Frisch rezensiert: „Ins Gras gebissen“ von Auerbach & Keller

Mörderische Provinz

Sterne: 4 von 5

Die Berliner Übersetzerin Pippa Bolle ist gerade dabei, ihren professionellen Haushüter-Service aufzubauen, als ihr ein lukrativer Auftrag in den Briefkasten flattert: Pippa wird für zwei Wochen als Gesellschafterin und Urlaubsvertretung für die Haushälterin von Christabel Gerstenknecht engagiert. Die 99-jährige Dame ist geistig noch vollkommen rege und führt mit Zuckerbrot und Peitsche eine große Gartenzwergmanufaktur in der Altmark. Wie beschaulich könnten diese Tage auf dem Land für Literaturliebhaberin Pippa werden – wenn da nicht schon bei ihrer Ankunft zwei Tote zu beklagen wären, die unter mysteriösen Umständen ihr Leben lassen mussten…

Das Autorinnen-Gespann Auerbach & Keller lässt seine liebenswerte Heldin Pippa Bolle inzwischen schon zum vierten Mal ermitteln. Wie immer haben die beiden Damen eine gewaltige Portion Humor in ihren Krimi einfließen lassen. Auch an einer ganzen Menge schräger Charaktere fehlt es mal wieder nicht. Für die Leserinnen und Leser, die Pippa schon mehrmals bei ihren Ermittlungen begleitet haben, gibt es ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen alten Bekannten. Sehr positiv zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die Liste der handelnden Personen zu Anfang des Buches. Das hilft gewaltig, nicht den Überblick zu verlieren. Die Beschreibungen von Land und Leuten sind äußerst anschaulich, sodass man von Beginn an Pippas Welt ganz deutlich vor Augen hat. Allerdings kam mir Pippa im Gegensatz zum letzten Fall („Tote Fische beißen nicht“) diesmal ein wenig farblos vor. Im fünften Band der Reihe, den ich schon jetzt sehnsüchtig erwarte, darf sie deshalb ruhig wieder frecher und spritziger daherkommen.

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Zum Buch auf www.amazon.de: „Ins Gras gebissen“

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