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Frisch rezensiert: „Stille Schwester“ von Martin Krist

Ein Thriller mit (zu) viel Tempo

Meine Bewertung:  ★★★

Stille Schwester© R & K, Martin Krist

Eine getötete Rentnerin, ein Junge, der bei einem Brandanschlag auf einen türkischen Laden in Berlin-Kreuzberg ums Leben kommt, ein ermordeter werdender Vater, dazu noch zwei weitere ungeklärte Tötungsdelikte, die zu einer Serie zu gehören scheinen: Die Mordkommission um Henry Frei hat wirklich alle Hände voll zu tun.

Nach „Böses Kind“ schickt der Berliner Schriftsteller Martin Krist seinen Protagonisten Henry Frei in „Stille Schwester“ zum zweiten Mal auf Mörderjagd. Der erste Band der Reihe endete mit einem Cliffhanger par excellence und ließ dabei so manche Frage offen. „Stille Schwester“ bringt, so viel sei verraten, Licht ins Dunkel. Dennoch sollte man den ersten Teil unbedingt vorher gelesen haben, denn sonst läuft man leicht Gefahr, den roten Faden zu verlieren.

Ein pedantischer Kommissar, eine kränkelnde Ermittlerin und ein übermotivierter Jungspund – diese drei Figuren bilden den Kern des Teams, das aufgrund der unterschiedlichen Charaktere allerhand sozialen Sprengstoff bietet. Auch die Story wird niemals ermüdend – ganz im Gegenteil: Die Kommissare hetzen in atemberaubendem Tempo von Tatort zu Tatort. Aus all den Ereignissen, die Martin Krist auf 232 Buchseiten komprimiert, hätten andere Autoren womöglich eine Trilogie gemacht. Ich gebe ehrlich zu, dass ich manchmal mit dem Tempo des Thrillers nicht Schritt halten konnte.

Doch Martin Krist wäre nicht Martin Krist, wenn er in all die Gräuel nicht die Tristesse der Großstadt und zwischenmenschliche Unzulänglichkeiten eingebaut hätte. Das ist ihm einmal mehr hervorragend gelungen. Berlin im Schneematsch, kalt, grau, trostlos – diese Kulisse bildet den perfekten Rahmen für die rasante Handlung des Thrillers! Mittendrin eine junge Frau, die sich glücklich verliebt wähnt – und sich dann verbittert fragen muss, ob sie ihrem Lebensgefährten überhaupt noch trauen kann. Für kleine Atempausen zwischen den Kapiteln sorgen E-Mails an Kommissar Frei, die er von einem unbekannten Absender erhält, der darin seine Kindheit und das problematische Verhältnis zu seiner Schwester schildert.

Alles in allem ist „Stille Schwester“ ein absolut lesenswerter Stoff, aber hin und wieder hat mich die Schnelligkeit der Handlung und die Flut der Ereignisse überrollt. Nichtsdestotrotz möchte ich natürlich wissen, wie es weitergeht! Ein dritter Teil der Henry Frei-Reihe ist bisher noch nicht angekündigt worden. Aber da Martin Krist bekanntlich fast schon schneller schreibt, als man lesen kann, wird der nächste Band sicher nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Erst vor wenigen Tagen hat er den Auftaktband zu einer neuen Thriller-Serie veröffentlicht: „Freak City – Hexenkessel„. Martin Krist hat jede Menge Crime im Blut!

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Zum Buch bei Amazon.de: „Stille Schwester“

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Zum Buchtrailer von „Freak City – Hexenkessel“

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Frisch rezensiert: „Böses Kind“ von Martin Krist

Knallhart und kompromisslos: Ein typischer Krist

Meine Bewertung: ★★★★

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© R&K

In Berlin-Spandau wird die vierzehnjährige Jacqueline vermisst. Ihre Mutter, alleinerziehend mit drei Kindern, vermutet, dass sie sich mit zwielichtigen Gestalten herumtreibt. Als man Jacquelines Rucksack bei einer eingemauerten und gekreuzigten männlichen Leiche findet, wird Kommissar Henry Frei von der Mordkommission auf den Vermisstenfall aufmerksam. Für ihn und sein Team liegt ein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden des Mädchens und des brutalen Tötungsdelikts auf der Hand. Fieberhaft versuchen sie, die einzelnen Puzzleteile zusammenzubringen. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche …

„Martin Krist ist der wirklich böse Bube unter den deutschen Krimischreibern.“

(Claudia Keikus, Berliner Kurier)

Diesem Image, das sich der in Berlin lebende Autor mit nervenzerreißenden Büchern wie „Die Mädchenwiese“ und „Drecksspiel“ mühelos erarbeitet hat, bleibt er mit seinem neuem Thriller „Böses Kind“ treu. Man sollte schon hart verpackt sein, wenn man sich Martin Krists Geschichten vornimmt. An markerschütternder Brutalität und grausigen Details mangelt es in „Böses Kind“ nämlich nicht. Martin Krists Devise scheint zu lauten: Keine Kompromisse!

Bonjour Tristesse

Eine weitere Besonderheit, mit der sich Martin Krist in seinen Büchern beschäftigt, ist der Handlungsort: Die sozialen Brennpunkte Berlins bilden die Kulisse für seine Spannungsromane. Diesmal spielt sich die Story hauptsächlich in Berlin-Spandau mit seinen Plattenbauten ab – ein tristes Grau in Grau, in dem sich Perspektivlosigkeit und Mittellosigkeit die Hand geben. Glanzvolle Touristenattraktionen kommen bei Martin Krist nicht vor. Sein Fokus liegt auf den Menschen, die sich mit allerhand Problemen herumschlagen. Am Beispiel der jungen Mutter Suse, die ihre drei Kinder allein großzieht und keinen Cent Unterhalt von deren Vater sieht, illustriert Martin Krist die Notlagen der meisten Menschen in diesem Bezirk Berlins: Überforderung, Geldnot, familiäre Spannungen und Zukunftsängste machen Suse zu schaffen. Mit einem Teilzeitjob in einer Drogerie hält sie ihre Familie gerade so über Wasser. Aber selbst der gerät in Gefahr, weil Suse all ihre Kraft und ihre Zeit in die Suche nach ihrer Tochter investiert.

Alte Bekannte

Mit „Böses Kind“ schickt Martin Krist ein neues Ermittlerteam ins Rennen. Es besteht aus Kriminalkommissar Henry Frei, seiner Kollegin Louisa Albers und dem jungen Vietnamesen Phan Cha Lee, der der Einfachheit halber von allen Charlie genannt wird. Interessant sind sie, die Figuren, die Martin Krist für seine neue Thriller-Reihe geschaffen hat: Frei hat mit einem ausgewachsenen Ordnungszwang zu kämpfen, der ihn stets und ständig dazu antreibt, alle Dinge um sich herum auf Linie zu bringen. Louisa Albers ist die dauermüde Mutter eines Kleinkinds, während Charlie sich ungestüm und strebsam in die Arbeit der Mordkommission einbringt. Wer Martin Krists bisherige Bücher kennt, kann sich darüber hinaus auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen: In den Nebenrollen agieren Frau Dr. Bodde von der Kriminaltechnik, der aufdringliche Journalist Hardy Sackowitz und der Rechtsmediziner Dr. Wittpfuhl, die bereits Auftritte in Martin Krists Reihe um den Ermittler Paul Kalkbrenner hatten. Ein durchaus bemerkenswerter Schachzug des Autors.

„Böses Kind“ hat vor allem Tempo und Abwechslung zu bieten, denn Frei und sein Team ermitteln zeitgleich noch in einem anderen Mordfall. Außerdem wechselt Martin Krist kapitelweise die Erzählperspektive ab – ein Umstand, der ebenfalls für Kurzweil sorgt. Mal schildert er die Dinge aus der Sicht von Kommissar Frei, dann aus Suses Blickwinkel und streut zusätzlich kurze Passagen aus der Perspektive einer Frau ein, die in einem dunklen Raum gefangen gehalten wird.

Es ist also eine Menge los in „Böses Kind“, aber Martin Krist sorgt routiniert dafür, dass dem Leser der rote Faden nicht entgleitet.

Offene Fragen

Allerdings muss der Leser damit leben, dass am Schluss viele Fragen offen bleiben. Für meinen Geschmack waren das leider zu viele.  Mit einem Cliffhanger par excellence weckt Martin Krist die Lust auf den zweiten Band aus der Reihe um Kommissar Frei. Es bleibt zu hoffen, dass dieser ein paar Antworten auf die Fragen liefert, die sich der Leser nach der Lektüre von „Böses Kind“ stellt.

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Martin Krist
© Bianca Krause, Fotosinfonie

„Böses Kind“ ist am 20. November 2017 bei R&K erschienen.

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Zum Buch bei vorablesen.de: „Böses Kind“

 

 

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Frisch rezensiert: „Märchenwald“ von Martin Krist

Ein Fest für Thriller-Fans!

Meine Bewertung: ★★★★★

© Ullstein Buchverlage

Ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen machen sich ganz allein auf den Weg zu ihrem Opa. Das war die Anweisung ihrer Mutter gewesen, nachdem sie die Kinder in den Wandschrank gesperrt hatte – und bevor sie spurlos verschwand. Wie einst Hänsel und Gretel irren die Geschwister Max und Ellie durch das kalte Berlin, das in ihrer Vorstellung vieles mit dem Märchenwald gemeinsam hat. Zeitgleich wacht eine Frau ohne jede Erinnerung in einer dunklen Seitengasse abseits des Großstadttrubels auf. Und dann gibt es da noch zwei mysteriöse Todesfälle, in denen Paul Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth ermitteln. Einer davon führt sie in tiefste menschliche Abgründe …

Wer einen Thriller von Martin Krist liest, darf unter keinen Umständen davon ausgehen, dass die Nerven dabei pfleglich behandelt werden. Für sein aktuelles Buch „Märchenwald“, Band Nummer fünf aus der Reihe um Paul Kalkbrenner (ja, er heißt wirklich so!), gilt das wieder einmal in besonderem Maße: Hochspannung bis zum Schluss, grausige bis ekelhafte Details, unerwartete Wendungen und allerhand dunkle Gestalten mit finsteren Absichten nehmen den Leser gefangen.

„Märchenwald“ ist eines dieser Bücher, die man einfach nicht weglegen kann – und selbst wenn man das gezwungenermaßen tun muss, schreit es unaufhaltsam: „Lies mich schnell weiter!“.

Für Leser, die die Paul Kalkbrenner-Serie noch nicht kennen, ist es überhaupt kein Problem, die Reihe mit dem aktuellen Buch zu beginnen, denn die Fälle sind in sich abgeschlossen.

Mit seiner Wahlheimat Berlin scheint Martin Krist eine Art Hassliebe zu verbinden. Denn in „Märchenwald“ ist die deutsche Metropole weder hip noch schick. Der Autor richtet den Fokus auf die glanzlose Seite der Stadt, auf Problemkieze, Gewalt, Armut und Obdachlose. Damit schafft er das perfekte Setting für seine 416-seitige Story.

Typisch für Martin Krists Thriller sind die verschiedenen Handlungsstränge, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zueinander zu passen scheinen. Doch auch in „Märchenwald“ gelingt es ihm wieder ebenso mühelos wie meisterhaft, die einzelnen Fäden zu einem großen Ganzen zu verweben. Die unterschiedlichen Szenarien und die kurzen Kapitel (insgesamt 96 plus Pro- und Epilog) sorgen für jede Menge Abwechslung und Tempo.

Martin Krists aktueller Thriller liefert den eindeutigen Beweis dafür, dass man Spannungsliteratur made in Germany im Buchregal keineswegs nur unter „F“ findet. „K“ wie Krist ist für mich persönlich ganz klar die bessere Wahl.

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Zum Buch auf der Verlagshomepage: „Märchenwald“

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Video: Martin Krist liest aus „Märchenwald“

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Frisch rezensiert: „Engelsgleich“ von Martin Krist

Hart, krass, brutal – die unverkennbare Handschrift von Martin Krist

Sterne: 4 von 5

Auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik in Berlin-Schulzendorf wurde ein junges Mädchen erschossen. Im Zuge der Spurensicherung folgt schon bald die nächste grausige Entdeckung: In den angrenzenden Kloakebecken werden mehrere Kinderleichen gefunden. Harter Tobak für Hauptkommissar Paul Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth, die mit wütender Entschlossenheit sofort ihre Ermittlungen beginnen und dabei in bodenlose Abgründe blicken müssen…

Der Autor Martin Krist lebt seit 1998 in Berlin und reißt mit seinem aktuellen Thriller „Engelsgleich“ einmal mehr die schicke Fassade ein, die die widerlichen Seiten der deutschen Hauptstadt verbergen soll. Mit Themen wie Pädophilie, Folter, Menschenhandel, Prostitution und Drogen sorgt er für so manchen Kloß im Hals des Lesers.

Wer sein Buch „Drecksspiel“ kennt, wird feststellen, dass Martin Krist seinem Stil auch in „Engelsgleich“ treu bleibt: Er schont seine Leser nicht, geht keine Kompromisse ein. Hart, krass, brutal – das ist die unverkennbare Handschrift von Martin Krist. Außerdem gibt es in „Engelsgleich“ ein Wiedersehen mit einigen Personen aus „Drecksspiel“. Letzteres muss man jedoch nicht zwingend vorher gelesen haben.

In bewährter Weise erzählt er die Geschichte in Form von verschiedenen Handlungssträngen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben – scheinbar. Virtuos führt Martin Krist die Fäden schließlich Stück für Stück zusammen, nachvollziehbar, schlüssig. Doch damit lässt er sich Zeit und der Leser muss Geduld aufbringen, was mir – zugegeben – auch nicht immer leichtfiel. Irgendwann kommt allerdings der Point of no Return, an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legt. Zum Ende hin zieht Martin Krist in puncto Spannung dann nochmal gewaltig an und die Seiten fliegen dem Leser regelrecht um die Ohren.

Eine Sache hat mich über die insgesamt 576 Seiten hinweg allerdings gestört: Die unzähligen Dialoge mit unbeendeten Sätzen und die Gespräche, in denen sich die Protagonisten ständig gegenseitig ins Wort fallen. Es wäre schön, wenn die Darsteller im nächsten Buch ausreden dürften.

Insgesamt hat mich „Engelsgleich“ trotz der Geduldsprobe zu Anfang und des Umstands, dass Martin Krist seinen Figuren so oft das Wort abschneidet, mitgerissen. Erbarmungslos und aufrüttelnd öffnet der Autor damit eine Tür von Berlin, die für Otto Normalverbraucher hoffentlich verschlossen bleibt.

9783548286396_cover © Ullstein Buchverlage

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Zum Buch auf Amazon.de: „Engelsgleich“

Zum Buch auf der Homepage der Ullstein Buchverlage: „Engelsgleich“

Zum Buch auf vorablesen.de: „Engelsgleich“

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Frisch rezensiert: „Drecksspiel“ von Martin Krist

Komplexer Ausflug in die Berliner Unterwelt

Sterne: 4 von 5

Ein Mädchen aus gutem Hause ist verschwunden. Auch nach der Übergabe des stattlichen Lösegeldes in Höhe von zwei Millionen Euro gibt es weder ein Zeichen von ihr noch von den Entführern. Zeitgleich wird eine junge Frau von einem Unbekannten in ihrem Ferienhaus überfallen. Im Bordell „Club Amour“ finden die Putzfrauen unterdessen die grausam zugerichtete Leiche einer Prostituierten.

Der Ex-Polizist David Gross macht sich als privater Ermittler auf die Suche nach dem vermissten Mädchen – und watet dabei immer tiefer hinein in einen erschreckenden Sumpf aus Tod, Kriminalität, Macht, Drogen, Geld und dreckigen Spielen.

Im Thriller „Drecksspiel“ zeigt Autor Martin Krist alias Marcel Feige seine Heimatstadt Berlin von ihrer hässlichsten Seite: Rohe Gewalt und Korruption geben dort den Ton an – und das in allen gesellschaftlichen Schichten. Auch wenn man beim Anblick des umfangreichen Personenregisters auf den ersten Seiten tief durchschnaufen mag, braucht man keine Angst zu haben, in dieser sehr komplexen Geschichte den Faden zu verlieren, denn Martin Krist lässt seine Leser auf den insgesamt 400 Buchseiten nicht allein. Die vielen unterschiedlichen Handlungsstränge sorgen für reichlich Abwechslung und ein durchweg hohes Tempo. Der derbe und raue Umgangston macht es leicht, sich rasch in die brutale Unterwelt Berlins einzufinden.

„Die Mädchenwiese“, Marcel Feiges Debüt als Martin Krist im Jahr 2012, hatte mich bereits restlos begeistert. Deshalb freute ich mich schon sehr auf das neue Werk des Autors. Jedoch kann man die beiden Bücher nicht miteinander vergleichen. Den gruseligen und schaurigen Aspekt, der mir bei „Die Mädchenwiese“ ganz besonders gut gefiel, sucht man in „Drecksspiel“ vergebens. Dafür erhält man im aktuellen Thriller einen ungeschönten Blick auf die kriminellen Machenschaften im hochsommerlichen Berlin.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich fasziniert davon, wie problemlos Martin Krist den Überblick behalten und auf den ersten Blick unmöglich scheinende Querverbindungen zwischen einzelnen Personen und Taten hergestellt hat. Andere Schriftsteller würden aus den unzähligen Geschichten mindestens drei Bände machen. Martin Krist hingegen gelingt das Kunststück, alle in einem einzigen Buch zusammenzufassen. Die spannungsgeladenen Cliffhanger zwischen den einzelnen Szenen erlauben es dabei kaum, das Buch aus der Hand zu legen.

Manche Frage bleibt am Ende allerdings offen. Das aber ist höchstwahrscheinlich mit Bedacht so gewählt, denn im Oktober 2014 wird es den nächsten Thriller um den Privatermittler David Gross geben. Vielleicht bringt Band zwei dieser Reihe dann ein wenig mehr Licht in die geheimnisvolle Vergangenheit des Ex-Polizisten.

DrecksspielBrachte Mordsspannung in meine Weihnachtsfeiertage: „Drecksspiel“ von Martin Krist

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Zum Buch auf www.amazon.de: „Drecksspiel“

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Veröffentlicht in Meine Vorablesen.de-Leseeindrücke

Leseeindruck – Martin Krist: „Drecksspiel“

In dieser Woche stellt http://www.vorablesen.de den neuen Thriller von Martin Krist vor: „Drecksspiel“.

Nachdem ich mir die Leseprobe zu Gemüte geführt habe, bin ich zu folgendem Eindruck gekommen:

Leider kein Vergleich mit „Mädchenwiese“

Sterne: 3 von 5

Als großer Fan von Thrillern aus deutscher Feder habe ich der Leseprobe von Martin Krists neuem Werk „Drecksspiel“ sehnsüchtig entgegengefiebert. Sein Buch „Mädchenwiese“ fand ich großartig. Doch damit legte der Autor die Messlatte natürlich sehr hoch.

„Drecksspiel“ handelt in Berlin und berichtet in mehreren parallelen Erzählsträngen ungefiltert aus dem Milieu: Drogen, Prostitution, Gewalt, Schulden. Die Sprache ist schnoddrig-vulgär, die Wohnungen und der Puff sind versifft. Schon auf der ersten Seite wird ein Mord an einer jungen Frau verübt; weitere Gewalttaten folgen auf dem Fuß. In dieser Leseprobe kommt man nicht zum Verschnaufen. Mit „Mädchenwiese“ ist Martin Krists neues Buch nicht im Ansatz vergleichbar. Anhand des umfangreichen Personenregisters und der vielen Erzählstränge habe ich die Befürchtung, die Geschichte verstrickt sich in ihre eigenen unübersichtlichen Verworrenheiten. Allerdings würde ich dem Buch gern die Chance geben, mich davon zu überzeugen, dass sich durch diese überladen anmutende Story dennoch ein roter Faden zieht.

Zur Leseprobe: „Drecksspiel

Veröffentlicht in Liebling der Woche

♥ Liebling der Woche ♥

Mit seinem Thriller „Die Mädchenwiese“ hat Martin Krist im Sommer 2012 für Gänsehaut gesorgt. Sein Werk „Wut“, das am 10. Juni 2013 bei Ullstein eBooks erscheint, ist der aktuelle Liebling der Woche. Es ist der Auftakt einer (bislang) dreiteiligen Serie um den Berliner Ermittler Paul Kalkbrenner.

Worum geht’s?

Ein perverser Serienmörder wütet in den Katakomben von Berlin

Kommissar Paul Kalkbrenner hat die Schnauze voll. Von der Berliner Sommerhitze und von Idioten, die nicht gestehen wollen und ihn so daran hindern, auch nur einmal pünktlich zu einer Verabredung mit seiner Tochter Jessy zu kommen. Was die Laune seiner Noch-Ehefrau Ellen nicht verbessert. Als in der U-Bahn-Station Potsdamer Platz die übel zugerichteten Leichen einer Prostituierten und ihres Zuhälters gefunden werden, glaubt Kalkbrenner an einen Mord im Milieu. Wenig später taucht ein toter Bauarbeiter auf, und der Fall scheint klar: Ein Zeuge wurde beseitigt. Erst ein weiterer U-Bahn-Mord zeigt, dass ein perverser Serienmörder umgeht. Ausgerechnet jetzt, da alle Welt wegen eines Umweltgipfels auf Berlin schaut. Mit Hilfe des jungen Leif, der bei Obdachlosen Sozialdienst leistet, kommt Kalkbrenner einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, das in den Tunneln und Bunkern unter der Stadt verborgen ist …

Mit exklusivem Zusatzmaterial über die Katakomben und Bunker Berlins!

 

Wut

(Kurzbeschreibung: http://www.amazon.de, Foto: www.martin-krist.de)

Klickt auf das Bild, um direkt zum Buch auf www.amazon.de zu gelangen.

Ein ♥ für den spannungsgeladenen Schreibstil von Martin Krist!

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Frisch rezensiert: „Die Mädchenwiese“ von Martin Krist

Grandioser Spreewald-Thriller

Sterne: 5 von 5

Deutschland am 19. August 2012: Es ist der heißeste Tag des Jahres. Ich liege mit Freunden im Freibad und schnappe mir, als ich aus dem 21 Grad kalten Wasser komme, sofort meine Lektüre: „Die Mädchenwiese“ von Martin Krist. Ein pinkfarbener Aufkleber auf dem Cover verspricht vollmundig: „Garantiert auch bei 36 Grad Gänsehaut“. Ich lese und lese und kann einfach nicht aufhören. Trotz der Hitze hält der Gänsehaut-Slogan sein Versprechen – denn „Die Mädchenwiese“ ist so spannend, dass man zwischen den Kapiteln immer wieder nach Luft schnappt…

Im kleinen Spreewald-Dörfchen Finkenwerda wird die 16-jährige Lisa vermisst. Eine pubertäre Ausreißerin, denkt man sich, die kommt schon wieder. Doch einer wird von Anfang an hellhörig: Der Kneipier Alex Lindner, der vor Jahren in grausigen Mordfällen als Polizist ermittelt hat. Lisa kommt nicht wieder. Vergeblich wartet die Familie auf ein Lebenszeichen. Die Polizei fahndet nach ihr. Als auf einer Lichtung unweit des Dörfchens eine grausam zugerichtete Mädchen-Leiche gefunden wird, die jedoch nicht Lisa ist, nehmen die Ermittlungen an Fahrt auf, denn es gibt erschreckend viele Parallelen zu den Fällen, mit denen Alex Lindner damals zu tun hatte. Der Schlüssel zu allem ist schließlich die einsame und alte Berta Kirchberger, die von allen Dorfbewohnern nur als „alte Hexe“ bezeichnet wird. Zu recht?

Wenn es nach mir ginge, würde auf dem Cover von „Die Mädchenwiese“ noch ein weiterer Aufkleber prangen: „Thriller des Jahres“ nämlich. Und das absolut verdient! Deshalb prasseln meine Beschreibungen zum Buch hier auch nieder wie die dicken Regentropfen eines Sommergewitters: Brillant! Spannend! Meisterlich! Faszinierend! Unglaublich! Atemberaubend! Geschickt! Atmosphärisch! Gruselig gut! Hochinteressant!

Autor Martin Krist legt mit „Die Mädchenwiese“ einen abenteuerlichen Thriller made in Germany vor, in dem sich die Wege der handelnden Personen auf unvorhersehbare Art und Weise kreuzen und verwebt geschickt die einzelnen Erzählstränge miteinander. Absolut grandios!