Veröffentlicht in Absolute Schätze, Meine Rezensionen (außer Vorablesen.de)

Frisch rezensiert: „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ von Antti Toumainen

Finnisches Roadmovie mit Tiefgang und Humor

Meine Bewertung: ★★★★★

 Die letzten Meter bis zum Friedhof
© Rowohlt Verlag

Eigentlich steht Jaako mit seinen 37 Jahren in der Blüte seines Lebens: Er führt einen erfolgreichen Pilzhandel, hat eine großartige Köchin zur Ehefrau und bewohnt mit ihr ein hübsches Häuschen in der finnischen Provinz. Doch dann eröffnet ihm sein Arzt, dass er sterben wird – und zwar sehr bald. Die Laborwerte zeigen, dass Jaako über einen längeren Zeitraum hinweg vergiftet wurde. Womit? Das lässt sich nicht genau sagen. Aber Jaako ist wild entschlossen, das herauszufinden – und natürlich auch, wer ihn auf dem Gewissen hat. Plötzlich steht sein Leben Kopf und die Ereignisse überschlagen sich …

Das Cover von Antti Toumainens Buch „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ hat mich auf magische Weise angezogen. Was sich wohl zwischen den schlichten, aber dennoch liebevoll-skurril gestalteten Buchdeckeln verbergen würde, habe ich mich gefragt. Cozy Crime? Ein Roman mit bitterbösem Humor? Ein abgedrehter Krimi? Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich diese Frage eindeutig beantworten: eine gelungene Mischung aus alldem. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ lässt sich schwer in ein Genre pressen. Vielleicht sollte ich mich deshalb darauf beschränken aufzuzählen, was dieses Buch NICHT ist: langweilig, wehklagend, traurig.

Jakko kommt schließlich auch nur selten dazu, über seinen nahenden Tod nachzudenken. Erst erwischt er seine vermeintlich treue Gattin im eigenen Garten beim Seitensprung, dann ist ihm die gefährliche Konkurrenz aus dem Pilzbusiness auf den Fersen. Antti Toumainen erzählt ein hinreißendes finnisches Roadmovie mit einem Helden in der Hauptrolle, den ich am liebsten geheiratet hätte.* Nein, nicht weil er reich ist und bald sterben wird, sondern weil Jaako über einen beispiellosen Selbsthumor verfügt (er hadert beispielsweise trotz des herannahenden Ablebens noch immer mit seinem Übergewicht), niemals aufgibt und einen äußerst warmherzigen Protagonisten darstellt. Überhaupt sind alle Figuren des Romans einfach unverwechselbar.

Aber wer nun meint, Autor Antti Toumainen würde das Thema Tod als lapidar abtun, der irrt. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ ist nämlich ein wirklich lebenskluges Buch. Toumainen führt dem Leser ohne Pathos und erhobenen Zeigefinger, allerdings auch ohne den Tod ins Lächerliche zu ziehen, die eigene Endlichkeit vor Augen.

„Ich werde nicht gesunden, natürlich nicht, ich werde sterben. Aber das haben wir alle gemeinsam, sogar mit denjenigen, die denken, sie würden ewig leben.“

(aus „Die letzten Meter bis zum Friedhof“)

Bemerkenswert sind auch die geradezu sinnlichen Beschreibungen der Landschaft. Man möchte auf der Stelle in den Flieger steigen und Finnland einen Besuch abstatten. Für die Übersetzung der Originalausgabe mit dem Titel „Mies joka kuoli“ zeichneten übrigens der deutsche Krimiautor Jan Costin Wagner und seine aus Finnland stammende Frau Niina Katariina verantwortlich. Gemeinsam mit Annti Toumainen haben sie „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ zu einem meiner absoluten Leselieblinge gemacht.

→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Die letzten Meter bis zum Friedhof“

Zur Homepage des Autors: Antti Toumainen

„Die letzten Meter bis zum Friedhof“ auf der Krimibestenliste der FAZ im März 2018

Bibliografische Angaben

  • Erscheinungstermin: 24. Januar 2018
  • erschienen bei: Rowohlt
  • Seitenanzahl: 320 Seiten
  • ISBN-13: 978-3498065522

* = Die Verfasserin dieser Rezension ist glücklich mit einem normalgewichtigen Mann verheiratet.

 

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Veröffentlicht in AutorInnen live & Lesungen

NachLESE: Lesung mit Stephan Harbort am 9. März 2018 im Wasserschloss Klaffenbach

Zwar ist er noch nicht zu Ende, aber so viel steht schon jetzt fest: Der März war ein literarisches Highlight! Eine Woche vor Beginn der Leipziger Buchmesse erzählte Kriminalist Stephan Harbort im Wasserschloss Klaffenbach von seiner spannenden Tätigkeit. Ein ganzer Abend im Zeichen von Serienmörderinnen, der unter dem Motto „Killerfrauen“ stand.

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Wie es sich für die beliebte Veranstaltungsreihe „Mörderische Geständnisse“ gehört, war der Saal auch an diesem 9. März 2018 ausverkauft. Gebannt lauschte das Publikum den Erfahrungen des Serienkiller-Experten, der gleich am Anfang einen guten Tipp parat hatte:

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

Denn das, was in Krimis oft als siebter Sinn der Ermittler dargestellt wird, kann der Düsseldorfer Kriminalhauptkommissar nach seiner langjährigen Tätigkeit im Polizeidienst tatsächlich bestätigen.

Schon zu Anfang seiner Laufbahn ließ ihn das Thema Serienmord nicht mehr los. Harbort studierte Gerichtsakten und sprach mit vielen verurteilten Serientätern, um zu ergründen, wie sie ticken.

Das erste Buch zum Thema hat er vor 27 Jahren veröffentlicht. Seinem Erstling sind viele weitere gefolgt – bis hin zu seinem aktuellsten Werk „Killerfrauen – Deutschlands bekanntester Serienmordexperte klärt auf“. Aus dem las Stephan Harbort an diesem Abend ein Kapitel vor. Dem Publikum gefror dabei sprichwörtlich das Blut in den Adern, denn darin ging es um die „Eislady“. Die gebürtige Mexikanerin und spätere Eiscafébesitzerin wurde zur berüchtigten Mörderin, die ihre beiden Lebenspartner erschossen, zerstückelt und im eigenen Keller einbetoniert hat.

img_9485Stephan Harbort bei seiner Lesung am 9. März 2018 in Klaffenbach

Was männliche von weiblichen Serientätern unterscheidet

Auch die Theorie kam nicht zu kurz. Was unterscheidet männliche von weiblichen Serientätern? Während männliche Serienmörder ihre Opfer meist nicht kennen, morden Frauen in der Regel  im Familien- und Bekanntenkreis, so Stephan Harbort. Auch die Methoden der Tatbegehung sind  verschieden: Männer greifen bevorzugt zum Messer oder zur Pistole, Frauen hingegen wählen sanftere Methoden wie das Vergiften oder Ersticken. Insofern bildet die „Eislady“ also die berühmte Ausnahme von der Regel.

Eine weitere Serientäterin, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hat, ist die Berliner Krankenschwester Irene Becker, die von der Presse „Todesengel der Charité“ getauft wurde. Auf der Intensivstation hat sie fünf Patienten umgebracht und aus ihrer eigenen Sicht damit „das Sterben verkürzt“. Dieser Fall wurde mit Michaela May in der Hauptrolle für die Reihe „Protokolle des Bösen“ verfilmt. Darin werden Interviews von Stephan Harbort mit Serienmördern anhand von Originalzitaten nachgestellt. Die Folge, in der „Todesengel“ Irene Becker im Mittelpunkt steht, zeigte Stephan Harbort den Zuschauern in Klaffenbach in voller Länge.

Damit ging ein spannender Abend zu Ende, der nicht nur lehrreich war, sondern auch ganz gewaltig für Gänsehaut sorgte.

Killerfrauen© Droemer Knaur

 ⇒ Mehr zum Buch „Killerfrauen“

  ⇒ Zur Homepage von Stephan Harbort

Veröffentlicht in Leipziger Buchmesse 2018

Leipziger Buchmesse 2018: Mein Messe-Tagebuch – mit Gewinnspiel

Tag 1 – Donnerstag, 15. März 2018

Laufleistung: 12,6 km

Wetterlage: Sonnenschein

Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse 2018 startete mit einem Besuch am Stand der Koordinierungsstelle der Dekade für Alphabetisierung. Dort fand ein Speed-Quiz mit dem klangvollen Namen „Wischmopps oder Wischmöppe?“ statt, das sehr unterhaltsam war. Bei der Frage, was Aschenputtel eigentlich zählte, scheiterten manche. 🙂 Richtige Antwort: Linsen natürlich.

Der Stand von TWENTYSIX war die nächste Anlaufstelle. Der Selfpublisher-Verlag hatte sich gemeinsam mit den kreativen Köpfen von Snipsl einen echten Knaller ausgedacht, nämlich einen Rekordversuch,  der unter der Überschrift „Der Roman mit den meisten Autoren der Welt“ stand.

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© TWENTYSIX/Snipsl

Der Anfang des Romans „Bei Anruf Chaos“ war vorgegeben. Jeder Messebesucher, der sich einmal als Autor versuchen wollte, durfte dem vorher Geschriebenen zwei eigene Sätze hinzufügen. Und so sollte Satz für Satz eine Geschichte daraus entstehen. Spaß gemacht hat’s auf jeden Fall.  In der Snipsl-App konnte man das Gesamtkunstwerk live mitverfolgen. Dort steht der inzwischen fertige Roman auch in Gänze zum Lesen zur Verfügung.

Ernste Töne wurden dagegen bei der Lesung zum Buch „Mundtot? Stasi-Opfer der DDR-Haftpsychiatrie klagt an“ von Lothar Tiedtke angeschlagen.

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© underdog Verlag

Wir blieben in der Sachbuch-Sparte. Weiter ging es mit einem Vortrag von Dr. Christine Altstötter-Gleich, die den Ratgeber „Perfektionismus – Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben“ verfasst hat.

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© BALANCE Verlag

„True perfection has to be imperfect.“

Noel Gallagher

Sich dieses Zitat zu verinnerlichen ist natürlich alles andere als leicht, aber ein paar kleine Tricks und Kniffe hat die Dozentin verraten. Beispiel gefällig? „Denken Sie grau.“ Das hört sich nicht spannend an, ist aber wesentlich entspannter, als die Welt nur in schwarz und weiß zu sehen. Ich werde versuchen, diesen Rat zu beherzigen.

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Dr. Christine Altstötter-Gleich (rechts) bei ihrem Vortrag

Am Rowohlt-Stand traf ich die Autorin Susanne Fischer, die mit „Wolkenkönigin“ am 20. Februar 2018 ein Jugendbuch für Teenies ab 14 veröffentlicht hat, das mit seinem knalligen Cover ein echter Eyecatcher ist. Sie hat schon mehrere Bücher geschrieben, aber „Wolkenkönigin“ ist ihr erstes Jugendbuch, in dem Corinna im Mittelpunkt steht. Deren Vater hat eine neue Familie und Inna, wie die Protagonistin in der Kurzform genannt wird, ist mit ihrem behinderten Bruder und der Mutter umgezogen. Als sie erfährt, was vor einiger Zeit an ihrer neuen Schule passiert ist, kommt gehörig Action in die Geschichte.

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© Rowohlt Verlag

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Susanne Fischer und ich sprachen über ihr Jugendbuch „Wolkenkönigin“

Beim Fachvortrag „Was dem Lektorat auffällt“ habe nicht nur ich eifrig mitgeschrieben, sondern auch viele der anwesenden Zuhörer. Ob sich in diesen Reihen die nächsten Bestseller-Autoren versteckten? Wer weiß …

Tag 2 – Freitag, 16. März 2018

Laufleistung: 8,2 km

Wetterlage: Schneeschauer

Huch, was will dieses weiße Zeug denn hier? Zum Glück ist die Leipziger Buchmesse keine Outdoor-Veranstaltung. Zwischen all den Büchern konnte man das wenig einladende Wetter draußen hervorragend vergessen.

In den zweiten Messe-Tag startete ich mit Petra Hammesfahr. Die beliebte Schriftstellerin las aus ihrem neuen Roman „Als Luca verschwand“ und unterstrich dabei, dass sie sich in ihren Büchern den Dramen, die im Kleinen geschehen, widmet. Zu Gewaltorgien lasse sie sich beim Schreiben ihrer Romane nicht hinreißen. Deshalb seien ihre Bücher klassische Psychothriller, so die Autorin.

Als Luca verschwand von Petra Hammesfahr
© DIANA Verlag

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Petra Hammesfahr

Spannend blieb es, denn am Messestand von Rowohlt gab sich Horst Eckert die Ehre. Der sympathische Wahl-Düsseldorfer und ehemalige Journalist stellte den aufmerksam lauschenden Bloggerinnen und Bloggern seinen neuen Thriller „Der Preis des Todes“ vor. Darin geht es um die Fernsehjournalistin Sarah Wolf, die erstens das junge Gesicht des Polit-Talks in der ARD ist und die zweitens eine Beziehung mit einem Staatssekretär eingeht. Kurz darauf wird er tot aufgefunden. Die Ermittlungen führen Sarah bis nach Kenia …

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© Rowohlt Verlag

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Die Blogger, die das Buch bereits gelesen hatten, waren voll des Lobes. Ich bin schon sehr gespannt darauf – obwohl ich um den politischen Krimi bisher immer einen Bogen gemacht habe. Aber, so versicherte man mir, „Der Preis des Todes“ sei unglaublich lesenswert.

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Horst Eckert und ich

Szenenwechsel. Halle 5, Stand H103. Bei Kiepenheuer & Witsch freue ich mich auf ein Interview mit Franziska Seyboldt, aber das Winterwetter ist wohl der Ansicht, unseren Termin verhindern zu müssen. Das Taxi, in dem die Autorin sitzt, steckt im Stau fest. Als sie den Messestand erreicht, ist sie dennoch fröhlich und wir unterhalten uns angeregt über ihr großartiges Buch, das den Titel „Rattatatam, mein Herz“ trägt. Darin beschreibt sie ihre Angststörung – und zwar mit viel Humor. Ich habe dieses Buch nicht nur in Rekordzeit gelesen, sondern dabei trotz des ernsten Themas oft herzhaft gelacht.

Das ausführliche Interview mit Franziska Seyboldt und meine Rezension zu „Rattatatam, mein Herz“ könnt ihr bald hier auf meinem Blog lesen.

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Mit Franziska Seyboldt am Stand von Kiepenheuer & Witsch

Bei der Verlags-Preview der Digital-Labels von Piper, Carlsen und Ullstein durfte die neugierige Bloggerschaft einen ersten Blick auf die Neuerscheinungen werfen. Die herzerfrischende Lisa von Lisas Bücherleben resümierte hinterher treffend: „Marc-Uwe Klings Känguru würde sagen: Viel Schönes dabei.“ Definitiv.

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Beim Blog’N’Talk von Random House verfiel ich in den Fangirl-Modus. Denn am Krimi-Tisch saß sie: Schriftstellerin Inge Löhnig, die mich mit ihren Dühnfort-Krimis begeistert und unter ihrem Pseudonym Ellen Sandberg mit „Die Vergessenen“ ein Buch geschrieben hat, das ihr absolut am Herzen liegt. In diesem Roman befasst sie sich mit den Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in sogenannten Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden. Dafür hat die Autorin in Archiven gestöbert, Akten gewälzt und Unglaubliches ans Licht befördert. Ein Buch, an dem ich unmöglich vorbeikommen kann.

Die Vergessenen von Ellen Sandberg
© Penguin Verlag

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Krimi-Talk: Ellen Sandberg alias Inge Löhnig und ich

Bei Sekt, Würstchen, Brezeln und uuuuuuunfassbar leckeren Flamingo-Gummibärchen kam man anschließend beim Bloggertreffen des Rowohlt-Verlags ganz ungezwungen ins Gespräch mit bloggenden Kollegen und den Mitarbeitern des Reinbeker Verlagshauses.

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Rowohlt-Bloggertreffen

Als die Messe um 18:00 Uhr ihre Tore schloss, folgten circa zehn Blogger und fünf Autorinnen dem Ruf von feelings in die Leipziger Innenstadt. Im „Thüringer Hof“ hatten feelings-Bloggerbetreuerin Christine Dusella und Lektorin Kathinka Nohl ein beeindruckendes Buffet vorbereiten lassen, bei dessen Anblick sich allein schon der Gedanke an die Strandfigur in Luft auflöste. Satt und glücklich, kamen Autoren und Blogger miteinander ins Gespräch, um sich zu vernetzen und vielleicht sogar gemeinsame Projekte anzuschieben. Ich möchte jetzt noch nicht zu viel verraten, aber den Namen Rebecca Timm solltet ihr unbedingt im Hinterkopf behalten. Zu gegebener Zeit werdet ihr sie und ihr im (hoffentlich irgendwann) kommenden Sommer erscheinendes Buch „Stockholm Love Story“ hier auf meinem Blog kennenlernen.

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img_9831Festschmaus bei feelings

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Fröhliches Wiedersehen am nächsten Morgen im Hotel: Die feelings-Autorinnen Rebecca Timm (links) und Marion Stieglitz (rechts) mit mir (Mitte)

Tag 3 – Samstag, 17. März 2018

Laufleistung: 4,8 km

Wetterlage: Winterwonderland

Es war deprimierend: Oster-Deko allerorten und draußen nichts als Schnee und schlecht bis gar nicht geräumte Straßen.

Nichts wie ab ins Warme. Die beiden Verlage Carlsen und Thienemann-Esslinger vertrieben den Winterblues beim Bloggerempfang mit leckeren Cupcakes und tollen Autoren: Rainer Wekwerth & Thariot („Pheromon“), Tamara Bach („Mausmeer“), Clara Benedict („AURA – Die Gabe“) und Laura Kneidl („Herz aus Schatten“) sprachen nicht nur über ihre Bücher, sondern signierten sie auch mit Engelsgeduld. Als Special Guest war Emily Bold anwesend, die eifrig Widmungen in ihren Romantasy-Roman „Silberschwingen“ schrieb.

© CARLSEN („Mausmeer“, „Herz aus Schatten“)/Thienemann-Esslinger („AURA – Die Gabe“, „Pheromon“)

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Rainer Wekwerth, ich und Thariotimg_9894-2
Clara Benedict signiert den ersten Band von „AURA“img_9884.jpg
Süß – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne: Cupcakes mit den Covern der vorgestellten Bücher

Beim Read & Greet von vorablesen.de versammelten sich zahlreiche Zuschauer vor Catharina Junk. Die Schriftstellerin und Drehbuch-Autorin begeisterte das Publikum bei ihrer Lesung aus ihrem Roman „Bis zum Himmel und zurück“ – erschienen bei Rowohlt am 13. März 2018.

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© Rowohlt Verlag

img_9905Catharina Junk (rechts) und Rowohlt-Mitarbeiterin Gwendolyn Simon (links)

Catharina JunkCatharina Junk beim Signieren

Um 14:00 Uhr hatte die beliebte Literatur-Plattform LovelyBooks auch in diesem Jahr wieder etwa 300 User zum großen Lesertreff eingeladen. Laura Kneidl und Alana Falk sprachen darüber, wie sie von Leserinnen zu Autorinnen wurden.

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Und damit neigte sich mein letzter Tag auf der Leipziger Buchmesse 2018 dem Ende entgegen. DANKE an alle, die sie in diesem Jahr unvergesslich gemacht haben!

BUCHMESSE-GEWINNSPIEL

Das Buchmesse-Gewinnspiel auf meinem Blog ist ja mittlerweile schon zu einer kleinen Tradition geworden, die auch in diesem Jahr nicht fehlen darf. Während Ihr in den letzten Jahren einzelne Buchstaben zu Lösungswörtern zusammensetzen musstet, ist diesmal Euer mathematisches Talent gefragt. Aber keine Sorge, so schwer ist es nicht. 🙂

Was gibt es zu gewinnen?

Verlost wird ein druckfrisches und ungelesenes Exemplar des Kriminalromans „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg. Das gute Stück ist am 5. März 2018 bei HarperCollins Germany erschienen.

Sturmfeuer© HarperCollins Germany

Wie könnt Ihr mitmachen?

Indem Ihr eine kleine Rechenaufgabe löst! Die findet Ihr im Gewinnspielformular ganz unten. Wählt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage aus, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg – nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 19. bis zum 31. März 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 1. April 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit der richtigen Antwort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!

Veröffentlicht in Gewinnspiel

Auslosung des Gewinnspiels zum Krimi „Tödliches Treibgut“

Heute ist es so weit: Der/die glückliche Gewinner/in der Verlosung des Krimis „Tödliches Treibgut“ wird bekannt gegeben.

Tödliches Treibgut© HarperCollins Germany

Alle Teilnehmer haben die Gewinnspielfrage richtig beantwortet. Die lautete: Wie heißt Band 2 aus der Reihe um DCI Daley und Brian Scott? Richtig ist natürlich „Der Pate von Glasgow“.

Der Zufallsgenerator http://www.random.org hat – wie schon so oft – in bewährter Weise die Glücksfee gespielt und sich folgenden Namen rausgepickt:

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pexels-photo-132420.jpeg©Pexels

Herzlichen Glückwunsch!

An alle, die heute leider leer ausgegangen sind: Das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt. Versprochen!

Veröffentlicht in Meine Rezensionen (außer Vorablesen.de)

Frisch rezensiert: „Wunderbar weiblich“ von Dr. Libby Weaver

„Das Leben ist ein Geschenk.“

(Dr. Libby Weaver)

Ein wissenswertes Handbuch für Frauen jeden Alters

Meine Bewertung: ★★★★

Wunderbar weiblich© TRIAS Verlag

Als ich „Wunderbar weiblich“ von Dr. Libby Weaver, einer australischen Biochemikerin und Gesundheitsexpertin,  zum ersten Mal in die Hand nahm, wusste ich zugegebenermaßen nicht so recht, was mich erwarten würde. Ein Ratgeber mit Schminktipps und Low Carb-Rezepten etwa? Glücklicherweise nicht, wie ich bald feststellte. Denn „Wunderbar weiblich“ ist ein wissenswerter Exkurs zur Funktionsweise des weiblichen Körpers in sämtlichen Facetten.

Das Sachbuch ist in die vier Themenbereiche Essen, Körper, Psyche und Umwelt gegliedert. Was mir besonders gefallen hat, ist der ganzheitliche Ansatz, den die Autorin verfolgt. So zeigt sie Zusammenhänge auf, um Verständnis für die komplexen Prozesse zu wecken, die sich Tag für Tag im Körper abspielen. Das tut sie in einer verständlichen Sprache ohne sperrige Fachbegriffe zu verwenden. Der Leserin werden von Dr. Libby Weaver gezielte Strategien an die Hand gegeben, um Missverhältnissen und gesundheitlichen Problemen entgegenzuwirken. Dabei setzt die Expertin auf Natürlichkeit. Dem Einsatz von Kräutern gegen unzählige Beschwerden kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Auch für unverfälschtes Essen plädiert sie vehement – wobei ich sagen muss, dass ich vom Kapitel „Ernährung“ ein wenig enttäuscht war, denn Dr. Libby Weaver liefert dort keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse, sondern fasst lediglich zusammen, was frau ohnehin schon weiß, wenn sie sich nur ein bisschen mit dieser Materie beschäftigt.

Aus den Themenkomplexen „Körper“ und „Psyche“ habe ich allerdings eine Menge guter Ratschläge für mich persönlich mitgenommen, die ich teilweise auch schon umsetze – wie etwa ein Glas warmes Wasser mit Zitronensaft am Morgen zu trinken, um meine Leber zu unterstützen.

Lobenswert finde ich, dass Dr. Libby Weaver von ihren Leserinnen nicht verlangt, sofort das ganze Leben umzukrempeln und alle Baustellen auf einmal anzugehen, sondern sie dazu anregt, Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit und Lebensqualität zu finden.

„Wunderbar weiblich“ ist kein knochentrockener Ratgeber, sondern ein interessantes Handbuch, das auch durch seine hochwertige Aufmachung Freude macht. Großartige ganzseitige Fotografien lockern den Text auf, ebenso wie anschauliche Zeichnungen und Skizzen. Außerdem wird die Leserin aktiv einbezogen, denn es gibt in den verschiedenen Themenbereichen Fragebögen zum Ausfüllen.

Mein Fazit: „Wunderbar weiblich“ sollten Frauen jeder Altersgruppe in ihrem Bücherregal haben.


„Wunderbar weiblich“ ist am 13.12.2017 im TRIAS Verlag erschienen. Es hat 312 Seiten und kostet 19,99 EUR (Deutschland; gebundene Ausgabe).



→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Wunderbar weiblich“

Zur Homepage der Autorin (englischsprachig): Dr. Libby Weaver

Veröffentlicht in Gewinnspiel

Buchverlosung: Gewinnt einen spannenden Schottland-Krimi aus dem Hause HarperCollins!

Es ist mal wieder höchste Zeit für eine Buchverlosung!

Auf Euch wartet ein nagelneues und ungelesenes Exemplar des Schottland-Krimis „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick. „Tödliches Treibgut“ ist am 8. Mai 2017 bei HarperCollins Germany erschienen und bildet den fulminanten Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe um DCI Jim Daley und seinen Partner Brian Scott. Die beiden sind ein tolles Team und mich hat dieses Buch so begeistert, dass es auf Platz 2 meiner Krimi-/Thriller-Top 3 des Jahres 2017 landete.

Worum geht’s?

Zerklüftete Felsen reichen bis in die Brandung hinein, ein entstellter Körper liegt verdreht dazwischen im Sand. Dieser Anblick bietet sich DCI Jim Daley, den es von den rauen Straßen Glasgows an die sonst beschaulichen Strände der Kintyre-Halbinsel verschlägt: Mit seinem Partner DC Scott wird er in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit der dort angespülten Frauenleiche überfordert zeigt. Während sie innerhalb der verschworenen Dorfgemeinschaft ermitteln, müssen die beiden feststellen, dass jemand bereit ist, dafür zu töten, dass bestimmte Fragen ungestellt bleiben …

Ein Klick auf das Cover führt Euch direkt zum Buch auf der Verlagshomepage.

Tödliches Treibgut© Kurzbeschreibung und Cover: HarperCollins Germany

Auf den zweiten Band der Reihe müssen wir gar nicht mehr soooo lange warten: Am 2. Mai 2018 erscheint „Der Pate von Glasgow“.

Wie könnt Ihr mitmachen?

Tragt einfach Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein, wählt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage aus und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick – nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 31. Januar 2018 bis zum 22. Februar 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 23. Februar 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit der richtigen Antwort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!

Veröffentlicht in Meine Vorablesen.de-Rezensionen

Frisch rezensiert: „Sieh nichts Böses“ von Inge Löhnig

Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Sag nichts Böses.

Meine Bewertung: ★★★★★

Sieh nichts Böses
© Ullstein Buchverlage

Wer kennt sie nicht, die drei weltberühmten weisen Affen, die für „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“ stehen? Relativ unbekannt hingegen ist die Tatsache, dass es noch einen vierten Affen gibt, dessen Arme seinen Unterleib bedecken. Seine Botschaft lautet: „Tu nichts Böses“. Genau ein solches Exemplar entdeckt Kommissar Konstantin Dühnfort nach dem Fund einer Wachsleiche im Forstenrieder Park.

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Während Dühnfort und sein Team die Identität der toten Frau und die Bedeutung der seltsamen Grabbeigabe zu klären versuchen, wurde seine Frau und Kollegin Gina hinter den Schreibtisch verbannt: Sie ist mit ihrem ersten Kind schwanger, das – wie sich später herausstellt – mit dem Down-Syndrom zur Welt kommen wird.

Auch mit dem achten Fall für den Münchner Ermittler Konstantin Dühnfort ist Inge Löhnig ein vielschichtiger Kriminalroman gelungen, der an keiner einzigen Stelle langweilig wird. Sie schafft es spielend, die Spannung über alle 448 Seiten hinweg fortwährend aufrechtzuerhalten.

Im Vordergrund steht natürlich der mysteriöse Leichenfund im Forstenrieder Park, aber auch Dühnforts Privatleben wird beleuchtet. Die Autorin stellt ihn und seine Partnerin Gina vor eine schwierige Frage: Sollen die beiden ihr am Down-Syndrom leidendes Kind bekommen oder steht gar eine Abtreibung zur Debatte?

Inge Löhnigs Krimis haben eine Besonderheit: Sie gehen weit über den eigentlichen Kriminalfall hinaus, ohne diesen in den Hintergrund zu drängen. Und sie sind niemals oberflächlich. In „Sieh nichts Böses“ wirft die in München lebende Autorin einen Blick hinter die Kulissen der glanzvollen Fassaden von zwei scheinbar makellosen Familien, stellt aber fest, dass das Motto „Mehr Schein als Sein“ in diesen Fällen absolut zutrifft.

Geldprobleme, zerrüttete Familienverhältnisse und Eltern, die den Berufswunsch ihrer Kinder torpedieren: in „Tatort“-Kritiken werden derlei traurige Tatsachen gern mit „sozialkritisch“ umschrieben. Ein treffendes Attribut für Inge Löhnigs Krimis.

„Sieh nichts Böses“ reiht sich problemlos in die beliebte Dühnfort-Reihe ein. Der Kommissar ist keine verkrachte Existenz, kein Bad Cop mit verpfuschtem Leben, sondern ein ganz normaler Mensch. Und ein sympathischer noch dazu.

Wer einen fesselnden Krimi sucht, der tiefschürfend und gleich auf mehreren Ebenen packend ist, wird bei „Sieh nichts Böses“ voll auf seine Kosten kommen.

→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Sieh nichts Böses“

Zum Buch bei vorablesen.de: „Sieh nichts Böses“

Zur Homepage der Autorin: Inge Löhnig

Zur Facebook-Seite der Autorin: Inge Löhnig