Mein Messetagebuch: Tag 2 – 13.03.2015

Tierischer Start in den 2. Messe-Tag: Am Stand des Magellan-Verlags treffe ich dessen Maskottchen, den kuscheligen Plüschwal.

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Kurz vor 11:30 Uhr ergattere ich ein Plätzchen im Literaturforum „buch aktuell“, um Brigitte Riebe zu lauschen. „Die Versuchung der Pestmagd“ heißt ihr neuer Roman, der am 9. März 2015 im Diana Verlag erschienen ist. Die Historikerin beeindruckt das zahlreich erschienene Publikum mit ihrem fundierten Wissen rund um Pest und Blattern. Beiden Krankheiten kommt in Brigitte Riebes aktuellem Buch eine große Bedeutung zu.

IMG_2203Brigitte Riebe (links) stellt ihren neuen Roman vor

Süß und bunt geht es am Stand von Bassermann zu: Dort stellt Aurélie Bastian ihre Bücher „Macarons für Anfänger“ und „Tartes und Tarteletts“ vor – natürlich mit entsprechendem Naschwerk. Der wunderschöne Akzent der Französin ist übrigens zum Niederknien! 🙂

IMG_2210 Aurélie Bastian vor einer Menge farbenfroher Macarons

13:00 Uhr sind die Nominierten und die Preisträger des Preises der Leipziger Buchmesse 2015 in der Bloggerlounge zu Gast. Am vergangenen Donnerstag wurden die diesjährigen Preisträger gekürt:

Kategorie Belletristik: Jan Wagner – „Regentonnenvariationen“

Kategorie Sachbuch/Essayistik: Philipp Ther – „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent – Eine Geschichte des neoliberalen Europa“

Kategorie Übersetzung: Mirjam Pressler – „Judas“ von Amos Oz

IMG_2220 Am Mikrofon: Preisträgerin Mirjam Pressler

Im Nordischen Forum freue ich mich auf die Lesung von Glenn Ringtved aus „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ Da bin ich allerdings nicht die Einzige. Der freundliche Däne ist ein echter Publikumsmagnet. Er signiert später mein Exemplar des Buches und auch für ein Erinnerungsfoto ist Zeit. Ein cooler Typ!

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Glenn Ringtved und ich

Mein nächster Weg führt mich zum Stand von Kiepenheuer & Witsch. Verlagsmitarbeiterin Ulrike Meier gewährt mir exklusive Einblicke in das Herbstprogramm des Kölner Verlags. Soviel sei verraten: Es wird ein ganz schön heißer (Krimi-)Herbst! Außerdem berichtet sie, dass der am 9. Februar 2015 erschienene Roman „Alleine war gestern“ von Beatrice Meier verfilmt wurde und schon am 20.März 2015 im Ersten TV-Premiere feiert.

Alleine war gestern © Kiepenheuer & Witsch

Mein Koffeinspiegel sinkt. Ich ergreife Gegenmaßnahmen und treffe mich mit Autorin Emma Bieling in der Bloggerlounge auf einen Kaffee. Mit strahlenden Augen erzählt sie von ihrer Lesung aus „Rapunzel auf Rügen“ am Vortag in der Thalia-Buchhandlung. Die war ein voller Erfolg. Ich freue mich sehr für Emma, denn sie ist einfach zum Knutschen!

IMG_2238Ein Selfie von Emma Bieling und mir

Anschließend folge ich der Einladung der „Lieblingsautoren“ auf ein Gläschen Sekt. Unter der Marke „Lieblingsautoren“ haben sich 24 Indie-Autoren und Selfpublisher zusammengetan, die an einem eigenen Messestand ihre Bücher vorstellen. Unter anderem gehören Poppy J. Anderson, Daphne Unruh und Katelyn Faith der illustren Runde an.

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Katelyn Faith alias Alexandra Amber

Den krönenden Abschluss des Tages bildet das Bloggertreffen der Verlagsgruppe Random House. Die Stimmung ist wie immer großartig und trotz der vielen Menschen geht es zu wie bei einem Familientreffen. Autoren und Verlagsmitarbeiter kommen ganz zwanglos mit den Bloggern ins Gespräch. Ich bin selig, als Nicole Neubauer mir mein Exemplar ihres Krimis „Kellerkind“ signiert. Außerdem führe ich eine interessante Unterhaltung mit Martina Rosenberg, deren neues Buch „Anklage Sterbehilfe“ sicherlich für Kontroversen sorgen wird. Die Fotos mit den beiden Autorinnen werden nachgereicht. An dieser Stelle danke ich der lieben Anja vom Blog Zwiebelchens Plauderecke nochmals herzlich fürs Fotografieren!

IMG_2243Andrang bei Random House

Mein glückliches Resümee: Ein Wahnsinns-Tag!

Nun wartet Ihr sicher schon ganz gespannt auf die nächsten Buchstaben, die Euch zum Lösungswort meines Buchmesse-Gewinnspiels führen. Hier könnt Ihr nachlesen, wie das funktioniert und die Teilnahmebedingungen studieren. Zu gewinnen gibt es ein vom Autor signiertes Exemplar des Krimis „Wolfsschlucht“ von Andreas Föhr.

E R A

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Leipziger Buchmesse 2015: Der Countdown läuft!

Nachdem es krankheitsbedingt in den letzten beiden Wochen hier ziemlich ruhig war, melde ich mich heute vollständig genesen zurück und zähle schon eifrig runter: Nur noch 7 x schlafen, dann beginnt die Leipziger Buchmesse! Mein Messe-Kalender ist prall gefüllt mit tollen Terminen rund um das geschriebene Wort. Hier ein paar Highlights, die ich auf gar keinen Fall verpassen darf:

Donnerstag, 12. März 2015

15:30 Uhr Lesung aus „Bald ruhest du auch“ von Wiebke Lorenz
Literaturforum ‚buch aktuell‘ Halle 3, Stand E401

16:30 Uhr Lesung und Gespräch „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ mit Glenn Ringtved
Halle 2, Stand G401

20:00 Uhr Lesung und Signierstunde „Wolfsschlucht“ mit Andreas Föhr
Buchhandlung Ludwig, Promenaden Hauptbahnhof Leipzig

Freitag, 13. März 2015

11:30 Uhr Lesung „Die Versuchung der Pestmagd“ mit Brigitte Riebe
Literaturforum ‚buch aktuell‘ Halle 3, Stand E401

Samstag, 14. März 2015

11:00 Uhr Signierstunde mit Jussi Adler-Olsen
Halle 4, Stand B200

16:00 Uhr Preisverleihung „Ungewöhnlichster Buchtitel des Jahres 2014“, verliehen von www.wasliestdu.de
Halle 5, Stand C600

Ganz besonders freue ich mich natürlich auch auf das Bloggertreffen der Verlagsgruppe Random House am Freitag, das Lovelybooks-Lesertreffen am Samstag und individuelle Gespräche mit Autoren und Verlagsmitarbeitern.

#LBlesertreffBücher und Süßes: Eine bessere Kombination gibt’s kaum. 🙂

 

Für Euch habe ich mir auch etwas einfallen lassen: Ich bringe Euch ein signiertes, kürzlich erschienenes Buch von der Messe mit (vorausgesetzt, der Autor wird nicht von der Grippewelle überrollt oder ist wegen höherer Gewalt verhindert). Insbesondere die Krimi-Fans dürfen sich freuen. Wie im letzten Jahr werde ich auch 2015 in einem Messetagebuch von meinen Erlebnissen in Leipzig berichten. Unter jedem Tagebucheintrag sind dann Buchstaben versteckt, die zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. Das führt Euch im besten Fall zum Gewinn. Aber noch müssen wir uns eine Woche gedulden.

Bei Facebook und auf Twitter könnt Ihr übrigens wieder in Echtzeit mitverfolgen, was ich in Leipzig so treibe. 🙂

Logo LBM 2015
PS. Natürlich habe ich auch meine buchstabenfaengerin-Lesezeichen im Gepäck. Wenn Ihr auf der Buchmesse seid, dürft Ihr mich dahingehend jederzeit überfallen. 🙂

Frisch rezensiert: „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ von Sanne Munk Jensen und Glenn Ringtved

Jugendbuch mit ungeheurer Wucht

Meine Bewertung: ★★★★

Louise lebt mit ihren Eltern nahe der Stadt Aalborg in Dänemark. Sie empfindet ihr Leben als trist – bis sie Liam kennenlernt und sich die beiden ineinander verlieben. Sie sind Seelenverwandte. Die ganz große Liebe, ein junges Paar, das davon träumt, frei zu sein. Eine Zeit lang sind sie glücklich, feiern Partys, nehmen Drogen und haben keine Geldsorgen. Doch dann dreht sich der Wind. In der Verzweiflung, die über Liam und Louise hereinbricht, bleibt ihnen nur ein Ausweg: Sie nehmen sich gemeinsam das Leben. Mit Handschellen aneinandergekettet springen sie in die Fluten des Limfjords. Eine Liebe bis über den Tod hinaus…

Das Jugendbuch „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ von den dänischen Autoren Sanne Munk Jensen und Glenn Ringtved ist nicht leicht zu verdauen. Es erzählt von einem Mädchen, das scheinbar erst zu leben beginnt, als sie ihrer großen Liebe Liam begegnet, ohne den ihr Dasein sinnlos wäre. Dass Liam aus einer der unteren sozialen Schichten kommt, stört Louise zu keiner Zeit. Doch diese Verschiedenheit, auch was die Charaktere der beiden betrifft, verleiht dem Buch eine besondere Würze.

Die Geschichte wird von Louise erzählt – nach ihrem Tod. Ein ebenso außergewöhnlicher wie faszinierender Stil!

Louise, zweifellos eine interessante Protagonistin, wirkt bis zum Schluss allerdings zu distanziert. Liam hingegen zeichnet sich als echter Sympathieträger aus.

„Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ ist ein stilles Buch, das jedoch eine ungeheure Wucht besitzt. Es erzählt nicht nur die tragische Geschichte über den Suizid eines jungen Paares, das zuviel wollte, sondern zeigt auch eingehend die Leere und die Veränderungen nach dem Selbstmord von Liam und Louise in deren Familien auf. Nichts ist mehr wie zuvor – und jeder der Hinterbliebenen trauert auf  seine Weise.

Das empfohlene Lesealter liegt bei 16 bis 17 Jahren. Völlig angemessen, wie ich finde, denn die Themen Suizid und Drogen sowie die Sexszenen sind für jüngeres Publikum ungeeignet.

„Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ ist ein wirklich starkes Buch, das nicht nur für Jugendliche gemacht ist, sondern auch Erwachsene gleichermaßen berühren wird. Eine absolute Empfehlung für Leser, die intensive Geschichten ohne Kitsch mögen.

Wir wollten nichts. Wir wollten alles.© Verlag Friedrich Oetinger GmbH

→ Interessante Links

Zum Buch auf Amazon.de: „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“

Zum Buch auf der Homepage des Oetinger-Verlags: „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“

Zum Buch-Trailer, der wirklich phänomenal ist: „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“

Übrigens: Glenn Ringtved wird in diesem Jahr zu Gast auf der Leipziger Buchmesse sein und aus „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ lesen. Natürlich lasse ich mir das nicht entgehen und hoffe darauf, dass er mein Buch signiert.

Hier sind die Lesungstermine und -orte:

  • 12. März 2015 | 16:30 – 17:00 Uhr
    Lese-Treff Halle 2, Stand G401
  • 13. März 2015 | 11:30 Uhr
    Theater der Jungen Welt, Lindenauer Markt 21, 04177 Leipzig
  • 13. März 2015 | 14:30 – 15:00 Uhr
    Nordisches Forum Halle 4, Stand D300