[Neuerscheinung] “Alles Tofu, oder was?” von Ellen Berg

Alles neu macht der Mai – unter dieser Überschrift wird am 18.05.2015 mit “Alles Tofu, oder was?” der inzwischen achte Roman von Ellen Berg erscheinen. Nahtlos reiht er sich in die Liste seiner erfolgreichen Vorgänger ein – das gilt sowohl für das unverwechselbare Cover als auch für den witzigen Inhalt. Diesmal steht die 35-jährige Dana im Mittelpunkt der Geschehnisse. Die Mutter einer kleinen Tochter hat eine Mission: Veganes Essen für alle! Na ja, zunächst einmal für ihre Familie. Doch weder ihr Lebensabschnittsgefährte Paul noch Töchterchen Leonie sind davon begeistert – von Dackelhündin Emma ganz zu schweigen. Als Paul sie dann Hals über Kopf verlässt und ihr Vater mindestens genauso überraschend bei ihr einzieht, ist Dana gelinde gesagt ein wenig überfordert…

Obwohl der Klappentext den Fortgang der Geschichte schon erahnen lässt, bin ich mir sicher, dass alle Freunde des humorvollen Unterhaltungsromans bei “Alles Tofu, oder was?” auf ihre Kosten kommen werden. Wortspiele wie “… die Vegahnsinnige” und spritzige Dialoge deuten schon in der kurzen Leseprobe darauf hin, dass Ellen Berg auch in diesem Buch ihrem gewohnten Stil aus Tempo, Esprit, Witz und spitzer Zunge treu bleibt.

Ihre Romane sind stets Einzelstücke – es handelt sich also nicht um eine Fortsetzungsreihe. Dabei scheint die Autorin auf ein schier unerschöpfliches Arsenal an kauzigen und verrückten Protagonisten zurückgreifen zu können. Danas überaus konservativer Vater Herrmann jedenfalls erfüllt schon bei der ersten Begegnung mit dem Leser ziemlich viele Kriterien zur Aufnahme in diese illustre Schar.

Als großer Fan von Ellen Berg bin ich mir sicher, dass sie auch mit “Alles Tofu, oder was?” ein echtes Spaßfeuerwerk zünden und die Zwerchfelle ihrer Leserschaft gehörig strapazieren wird.

Alles Tofu oder was © Aufbau Verlag

Meine Bewertung der Leseprobe: ★★★★

Ihr wollt Euch selbst ein Bild machen? Hier geht’s zur Leseprobe von “Alles Tofu, oder was?” – und hier zum Buch bei vorablesen.de.

Wenn Ihr Euch lieber vorlesen lasst, dann ist die Hörprobe das Richtige für Euch. Gelesen wird das Hörbuch von Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, die als  Kölner “Tatort”-Assistentin Franziska bekannt wurde.

“Blogger schenken Lesefreude”: Eugen und ich haben ausgelost

Schon ist sie wieder vorbei, die Aktion “Blogger schenken Lesefreude” 2015 – zumindest auf meinem Blog. Bei vielen anderen Bloggern könnt Ihr noch an dieser großartigen Aktion teilnehmen. Stöbert doch einfach mal in der Teilnehmerübersicht herum.

Zunächst vielen Dank an alle, die so fleißig kommentiert haben.

Eugen verkündet jetzt die Namen der zu Beschenkenden:

Blogger schenken Lesefreude 2015 - Auslosung

Wir gratulieren Evoli und Yasmin ganz herzlich und schicken Trostgrüße an alle, bei denen es diesmal nicht geklappt hat.

Einen schönes Restwochenende wünschen Euch Stephanie und Eugen

 

Welttag des Buches: Hier gibt’s was geschenkt!

Konfetti! Heute wird gefeiert: Der Welttag des Buches ist endlich da. Dank der Aktion “Blogger schenken Lesefreude” warten jede Menge Buchgeschenke auf Euch. Auch ich verschenke hier die folgenden beiden Bücher:

“Ich will doch bloß sterben, Papa”
Leben mit einer schizophrenen Tochter

Ich will doch bloss sterben Papa von Michael Schofield© Kösel Verlag/Verlagsgruppe Random House

Autor Michael Schofield erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Tochter Jani, die bereits im Alter von vier Jahren zu halluzinieren beginnt.


“Verrückt vor Angst”
Ein Mädchen in der Jugendpsychiatrie

5789_1_Lay.qxd © Loewe Verlag

Angststörungen stehen im Zentrum von Jana Freys Jugendroman, in dem Protagonistin Nora mit ihren Dämonen kämpft.

Blogger schenken Lesefreude 2015_quer

Jetzt seid Ihr dran! Ihr möchtet beschenkt werden? Dann verratet mir doch einfach per Kommentar unter diesem Beitrag, für welches Buch Ihr in den Lostopf hüpfen möchtet.

 

Mitmachen/Das Kleingedruckte

1. Verschenkt wird je ein Exemplar der Bücher “Ich will doch bloß sterben, Papa” von Michael Schofield und “Verrückt vor Angst” von Jana Frey. Beide Bücher im Hardcover-Format sind nagelneu und ungelesen.

2. Die Verschenkaktion läuft im Zeitraum vom 23. April 2015 bis zum 26. April 2015, 18:00 Uhr. Zum Teilnehmen genügt ein Kommentar unter diesem Beitrag. Die beiden Glücklichen werden am 26. April 2015 aus allen fristgerecht abgegebenen Kommentaren per Losverfahren ermittelt und deren Namen hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf. Bitte gebt eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich Euch im Gewinnfall kontaktieren kann.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Kommentars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls die Bücher auf dem Postweg verloren gehen.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verschenkaktion verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

* * *

Vorgestellt: Mein Co-Blogger

In meinem Blogbeitrag vom 21. April 2015 hatte ich angedeutet, dass ich Euch zum Welttag des Buches jemanden vorstellen möchte, der hier auf diesem Blog in Zukunft ein Wörtchen mitreden wird.

Der Vorhang lichtet sich…

Trommelwirbel…

Meine Damen und Herren, das ist Eugen!

Eugen

Eugen ist mir in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse zugeflogen. Der von mir überaus geschätzte Literaturblogger Arndt von AstroLibrium hat mittlerweile schon eine ganze Armada der süßen Häkeleulen an Bloggerfreunde, Autoren, Verlagsmitarbeiter und Buchhändler verschenkt und inzwischen hat sich unter diesen bibliophilen Eulenbesitzern ein Kult um die putzigen Tierchen entwickelt. Ich freue mich sehr, dass Eugen a) jetzt einen Namen hat (Danke dafür an meinen Freund Dirk!) und mich b) von jetzt an auf meinem Blog unterstützen wird.

Ein Ausblick auf “Blogger schenken Lesefreude”

In zwei Tagen wird wieder einmal der höchste bibliophile Feiertag begangen – der Welttag des Buches. Zu diesem schönen Anlass ist die Aktion “Blogger schenken Lesefreude” auch in diesem Jahr erneut ganz vorn mit dabei. Zur Stunde befinden sich unglaubliche 1.209 Einträge in der Teilnehmerübersicht. All diese Menschen wollen nur eins: Lesefreude schenken!

Auch ich bin 2015 gerne wieder mit von der Partie und zeige Euch heute schon einmal, welche Bücher (Achtung, keine leichte Kost!) ich übermorgen an Euch zu verschenken gedenke:

“Ich will doch bloß sterben, Papa”
Leben mit einer schizophrenen Tochter

Ich will doch bloss sterben Papa von Michael Schofield© Kösel Verlag/Verlagsgruppe Random House

Autor Michael Schofield erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Tochter Jani, die bereits im Alter von vier Jahren zu halluzinieren beginnt.


“Verrückt vor Angst”
Ein Mädchen in der Jugendpsychiatrie

5789_1_Lay.qxd © Loewe Verlag

Angststörungen stehen im Zentrum von Jana Freys Jugendroman, in dem Protagonistin Nora mit ihren Dämonen kämpft.

Wie Ihr mitmachen könnt, erfahrt Ihr am Donnerstag hier auf meinem Blog. Außerdem stelle ich Euch pünktlich zum Welttag des Buches jemanden vor, der in Zukunft auf diesen Seiten auch ein Wörtchen mitreden wird.

Blogger schenken Lesefreude 2015_quer

Frisch rezensiert: “Der Tote am Kirchturm” von Alexander Bálly

“Ja verreck! A echte Leich’!”

Meine Bewertung: ★★★★

Der Tote am Kirchturm
© Sutton Verlag

Dieser prägnante Ausspruch entfleucht dem 16-jährigen Robert Messerer, der in Wolnzach eben das findet – a echte Leich’. Und zwar die von Benedikt Singer, einem vermögenden Künstler aus der Holledau, der neben seiner Freundin auch seine Gattin hinterlässt. Als zweifelsfrei feststeht, dass das Opfer mit Gift getötet wurde, fällt der Verdacht auf die Noch-Ehefrau – sind Giftmorde doch erfahrungsgemäß Frauensache. Doch ob das Ermittlerteam um Karl Konrad damit richtig liegt? Der ehemalige Metzgermeister Ludwig Wimmer und seine 13-jährige Enkelin Anna glauben nicht daran und agieren undercover…

“Der Tote am Kirchturm” ist Fall Nummer zwei für Ludwig Wimmer und Anna. Schon im Vorgänger “Der Tote am Maibaum” haben die beiden leidenschaftlichen Freizeit-Detektive erfolgreich die offiziellen Ermittlungen unterstützt – doch besonders erbaut war die Gendarmerie darüber nicht. Autor Alexander Bálly lässt die Hobby-Polizisten nun wieder von der Leine. Das tut er, wie schon im Vorgänger, mit jeder Menge Humor und Mundart. Die verbreitet eine gewisse Heimeligkeit und ist auch für Leser, die nicht in der Hallertau leben, verständlich, vergleichsweise aber anspruchsvoller als im ersten Band.

Der Wortschatz des Autors scheint unerschöpflich zu sein. Für seine kreativen Ausdrücke kann man ihn nur bewundern. Stumpfe Wortwiederholungen und einfallslose Sätze? Nicht mit Alexander Bálly! Ebenso vielfältig sind die Themen, die dem Leser im Buch begegnen: Ob irische Rindviecher, apothekeneigene Giftbücher, freiverkäufliche Überwachungstechnik oder Brauchtumspflege – man kann beim Schmökern dieses heiteren Kriminalromans nur dazulernen!

“Der Tote am Kirchturm” zeichnet sich durch eine solide Krimihandlung aus. Der Leser tappt dabei genauso lange im Dunkeln wie die Polizei und die Hobby-Detektei. Die Aufklärung des Falles zieht sich zwischendurch ein wenig hin, aber diese kleine Durststrecke übersteht der Leser durch die witzigen Geschehnisse und Dialoge unbeschadet.

Wer meint, 248 Seiten böten zu wenig Lesevergnügen, kann versichert sein, dass bedingt durch die kleine Schrift für abendfüllende Lektüre gesorgt ist. 248 Seiten sind eben nicht gleich 248 Seiten.

Mir hat das Wiedersehen mit Ludwig Wimmer und Anna jedenfalls richtig viel Spaß gemacht.

→ Interessante Links

Zum Buch auf Amazon.de: “Der Tote am Kirchturm”

Zum Buch auf der Homepage des Sutton Verlags:  “Der Tote am Kirchturm”

Zur Homepage des Autors: Alexander Bally

Zu meiner Rezension des ersten Holledau-Krimis “Der Tote am Maibaum”

Die buchstabenfaengerin im BLITZ!-Stadtmagazin!

Ehrlich gesagt: Ich bin ganz schön aufgeregt. Heute erscheint das neue BLITZ!-Stadtmagazin für Chemnitz und Zwickau. Nicht, dass diese Tatsache an sich der Grund für mein Herzklopfen wäre. Das ist vielmehr ein ganzseitiger Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Magazins, in dem es um meinen Blog geht. Unglaublich, aber wahr!

Die wunderbare BLITZ!-Journalistin Cornelia Bieling hat mich dazu in der Bloggerlounge auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse interviewt und vor dem hübschen knallroten Hintergrund abgelichtet. Zu ihrem Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr das Foto anklickt.

Blitz Stadtmagazin

Hier könnt Ihr in der gesamten April-Ausgabe des BLITZ!-Stadtmagazins Chemnitz/Zwickau schmökern.

Hach, ein klein wenig stolz bin ich ja schon. :-) Nein, das ist untertrieben. Ich bin sehr happy und freue mich riesig über den gelungenen Beitrag von Cornelia Bieling.

Frisch rezensiert: “Alleine war gestern” von Beatrice Meier

304-seitiges Lesevergnügen voller tragikomischer Momente

Meine Bewertung: ★★★★★

Alleine war gestern
© Kiepenheuer & Witsch

WGs sind nur was für Studenten und junges Gemüse? Weit gefehlt! Ricarda, Philip, Harry, Eckart und Uschi – alle 60 plus – treten den Gegenbeweis an. Die fünf Senioren und der dicke Dackel Ralf ziehen gemeinsam in eine große Wohnung in Köln ein. Anfangs ist alles ein großer Spaß, obwohl Eckart für Erstaunen sorgt, als er mit dem Grabstein seiner vor Jahren verstorbenen Frau sein Zimmer möbliert. Doch dann erleidet Uschi einen Schlaganfall. Für Ricarda steht unverrückbar fest: Die Freunde werden Uschi nach dem Klinikaufenthalt und der anschließenden Reha pflegen. Doch dieses edle Vorhaben erweist sich in der Realität alles andere als einfach und sorgt für reichlich Zündstoff.

Schon das fröhlich-bunte Cover von Beatrice Meiers erstem Roman “Alleine war gestern” lässt erahnen, dass zwischen den Buchdeckeln eine Menge Humor lauert. Und so ist es in der Tat: Die Autorin lässt ihre fünf unverwechselbaren und liebevoll geformten Charaktere allerhand skurrile und lustige Situationen durchleben. Ich habe beim Lesen oft laut lachen müssen. Doch ebenso mühelos wie gekonnt legt Beatrice Meier den Schalter um und schlägt auch ernste Töne an: Bei Uschis Schlaganfall, der allgegenwärtigen Trauer von Eckart um seine Frau, der aufreibenden Pflege von Uschi. Dennoch versinkt die Geschichte niemals in Schwermut und bleibt durch und durch ein Unterhaltungsroman mit wunderbaren Darstellern und frechen Dialogen. Die Geschichte ist genauso lebendig wie Harry, Ricarda und Co.: Alles ist ständig in Bewegung, nie wird es langweilig. Auch die Nebendarsteller, allen voran Harrys Särge malender Enkel Timmi, sind einzigartig.

Die Verfilmung des Buches, die am 20. März 2015 ihre TV-Premiere im Ersten feierte, kam trotz guter Schauspieler meiner Meinung nach nicht an die literarische Vorlage heran. Mein Rat lautet deshalb: Lieber zum Buch greifen! Denn “Alleine war gestern” ist ein 304-seitiges Lesevergnügen voller tragikomischer Momente.

→ Interessante Links

Zum Buch auf Amazon.de: “Alleine war gestern”

Zum Buch auf der Homepage des Verlags Kiepenheuer & Witsch: “Alleine war gestern”

Zum Buch auf vorablesen.de: “Alleine war gestern”

Zur Homepage der Autorin: Beatrice Meier

Infos zum Film: “Alleine war gestern”