books and breakfast: Ein Besuch im Buchcafé Morgenstern Großenbrode

Ein sonniger Mai-Morgen in Großenbrode. Der obligatorische Ostsee-Wind weht mir um die Nase, als ich mich auf den Weg am Yachthafen vorbei auf in Richtung Südstrand mache. Mein Ziel liegt an der Promenade und hat natürlich etwas mit meiner Leidenschaft für das geschriebene Wort zu tun. Schon aus einiger Entfernung erblicke ich den verheißungsvollen Schriftzug: books and breakfast. Das Buchcafé Morgenstern liegt Am Kai 23 a und ist ein kleines Antiquariat mit einigen gemütlichen Plätzen zum Kaffee trinken und schmökern. Ich schaue mir das Angebot an, bei dem es sich um gebrauchte Lektüre und Hörbücher sowie Mängelexemplare handelt. Den Besucher erwarten keine Ramschtische, sondern liebevoll im Regal aufgereihte Bücher, hauptsächlich Krimis und Historisches aus den Verlagshäusern emons: und Gmeiner. Diese beiden Verlage haben sich vornehmlich auf regionale Belletristik spezialisiert und so ist es kein Wunder, dass ich in erster Linie Kriminalromane von der Küste erspähe.

Ich frage den freundlichen Verkäufer, ob es auch Krimis gibt, deren Schauplatz Großenbrode ist. Er schüttelt den Kopf und lacht: „Ich bin froh, dass hier keine Leichen rumliegen.“ Stattdessen empfiehlt er mir die Bücher von Ella Danz, die in Lübeck und Umgebung spielen. In Sachen Ostsee-Krimis legt er mir die Schriftstellerin Eva Almstädt ans Herz. Die Autorin Anke Clausen hat sich auf den Tatort Fehmarn spezialisiert. Deutschlands zweitgrößte Insel ist von unserem Urlaubsort Großenbrode aus nur eine gute Viertelstunde mit dem Auto entfernt. Schließlich entscheide ich mich, „Dinnerparty“ von Anke Clausen zu kaufen. Essen, Mord und Fehmarn – das halte ich für eine gute Kombination.

Außerdem nehme ich gleich frische Brötchen mit. Auch die Croissants lachen mich aus der Auslage heraus verführerisch an, aber ich bleibe standhaft.

Wer eine traditionelle Buchhandlung mit Regalwänden voller Bestseller erwartet, ist im Buchcafé Morgenstern an der falschen Adresse. Stöbern kann man dennoch prima. Man wird dort ausgesprochen freundlich bedient und hat einen tollen Blick auf die Ostsee.

Buchcafe Morgenstern Das Buchcafé Morgenstern von außen

Südstrand
Schöner könnte der Ausblick nicht sein: Der Südstrand von Großenbrode

 

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Die buchstabenfaengerin im BLITZ!-Stadtmagazin!

Ehrlich gesagt: Ich bin ganz schön aufgeregt. Heute erscheint das neue BLITZ!-Stadtmagazin für Chemnitz und Zwickau. Nicht, dass diese Tatsache an sich der Grund für mein Herzklopfen wäre. Das ist vielmehr ein ganzseitiger Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Magazins, in dem es um meinen Blog geht. Unglaublich, aber wahr!

Die wunderbare BLITZ!-Journalistin Cornelia Bieling hat mich dazu in der Bloggerlounge auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse interviewt und vor dem hübschen knallroten Hintergrund abgelichtet. Zu ihrem Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr das Foto anklickt.

Blitz Stadtmagazin

Hier könnt Ihr in der gesamten April-Ausgabe des BLITZ!-Stadtmagazins Chemnitz/Zwickau schmökern.

Hach, ein klein wenig stolz bin ich ja schon. 🙂 Nein, das ist untertrieben. Ich bin sehr happy und freue mich riesig über den gelungenen Beitrag von Cornelia Bieling.

25 Jahre Mauerfall: Meine liebsten Kinderbücher aus Ost und West

An einem Novembertag im Jahr 1981 wurde ich in einer Stadt geboren, die es heute nicht mehr gibt – zumindest dem Namen nach: „Karl-Marx-Stadt“ steht als Geburtsort in meinem Personalausweis. Heute heißt die Stadt wieder so, wie sie bereits vor ihrer Umbenennung 1953 hieß: Chemnitz.

Als am 9. November 1989 die Mauer fiel, hatte ich gerade meinen 8. Geburtstag gefeiert. Ich erinnere mich an eine bewegte Zeit, vor allem an die aufregenden Montagsdemonstrationen, zu denen mich meine Eltern mitnahmen und die „Stasi raus!“-Rufe der Menge. Was der Mauerfall zu bedeuten hatte, verstand ich nicht so recht. Meine Familie erklärte mir, dass wir von nun an unsere nahe Frankfurt am Main lebenden Verwandten jederzeit besuchen können. Ich begriff.

Und heute, 25 Jahre später, bin ich 33 Jahre alt und schwelge zum Mauerfall-Jubiläum in Erinnerungen. Als passionierter Bücherwurm möchte ich Euch deshalb mit auf eine kleine Zeitreise nehmen und Euch meine liebsten Kinder- und Jugendbücher aus Ost und West vorstellen.

Alfons Zitterbacke (Ost)

Kurz und knapp: „Alfi“ war der Held meiner Kindheit. Ich habe die Geschichten des sympathischen Tollpatschs so sehr geliebt, dass ich mir als Erwachsene unbedingt das Hörspiel zulegen musste. Meine unangefochtene Lieblings-Episode aus dem Buch war und ist übrigens diejenige, in der Alfons Geisterbahn fährt.

Strolchi rettet Haus und Hof (West)

Mein Exemplar, 1984 erschienen, sieht ziemlich ramponiert aus – ein Beleg dafür, dass ich äußerst oft und gern in diesem Buch geblättert habe. Die liebevollen Zeichnungen und die schier atemlose Spannung, die in mir aufkam, als der freche Welpe Strolchi ein Feuer in seinem Wohnhaus bemerkt, machten dieses Werk aus dem Hause Disney zu einem meiner absoluten Lieblinge – bis heute!

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Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt (Ost)

Als gedrucktes Exemplar hat mir die rasante Geschichte so manchen Kindheitstag versüßt – jetzt, im Erwachsenenalter, erfreue ich mich am Hörbuch. Immer dann, wenn sich die Mannschaft der Feuerwehr zur Pause begeben möchte, fordert ein neuer Einsatz die Retter. „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ ist ein sehr kurzweiliges Abenteuer mit faszinierenden Persönlichkeiten wie Oma Eierschecke und Löschmeister Wasserhose.

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Tödliche Sturmflut (West)

Ein Junge aus unserer Westverwandtschaft überließ mir einst dieses Buch – und löste damit wohl meine Vorliebe für Krimis und Thriller aus. Die bedrohliche Atmosphäre hat mich vollkommen in den Bann dieser gruseligen Geschichte geschlagen. Als ich vor wenigen Jahren „Das Nebelhaus“ von Eric Berg las, fühlte ich mich ein wenig an „Tödliche Sturmflut“ erinnert.

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So ein Struwwelpeter (Ost)

Den Struwwelpeter gibt es in zig verschiedenen historischen und modernen Ausführungen. Als Kind der DDR war und ist mein Liebling natürlich der, den Hansgeorg Stengel und Karl Schrader ins Leben gerufen haben. Die Geschichten von der faulen Angelika, der Daumenlutscherin Sybille, dem fernsehkranken Frank und anderen ungezogenen Kindern liebt auch mein 4-jähriger Neffe heiß und innig. Wir schmökern zu gerne gemeinsam in diesem Buch.

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Zum Schluss noch eine Anekdote aus den Anfängen meiner Laufbahn als Vielleserin: Ich bekam das Buch „Trotzkopf“ geschenkt. Hochmotiviert ob des umfangreichen Wälzers begann ich zu lesen – und scheiterte schon in der zweiten Zeile: Dort stand das Wort „ungestüm“. Ich las es etwa zwanzig mal, ohne dass sich mir dessen Bedeutung erschloss. Schließlich wurde ich so wütend, dass ich das Buch in die Ecke gepfeffert habe. Ich muss gestehen: Bis heute steht es ungelesen im Regal. Aber die Filmversion mit Anja Schüte ist sehr sehenswert! 🙂

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Neues aus der Welt der Bücher: Indiebookday, Blogger schenken Lesefreude, Aktion „Lesefreunde“ zum Welttag des Buches und Neuzugänge im Regal

Guten Morgen Ihr Lieben,

in der bunten Welt der Bücher gibt es einige Neuigkeiten, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Deshalb: Herzlich willkommen zu den Nachrichten. 🙂

+++Indiebookday am 22. März 2014+++

Der Indiebookday findet am kommenden Samstag zum 2. Mal statt. Damit soll das Augenmerk der Leser gezielt auf die Independent-Verlage, also die kleinen, unabhängigen Buchverlage, gerichtet werden. Mitmachen ist denkbar einfach:

1. Die örtliche Buchhandlung aufsuchen.

2. Ein Buch eines Indie-Verlags auswählen, das man sowieso auf dem Wunschzettel hat.

3. Ein Foto von sich und dem Buch (bei einem Bad Hair Day beispielsweise auch das Buchcover allein) knipsen und auf dem Blog, bei Facebook, Twitter, … mit dem Hashtag #indiebookday teilen.

Ich liebäugele schon geraume Zeit mit dem Buch „Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade (Text) und Valeria Docampo (Illustrationen), erschienen im Mixtvision Verlag. Ein Anruf bei der lokalen Buchhandlung gestern ergab: Es ist vorrätig! Und damit wird es am Samstag bei mir einziehen. 🙂

Indiebookday

+++„Blogger schenken Lesefreude“ am 23. April 2014+++

Nur knapp einen Monat nach dem Indiebookday steht der nächste bibliophile Feiertag ins Haus: Der Welttag des Buches! Auch in diesem Jahr verschenken Blogger wieder Bücher. Schon 2013 hat das eine Menge Spaß gemacht und selbstverständlich bin ich auch 2014 wieder mit von der Partie. Auf meinem Blog verschenke ich ein Exemplar von Judith Arendts Krimi „Unschuldslamm“. Dank der freundlichen Unterstützung des Mixtvision Verlags packe ich noch 1 x den Jugendthriller „Spurlos“ von Ashley Elston obendrauf. Ich durfte „Spurlos“ bereits lesen und kann nur sagen: Grandios! Meine Rezension zum Buch geht in den nächsten Tagen hier online.

Blogvorstellung

Huch, das bin ja ich! Mein Blog wurde zu Anfang dieser Woche auf der Facebook-Seite von „Blogger schenken Lesefreude“ vorgestellt.

Spurlos
In schützende Folie verpackt: Das Verschenk-Exemplar von „Spurlos“

+++Aktion „Lesefreunde“ am 23. April 2014: Hurra, ich bin Buchschenker!+++

Ebenfalls zum Welttag des Buches startet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wieder die grandiose Aktion „Lesefreunde“. Bis zum 28. Februar 2014 konnte man sich als Buchschenker registrieren lassen. Das habe ich getan und am Montag erhielt ich die ersehnte E-Mail der Stiftung Lesen: Ich darf 10 Exemplare meines Wunschbuchs „Der Mann von nebenan“ von Amelie Fried verschenken! Natürlich sind ein paar Exemplare davon für Euch, meine lieben BlogleserInnen, vorgesehen.

WDB2014_Lesefreunde_23APRIL

 

+++ Neuzugänge im Bücherregal+++

Zwei Schätze haben mir den Wochenanfang versüßt. Seht selbst:

Der Zorn des Lammes

Autor Johannes Groschupf durfte ich ja auf der Leipziger Buchmesse treffen.
Bislang habe ich über „Der Zorn des Lammes“ nur Gutes gehört. Gutes in Form von: „Nicht abends lesen!“ und „Nicht lesen, wenn man allein zuhause ist!“. Ich bin gespannt! Dankeschön an den Oetinger Verlag!

Neun Minuten Ewigkeit

Kontrastprogramm: In „Neun Minuten Ewigkeit“ erzählen Clemens Hagen und Kimberly Hoppe von ihrer Liebe zwischen Leben und Tod. Herzlichen Dank an Eden Books dafür!

Ich wünsche Euch einen schönen und sonnigen Tag. Heute ist Frühlingsanfang! 🙂

Hol’s Stöckchen!

Na sowas! Bei Twitter habe ich von der Bloggerin Marion Treu ein Stöckchen mit 10 Fragen gefangen. Die werde ich natürlich brav beantworten:

1. Mit welcher Film- oder Romanfigur kannst Du Dich identifizieren?
Mit Eva von den „Dienstagsfrauen“

2. Was war Dein erstes selbstgekochtes Essen und ist es gelungen?
Das war ein Nudelauflauf, als ich 12 oder 13 Jahre alt war. Meine Familie war begeistert – oder gab zumindest vor, es zu sein. 😉

3. Welche Assoziation hast Du mit den Farben grün und blau?
Meer, Ozean, Wasser

4. Wann hast du das letzte Mal vor Freude geweint?
Bei meiner Hochzeit am 25. Mai 2013. Schluchz, war das schön!

5. Warum lebst Du gerne da wo Du wohnst?
Weil das Großstadtleben nicht weit weg ist, aber man sich hier trotzdem prima zurückziehen und die Ruhe genießen kann.

6. Warum sollte ich Dich genau dort besuchen?
Weil es besonders zur Weihnachtszeit hier im Erzgebirge einzigartig ist!

7. Mit welchem Mann, welcher Frau würdest Du gerne einen Abend verbringen?
Beim Mann muss ich nicht lange überlegen: Mit Charly Hübner, bekannt als Sascha Bukow aus dem „Polizeiruf 110“ Rostock. Für den weiblichen Part würde ich Schauspielerin Maria Furtwängler wählen.

8. Wann hast Du das letzte Mal „Nein“ gesagt?
Heute, zu meiner Hündin – und zwar mit Nachdruck. Das klingt dann so: „Nei-henn!“

9. Hund oder Katze?
Hund! Unbedingt! ♥️Außerdem können Katzen keine Stöckchen fangen. 🙂

10. Wenn Deutschland das Finale der Fußball-WM erreicht, werde ich mir das mit… in… anschauen.
Ach, ist schon wieder Fußball-WM?

Das Stöckchen werfe ich nun, zusammen mit vielen lieben Grüßen, meinen Bloggerkolleginnen @KatjaErt, @LesenHoerenBlog und @Tintenelfe zu, die wunderbare Literaturblogs betreiben. Ein Klick auf den Nickname führt zum jeweiligen Blog. Und hier sind Eure Fragen, Ladies:

1. Kaffee oder Tee?
2. Welches Buch ist Deiner Meinung nach gnadenlos schlecht?
3. Meine Lieblingsfarbe ist…
4. Milchreis: Liebe oder Hass?
5. Dein Berufswunsch als Kind war…?
6. Berlin, München oder Hamburg?
7. Was würdest Du mit einem Millionengewinn anstellen?
8. Wie lautet Dein Lebensmotto?
9. In 10 Jahren bin ich…
10. Was ist Dein nächstes Reiseziel?

Buchstützen zum Verlieben

„SO MANY BOOKS, SO LITTLE TIME“: Dieser Aussage stimmen wohl alle passionierten Leseratten zu. Deswegen habe ich mich auch Hals über Kopf in die entsprechenden Buchstützen der spanischen Firma Balvi verliebt, die eben jenen Schriftzug tragen. Keine Frage, die MUSSTE ich einfach haben! Heute hielt ich das Päckchen in den Händen.

Die Verpackung:

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Die Buchstützen in Gebrauch:

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Sind sie nicht einfach wunderschön? Sie sind in schwarz und weiß erhältlich.

Kaufen könnt Ihr die bibliophilen Hingucker entweder hier oder hier.

Ein Jahresrückblick in Zahlen und Daten

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 9.700 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 4 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.