Veröffentlicht in Gewinnspiel, Welttag des Buches

Auslosung des Gewinnspiels zum Welttag des Buches 2018

„Heja!“, würde Gustaf sagen, der Held des Romans „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske. Dieses Buch konntet Ihr anlässlich des Welttages des Buches 2018 mit ein wenig Glück gewinnen.

Eure Meinung war gefragt – und zwar bezüglich des Covers. Die Klappenbroschur des Romans hat nämlich ein anderes Gesicht als die Taschenbuchausgabe und das E-Book.

Bevor der Name des/der glücklichen Gewinners/Gewinnerin von „Gustaf – Alter Schwede“ gleich feierlich verkündet wird, werfen wir einen Blick auf das Abstimmungsergebnis.

ALT VS. NEU

73,33 %                             26,67 %

© Cover: HarperCollins Germany

Das „alte“ Cover hat bei Euch also eindeutig die Nase vorn.

Und über ein Exemplar eben dieser Ausgabe darf sich

SABIENE

freuen.

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle Teilnehmer!

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Veröffentlicht in Gewinnspiel, Welttag des Buches

Gewinnspiel zum Welttag des Buches 2018

Hoch die Tassen … äh Bücher!

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Heute feiern wir den 23. Welttag des Buches. Seit 1995 wird dieser von der UNESCO ausgerufene Feiertag rund um das Lesen jedes Jahr am 23. April begangen. Und weil nicht nur das Schmökern, sondern auch das Schenken Spaß macht, habe ich mir überlegt, heute zum Welttag des Buches ein Gewinnspiel zu veranstalten.

Verlost wird ein Buch, das am 2. Januar 2017 erschienen ist und mir richtig viel Lesevergnügen beschert hat: „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske.

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Klappentext:

Wo ist bloß der Haken?
Das fragt sich Familie Baumann noch, als der Möbelwagen vor ihrer jüngst zum Schnäppchenpreis erstandenen Traumvilla im rheinischen Rotthoven vorfährt. Zu Recht: Hätte sie gewusst, dass ihr fortan Gustaf, der 411 Jahre alte Schwede, Hausgeist, Trunkenbold und Schwerenöter, das Leben zur Hölle macht, hätte sie ihre großen und kleinen Krisen sicher anders zu lösen versucht. Aber wenn Gustaf nicht gewesen wäre, hätten sie vielleicht beinahe ihr Glück verpasst …
Der Vierhundertjährige, der aus dem Keller stieg und nur bis zum Sofa kam.

Gustaf - Alter Schwede© Klappentext und Cover: HarperCollins Germany

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr habe ich meine Rezension zu diesem humorvollen Roman veröffentlicht. Ihr findet sie hier.

Das oben abgebildete Cover bezieht sich übrigens auf die Klappenbroschur, die auch verlost wird. Inzwischen hat „Gustaf“ nämlich ein neues Gesicht bekommen – sowohl im Taschenbuch- als auch im E-Book-Format. Und das sieht so aus:

Gustaf - Alter Schwede_TB_EB© HarperCollins Germany

Wenn sich auch die Verpackung voneinander unterscheidet, ist der wunderbare Inhalt doch derselbe geblieben. Also, wenn Ihr mal wieder so richtig herzlich lachen wollt, dann kann ich Euch „Gustaf – Alter Schwede“ nur empfehlen.

Nutzt Eure Gewinnchance und macht mit!

Wie könnt Ihr am Gewinnspiel teilnehmen?

Indem Ihr mir verratet, welches „Gustaf“-Cover Euch besser gefällt! Abstimmen könnt Ihr im Gewinnspielformular ganz unten. Wählt Euren Favoriten aus, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Romans „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske – als Klappenbroschur, nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 23. April bis zum 10. Mai 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Für welches Cover Ihr Euch entscheidet, hat keinen Einfluss auf die Verlosung. Der/die Gewinner/in wird am 11. Mai 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!

WELCHES COVER GEFÄLLT DIR BESSER?
Entscheide Dich im Gewinnspielformular (nicht durch Klicken auf die Bilder) für Deinen Favoriten!

Das alte Cover          Das neue Cover

© HarperCollins Germany

GEWINNSPIELFORMULAR

Veröffentlicht in Absolute Schätze, Meine Rezensionen (außer Vorablesen.de)

Frisch rezensiert: „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ von Antti Toumainen

Finnisches Roadmovie mit Tiefgang und Humor

Meine Bewertung: ★★★★★

 Die letzten Meter bis zum Friedhof
© Rowohlt Verlag

Eigentlich steht Jaako mit seinen 37 Jahren in der Blüte seines Lebens: Er führt einen erfolgreichen Pilzhandel, hat eine großartige Köchin zur Ehefrau und bewohnt mit ihr ein hübsches Häuschen in der finnischen Provinz. Doch dann eröffnet ihm sein Arzt, dass er sterben wird – und zwar sehr bald. Die Laborwerte zeigen, dass Jaako über einen längeren Zeitraum hinweg vergiftet wurde. Womit? Das lässt sich nicht genau sagen. Aber Jaako ist wild entschlossen, das herauszufinden – und natürlich auch, wer ihn auf dem Gewissen hat. Plötzlich steht sein Leben Kopf und die Ereignisse überschlagen sich …

Das Cover von Antti Toumainens Buch „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ hat mich auf magische Weise angezogen. Was sich wohl zwischen den schlichten, aber dennoch liebevoll-skurril gestalteten Buchdeckeln verbergen würde, habe ich mich gefragt. Cozy Crime? Ein Roman mit bitterbösem Humor? Ein abgedrehter Krimi? Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich diese Frage eindeutig beantworten: eine gelungene Mischung aus alldem. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ lässt sich schwer in ein Genre pressen. Vielleicht sollte ich mich deshalb darauf beschränken aufzuzählen, was dieses Buch NICHT ist: langweilig, wehklagend, traurig.

Jakko kommt schließlich auch nur selten dazu, über seinen nahenden Tod nachzudenken. Erst erwischt er seine vermeintlich treue Gattin im eigenen Garten beim Seitensprung, dann ist ihm die gefährliche Konkurrenz aus dem Pilzbusiness auf den Fersen. Antti Toumainen erzählt ein hinreißendes finnisches Roadmovie mit einem Helden in der Hauptrolle, den ich am liebsten geheiratet hätte.* Nein, nicht weil er reich ist und bald sterben wird, sondern weil Jaako über einen beispiellosen Selbsthumor verfügt (er hadert beispielsweise trotz des herannahenden Ablebens noch immer mit seinem Übergewicht), niemals aufgibt und einen äußerst warmherzigen Protagonisten darstellt. Überhaupt sind alle Figuren des Romans einfach unverwechselbar.

Aber wer nun meint, Autor Antti Toumainen würde das Thema Tod als lapidar abtun, der irrt. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ ist nämlich ein wirklich lebenskluges Buch. Toumainen führt dem Leser ohne Pathos und erhobenen Zeigefinger, allerdings auch ohne den Tod ins Lächerliche zu ziehen, die eigene Endlichkeit vor Augen.

„Ich werde nicht gesunden, natürlich nicht, ich werde sterben. Aber das haben wir alle gemeinsam, sogar mit denjenigen, die denken, sie würden ewig leben.“

(aus „Die letzten Meter bis zum Friedhof“)

Bemerkenswert sind auch die geradezu sinnlichen Beschreibungen der Landschaft. Man möchte auf der Stelle in den Flieger steigen und Finnland einen Besuch abstatten. Für die Übersetzung der Originalausgabe mit dem Titel „Mies joka kuoli“ zeichneten übrigens der deutsche Krimiautor Jan Costin Wagner und seine aus Finnland stammende Frau Niina Katariina verantwortlich. Gemeinsam mit Annti Toumainen haben sie „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ zu einem meiner absoluten Leselieblinge gemacht.

→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Die letzten Meter bis zum Friedhof“

Zur Homepage des Autors: Antti Toumainen

„Die letzten Meter bis zum Friedhof“ auf der Krimibestenliste der FAZ im März 2018

Bibliografische Angaben

  • Erscheinungstermin: 24. Januar 2018
  • erschienen bei: Rowohlt
  • Seitenanzahl: 320 Seiten
  • ISBN-13: 978-3498065522

* = Die Verfasserin dieser Rezension ist glücklich mit einem normalgewichtigen Mann verheiratet.

 

Veröffentlicht in Leipziger Buchmesse 2018

Leipziger Buchmesse 2018: Mein Messe-Tagebuch – mit Gewinnspiel

Tag 1 – Donnerstag, 15. März 2018

Laufleistung: 12,6 km

Wetterlage: Sonnenschein

Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse 2018 startete mit einem Besuch am Stand der Koordinierungsstelle der Dekade für Alphabetisierung. Dort fand ein Speed-Quiz mit dem klangvollen Namen „Wischmopps oder Wischmöppe?“ statt, das sehr unterhaltsam war. Bei der Frage, was Aschenputtel eigentlich zählte, scheiterten manche. 🙂 Richtige Antwort: Linsen natürlich.

Der Stand von TWENTYSIX war die nächste Anlaufstelle. Der Selfpublisher-Verlag hatte sich gemeinsam mit den kreativen Köpfen von Snipsl einen echten Knaller ausgedacht, nämlich einen Rekordversuch,  der unter der Überschrift „Der Roman mit den meisten Autoren der Welt“ stand.

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© TWENTYSIX/Snipsl

Der Anfang des Romans „Bei Anruf Chaos“ war vorgegeben. Jeder Messebesucher, der sich einmal als Autor versuchen wollte, durfte dem vorher Geschriebenen zwei eigene Sätze hinzufügen. Und so sollte Satz für Satz eine Geschichte daraus entstehen. Spaß gemacht hat’s auf jeden Fall.  In der Snipsl-App konnte man das Gesamtkunstwerk live mitverfolgen. Dort steht der inzwischen fertige Roman auch in Gänze zum Lesen zur Verfügung.

Ernste Töne wurden dagegen bei der Lesung zum Buch „Mundtot? Stasi-Opfer der DDR-Haftpsychiatrie klagt an“ von Lothar Tiedtke angeschlagen.

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© underdog Verlag

Wir blieben in der Sachbuch-Sparte. Weiter ging es mit einem Vortrag von Dr. Christine Altstötter-Gleich, die den Ratgeber „Perfektionismus – Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben“ verfasst hat.

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© BALANCE Verlag

„True perfection has to be imperfect.“

Noel Gallagher

Sich dieses Zitat zu verinnerlichen ist natürlich alles andere als leicht, aber ein paar kleine Tricks und Kniffe hat die Dozentin verraten. Beispiel gefällig? „Denken Sie grau.“ Das hört sich nicht spannend an, ist aber wesentlich entspannter, als die Welt nur in schwarz und weiß zu sehen. Ich werde versuchen, diesen Rat zu beherzigen.

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Dr. Christine Altstötter-Gleich (rechts) bei ihrem Vortrag

Am Rowohlt-Stand traf ich die Autorin Susanne Fischer, die mit „Wolkenkönigin“ am 20. Februar 2018 ein Jugendbuch für Teenies ab 14 veröffentlicht hat, das mit seinem knalligen Cover ein echter Eyecatcher ist. Sie hat schon mehrere Bücher geschrieben, aber „Wolkenkönigin“ ist ihr erstes Jugendbuch, in dem Corinna im Mittelpunkt steht. Deren Vater hat eine neue Familie und Inna, wie die Protagonistin in der Kurzform genannt wird, ist mit ihrem behinderten Bruder und der Mutter umgezogen. Als sie erfährt, was vor einiger Zeit an ihrer neuen Schule passiert ist, kommt gehörig Action in die Geschichte.

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© Rowohlt Verlag

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Susanne Fischer und ich sprachen über ihr Jugendbuch „Wolkenkönigin“

Beim Fachvortrag „Was dem Lektorat auffällt“ habe nicht nur ich eifrig mitgeschrieben, sondern auch viele der anwesenden Zuhörer. Ob sich in diesen Reihen die nächsten Bestseller-Autoren versteckten? Wer weiß …

Tag 2 – Freitag, 16. März 2018

Laufleistung: 8,2 km

Wetterlage: Schneeschauer

Huch, was will dieses weiße Zeug denn hier? Zum Glück ist die Leipziger Buchmesse keine Outdoor-Veranstaltung. Zwischen all den Büchern konnte man das wenig einladende Wetter draußen hervorragend vergessen.

In den zweiten Messe-Tag startete ich mit Petra Hammesfahr. Die beliebte Schriftstellerin las aus ihrem neuen Roman „Als Luca verschwand“ und unterstrich dabei, dass sie sich in ihren Büchern den Dramen, die im Kleinen geschehen, widmet. Zu Gewaltorgien lasse sie sich beim Schreiben ihrer Romane nicht hinreißen. Deshalb seien ihre Bücher klassische Psychothriller, so die Autorin.

Als Luca verschwand von Petra Hammesfahr
© DIANA Verlag

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Petra Hammesfahr

Spannend blieb es, denn am Messestand von Rowohlt gab sich Horst Eckert die Ehre. Der sympathische Wahl-Düsseldorfer und ehemalige Journalist stellte den aufmerksam lauschenden Bloggerinnen und Bloggern seinen neuen Thriller „Der Preis des Todes“ vor. Darin geht es um die Fernsehjournalistin Sarah Wolf, die erstens das junge Gesicht des Polit-Talks in der ARD ist und die zweitens eine Beziehung mit einem Staatssekretär eingeht. Kurz darauf wird er tot aufgefunden. Die Ermittlungen führen Sarah bis nach Kenia …

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© Rowohlt Verlag

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Die Blogger, die das Buch bereits gelesen hatten, waren voll des Lobes. Ich bin schon sehr gespannt darauf – obwohl ich um den politischen Krimi bisher immer einen Bogen gemacht habe. Aber, so versicherte man mir, „Der Preis des Todes“ sei unglaublich lesenswert.

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Horst Eckert und ich

Szenenwechsel. Halle 5, Stand H103. Bei Kiepenheuer & Witsch freue ich mich auf ein Interview mit Franziska Seyboldt, aber das Winterwetter ist wohl der Ansicht, unseren Termin verhindern zu müssen. Das Taxi, in dem die Autorin sitzt, steckt im Stau fest. Als sie den Messestand erreicht, ist sie dennoch fröhlich und wir unterhalten uns angeregt über ihr großartiges Buch, das den Titel „Rattatatam, mein Herz“ trägt. Darin beschreibt sie ihre Angststörung – und zwar mit viel Humor. Ich habe dieses Buch nicht nur in Rekordzeit gelesen, sondern dabei trotz des ernsten Themas oft herzhaft gelacht.

Das ausführliche Interview mit Franziska Seyboldt und meine Rezension zu „Rattatatam, mein Herz“ könnt ihr bald hier auf meinem Blog lesen.

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Mit Franziska Seyboldt am Stand von Kiepenheuer & Witsch

Bei der Verlags-Preview der Digital-Labels von Piper, Carlsen und Ullstein durfte die neugierige Bloggerschaft einen ersten Blick auf die Neuerscheinungen werfen. Die herzerfrischende Lisa von Lisas Bücherleben resümierte hinterher treffend: „Marc-Uwe Klings Känguru würde sagen: Viel Schönes dabei.“ Definitiv.

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Beim Blog’N’Talk von Random House verfiel ich in den Fangirl-Modus. Denn am Krimi-Tisch saß sie: Schriftstellerin Inge Löhnig, die mich mit ihren Dühnfort-Krimis begeistert und unter ihrem Pseudonym Ellen Sandberg mit „Die Vergessenen“ ein Buch geschrieben hat, das ihr absolut am Herzen liegt. In diesem Roman befasst sie sich mit den Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in sogenannten Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden. Dafür hat die Autorin in Archiven gestöbert, Akten gewälzt und Unglaubliches ans Licht befördert. Ein Buch, an dem ich unmöglich vorbeikommen kann.

Die Vergessenen von Ellen Sandberg
© Penguin Verlag

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Krimi-Talk: Ellen Sandberg alias Inge Löhnig und ich

Bei Sekt, Würstchen, Brezeln und uuuuuuunfassbar leckeren Flamingo-Gummibärchen kam man anschließend beim Bloggertreffen des Rowohlt-Verlags ganz ungezwungen ins Gespräch mit bloggenden Kollegen und den Mitarbeitern des Reinbeker Verlagshauses.

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Rowohlt-Bloggertreffen

Als die Messe um 18:00 Uhr ihre Tore schloss, folgten circa zehn Blogger und fünf Autorinnen dem Ruf von feelings in die Leipziger Innenstadt. Im „Thüringer Hof“ hatten feelings-Bloggerbetreuerin Christine Dusella und Lektorin Kathinka Nohl ein beeindruckendes Buffet vorbereiten lassen, bei dessen Anblick sich allein schon der Gedanke an die Strandfigur in Luft auflöste. Satt und glücklich, kamen Autoren und Blogger miteinander ins Gespräch, um sich zu vernetzen und vielleicht sogar gemeinsame Projekte anzuschieben. Ich möchte jetzt noch nicht zu viel verraten, aber den Namen Rebecca Timm solltet ihr unbedingt im Hinterkopf behalten. Zu gegebener Zeit werdet ihr sie und ihr im (hoffentlich irgendwann) kommenden Sommer erscheinendes Buch „Stockholm Love Story“ hier auf meinem Blog kennenlernen.

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img_9831Festschmaus bei feelings

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Fröhliches Wiedersehen am nächsten Morgen im Hotel: Die feelings-Autorinnen Rebecca Timm (links) und Marion Stieglitz (rechts) mit mir (Mitte)

Tag 3 – Samstag, 17. März 2018

Laufleistung: 4,8 km

Wetterlage: Winterwonderland

Es war deprimierend: Oster-Deko allerorten und draußen nichts als Schnee und schlecht bis gar nicht geräumte Straßen.

Nichts wie ab ins Warme. Die beiden Verlage Carlsen und Thienemann-Esslinger vertrieben den Winterblues beim Bloggerempfang mit leckeren Cupcakes und tollen Autoren: Rainer Wekwerth & Thariot („Pheromon“), Tamara Bach („Mausmeer“), Clara Benedict („AURA – Die Gabe“) und Laura Kneidl („Herz aus Schatten“) sprachen nicht nur über ihre Bücher, sondern signierten sie auch mit Engelsgeduld. Als Special Guest war Emily Bold anwesend, die eifrig Widmungen in ihren Romantasy-Roman „Silberschwingen“ schrieb.

© CARLSEN („Mausmeer“, „Herz aus Schatten“)/Thienemann-Esslinger („AURA – Die Gabe“, „Pheromon“)

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Rainer Wekwerth, ich und Thariotimg_9894-2
Clara Benedict signiert den ersten Band von „AURA“img_9884.jpg
Süß – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne: Cupcakes mit den Covern der vorgestellten Bücher

Beim Read & Greet von vorablesen.de versammelten sich zahlreiche Zuschauer vor Catharina Junk. Die Schriftstellerin und Drehbuch-Autorin begeisterte das Publikum bei ihrer Lesung aus ihrem Roman „Bis zum Himmel und zurück“ – erschienen bei Rowohlt am 13. März 2018.

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© Rowohlt Verlag

img_9905Catharina Junk (rechts) und Rowohlt-Mitarbeiterin Gwendolyn Simon (links)

Catharina JunkCatharina Junk beim Signieren

Um 14:00 Uhr hatte die beliebte Literatur-Plattform LovelyBooks auch in diesem Jahr wieder etwa 300 User zum großen Lesertreff eingeladen. Laura Kneidl und Alana Falk sprachen darüber, wie sie von Leserinnen zu Autorinnen wurden.

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Und damit neigte sich mein letzter Tag auf der Leipziger Buchmesse 2018 dem Ende entgegen. DANKE an alle, die sie in diesem Jahr unvergesslich gemacht haben!

BUCHMESSE-GEWINNSPIEL

Das Buchmesse-Gewinnspiel auf meinem Blog ist ja mittlerweile schon zu einer kleinen Tradition geworden, die auch in diesem Jahr nicht fehlen darf. Während Ihr in den letzten Jahren einzelne Buchstaben zu Lösungswörtern zusammensetzen musstet, ist diesmal Euer mathematisches Talent gefragt. Aber keine Sorge, so schwer ist es nicht. 🙂

Was gibt es zu gewinnen?

Verlost wird ein druckfrisches und ungelesenes Exemplar des Kriminalromans „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg. Das gute Stück ist am 5. März 2018 bei HarperCollins Germany erschienen.

Sturmfeuer© HarperCollins Germany

Wie könnt Ihr mitmachen?

Indem Ihr eine kleine Rechenaufgabe löst! Die findet Ihr im Gewinnspielformular ganz unten. Wählt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage aus, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg – nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 19. bis zum 31. März 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 1. April 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit der richtigen Antwort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!

Veröffentlicht in Meine Vorablesen.de-Rezensionen

Frisch rezensiert: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Von einem Okapi im Westerwald: Ein ganz besonderer Roman

Meine Bewertung: ★★★★★

Was man von hier aus sehen kann© DuMont Buchverlag

Klappentext:

Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

© DuMont Buchverlag

Meine Rezension:

Ein kleines Dorf im Westerwald. Hier wächst Luise auf, umgeben von Menschen, die sie liebt und die sie lieben. Und obwohl man meinen könnte, dass in einem so kleinen Kaff nur wenig passiert, geschieht eine ganze Menge: lustige Dinge, traurige Begebenheiten, schreckliche Ereignisse, die man nicht fassen kann.

In diesem winzigen Fleck auf der Landkarte, gegen den die benachbarte Kreisstadt wie eine Metropole erscheint, stellt man sich auch die ganz großen Fragen – und das mit einer solchen Vehemenz, dass sie förmlich in den Leser hineinkriechen.

„Ist es nicht erstaunlich, […] dass man sein ganzes Leben lang an seinem Todestag vorbeilebt? Einer von den zahllosen vierundzwanzigsten Junis oder achten Septembers oder dritten Februars, die ich erlebt habe, wird mein Todestag sein. Ist das nicht ein Ding, wenn man sich das mal so klarmacht?“

„Was man von hier aus sehen kann“, Seite 265

Wer nun aber meint, Mariana Lekys aktueller Roman sei eine hochphilosophische und staubtrockene Angelegenheit, der irrt gewaltig. Tatsächlich ist „Was man von hier aus sehen kann“ ein unglaublich unterhaltsames Buch, dessen Charaktere man unweigerlich ins Herz schließt. Da ist natürlich Luise, die Erzählerin, ihre Großmutter Selma, die Rudi Carrell gleicht wie ein Ei dem anderen und mittels Okapi im Traum einen bevorstehenden Tod voraussieht, der liebevolle und kluge Optiker, die abergläubische Elsbeth, die mit Fledermausherzen gegen Schmerzen kämpft oder die traurige Marlies, die missmutig durch die Welt stapft und am liebsten ihre Ruhe hat. Autorin Mariana Leky erweckt alle Figuren spielend leicht zum Leben. Sie versieht sie mit Eigenheiten, Ecken, Kanten, Narben und Unzulänglichkeiten – und gerade das macht die kuriosen Dorfbewohner so unverwechselbar.

„Was man von hier aus sehen kann“ lässt sich schwerlich in ein Genre pressen. Dieser Roman strotzt vor Humor und Situationskomik, hat aber andererseits so traurige und nachdenkliche Passagen, dass man als Leser hin und wieder um einen Kloß im Hals nicht herumkommt.

Etwas, das dieser Roman garantiert nicht ist, ist oberflächlich. Auf allen 320 Buchseiten geht es ans Eingemachte. Wir Leser schauen tief in die Seelen der handelnden Personen, sehen, was sie antreibt, werfen einen Blick auf ihre Ängste. Und ab und zu entdeckt man sich selbst in den Figuren wieder. Das kann schmerzhaft sein, vor allem aber sehr erkenntnisreich.

Wenn ich Mariana Lekys Schreibstil mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich mich für „einzigartig“ entscheiden. Man hört der Autorin unsagbar gerne zu. Manchmal rieseln die Worte federleicht zu Boden, dann feuert sie zeilenlange Schachtelsätze ab – aber von Anfang bis Ende erzählt sie mit einer ganz besonderen Melodie, die niemals gewöhnlich ist. Das zieht sich, angefangen bei der zehnjährigen Luise, der in diesem Alter ein fürchterliches Schicksal widerfährt, über die Episode als Auszubildende zur Buchhändlerin hin bis zu Teil drei, in dem sie als junge Frau Anfang dreißig ihr Glück sucht.

Ich gebe zu, dass ich immer mit ein wenig Skepsis an Bücher, auf deren Cover der leuchtend orangefarbene „SPIEGEL-Bestseller“-Aufkleber prangt, herangehe. Und im Fall von „Was man von hier aus sehen kann“ ist das noch nicht einmal alles: Mariana Lekys Roman wurde 2017 zum Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels gewählt. Ich kann nur sagen: Beides ist mehr als gerechtfertigt.

Es müssen also keinesfalls immer Heldenerzählungen aus den Knotenpunkten der großen weiten Welt sein, die die Massen begeistern – ein Okapi, ein Dorf im Westerwald und lauter warmherzige Figuren sind manchmal alles, was eine großartige Geschichte braucht.

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Veröffentlicht in Absolute Schätze, Meine Rezensionen (außer Vorablesen.de)

Frisch rezensiert: „Ein Anderer“ von Sabine Huttel

Ein schmerzhaft schönes Buch über einen, der anders ist

Meine Bewertung: ★★★★★

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© Sabine Huttel/tredition

Es gibt sie, diese Bücher, in die man hineinfällt, die einen Zeit und Raum, ja, alles um einen herum vergessen lassen. „Ein Anderer“ von Sabine Huttel ist einer dieser seltenen Schätze.

In ihrem aktuellen Roman erzählt die in Berlin lebende Autorin die Lebensgeschichte von Ernst Kroll. Ernst wird kurz vor dem Ersten Weltkrieg in der thüringischen Provinz geboren. Bald schon fällt auf, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmt. Geistig und körperlich eingeschränkt, wächst er kaum und ist in seiner Entwicklung stark beeinträchtigt. Während die Mutter trotz aller Strenge nachsichtig mit dem Kleinen umgeht, kann der Vater den Umstand, dass sein Sohn ein „Kretin“ ist, nicht akzeptieren.

Doch der Junge beißt sich durch. Mit großer Mühe lernt Ernst lesen und schreiben und versucht zu helfen, wo er nur kann.

Parallel zu den Ereignissen der wechselvollen Geschichte Deutschlands erlebt der Leser Ernsts Entwicklung hautnah mit.

Sabine Huttel besitzt die wundervolle Gabe, so bildhaft zu erzählen, dass sich das Buch wie ein Film vor dem geistigen Auge des Lesers abspielt. Trotz aller Not, aller Mühen und Entbehrungen, die Ernsts Familie hinnehmen muss, lässt sie ihre Leser durch die Augen ihrer Hauptfigur die kleinen Dinge des Lebens betrachten, und beschreibt diese mit Hingabe und Sinnlichkeit: das Gefühl von wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut, der Duft eines noch ofenwarmen Kuchens, der Sommerwind, der durch die alte Linde beim Pfarrhaus streicht … Wer kann da ernsthaft behaupten, dass Ernst dumm ist, blödsinnig oder gar „unwertes Leben“, wie es die Nazis einst so fürchterlich formulierten?

„Ein Anderer“ ist ein schmerzhaft schönes Buch, das an sämtlichen Gefühlen rüttelt. Mal schüttelt man ungläubig den Kopf, mal schmunzelt man über Ernst und seine Sicht der Dinge, dann wieder ist man schockiert, beschämt oder den Tränen nah.

Sabine Huttel zeichnet ihre Figuren mit bemerkenswerter Schärfe. Obwohl man im Buch zahlreichen Dorfbewohnern und Verwandten von Ernst begegnet, ist ein Personenverzeichnis vollkommen unnötig, denn jede ihrer handelnden Personen ist schlichtweg unverwechselbar.

Das Auftauchen aus diesem Buch fällt schwer, so mitreißend und intensiv ist die Lebensgeschichte des Ernst Kroll.

Deshalb bleibt mir nach den fast 400 packenden Seiten nur eins zu sagen: Danke, Sabine Huttel, für dieses eindringliche Leseerlebnis!

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Zum Buch auf der Homepage von tredition: „Ein Anderer“

Zur Homepage der Autorin: Sabine Huttel

Veröffentlicht in Meine Rezensionen (außer Vorablesen.de)

Frisch rezensiert: „Abschlussball“ von Jess Jochimsen

Ein letztes Lied für die Toten

Meine Bewertung: ★★★

Abschlussball© dtv Verlagsgesellschaft

Marten, ein Mittdreißiger aus München, fühlt sich mitnichten so jung, wie seine Geburtsurkunde es behauptet – ganz im Gegenteil: in seinem Inneren ist er ein Greis, der nichts, aber auch gar nichts in seinem Leben dem Zufall überlässt. Spaß, Abenteuer, Freunde – das gibt es nur in den Büchern, die der gelernte Bibliotheksassistent zuhauf verschlingt. Wichtig ist ihm einzig seine Trompete, die zugleich sein Arbeitsmittel darstellt, denn Marten steht als Musiker im Dienst des Bestattungsunternehmens Berger und spielt den Verstorbenen ein letztes Lied. Doch plötzlich nimmt sein tristes Dasein eine Wendung …

Menschen erzählen sich Geschichten, um zu leben. Und für den Tod brauchen sie die Musik.

Zitat aus „Abschlussball“

Jess Jochimsen, Autor und Kabarettist, rückt in seinem Roman „Abschlussball“, der am 9. Juni 2017 bei dtv erschienen ist, einen Beerdigungstrompeter in den Fokus. Man muss nicht alle 312 Seiten gelesen haben, um festzustellen, dass eben dieser Musiker, Marten nämlich, ein seltsamer Kauz ist – aber keineswegs ein unsympathischer. In mir hat er eine Mischung aus Mitleid und Unglauben hervorgerufen, mir aber aufgrund seines verschrobenen Wesens hin und wieder aber auch ein Lächeln abgerungen. Jess Jochimsen macht seinen Protagonisten allerdings nicht lächerlich. Das ist lobenswert, geht es in dem Buch doch in erster Linie um bittere Themen wie Trauer, Verlust und psychische Krisen.

Andererseits habe ich mir von Jess Jochimsen, der immerhin unter anderem mit dem Deutschen Kabarettpreis ausgezeichnet wurde und auf Auftritte im „Quatsch Comedy Club“ und bei „Scheibenwischer“ zurückblicken kann, einen Roman mit mehr Skurrilität, mit mehr Komik, ja, einfach mit mehr Drive erwartet. Denn aufgrund des Klappentextes hatte ich eine verrückte Story im Sinn. So ist es eine stille Geschichte um einen klassischen Losertypen geworden, in der mit Dialogen gegeizt, aber mit Musiktheoretie verschwenderisch um sich geworfen wird.

Der Schreibstil darf als anspruchsvoll, selten sogar als anstrengend bezeichnet werden. Zwar geben sich viele liebenswert schräge Vögel in diesem Roman die Klinke in die Hand. Das allerdings hat mir leider nicht gereicht. Obwohl in „Abschlussball“ immer mal wieder illustre Szenen und Darsteller vorkommen, konnte dieser Roman insgesamt nicht zu einem besonderen Leseerlebnis, das einem im Gedächtnis bleibt, werden.

→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Abschlussball“

Zur Homepage des Autors: Jess Jochimsen