Frisch rezensiert: „Die Flut“ von Arno Strobel [Hörbuch]

Arno Strobel wieder in Bestform!

Meine Bewertung: ★★★★★

© S. FISCHER Verlag GmbH

Wer die Bücher von Arno Strobel kennt, weiß um die Vorliebe des 1962 in Saarlouis geborenen Autors für abgeschiedene Orte: „Das Rachespiel“ findet in einer stillgelegten Bunkeranlage statt, „Das Dorf“ spielt in einem abgelegenen Örtchen an der Müritz, sein Jugendthriller „Abgründig“ in einer Berghütte.

Auch in seinem neuen Psychothriller „Die Flut“ spielt Arno Strobel den Trumpf der einsamen Gegend aus. Diesmal verschlägt es seine Figuren auf die im November eher verlassene Nordseeinsel Amrum. Zwei Paare – Julia und Michael, Martina und Andreas – verbringen ihren Urlaub gemeinsam in einem Ferienhaus nahe der Dünen. Eines Morgens wird im Watt die Leiche einer im Sand eingegrabenen Frau entdeckt, die gegen die hereinbrechende Flut keine Chance hatte. Bald schon bevölkern Dutzende von Polizisten das beschauliche Eiland und Michael gerät ins Visier der Polizei. Allerdings bleibt es nicht bei diesem einen Mord…

Ein wolkenverhangener Himmel, das Rauschen der Nordsee, tosender Wind, die Weite der Dünen – das sind die Zutaten, mit denen Arno Strobel beim Hörer (beziehungsweise Leser) die Sehnsucht nach einem Herbsturlaub am Meer weckt. Vor dieser wilden, herrlichen Kulisse treibt ein Serientäter sein Unwesen, dessen Identität der Autor bis zum Ende erfolgreich verbirgt. Schließlich könnte es jeder gewesen sein: Der so jovial wirkende Andreas, der unheimliche Nachbar Feldmann oder Adam Damerow, ein Psychotherapeut, der sich vorzeitig aus seinem Berufsleben zurückgezogen hat. Das sind nur einige Namen auf der Liste der Verdächtigen, die Strobel seinem Publikum präsentiert. Nahezu alle Darsteller sind nämlich so undurchsichtig wie der Novembernebel, der die Nordseeinsel einhüllt.

Für zusätzliche Spannung im Wortsinn tragen die Differenzen bei, die die beiden Paare austragen, denn deren Nervosität steigt mit der Intensität der polizeilichen Ermittlungen.

Der Sprecher Sascha Rotermund erzählt die packende Geschichte so, wie man es sich von einem routinierten Vorleser wünscht; weder an der Betonung noch am Tempo gibt es etwas auszusetzen.

Nachdem ich seinen zuletzt im S. FISCHER Verlag erschienenen Psychothriller „Das Dorf“ (2014), zwar gut, aber nicht überragend fand, zeigt sich Arno Strobel mit „Die Flut“ wieder in Bestform.

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Zum Buch bei Amazon.de: „Die Flut“

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Lesechallenge „Mission SuB-Verkleinerung“ im April

Schon wieder Monatsanfang! 🙂 Ein neuer Monat – eine neue Chance, um den SuB abzubauen. Im April soll es ein Jugendbuch sein. Ich habe mir “Wir beide, irgendwann” von Jay Asher und Carolyn Mackler ausgesucht. Und Ihr? Über viele Mitstreiter würde ich mich (wie immer) freuen. Ran an den SuB!

Mitmachen ist denkbar einfach: Sucht Euch ein Jugendbuch von Eurem SuB aus, hinterlasst hier einen Kommentar, für welches Buch Ihr Euch entschieden habt und lest es bis zum 30. April 2014. Falls Ihr eine Rezension schreibt, könnt Ihr diese auch gern im Kommentarfeld auf der April-Challenge-Seite posten.

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Neuer Monat, neue Aufgabe: Runde 2 der Lesechallenge „Mission SuB-Verkleinerung“

Mission SuB-Verkleinerung, die Zweite: Im Februar lautet die Aufgabe, ein Buch mit einem grünen Cover zu lesen. Ich habe mir das Buch “Am liebsten hasse ich Kollegen” von Martin Wehrle ausgesucht, das in einem frühlingsfrischen Grün daherkommt. Wer mitmachen will, ist ganz herzlich eingeladen: Klickt einfach hier und schon seid Ihr bei der Februar-Aufgabe!

Am liebsten hasse ich Kollegen

 

 

 

Lesechallenge 2014: Mission SuB-Verkleinerung

Lesechallenge 2014: Mission SuB-Verkleinerung

Wer von uns kennt das nicht? Der Stapel ungelesener Bücher (SuB) ist auf dem besten Wege, dem Burj Khalifa in Dubai als höchstem Bauwerk der Welt den Rang abzulaufen. Damit soll jetzt endlich Schluss sein! Höchste Zeit für die Mission SuB-Verkleinerung! Dabei soll diese Lesechallenge helfen. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, mitzumachen – ganz ohne Anmeldeformalitäten und Verpflichtungen. Auch wer erst im Laufe des Jahres einsteigt, kann gern teilnehmen.

Geplant ist, jeden Monat ein Buch zu lesen, das sich schon heute (28. Dezember 2013) auf dem SuB befindet – wie lange, spielt keine Rolle. Für jeden einzelnen Monat habe ich mir dazu eine Aufgabe ausgedacht.

Es gibt für jeden Monat eine Unterseite, auf der ich Euch das Buch vorstelle, das ich – passend zur Aufgabe – gelesen habe. Ihr könnt im Kommentarbereich der Unterseite schreiben, welches Challenge-Buch ihr im jeweiligen Monat gelesen habt.

Na dann: Ring frei zur Mission SuB-Verkleinerung!

Ein lächerlich kleiner Teil meines SuBsEin lächerlich kleiner Teil meines SuBs. Aber vielleicht wird ja das ein oder andere Buch davon im Rahmen der Mission SuB-Verkleinerung gelesen?

Zur Mission SuB-Verkleinerung geht’s hier: https://buchstabenfaengerin.wordpress.com/lesechallenge-2014-mission-sub-verkleinerung/ oder Ihr klickt oben in der Menü-Leiste auf „Lesechallenge 2014: Mission SuB-Verkleinerung“ – dabei seht Ihr dann auch die einzelnen Monate!

Frisch rezensiert: „Phobia“ von Wulf Dorn (Hörbuch)

Garantiert keine Einschlafhilfe!

Sterne: 5 von 5

Die junge Mutter Sarah Bridgewater leidet unter einer Angsterkrankung, die sie zur Aufgabe ihres Jobs in einem Verlag zwang. Seither igelt sie sich zuhause ein, während ihr Mann Stephen oft geschäftlich verreisen muss. Nur ihr kleiner Sohn Harvey und sie bewohnen in dieser Zeit das noble Haus in London. Doch schon bald stellt Sarah entsetzt fest, dass die beiden keineswegs allein sind. Und das ist erst der Anfang…

Das Hörbuch zu „Phobia“, dem neuen Thriller von Wulf Dorn, wird gelesen von David Nathan. Genau 9 Stunden und 9 Minuten dauert dieses Hörvergnügen. Wulf Dorn hat mit „Phobia“ ein intelligentes, ausgefeiltes und durchweg spannendes Buch geschrieben. Sprecher David Nathan erweckt all die interessanten Figuren, die der Autor geschaffen hat – egal, ob sie im Mittelpunkt des Geschehens stehen oder lediglich eine Nebenrolle innehaben – mit den schier unerschöpflich vielen Facetten seiner Stimme zum Leben. Ob bedrohlich polternd, flüsternd, gebrochen und traurig oder starr vor Angst: David Nathan ist ein Meister seines Fachs. Er wechselt in Windeseile von der dunklen Samtstimme eines erwachsenen Mannes zu der eines ängstlichen Kindes. „Phobia“ lässt den Hörer mitzittern, aufschrecken und mitfiebern. Auch an gruseligen Stellen fehlt es keinesfalls: Als ich das Hörbuch abends im Bett genießen wollte, überkam mich bei einer Szene ein solcher Schauer, dass ich sicherheitshalber die Nachttischlampe wieder anschaltete – und dabei bin ich als Krimi- und Thriller-Fan durchaus einiges gewöhnt. Der Autor spricht in „Phobia“ geschickt zwei Urängste an: Den Verlust geliebter Menschen einerseits und andererseits die Tatsache, dass völlig Fremde einen kompletten Einblick in unsere intimsten Gedanken erhalten können.

Wulf Dorn und David Nathan in Kombination: Das verspricht Gänsehaut, ungeahnte Wendungen, einen intelligenten Plot, Londoner Atmosphäre pur und jede Menge Unvorhergesehenes. Nur zu einem ist „Phobia“ überhaupt nicht geeignet: Nämlich zum Einschlafen.


Mein Lieblingszitat:
„… nur das Hier und Jetzt zählt, denn es stellt die Weichen für die Zukunft.“ (Hörbuch Teil 1, Kapitel 42)


Buchtrailer zu „Phobia“


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Zur Homepage des Autors: Wulf Dorn

Zum Hörbuch bei www.audible.de: „Phobia“

Zur Homepage des Verlags: Heyne (Wulf Dorn-Special)

Zur Fanpage des Sprechers: David Nathan

Frohe Ostern! Der Osterhase hat Euch etwas mitgebracht!

Hallo liebe BlogleserInnen,

Euch und Euren Lieben wünsche ich vergnügliche, lesereiche und vor allem sonnige Ostertage. Bei uns im Erzgebirge hat es mal wieder geschneit… 😦

Für Euch hat der Osterhase etwas mitgebracht: Eine exklusive Leseprobe aus meinem Roman „Regenbogenfamilie“, an dem ich momentan arbeite.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und freue mich sehr über Euer Feedback!

◊ Zur Leseprobe von „Regenbogenfamilie“

Ja, ist denn heit‘ scho Weihnachten?

Genau diese Frage habe ich mir heute morgen beim Blick aus dem Fenster gestellt. Der Kalender zeigt den 27. Oktober 2012 und draußen herrscht absolutes Winter-Wetter: Der erste Schnee ist da! Nein, es sind nicht etwa nur ein paar Krümel, die hektisch vom Wind durcheinandergeweht werden, es ist das volle Programm: Mütze auf, Auto abkehren, der Winterdienst ist unterwegs.

Bei dem Wetter passt die Lektüre, die in dieser Woche vom Aufbau-Verlag bei mir eintraf, wie die Faust auf’s Auge: „Der himmlische Weihnachtshund“ von Petra Schier. Ich darf testlesen und freue mich schon sehr. Meine Rezension könnt Ihr dann wieder hier auf meinem Blog finden.

Ich wünsche Euch ein kuscheliges Wochenende!

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