Crime made in Germany: Vielversprechende Krimi-Neuerscheinungen von Inge Löhnig und Manuela Obermeier

Der Juni wird ein guter Monat für Krimi-Fans! Bei Ullstein erscheinen am 16. Juni 2017 gleich zwei Krimis, die in München spielen und deren heute bei http://www.vorablesen.de veröffentlichte Leseproben es bereits ordentlich in sich haben.

Manuela Obermeier: „Tiefe Schuld“

Klappentext:
Im Wald wird eine halb entkleidete Frauenleiche gefunden, deren Verletzungen auf jahrelange Misshandlungen hindeuten. Kommissarin Toni Stieglitz nimmt sich des Falles an – mit bitterem Beigeschmack: Ihr eigener Exfreund war gewalttätig, böse Erinnerungen werden wach. Der Ehemann der Toten wird sofort ins Visier genommen. Doch verdächtigt Toni den Partner des Opfers bloß aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit, und ist der Fall in Wahrheit viel komplizierter? Rechtsmediziner Dr. Mulder könnte Klarheit für Toni schaffen, sowohl beruflich als auch privat …

© Cover und Klappentext: Ullstein Buchverlage

Meine Meinung zur Leseprobe

Beklemmend und spannungsreich – ich würde am liebsten sofort weiterlesen!

Manuela Obermeier legt mit „Tiefe Schuld“ den zweiten Fall für die Münchner Mordermittlerin Toni Stieglitz vor. Obwohl ich „Verletzung“, den ersten Band der Reihe, nicht gelesen habe, konnte ich problemlos in die Leseprobe einsteigen.

Die Autorin hat ein düsteres Setting für ihren neuen Spannungsroman gewählt: ein abgelegenes Waldstück, in dem zwei Geocacher die Leiche einer Frau entdecken. Die Atmosphäre hat etwas durch und durch Bedrückendes und wird mich sicher gedanklich beim nächsten Waldspaziergang begleiten.

Die Verletzungen an der Leiche lassen Toni Stieglitz ahnen, dass die Frau vor ihrem Tod massiver Gewalt ausgesetzt gewesen sein muss. Diese Erkenntnis trifft die 38-jährige Ermittlerin hart, schließlich hat sie sich selbst vor Kurzem von ihrem gewalttätigen Lebensgefährten getrennt – obwohl der doch der Traumschwiegersohn ihrer Eltern war!

In diesem Spannungsfeld zwischen professioneller Mordermittlung und privatem Schicksal lässt Manuela Obermeier ihre Protagonistin auf Mörderjagd gehen. Die Tatsache, dass die Autorin selbst Polizeihauptkommissarin ist, bürgt für eine authentische Darstellung der Ermittlungsarbeit – und ihr spannender Schreibstil für ein atemberaubendes Lesevergnügen!


Inge Löhnig: „Sieh nichts Böses“

Klappentext:
Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Tu nichts Böses.

Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halbverwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

© Cover und Klappentext: Ullstein Buchverlage

Meine Meinung zur Leseprobe

Ein weiterer spannender Bestseller um Kult-Kommissar Dühnfort? Ganz bestimmt!

Endlich wieder ein neuer Krimi aus der Feder von Inge Löhnig! Nachdem die Autorin mich mit ihrem zuletzt erschienenen Roman „Gedenke mein“ wirklich begeistern konnte, erscheint nun mit „Sieh nichts Böses“ ihr neuester Fall um ihren Kult-Kommissar Konstantin Dühnfort und dessen frisch angetraute Frau Gina.

Die Leseprobe lässt sich spannend an und Inge Löhnig katapultiert ihre Leser mitten in das Geschehen hinein: Bei einer Übung entdeckt Leichensuchhund Ronja die sterblichen Überreste einer Frau. Dühnfort ermittelt, während Gina sich um einen seiner alten Fälle, der bisher nicht aufgeklärt werden konnte, kümmert. Das verspricht jede Menge Zündstoff.

In der Leseprobe habe ich den atmosphärischen Schreibstil von Inge Löhnig besonders genossen. Sie beschreibt darin unter anderem das Fallen eines Baums nahezu poetisch. Die Wucht ihrer Worte und die hinsichtlich der Story vielversprechende Leseprobe lassen mich auf einen weiteren spannenden Dühnfort-Bestseller hoffen!

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Buchtipp: „Wenn Worte fehlen – Therapiehund Quedo im Hospiz“ von Stefan Knobel

Heute habe ich einen ganz besonderen Buchtipp für Euch. Es geht um ein Sachbuch, das über eine unglaubliche Tiefe und geballte Emotionen verfügt. Das liegt nicht nur am Thema selbst, sondern auch an der berührenden Schreibe des Autors. Die Rede ist von dem Buch „Wenn Worte fehlen – Therapiehund Quedo im Hospiz“.

Darin erzählt Autor Stefan Knobel, der gemeinsam mit seinem Golden Retriever Quedo als ausgebildetes Therapiehundeteam schier unermüdlich im Einsatz in Hospizen, auf Krankenstationen und in Pflegeheimen ist, einfühlend von den traurigen, aber auch von den schönen und den unvergesslichen Erlebnissen mit den ihnen anvertrauten Patienten. Quedo und sein Herrchen begleiten alte und kranke Menschen auf ihrem letzten Weg und bringen in Krankenhäusern Kinderaugen zum Strahlen. Etliche Fotos im Buch zeigen das Düsseldorfer Dreamteam mit ihren kleinen und großen Patienten.

Nun ist dieses Buch nicht nur deshalb etwas Besonderes für mich, weil ich selbst Hundemama bin und mich generell für die Hospiz-Thematik interessiere, sondern auch, weil ich Stefan Knobels Debüt als Erstlektorin begleiten durfte. Obwohl ich Stefan und Quedo nicht persönlich kenne, hatte ich am Ende doch das Gefühl, eine ganz besondere Verbundenheit zu den beiden zu spüren. Womöglich geht es Euch als Lesern ja auch so.

Das Buch ist am 8. Dezember 2016 als Paperback und als E-Book erschienen. Die gedruckte Ausgabe könnt Ihr direkt bei Dogs & Jobs, aber auch z. B. bei Amazon, buecher.de oder lesen.de kaufen.

Das E-Book gibt’s für Kindle-Leser bei Amazon, im ePUB-Format ist es bei buecher.de oder Thalia.de erhältlich.

wenn-worte-fehlen© Dogs & Jobs

→ Interessante Links

Zur Homepage von Stefan Knobel und Quedo

Stefan Knobel und Quedo bei Facebook

Zum Schluss möchte ich Euch noch wissen lassen, dass ich an diesem Beitrag nix verdiene und auch nicht anteilig nach verkauften Büchern bezahlt werde. Ich möchte Euch „Wenn Worte fehlen – Therapiehund Quedo im Hospiz“ wirklich aus tiefster Überzeugung empfehlen und eins verhindern: nämlich, dass Euch dieses Buch entgeht.

Neuerscheinung: „Montana Dreams – So ungezähmt wie das Land“ von Jennifer Ryan

Heute möchte ich Euch eine Neuerscheinung vorstellen, die mir ganz besonders am Herzen liegt: „Montana Dreams – So ungezähmt wie das Land“ von Jennifer Ryan. In den USA ein Bestseller, hat dieser charmante Genre-Mix heute auch in den Buchhandlungen unserer Republik Einzug gehalten. Crime, Sex und Romantik – hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei!

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Worum geht es? 

>>Für Gabe Bowden läuft fast alles perfekt. Er ist auf dem Weg, sich den großen Traum von einer eigenen Ranch zu erfüllen. Aber er weiß, dass er sein ganzes Glück erst mit einer Frau finden kann, die sein Herz für immer erobert. Inmitten eines tosenden Schneesturms findet er die wunderschöne, halberfrorene Ella und rettet sie aus dem Unwetter. Doch warum taucht sie ausgerechnet jetzt auf? Das Geheimnis, das Ella hütet, wird die beiden auf die größte Probe ihres Lebens stellen.<<

© Cover und Klappentext: HarperCollins Germany

Da mir bei diesem Buch die große Ehre des Erstlektorats zuteil wurde, ist mein Blick sicherlich nicht objektiv genug, um eine Rezension dazu zu verfassen. Doch wärmstens empfehlen darf ich es Euch dennoch: Es ist wirklich eine wunderbare Geschichte mit vielen Emotionen, Spannung und knisternder Erotik. Und nach der letzten Seite ist noch lange nicht Schluss: Die „Montana Dreams“-Reihe von US-Autorin Jennifer Ryan umfasst derzeit drei Bände. Teil zwei und drei erscheinen 2017 bei HarperCollins Germany.

Thrillerfans aufgepasst: Heute erscheint „Im dunklen dunklen Wald“ von Ruth Ware

In einem dunklen, dunklen Wald
steht ein dunkles, dunkles Haus
Und in dem dunklen, dunklen Haus
ist eine dunkle, dunkle Tür
Und die dunkle, dunkle Tür,
führt in den dunklen, dunklen Keller
Und in dem dunklen, dunklen Keller,
da liegt … eine Leiche

(aus „Im dunklen dunklen Wald“ von Ruth Ware)

Diese kleine Gedicht, das manchem (zumindest so ähnlich) noch aus Kindertagen bekannt sein dürfte, bildet den Auftakt zum Thriller „Im dunklen dunklen Wald“ von Ruth Ware. Und allein damit hatte die Autorin mich schon am Haken. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Junggesellinnenabschied, der an einem Wochenende im November in der englischen Grafschaft Northumberland stattfindet. Mit Sicherheit wird das kein vergnüglicher Trip … „Im dunklen dunklen Wald“ erscheint heute im Deutschen Taschenbuchverlag (dtv).

im-dunklen-dunklen-wald© dtv

Zum Buch gibt es übrigens ein Thriller-Special mit einer Mitternachtschallenge (HEUTE!) und einer Bloggeraktion. Unter anderem müssen alle teilnehmenden Blogger bis Mitternacht zwei Fragen beantworten:

Frage 1: Wo feiert Clare (die Figur aus dem Buch) ihren Junggesellinnenabschied?
Wie eingangs schon erwähnt, findet Clares Junggesellinnenabschied in der englischen Grafschaft Northumberland statt.

Frage 2: Wo würdet ihr euren Junggesellinnenabschied feiern bzw. habt ihn gefeiert?
Mein Junggesellinnenabschied liegt inzwischen mehr als drei Jahre zurück. Mir graute es davor, in einem pinkfarbenen T-Shirt und mit einem Bauchladen alberne Sachen zu überteuerten Preisen an Passanten zu verscherbeln. Deshalb habe ich gemeinsam mit drei Freunden, darunter auch mein Trauzeuge, einen Wochenendausflug gemacht, dessen Highlight ein abendlicher Clubbesuch sein sollte. Nun, der war eher mäßig, dafür war die Hochzeit unvergesslich und wunderschön.

Ich bin unglaublich gespannt auf „Im dunklen dunklen Wald“. In der Leseprobe könnt Ihr Euch schon einmal Appetit holen.

Wollt Ihr wissen, was andere über das Buch zu erzählen haben? Dann stöbert einfach in den soziale Netzwerken unter dem Hashtag #imdunklenwald.

Frisch rezensiert: „Nachts“ von Mercedes Lauenstein

Großartiges Debüt über die Faszination der Nacht

Meine Bewertung: ★★★★★

Nachts © Aufbau Verlag

Mercedes Lauenstein wurde vor 27 Jahren im schleswig-holsteinischen Kappeln an der Schlei geboren. Inzwischen lebt die Autorin in München. Dort spielt auch ihr Debüt „Nachts“, erschienen am 21. August 2015 im Aufbau Verlag.

In den Nächten klingelt eine junge Frau wahllos an den Türen von Wohnungen, in deren Fenstern noch Licht brennt. Bei diesen Besuchen begegnet sie den unterschiedlichsten Menschen, manche jung, andere alt, doch eines eint sie alle – egal, ob sie in Villen oder abbruchreifen Häusern leben: Die nächtliche Schlaflosigkeit. Die Gründe dafür sind genauso vielfältig wie die Charaktere, auf die Mercedes Lauenstein ihre Protagonistin treffen lässt. Einige von ihnen fangen erst in der Nacht richtig an zu leben, andere werden von Familienmitgliedern um den Schlaf gebracht oder von ihren Sorgen.

Tagebuchartig berichtet die namenlose Ich-Erzählerin von ihren Begegnungen, die mal heiter, mal rührend, tragisch, aber auch schräg sind. Von insgesamt 25 Menschen möchte die selbsternannte Nacht-Forscherin wissen, was die Leute um den Schlaf bringt. Dabei erfährt sie noch viel mehr; nicht selten sind es ganze Lebensgeschichten.

Auch wenn manche Kapitel, die jeweils eine nächtliche Begegnung umfassen, sich nur über vier Seiten erstrecken, ist es doch erstaunlich, wie scharf und präzise Mercedes Lauenstein die einzelnen Charaktere skizziert. Sorgfältig stattet die Autorin jeden von ihnen mit einer individuellen Biografie aus. Dadurch hat „Nachts“ fast etwas von einem Adventskalender: Man weiß nie, was einen hinter der nächsten Tür erwartet.

In allen der 25 kurzweiligen Geschichten gelingt es Mercedes Lauenstein spielend, die ganz besondere Atmosphäre der Nacht einzufangen. Und die Nacht hat viele Gesichter. Ob watteweiche Stille im fallenden Schnee oder laue Sommerluft – die Autorin lässt ihre Hauptfigur ganz genau hinhören und hinschauen, lässt sie die Nacht mit allen Sinnen in sich aufsaugen.

Sinnlich, melancholisch, von großartiger Atmosphäre, mit echtem Tiefgang und ein sprachlich unkomplizierter Blick durchs Schlüsselloch: Das alles ist „Nachts“.

Ein Buch, so still wie die Nacht, und doch so lebendig wie der helle Tag.

© Stephanie Manig, buchstabenfaengerin

→ Interessante Links

Zum Buch auf Amazon.de: „Nachts“

Zum Buch auf der Homepage des Aufbau Verlags: „Nachts“

Zur Homepage der Autorin: Mercedes Lauenstein

Frischer (Lese-)Stoff: Meine TOP 5-Neuerscheinungen im Juni 2015

Neuer Monat, neue Bücher: Pünktlich zum Monatsanfang verrate ich Euch, auf welche Neuerscheinungen ich mich im Juni 2015 ganz besonders freue. Vorhang auf für meine persönlichen TOP 5:

Platz 5: „Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory“
von Bettina Szrama

→ erscheint am 1. Juni 2015 im Acabus Verlag

Die Magnatin © Acabus Verlag

Ein spannungsgeladener historischer Roman um die grausame ungarische Blutgräfin Elisabeth Báthory aus der Feder von Bettina Szrama, die sich unter anderem bereits mit geschichtsträchtigen Büchern wie „Der Henker von Lemgo“ oder „Die Giftmischerin“ einen Namen gemacht hat.

 

Platz 4: „Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel“
von Dorothea Böhme

→ erscheint am 22. Juni 2015 bei blanvalet

  © blanvalet Verlag

Drei Schwestern auf Kreuzfahrt: Dieser heitere Roman verspricht Schmökerspaß für Sonnentage und erscheint passenderweise einen Tag nach dem kalendarischen Sommeranfang.

 

Platz 3: „Wolfgang muss weg!“
von Cathrin Moeller

→ erscheint am 10. Juni 2015 bei MIRA Taschenbuch

Wolfgang muss weg!
© MIRA Taschenbuch

Ein toter Mann, eine Tiefkühltruhe und eine nervige Schwiegermutter… Allein schon der Titel prophezeit ganz viel Spaß. Das e-Book erscheint am 10. Juni 2015, die Taschenbuchausgabe folgt am 1. Juli 2015.

 

Platz 2: „Der Profiler: Ein Spezialist für ungeklärte Morde berichtet“
von Axel Petermann

→ erscheint am 15. Juni 2015 bei Heyne

  © Heyne Verlag

Der ehemalige Leiter der „Operativen Fallanalyse“ bei der Bremer Mordkommission berichtet erneut über authentische Kriminalfälle. Ich habe den sympathischen Profiler bei einem seiner Vorträge live erlebt und bin sehr gespannt auf sein neues Werk!

 

Platz 1: „Der Jungfrauenmacher“
von Derek Meister

→ erscheint am 15. Juni 2015 bei blanvalet

 © blanvalet Verlag

Moment mal, Derek Meister – ist das nicht der mit den Rungholt-Romanen? Jawohl, ist er. Jetzt macht er allen Fans des Spannungs-Genres mit einem Nordsee-Thriller aus der Gegenwart Lust auf gruselige Lesestunden!

[Neuerscheinung] „Alles Tofu, oder was?“ von Ellen Berg

Alles neu macht der Mai – unter dieser Überschrift wird am 18.05.2015 mit „Alles Tofu, oder was?“ der inzwischen achte Roman von Ellen Berg erscheinen. Nahtlos reiht er sich in die Liste seiner erfolgreichen Vorgänger ein – das gilt sowohl für das unverwechselbare Cover als auch für den witzigen Inhalt. Diesmal steht die 35-jährige Dana im Mittelpunkt der Geschehnisse. Die Mutter einer kleinen Tochter hat eine Mission: Veganes Essen für alle! Na ja, zunächst einmal für ihre Familie. Doch weder ihr Lebensabschnittsgefährte Paul noch Töchterchen Leonie sind davon begeistert – von Dackelhündin Emma ganz zu schweigen. Als Paul sie dann Hals über Kopf verlässt und ihr Vater mindestens genauso überraschend bei ihr einzieht, ist Dana gelinde gesagt ein wenig überfordert…

Obwohl der Klappentext den Fortgang der Geschichte schon erahnen lässt, bin ich mir sicher, dass alle Freunde des humorvollen Unterhaltungsromans bei „Alles Tofu, oder was?“ auf ihre Kosten kommen werden. Wortspiele wie „… die Vegahnsinnige“ und spritzige Dialoge deuten schon in der kurzen Leseprobe darauf hin, dass Ellen Berg auch in diesem Buch ihrem gewohnten Stil aus Tempo, Esprit, Witz und spitzer Zunge treu bleibt.

Ihre Romane sind stets Einzelstücke – es handelt sich also nicht um eine Fortsetzungsreihe. Dabei scheint die Autorin auf ein schier unerschöpfliches Arsenal an kauzigen und verrückten Protagonisten zurückgreifen zu können. Danas überaus konservativer Vater Herrmann jedenfalls erfüllt schon bei der ersten Begegnung mit dem Leser ziemlich viele Kriterien zur Aufnahme in diese illustre Schar.

Als großer Fan von Ellen Berg bin ich mir sicher, dass sie auch mit „Alles Tofu, oder was?“ ein echtes Spaßfeuerwerk zünden und die Zwerchfelle ihrer Leserschaft gehörig strapazieren wird.

Alles Tofu oder was © Aufbau Verlag

Meine Bewertung der Leseprobe: ★★★★

Ihr wollt Euch selbst ein Bild machen? Hier geht’s zur Leseprobe von „Alles Tofu, oder was?“ – und hier zum Buch bei vorablesen.de.

Wenn Ihr Euch lieber vorlesen lasst, dann ist die Hörprobe das Richtige für Euch. Gelesen wird das Hörbuch von Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, die als  Kölner „Tatort“-Assistentin Franziska bekannt wurde.