzige Kandidaten. Ellen Berg hat sogar ihre eigenen Erfahrungen aus der Welt der virtuellen Liebe einfließen lassen.

Auch bei Band 17 zeichnet (im Wortsinne!) wieder einmal der Cartoonist Gerhard Glück für die unverwechselbaren Cover der Ellen Berg-Romane verantwortlich.

Obwohl es Bücher gab, in denen Ellen Berg richtiggehende Gag-Feuerwerke zündete und ihr das in ihrem aktuellen Roman nur zuweilen gelingt, ist „Willst du Blumen, kauf dir welche“ dennoch ein äußerst kurzweiliger Roman, der für gute Laune sorgt. Gleichzeitig ist das Buch eine hinreißende Hommage an die Literatur und alle passionierten Leseratten, denn Lena denkt oft in Buchtiteln und geht ganz in ihrer Berufung als Buchhändlerin auf. Ihrem zackigen, wortschatzreichen Schreibstil bleibt Ellen Berg auch in ihrem aktuellen Roman treu. So macht Lesen Spaß!

Die Charaktere sind unverwechselbar und die meisten davon sympathisch. Und obwohl die Geschichte relativ vorhersehbar ist, eignet sie sich dennoch für kurzweilige Stunden auf der heimischen Couch und hilft dabei, den Corona-Blues zu vertreiben.

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Zum Buch auf der Verlagshomepage: „Willst du Blumen, kauf dir welche“

Zum Buch bei Amazon: „Willst du Blumen, kauf dir welche“

Zur Homepage der Autorin: Ellen Berg

Zur Homepage des Cover-Illustrators: Gerhard Glück

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Frisch rezensiert: „Trümmermädchen“ von Lilly Bernstein

Aufwühlender Roman mit eindringlicher Mahnung

Meine Bewertung:  ★★★★

© Ullstein Buchverlage

Anna ist noch ein kleines Mädchen, als ihre Freundin Ruth mitsamt ihrer Familie von heute auf morgen plötzlich verschwindet, ihr geliebter Onkel Matthias zum Kriegsdienst eingezogen wird und sich ihre Heimatstadt Köln mehr und mehr in eine Trümmerwüste verwandelt.

Sie wächst bei ihrer Tante Marie auf und ist von jüngster Kindheit an ein Leben voller Entbehrungen gewöhnt. Hunger, Kälte, Verlust und Mangel sind ihr nur allzu vertraut. Doch aus dem Mädchen wird eine junge Frau, die sich entschlossen gegen die Widrigkeiten des Krieges stemmt, um für die zu sorgen, die ihr am Herzen liegen: ihre Familie und ihre Freunde.

Einfühlsam erzählt Lilly Bernstein in ihrem 512-seitigen Roman „Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück“ eine Geschichte, die die Jahre 1941 bis 1947 umspannt. Der unglaublich bildhaften Sprache der Autorin und Journalistin, deren bürgerlicher Name Lioba Werrelmann lautet, ist es zu verdanken, dass man das zerbombte Köln klar vor sich sieht. Mit der Veröffentlichung ist für Lilly Bernstein ein Traum in Erfüllung gegangen und es sei ihr bisher persönlichster Roman, heißt es. Und tatsächlich lässt dieses Buch unschwer erkennen, wie viel Herzblut darin steckt.

Mit großer Liebe zum Detail hat die Autorin an ihren Figuren gefeilt und einen Plot erarbeitet, der manche Überraschungen bereithält – das gilt für die guten ebenso wie für die schlechten.

Die Not, die die Menschen damals litten und die Umstände, unter denen sie leben mussten, sprengen heute jegliche Vorstellungskraft. Aus diesem Grund ist Lilly Bernsteins Buch mehr als ein Roman, sondern zeitgleich eine Mahnung, wie dankbar wir heute für alle Annehmlichkeiten des Alltags, volle Supermarktregale und ein gemütliches Zuhause sein müssen.

Dank vieler Gespräche mit Zeitzeugen und umfangreicher Recherchen gelingt es Lilly Bernstein in ihrem Buch mühelos, die unvorstellbaren Lebensbedingungen von damals in Worte zu fassen und für ihre Leserschaft regelrecht erlebbar zu machen.

„Trümmermädchen“ ist außerdem ein Buch, das Mut macht, denn was Anna und ihre Familie leisten, ist unvorstellbar. Ja, sie hadern, sie sind erschöpft, doch sie kämpfen entschlossen für ihren Traum. Ohne ein paar für meinen Geschmack zu glückliche Zufälle ließe sich der allerdings nicht realisieren.

Dennoch ist „Trümmermädchen“ ein bildgewaltiger Roman, der mit Anna über eine gleichermaßen sympathische wie starke Protagonistin verfügt, die stellvertretend für eine ganze Generation steht, die sich mit bewundernswerter Tatkraft nach dem Krieg dem Wiederaufbau eines ganzen Landes gewidmet hat.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Trümmermädchen“

Zur Homepage der Autorin: Lilly Bernstein alias Lioba Werrelmann

Zum Buch bei vorablesen.de: „Trümmermädchen“

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Frisch rezensiert: „Falsch erzogen“ von Mona Krassu

Eindringlicher Roman über Zwangsdiziplinierung junger Frauen in der DDR

Meine Bewertung:  ★★★★★

© Edition Outbird

Solveig ist ein ganz normales Mädchen, das in der DDR aufwächst. Vater, Mutter, Schwester – ein bürgerliches Leben durch und durch. Und doch spürt sie, dass sie anders ist. Dass sie raus will aus diesem engen, spießigen Korsett. Allerdings wird dieser Drang nach Freiheit für Solveig einschneidende Folgen haben …

Die in Gera lebende Autorin Mona Krassu verleiht ihrer Protagonistin in einer beeindruckenden Mischung aus kindlicher Naivität und Unsicherheit eine Stimme. Kurze, prägnante Sätze dominieren den ersten Teil der Geschichte, in denen man die vielen Fragezeichen, die sich bei Solveig auftun, wenn sie es mit der Welt der Erwachsenen zu tun hat, förmlich fühlt. Mona Krassu macht mit Worten die Einsamkeit eines Kindes spürbar, das auf seine Fragen keine Antworten erhält. Gewalt und das Einschließen sind für die genervten Eltern probate Mittel zur Bestrafung und haarsträubende Methoden zugleich, um sich Ruhe vor Solveigs neugierigen Fragen zu verschaffen. Zu ihrem Vater hat sie ein ambivalentes Verhältnis. Solveig muss auf seine Anweisung hin Schnaps trinken. Außerdem schlägt er sie. Im Verlauf der Geschichte wird der Ton harscher und ihre Eltern nennt Solveig fortan nicht mehr „Mutti“ und „Paps“, sondern merklich distanzierter „Mutter“ und „Vater“.

Der zweite Teil handelt von Solveigs Entwicklung vom Mädchen zur Frau. Das spiegelt sich auch sprachlich wider. Die kindliche Logik wird abgelöst von der Genugtuung, auf viele Fragen endlich Antworten zu erhalten. Solveig rebelliert, reißt aus und schwänzt die Schule. Die Ehe der Eltern zerbricht. Währenddessen sucht Solveig Halt bei Männern und verliebt sich unglücklich. Sie hört Westmusik, bastelt sich ein Armband mit Udo Lindenbergs Namen und läuft immer öfter davon.

All das ist Hartmut, dem neuen Lebensgefährten der Mutter, ein Dorn im Auge. Noch ahnt Solveig nicht, dass Hartmut als treu ergebener Diener des Regimes die Macht hat, das unangepasste Mädchen von der Bildfläche verschwinden zu lassen.

Mona Krassu blickt in ihrem 454 Seiten starken Roman „Falsch erzogen“ hinter die sorgfältig verschlossenen Türen der einstigen sogenannten „Tripperburgen“ in der DDR. Das waren geschlossene Krankenanstalten, in denen offiziell junge Frauen mit Geschlechtskrankheiten behandelt werden sollten, die in Wahrheit jedoch dazu dienten, aufmüpfige Mädchen und Frauen zu bestrafen und zu disziplinieren.

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Autorin ehrgeizig und detailliert für ihren Roman recherchiert hat. Sie hat Gespräche mit Zeitzeuginnen geführt und Sachbücher zu diesem Thema studiert.

Mit „Falsch erzogen“ wurde von Mona Krassu ein mutiges Buch geschrieben, das sich mit seinen starken Figuren und dem eindringlichen Schreibstil wie ein Pfeil direkt ins Herz bohrt und lange im Kopf bleibt.

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Frisch rezensiert: „Quälender Hass“ von Linda Castillo

Keine Ermüdungserscheinungen bei US-Erfolgsautorin Linda Castillo

Meine Bewertung:  ★★★★★

© S. FISCHER Verlag GmbH

Als Kate Burkholder, die Polizeichefin von Painters Mill, an diesem Herbsttag die verlassene Farm betritt, findet sie eine grausam zugerichtete weibliche Leiche und ein verstörtes kleines Mädchen vor. Doch damit nicht genug: Die Schwester des Mädchens ist entführt worden. Alle verfügbaren Kräfte werden zum Tatort gerufen. Und Kate Burkholder muss gleich in zwei Fällen ermitteln: Einerseits hat sie es mit der Aufklärung des brutalen Mordes zu tun, während ihr andererseits die Zeit bei der Suche nach dem verschwundenen Kind im Nacken sitzt.

US-Autorin Linda Castillo legt in ihrem aktuellen Thriller „Quälender Hass“ ohne langes Vorgeplänkel direkt mit der Geschichte los. Und die hat es in sich. Die Schöpferin der erfolgreichen Thriller-Reihe um Kate Burkholder zeigt auch beim inzwischen elften Band keinerlei Ermüdungserscheinungen.

Schon das Setting sorgt für Gänsehautmomente. Eine verlassene Farm, Weite, Einsamkeit … Mit ihren bildlichen Beschreibungen lässt Linda Castillo den amischen Teil Ohios lebendig werden. Und auch die Story ist wirklich stark. Nur langsam zieht sich die Schlinge um den Täter zu und Spannung bis zum Schluss ist garantiert.

In „Quälender Hass“ verwebt die Spiegel-Bestseller-Autorin einen mitreißenden Kriminalfall mit einem Familiendrama im Spannungsfeld zwischen Amischen und „Englischen“, wie die amische Bevölkerung diejenigen bezeichnet, die nicht nach deren Überzeugungen leben. Außerdem gewährt Linda Castillo ihrer Leserschaft einen Blick hinter die Kulissen der amischen Welt, die gleichermaßen faszinierend wie seltsam anmutet.

Selbst wenn man nicht alle Bände der Reihe gelesen hat, kann man problemlos in die Geschichte einsteigen. Jeder Fall für Kate Burkholder ist in sich abgeschlossen und man braucht keine reihenspezifischen Vorkenntnisse, um der Story problemlos zu folgen.

Besonders sympathisch: Kate Burkholder ist auch im elften Fall noch immer die „Alte“: Eine nach außen hin toughe Frau, die mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, ihre sensible Seite aber geschickt vor anderen verbirgt.

Linda Castillo ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Die gute Nachricht für alle Fans der beliebten Thriller-Reihe: Am 28. Juli 2021 wird mit „Dein ist die Lüge“ Band 12 erscheinen. Es ist also kein Ende in Sicht – zum Glück!

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Frisch rezensiert: „An Liebe stirbst du nicht“ von Géraldine Dalban-Moreynas

Aufwühlendes Romandebüt aus Frankreich

Meine Bewertung:  ★★★★

© Nagel & Kimche

„Es gibt Geschichten, an deren Anfang man sich das Ende einfach nicht vorstellen kann.“

(Zitat aus dem Buch, Seite 181)

Ob sich Elle und O., die beiden Protagonisten in Géraldine Dalban-Moreynas‘ Debütroman „An Liebe stirbst du nicht“, zu Beginn ihrer Amour fou überhaupt ein Ende vorstellen können, darf bezweifelt werden. Unversehens stürzen sich die beiden neuen Nachbarn, die bislang bequeme und unaufgeregte Leben führten, in eine Affäre. Die Anziehung zwischen den beiden ist einfach zu groß. Ihre Treffen häufen sich bald ebenso wie die Lügen, die sie ihren jeweiligen Partnern auftischen, um sich ein paar gemeinsame Stunden zu stehlen. Über Elle und O. erfährt man nicht viel, nur dass sie beide Anfang 30 sind, er Anwalt und sie Journalistin ist, beide vergeben sind, und in Paris leben. Und doch lernt man als Leser schon beizeiten das verletzliche Innenleben des heimlichen Paares kennen, ihre Träume und ihre Wünsche.

Sie wagen einen Tanz auf dem Drahtseil, können jeden Moment abstürzen und ins Bodenlose fallen. Die Autorin beschreibt mit präzisem Blick die Achterbahn der Gefühle, in der die beiden sich befinden. Schon nach kurzer Zeit wird klar: Es ist Liebe, sie ist tief und wahrhaftig. Doch haben Elle und O. eine gemeinsame Perspektive? O. hat eine Tochter, die noch keine zwei Jahre alt ist. Seine Frau könnte er verlassen, seine Tochter jedoch nicht. So hadern die beiden Teilzeitliebenden (Seite 65), die nichts mehr wollen als zusammen zu sein, mit den Umständen, die genau das verhindern.

„Zum Glücklichsein braucht man Mut.“

(Zitat aus dem Buch, Seite 113)

Doch dieser Mut fehlt vor allem O. Als neutrale Beobachterin führt die Autorin Buch über den Verlauf einer heimlichen Liebe, die so unmöglich wie alles verschlingend ist.

Die Kapitel sind kurz, sie geben auch einige der zahllosen SMS und E-Mails wieder, die sich Elle und O. schicken. Trotz des nüchternen Erzählstils von Dalban-Moreynas, der wohl am ehesten mit „auf den Punkt gebracht“ umschrieben werden kann, schwingt eine feine Melodie in ihren Worten mit. Am Ende war mein Exemplar des Buchs mit unzähligen bunten Klebe-Fähnchen übersät, weil es so viele Zitate, so viele Momente gab, die mich ganz besonders berührt haben, sodass ich schon gefragt wurde: „Liest du oder bastelst du?“

Dieser Roman hat eine unglaubliche Wucht, und auf nur 192 Seiten erzählt die Autorin eine Geschichte, wie sie tagtäglich geschieht, und die doch einzigartig ist. Die Intensität der Gefühle tut beim Lesen fast schon körperlich weh. Als Leser wird man mitgerissen in diesen Abgrund, an dessen Rand Elle und O. tanzen, und sehenden Auges in ihr Unglück rennen. Man leidet mit den beiden, fragt sich, wie wohl das Ende aussehen wird. Der Weg dorthin kann es in puncto Spannung mühelos mit jedem guten Thriller aufnehmen. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt – was wird am Ende überwiegen?

Chapeau! Géraldine Dalban-Moreynas hat mit ihrem Debütroman wirklich ein grandioses Stück Literatur geschaffen!

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Zum Buch auf der Verlagshomepage: „An Liebe stirbst du nicht“ 

Zum Instagram-Account der Autorin: Géraldine Dalban-Moreynas

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Frisch rezensiert: „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?“ von Julia Greve

Ein hinreißendes Stück Unterhaltungsliteratur über die Flaute im Ehebett

© Rowohlt Taschenbuch Verlag

Meine Bewertung:  ★★★★

Nach 15 Jahren Ehe ist bei Nina und Steffen im Bett die Luft raus. Der Familienalltag mit den beiden Töchtern plätschert gemächlich vor sich hin. Eines Abends schreibt das Paar einen Wunschzettel mit den Dingen, die sie sich in der Horizontalen wünschen, um ihr Sexleben wieder auf Vordermann zu bringen – und plötzlich steht das Thema Partnertausch auf dem Tapet. Während Steffen sich nach einem aufregenden Abenteuer mit einer fremden Frau sehnt, geht Nina mit Skepsis an die Sache heran. Kann sie das? Will sie das? Nach langer Überlegung beschließt sie, sich auf das gewagte Experiment einzulassen. Noch ahnen die beiden nicht, was sie damit in Gang setzen …

Autorin Julia Greve, Jahrgang 1975, nimmt sich in ihrem Roman „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?“ eines Themas an, das wohl den meisten Menschen in langjährigen Beziehungen vertraut ist: Die Flaute im Bett und wie man da bloß wieder rauskommt.

Ihre Romanheldin Nina – eine herrlich uneitle, teilweise schüchterne und alles in allem völlig normale Frau – lässt sich auf den delikaten Wunsch ihres Gatten ein, obwohl sie von einem erotischen Treffen mit einem fremden Mann alles andere als überzeugt ist. Sex ohne Liebe – geht das denn überhaupt?

Julia Greves am 18. Februar 2020 bei Rowohlt erschienener Roman ist ein hinreißendes Stück Unterhaltungsliteratur mit spritzigen Dialogen und sympathischen Darstellern, die glatt nebenan wohnen könnten. Das Buch ist fluffig geschrieben und mit viel Witz gewürzt. In diesem Kein-Kitsch-Roman macht sich der Leser gemeinsam mit dem sexuell gelangweilten Ehepaar auf eine aberwitzige (S)Expedition, die mit einem wahrlich überraschenden Ende punktet.

Das 384-seitige Buch lief vom Anfang bis zum Schluss vor meinen Augen wie ein unterhaltsamer Film ab, so klar habe ich Nina, Steffen und Co. vor mir gesehen. Dabei überspitzt Julia Greve die Handlung nicht. Genau so könnte sich die Geschichte im wahren Leben zutragen.

„Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?“ ist viel mehr als ein platter Frauenroman. Es ist eine großartig erzählte Geschichte über ein Thema, das – wie schon gesagt – vielen Menschen leider ziemlich bekannt vorkommen dürfte.

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Frisch rezensiert am Indiebookday: „Die Stille vor dem Sturm“ von Marina Heib

Heute ist Indiebookday – ein bibliophiler Feiertag, der seit 2013 die unabhängigen, kleinen und Independent-Verlage feiert! Passend zu diesem Anlass möchte ich Euch ein Buch vorstellen, das erstens aus einem unabhängigen Verlag stammt und mir zweitens überaus spannende Lesestunden beschert hat: „Die Stille vor dem Sturm“ von Marina Heib, erschienen im Pendragon Verlag. Der Pendragon Verlag hat seinen Sitz in Bielefeld und wurde 1981 gegründet. Mehr erfahrt Ihr auf der Verlagshomepage.

Übrigens seid Ihr herzlich eingeladen, beim Indiebookday unter dem Hashtag #indiebookday vollkommen virenfrei mitzufeiern. Wie das geht, ist auf der Homepage des Indiebookday kurz und gut erklärt.

Also, passt auf Euch auf, bleibt zu Hause und feiert den Indiebookday!

Mitreißender Thriller mit spannendem Setting

Meine Bewertung: ★★★★

© Pendragon Verlag

Auf die Autorin Marina Heib bin ich zum ersten Mal durch ihren großartigen Thriller „Drei Meter unter Null“ gestoßen. Deshalb wollte ich natürlich auch ihr aktuelles Buch „Die Stille vor dem Sturm“ unbedingt lesen, das am 18. September 2019 im Pendragon Verlag erschienen ist. Dem Genre ist die Autorin dabei treu geblieben. „Die Stille vor dem Sturm“ ist ebenfalls ein Thriller.

Die Geschichte spielt auf einer Yacht, die von den drei Söhnen eines Kielers Reeders in die Karibik überführt werden soll. Auch ein paar Freunde werden mit von der Partie sein – so zumindest sieht es der Plan vor. Doch ein paar unvorhergesehene Ereignisse führen dazu, dass sich der entspannte Segeltörn schon bald in einen echten Horrortrip verwandelt …

Dass Marina Heib auch als Drehbuchautorin arbeitet, merkt man ihren Büchern an. In „Die Stille vor dem Sturm“ lässt sie das Geschehen wie einen Film vor dem geistigen Auge des Lesers ablaufen. Das von ihr gewählte Setting ist überaus spannend, denn eine Yacht auf offener See bietet schließlich keinerlei Fluchtmöglichkeiten – und auch mit einer Rettung von außerhalb ist nicht zu rechnen, wenn – wie hier – die gesamte Kommunikationsanlage ausfällt. Deshalb sind die Protagonisten ihrem Schicksal auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Doch nicht nur das macht diesen Thriller so mitreißend, sondern auch die Dynamik innerhalb der Gruppe. Genug Zündstoff hat Marina Heib ihren Protagonisten mit auf den Weg gegeben und die unterschiedlichen Charaktere tun ihr Übriges, um die Atmosphäre auf der Yacht alles andere als langweilig werden zu lassen.

Einen Stern musste ich leider abziehen, denn als Landratte war für mich die üppige Verwendung des Seglerlateins nicht oder nur schwer zu verstehen. Ein Glossar im Anhang hätte mir an dieser Stelle das Lesen erleichtert beziehungsweise die Google-Suche erspart.

Dennoch ist es Marina Heib einmal mehr gelungen, mich mit ihrem klugen Plot und der durchweg aufrechterhaltenen Spannung vollkommen zu fesseln. Mit „Die Stille vor dem Sturm“ war ein packendes Lesevergnügen!

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