Interview mit Zoe Hagen

Sie ist 21 Jahre alt, kommt aus Berlin und hat gerade ihren ersten Roman veröffentlicht: Zoe Hagen. In ihrem Buch „Tage mit Leuchtkäfern“ geht es um Antonia, ein Mädchen, das unter Bulimie leidet und Mitglied im „Club der verhinderten Selbstmörder“ wird.

Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse habe ich mich mit der gut gelaunten Newcomer-Autorin über ihren Roman, Poetry Slam und ihre literarischen Vorlieben unterhalten.

Zoe Hagen (links) und ich

buchstabenfaengerin: Wie lange hat es gedauert, bis die Zusage von den Ullstein Buchverlagen kam, dass Dein Buch veröffentlicht wird?
Zoe Hagen: Das lief über meinen Agenten und ging schnell. Ungefähr einen Monat hat es gedauert.

Spontane Party oder stille Freude: Wie hast Du darauf reagiert?
Erst war ich relativ cool und gelassen, aber dann hab ich mich echt gefreut und sofort alle meine Freunde angerufen. Als ich dann das erste gedruckte Exemplar in den Händen hielt, war es einfach unglaublich.

Diesen Moment hast Du ja in einem Video festgehalten.
Ja, richtig. Der Verlag hat sich so große Mühe mit dem Verpacken gegeben. Es hat echt lange gedauert, bis ich das Buch endlich ausgepackt hatte.

Das Unpacking-Video


© Zoe Hagen – Facebook

Ganz ehrlich: Wie viel von Deiner Hauptfigur Antonia steckt in Dir?
Ziemlich viel, obwohl ich dazu sagen muss, dass alle Figuren im Buch einen wesentlichen Bezug zu mir haben.

Deinen Roman hast Du in Tagebuchform geschrieben. Obwohl Antonia nicht an Gott glaubt, beginnt sie ihre Einträge immer mit „Lieber Gott, …“. Woran glaubst Du?
Ich nicht religiös, aber trotzdem auf irgendeine Art und Weise gläubig. Zum Beispiel habe ich wahnsinnige Flugangst. Vor jedem Flug bete ich, dass alles gut geht und ich sicher lande.

Antonia findet mit Fred, Amira, Fabien, Noah und Lynn echte Freunde. Sie sind ihre Leuchtkäfer – ein sehr schönes Bild, wie ich finde. Gibt es auch in Deinem Leben solche Leuchtkäfer?
Oh ja, die gibt es auf jeden Fall. Ich habe wirklich tolle Freunde. Als die stärksten Leuchtkäfer würde ich meine Eltern bezeichnen.

Welche von Deinen Romanfiguren ist Dir besonders ans Herz gewachsen?
Ich mag sie alle. Allerdings hab ich Fred besonders gern.

Für welche Altersgruppe ist Dein Roman gedacht?
Das Buch ist für Leser sämtlicher Altersgruppen ab 14 Jahren geeignet. Es ist aber kein klassischer Jugendroman. Ich habe beispielsweise schon einige Reaktionen von älteren Menschen erhalten, die das Buch gelesen haben und sich dadurch an ihre eigene Jugendzeit erinnert fühlten.

Du bist nicht nur Autorin, sondern auch Poetry Slammerin. 2014 bist Du sogar Deutsche U20-Vizemeisterin im Poetry Slam geworden. Wie bist Du dazu gekommen und was machst Du lieber – schreiben oder slammen?
Zum Poetry Slam bin ich gekommen, weil meine Mutter mich mal zu einem mitgenommen hat. Später war mir dann eines Tages langweilig und ich habe mich in Berlin bei einem Slam-Workshop angemeldet. Auf die Frage, was ich lieber mache, kann ich ganz klar sagen: Schreiben! Es war auch zuerst da.

Hast Du schon ein neues Buch-Manuskript in der Schublade?
Ja, ich schreibe gerade daran.

Liest Du selbst viel? Und wenn ja: Was?
Ich bin kein Vielleser und würde mein Leseverhalten als normal bezeichnen. Auf ein bestimmtes Genre bin ich dabei nicht festgelegt. Ich lese alles mögliche – bis auf historische Romane und Krimis. Da bin ich eine echte Pussy. (lacht) Wenn ich einen Krimi lesen würde, würde ich mich nicht mehr auf die Straße trauen, weil ich furchtbare Angst davor hätte, ermordet zu werden.

Das Buch
© Ullstein Buchverlage

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Live-Lesung mit Adriana Popescu

Am kommenden Mittwoch, dem 12. August 2015, könnt Ihr an einer Lesung teilnehmen, ohne dafür das gemütliche heimische Sofa verlassen zu müssen. Möglich macht das Litlounge.tv. Dort liest Adriana Popescu ab 19:00 Uhr aus ihrem Jugendbuch „Ein Sommer und vier Tage“, das am 27. Juli 2015 bei cbj erschien. Obwohl der Roman noch ganz frisch auf dem Buchmarkt ist, hat er schon viele LeserInnen begeistert. 18 5-Sterne- sowie 2 4-Sterne-Rezensionen bei Amazon.de sprechen deutlich dafür.

Moderieren wird den Lesungsabend meine charmante Blogger-Kollegin Anka von Ankas Geblubber.

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Sommer, Sonne, Strand und jede Menge Amore

Sich mal so richtig verknallen! Das wär‘s, denkt sich die 16-jährige Paula, der ihr wohlbehütetes Leben manchmal ganz schön auf die Nerven geht. Lernen, lernen, lernen und dann Karriere machen, das kann doch nicht alles sein! Paula würde viel lieber ferne Länder bereisen, ein richtiges Abenteuer erleben und sich mal so richtig, richtig verlieben. Als sie während der Busfahrt nach Amalfi ins Sommerferienlager versehentlich an einer norditalienischen Raststätte zurückgelassen wird – ausgerechnet mit dem süßesten Typen der Gruppe –, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und lässt sich für vier köstliche, völlig losgelöste Tage mit ihm allein durch Italien treiben … Tanzen im Mondschein am Strand all inclusive.

© Cover und Buchbeschreibung: cbj

Urlaub, Hitzewelle, Ferienzeit: Passender könnte im Moment kaum ein Buch sein. Übrigens könnt Ihr Adriana Popescu schon jetzt und am Mittwochabend Eure Fragen stellen – und auch vor möglichst knifflige Aufgaben! Denn die Autorin wird nicht nur lesen, sondern sich auch an Challenges versuchen. Immer, wenn sie eine Aufgabe nicht meistert, wird übrigens ein signiertes Buch verlost. Hier geht’s direkt zur Live-Lesung.

In diesem Video erzählt Euch Adriana Popescu nochmal alles, was Ihr über die Lesung wissen müsst:

Gruseliges für dunkle Winternächte: „Ohne jeden Zweifel“ von Tom Rob Smith

Für die Krimizeitschrift durfte ich Tom Rob Smiths Triller „Ohne jeden Zweifel“ lesen und besprechen. Sobald meine Rezension dort zu finden ist, werde ich den Link hier posten. Verraten sei jetzt schon soviel: Ich habe 5 Sterne vergeben!

Ohne jeden Zweifel© Manhattan/Verlagsgruppe Random House

Anders als bei den bisherigen Thrillern des Autors – „Kind 44“, „Agent 6“ und „Kolyma“ – ist diesmal nicht Russland der Schauplatz, sondern hauptsächlich ein abgelegener Hof in Schweden. Einäugige Trolle, dunkle Wälder und unfassbare Verbrechen sorgen für gruselige Winternächte!

Besonders gelungen finde ich den Trailer, der einige Szenen zeigt, die im Buch genauso beschrieben sind:

„Ohne jeden Zweifel“ ist eine klare Leseempfehlung für alle Thriller-Freunde! Mehr über das Buch erfahrt Ihr hier auf der Seite des Verlags. Auch eine Leseprobe findet Ihr dort.