6 Jahre buchstabenfaengerin – 6 ganz besondere Bücher

6 Jahre

Schock­schwe­re­not! Wo ist bloß die Zeit geblieben? Heute feiert mein Blog buchstabenfaengerin seinen 6. Geburtstag. Dabei kommt es mir so vor, als hätte ich erst vorgestern mit der Bloggerei angefangen.

Passend zum 6. Blog-Jahrestag widme ich heute 6 ganz besonderen Büchern aus sämtlichen Dekaden meines Leser-Lebens meine Aufmerksamkeit. Kommt mit mir auf eine kleine literarische Entdeckungsreise! (Klickt für weitere Informationen einfach das jeweilige Buchcover an.)

Ein Buch, bei dem ich geweint habe

Perth© dtv

Zugegeben, mir kommen beim Lesen eines Buchs oder beim Anschauen eines Films wirklich selten die Tränen. (Okay, von „Titanic“ einmal abgesehen, denn das Schicksal von Jack und Rose hat auch nach dem gefühlt hundertsten Kinobesuch meinen Taschentuchverbrauch exorbitant ansteigen lassen.)

Ein Buch, bei dem ich die Tränen allerdings nicht zurückhalten konnte, war „Perth. Aus dem Leben eines Beagles“. 21 Jahre lebt die Beaglehündin in der Familie des Autors Peter Martin – und in dieser Zeit erleben die Martins mit Perth eine Menge!

Die Geschichte ging mir sehr zu Herzen – was freilich daran liegen mag, dass mein Leben seit 14 Jahren von diesen dickköpfigen, aber unendlich zauberhaften Schlappohrträgerinnen bestimmt bereichert wird.

Mein erster Krimi

Tödliche SturmflutFoto: buchstabenfaengerin/Cover: Schneider-Buch

Ein Junge und seine Freunde in einem abgelegenen Haus an der sturmumtosten Nordseeküste … Keine Frage: „Tödliche Sturmflut“ von Rainer Leukel ist schuld daran, dass aus mir eine leidenschaftliche Krimi- und Thrillerleserin geworden ist. Die düstere Atmosphäre dieser spannenden Geschichte für Jugendliche hat mich damals schwer beeindruckt – und tut es bis heute.

Mein absolutes Lieblingsbuch

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© Ullstein Buchverlage

… ist zu meinem eigenen Erstaunen kein Krimi, auch kein Thriller, sondern ein Roman, der zur Wendezeit in einem Bauerndorf spielt: „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“. Das Debüt von Daniela Krien erschien 2011 – also in dem Jahr, in dem auch mein Blog das Licht der Welt erblickte. Aber das ist nicht der Grund, warum mich dieses Buch so fasziniert. Es ist die poetische Erzählweise der Autorin und der Fakt, dass mich diese Geschichte mit Wucht in meine Kindheit zurückkatapultiert hat.

Ein Buch, das mit Volldampf in die Ecke geflogen ist

TrotzkopfFoto: buchstabenfaengerin/Cover: TOSA Verlag

Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, als ich mir tatendurstig die vollständige Ausgabe des „Trotzkopf“ von Emmy von Rhoden und Else Wildhagen vornahm. Meiner Kleinmädchenschrift im Innenteil des Buches nach zu urteilen, die wichtig verkündet >Dieses Buch gehört: Stephanie Neumaier<, höchstens elf Jahre. Eifrig begann ich zu lesen. Doch schon beim neunten Wort gerieten meine Bemühungen ins Stocken. „Ungestüm“, stand dort. Hä? Hatte ich noch nie gehört. Ich las dieses seltsame Wort wieder und wieder, versuchte es mit verschiedenen Betonungen, aber sein Sinn blieb mir verborgen. Schließlich geriet ich so in Rage, dass der „Trotzkopf“ mit seinen über 450 Seiten mit Volldampf in die nächste Ecke flog und bis heute ungelesen im Regal der Dinge harrt. Inzwischen weiß ich übrigens, was „ungestüm“ bedeutet. 🙂

Ein Buch, das mich zur Serientäterin gemacht hat

Die Zahlen der Toten.jpg© S. FISCHER Verlag GmbH

Es gibt so einige Krimi- und Thrillerreihen, die ich begeistert lese. Aber Linda Castillos Bücher um Polizeichefin Kate Burkholder, die in der Welt der Amischen ermittelt, haben seit Anfang an einen besonders hohen Stellenwert bei mir. Wenn ich durch die Verlagsvorschauen stöbere und dabei Neues aus der Burkholder-Reihe entdecke, wird der „Vorbestellen“-Button in Rekordzeit geklickt. Die glühende Verehrung für die Bücher mit Kate Burkholder teile ich übrigens mit meiner Großcousine Antje. In unserer Familie fließt eben reinstes Thriller-Blut. 🙂

Ein Kochbuch fürs Leben

Kochen© Buchverlag für die Frau

Die erste Auflage von „Kochen“ erschien zwei Jahre vor meiner Geburt und war in der DDR ein echter Knaller. Ich besitze die 31. Auflage aus dem Jahr 2008 und schwöre auf dieses Standardwerk, denn es enthält nicht nur eine schier endlose Anzahl der verschiedensten Rezepte. Besonders gefällt mir, dass in diesem Buch keine bloßen „Bastelanleitungen“ à la „… und jetzt köcheln wir das Ganze in exakt vierzehneinhalb Minuten auf Stufe 3“ enthalten sind, sondern der Koch selbst gefordert ist, indem er die Anweisung „kochen, bis es gar ist“ beherzigt. Mein absolutes Highlight: Die Kochklopse mit Kaperns0ße auf Seite 63.


Nun werde ich im Stillen ein wenig feiern, denn turbulent und aufregend wird es in der nächsten Woche: Am kommenden Donnerstag beginnt die Leipziger Buchmesse und ich werde selbstverständlich mit von der Partie sein. Mein Messetagebuch erwartet Euch, es wird viele exklusive Einblicke, Interviews und Eindrücke geben – und natürlich auch wieder das bewährte Gewinnspiel. 🙂

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Frisch rezensiert: „Bloody Rosemary“ von Katharina M. Mylius

Halb Krimi, halb Reiseführer

Meine Bewertung: ★★★

Bloody Rosemary© Goldfinch Verlag

„The Oxbury“ ist ein Edel-Restaurant in der britischen Universitätsstadt Oxford und zugleich Schauplatz eines Mordes: Die gemeinhin wenig beliebte Inhaberin Rosemary Hogan liegt erstochen in der Küche ihres Lokals. In der Hand hält die Tote einen Rosmarinzweig. Heidi Green und Frederick Collins von der Thames Valley Police begeben sich auf Täter-Suche. Gleich mehrere Verdächtige rücken ins Visier der Ermittler – angefangen bei der Familie des Opfers über die Angestellten des „Oxbury“ bis hin zur Konkurrenz auf kulinarischem Terrain.

„Bloody Rosemary“ ist ein Paradebeispiel des „Who done it“-Krimis. Leser, die gerne rätseln wer der Mörder ist, können ihrer Passion bis zum Ende des Buches ausgiebig fröhnen. Verdächtig ist nämlich nahezu jeder, der mit der streitlustigen Wirtin zu tun hatte.

„Die Toten vom Magdalen College“ lautet der Titel des ersten Falls für die beiden Inspectors Green und Collins. Da es sich aber jeweils um abgeschlossene Fälle handelt, muss man den Erstling nicht gelesen haben, bevor man sich „Bloody Rosemary“ widmet.

Die 1981 geborene Autorin Katharina M. Mylius hat selbst einige Zeit in Oxford gelebt – ein Fakt, den man der Geschichte sofort anmerkt, manchmal nur leider allzu deutlich. Denn die ausführlichen Beschreibungen der altehrwürdigen Gebäude und zur Stadthistorie lassen die eigentliche Story teilweise in den Hintergrund treten. Dadurch ist „Bloody Rosemary“ halb Krimi, halb Reiseführer.

Die Darsteller bleiben allesamt ziemlich blass und konturlos. Weder Frederick Collins noch seine Kollegin Heidi Green sind richtige „Typen“. Geradezu nervig ist aber der bemühte Slang der „The Oxbury“-Angestellten Samuel Fisher und Vanessa Holloway, bei dem ständig Buchstaben und Endungen verschluckt werden. Außerdem nimmt das Privatleben der Hauptfiguren mehr Raum ein als nötig.

Ich musste jedenfalls feststellen: 254 Seiten können sehr lang sein. 229 Seiten davon umfasst der Kriminalroman. Die restlichen Seiten sind mit einem thematisch passenden Anhang versehen: Dort stellt Katharina M. Mylius ausgewählte Rezepte aus der Region Oxfordshire vor. Obwohl die britische Küche im Allgemeinen auf der lukullischen Beliebtheitsskala generell kaum die volle Punktzahl erreichen dürfte, hören sich die meisten Gerichte richtig lecker an. Das „Oxford Beef Stew“ und der „Oxfordshire Bacon Rolypoly Pudding“ stehen schon auf dem Menüplan für die kommenden Wochen.

Krimis lesen und Kochen sind zwei meiner großen Leidenschaften, die das Buch „Bloody Rosemary“ für mich im Vorfeld so interessant gemacht haben. Ganz erfüllen konnten sich meine Erwartungen leider nicht. Die bis zum Ende durchgehend überzeugende Krimihandlung wurde durch die langwierigen Schilderungen über Oxford und das Privatleben der Ermittler leider beeinträchtigt. Schade, da wäre mehr drin gewesen!

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Zum Buch bei Amazon.de: „Bloody Rosemary“

Zum Buch auf der Homepage des Goldfinch Verlags: „Bloody Rosemary“

Zur Homepage der Autorin: Katharina M. Mylius

Zum ersten Buch der Krimi-Reihe auf der Homepage des Goldfinch Verlags: „Die Toten vom Magdalen College“

[Neuerscheinung] „Alles Tofu, oder was?“ von Ellen Berg

Alles neu macht der Mai – unter dieser Überschrift wird am 18.05.2015 mit „Alles Tofu, oder was?“ der inzwischen achte Roman von Ellen Berg erscheinen. Nahtlos reiht er sich in die Liste seiner erfolgreichen Vorgänger ein – das gilt sowohl für das unverwechselbare Cover als auch für den witzigen Inhalt. Diesmal steht die 35-jährige Dana im Mittelpunkt der Geschehnisse. Die Mutter einer kleinen Tochter hat eine Mission: Veganes Essen für alle! Na ja, zunächst einmal für ihre Familie. Doch weder ihr Lebensabschnittsgefährte Paul noch Töchterchen Leonie sind davon begeistert – von Dackelhündin Emma ganz zu schweigen. Als Paul sie dann Hals über Kopf verlässt und ihr Vater mindestens genauso überraschend bei ihr einzieht, ist Dana gelinde gesagt ein wenig überfordert…

Obwohl der Klappentext den Fortgang der Geschichte schon erahnen lässt, bin ich mir sicher, dass alle Freunde des humorvollen Unterhaltungsromans bei „Alles Tofu, oder was?“ auf ihre Kosten kommen werden. Wortspiele wie „… die Vegahnsinnige“ und spritzige Dialoge deuten schon in der kurzen Leseprobe darauf hin, dass Ellen Berg auch in diesem Buch ihrem gewohnten Stil aus Tempo, Esprit, Witz und spitzer Zunge treu bleibt.

Ihre Romane sind stets Einzelstücke – es handelt sich also nicht um eine Fortsetzungsreihe. Dabei scheint die Autorin auf ein schier unerschöpfliches Arsenal an kauzigen und verrückten Protagonisten zurückgreifen zu können. Danas überaus konservativer Vater Herrmann jedenfalls erfüllt schon bei der ersten Begegnung mit dem Leser ziemlich viele Kriterien zur Aufnahme in diese illustre Schar.

Als großer Fan von Ellen Berg bin ich mir sicher, dass sie auch mit „Alles Tofu, oder was?“ ein echtes Spaßfeuerwerk zünden und die Zwerchfelle ihrer Leserschaft gehörig strapazieren wird.

Alles Tofu oder was © Aufbau Verlag

Meine Bewertung der Leseprobe: ★★★★

Ihr wollt Euch selbst ein Bild machen? Hier geht’s zur Leseprobe von „Alles Tofu, oder was?“ – und hier zum Buch bei vorablesen.de.

Wenn Ihr Euch lieber vorlesen lasst, dann ist die Hörprobe das Richtige für Euch. Gelesen wird das Hörbuch von Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, die als  Kölner „Tatort“-Assistentin Franziska bekannt wurde.

Frisch rezensiert: „Leckerbissen“ von Lucy Knisley

Eine humorvolle Ode an das Essen und Genießen

 Sterne: 5 von 5

„Wie willst Du denn ein Kochbuch rezensieren?“ Diese Frage einer lieben Freundin habe ich noch ganz deutlich im Ohr. Ehrlich gesagt, wusste ich es selbst noch nicht so richtig. Über eine Aneinanderreihung von Rezepten eine Buchbesprechung zu machen, stellte ich mir durchaus schwierig vor. Als ich dann „Leckerbissen“ von Lucy Knisley in der Hand hielt, merkte ich, dass diese Sorge absolut unbegründet war. Denn mit ihrem Buch, das den Untertitel „Geschichten und Rezepte aus meinem Leben in der Küche“ trägt, hat Lucy Knisley eine echte Innovation in Sachen Kochlektüre geschaffen: Sie erzählt in dieser Comic-Biografie von ihren Erlebnissen rund ums Essen und Genießen. Wohldosiert streut sie dabei leckere Rezepte ein. Das sind allerdings keine lieblosen Bastelanleitungen nach dem Motto: „30 Minuten bei 175 Grad garen“. Schritt für Schritt und genauso liebevoll illustriert wie kommentiert ermutigt die Autorin auch Küchen-Anfänger zu ersten Schritten am Herd.

Lucy Knisley ist als Tochter zweier Gourmets mit einer unbändigen Leidenschaft zum Genießen aufgewachsen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich in ihrem Buch nur Rezepte finden, für deren Zutaten man zuerst die halbe Welt bereisen und sich darüber hinaus enorm verschulden muss. Mit ihrem fantastischen Spaghetti Carbonara-Rezept beispielsweise tritt sie den Beweis an, dass auch einfaches Essen glücklich machen kann. Ich habe es selbst ausprobiert! Mein Mann und ich waren so begeistert vom Ergebnis, dass es zu orgiastischen Geräuschen am Mittagstisch kam. Das dem Buch beigelegte Rezept-Poster erwies sich dabei als ausgesprochen praktisch. Kleiner Wermutstropfen: Leider sind nur drei der Rezepte aus dem Buch darauf zu finden.

Auch das so oft verteufelte Junkfood hat in Lucy Knisleys Leben seine Daseinsberechtigung. Genau das ist es, was „Leckerbissen“ so besonders macht: Die Autorin spielt sich nicht als Gesundheitsapostel auf, zählt niemals Kalorien und hat eine bestechend ehrliche und entwaffnende Art. Ihr geht es ausschließlich um den Genuss, der schon beim Einkaufen anfängt, beim Kochen intensiviert wird und schließlich bei Tisch vorzugsweise mit lieben Menschen geteilt werden sollte. In 12 Kapiteln reist Lucy Knisley gemeinsam mit dem Leser in ihre Vergangenheit und lässt ihn an zahlreichen Erinnerungen rund um den Genuss teilhaben. Dabei gibt es auch allerhand komische Begegnungen – etwa an der mexikanischen Grenze  oder mit gemeingefährlichen Gänsen auf dem Land.

Mit dem Buch „Leckerbissen“ verhält es sich ähnlich wie beim Kochen: Eine der Hauptzutaten sollte die Liebe sein. Und davon hat Autorin Lucy Knisley wirklich reichlich in ihr zauberhaftes Buch gegeben!

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© Eden Books

Ich danke Eden Books ganz herzlich für das Rezensionsexemplar! Viele Grüße nach Berlin!   

Spaghetti Carbonara

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Beweisfoto: Die leckersten Spaghetti Carbonara, die ich jemals gegessen habe!

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Zum Buch auf www.amazon.de: „Leckerbissen“

Zur Homepage der Autorin (englischsprachig): Lucy Knisley

Zur Homepage des Verlags: Eden Books

Der Februar wird lecker!

Am 16. Februar 2014 wird im Verlag Eden Books ein Buch veröffentlicht, das sowohl lesenden Köchen als auch kochenden Lesern das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt: „Leckerbissen“ von Lucy Knisley.

Die Autorin ist nicht nur die Tochter zweier Gastro-Gourmets und somit gutes Essen von Kindesbeinen an gewöhnt; sie ist auch Comiczeichnerin. Die Hauptzutaten von „Leckerbissen“ entsprechen ganz ihren Leidenschaften: Erlebnisse aus der Küche, schmackhafte Rezepte und viele Comics sind in diesem außergewöhnlichen Buch versammelt. Der Clou ist ein Rezeptposter zum Herausnehmen.

Unter dem Titel „Relish: My Life in the Kitchen“ brachte es die englischsprachige Originalausgabe gar bis zum New York Times Bestseller. Nix mit schnödes Kochbuch also – „Leckerbissen“ ist eine Ode an das Essen und Genießen. Auf diese Neuerscheinung freue ich mich sehr und klappere deshalb schon aufgeregt mit den Topfdeckeln. 🙂

Klickt auf das Coverfoto, um direkt zur Verlagshomepage zu gelangen und mehr über „Leckerbissen“ zu erfahren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA© Eden Books

Frisch rezensiert: „Essen mit Freunden“ von Ilke S. Prick

Luise Blum zaubert am Herd – Ilke S. Prick mit Worten

 Sterne: 5 von 5

Wenn Luise Blum Ärger mit ihrer zickigen Chefin hat, bäckt sie bergeweise Cantuccini. Außerdem lädt sie liebend gern ihre drei besten Freunde zum Essen ein. Kochen, backen, essen und genießen sind Luises Ventile gegen den täglichen Frust im Schreibbüro, in dem sie arbeitet. Als sie allerdings plötzlich ohne Job dasteht, muss sie sich völlig neu ordnen und unterwirft sich einer schmerzhaften Zäsur. Aus dem schlimmsten Weihnachtsfest ihres Lebens geht die Mittvierzigerin jedoch gestärkt hervor, denn nach langen Grübeleien weiß sie, was sie will: Kochen und Menschen glücklich machen. Sie gründet schließlich ihren eigenen Catering-Service „Essen mit Freunden“. Darauf, dass sie dabei so manche Überraschung erlebt, war Luise aber wohl nicht gefasst…

Der Roman „Essen mit Freunden“ von Ilke S. Prick ist wahres Soulfood in Buchform. Sehr charmant, leise und warmherzig, gehaltvoll, aber nie zuviel des Guten – dieses Buch ist das komplette Gegenteil von platter Frauenliteratur. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Ende nicht vorhersehbar war und die Autorin es bis zum Schluss spannend macht, um dann mit einer gelungenen Überraschung für ihre Leserschaft aufzuwarten.

In kurzen appetitlichen Kapiteln, die allesamt nach Gaumenfreuden benannt sind, taucht man in Luises Welt ab. Man kann gar nicht anders, als die Protagonistin von Anfang an zu mögen.

Mit der gleichen unbändigen Leidenschaft, mit der Luise in der Küche zu Werke geht, hat Ilke S. Prick dieses Buch geschrieben. Das spürt man an den feinen Formulierungen, an Sätzen, die man gern zweimal hintereinander liest, weil sie einem wie Eischnee auf der Zunge zergehen. Die Autorin hat ein feines Gespür für stimmungsvolle Situationen und romantische Bilder, für Kleinigkeiten, die das Leben lebenswert machen. Dabei kommt sie ohne jeden Kitsch aus. Luise Blum zaubert am Herd – Ilke S. Prick mit Worten.

„Essen mit Freunden“ ist ein zauberhaftes Buch, das die wichtigsten und schönsten Dinge des Lebens auf den Punkt bringt: Liebe, Freundschaft, Hoffnung, Mut – und gutes Essen.              

Mein Lieblingszitat: „Was also machte sie glücklich? Milchreis mit Zimt und Zucker.“ (Seite 90) 🙂

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Zum Buch auf www.amazon.de: „Essen mit Freunden“

Zur Homepage der Autorin: Ilke S. Prick (Klickt die Gegenstände auf dem Schreibtisch an, um zu den einzelnen Rubriken zu gelangen!)

Zur Homepage des Verlags: Insel Verlag

Mein herzlicher Dank geht an den Insel Verlag für das Rezensionsexemplar und dafür, dass mich das Team auf dieses schöne Buch aufmerksam gemacht hat. Vielen Dank! 

Buchpost vom Insel-Verlag

Wenn man als Bloggerin eine Rezensionsanfrage von einer so renommierten Institution wie dem Insel-Verlag erhält, ist man natürlich schon ein wenig stolz, ganz klar. 🙂 So geschehen in meinem Falle: Insel fragte an, ob ich den Roman „Essen mit Freunden“ von Ilke S. Prick lesen und rezensieren möchte. Nach einem kurzen Blick auf die Story war für mich klar: JA, ICH WILL! 🙂

Heute hat mich nun das liebevoll gepackte Überraschungspäckchen aus dem Insel Verlag erreicht, dessen Inhalt Ihr auf dem Foto seht. Vielen herzlichen Dank dafür! Ich freue mich sehr!

„Essen mit Freunden“ ist am 19. August 2013 erschienen. Wenn Ihr mehr über die passionierte Köchin Luise erfahren wollt, dann klickt hier, um zum Buch auf der Homepage des Verlags zu gelangen.

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