NachLESE: So war die Lesung mit Elisabeth Herrmann am 7. Oktober 2017 im Wasserschloss Klaffenbach

Ein nasskalter Samstagabend. Der Herbst zeigt sich in der Gegend rund um Chemnitz von seiner ungemütlichsten Seite. Deshalb bedankt sich Krimi-Autorin Elisabeth Herrmann zum Auftakt ihrer Lesung am 7. Oktober 2017 bei allen, die trotz des unwirtlichen Wetters den Weg ins Wasserschloss Klaffenbach gefunden haben.

img_7142Das Wasserschloss in Klaffenbach

Die in Berlin lebende Schriftstellerin ist vom Ambiente des Schlosses angetan und verspricht, an diesem Abend nicht zum letzten Mal in Klaffenbach zu sein.

Heute ist sie hier, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mörderische Geständnisse“ aus ihrem aktuellen Kriminalroman „Stimme der Toten“ zu lesen. Es ist der zweite Band aus der Serie um die Tatortreinigerin Judith Kepler.

Stimme der Toten.jpg© Goldmann Verlag
(Ein Klick auf das Cover führt zum Buch auf der Verlagshomepage.)

Die Reihe, verrät Elisabeth Herrmann, war von Beginn an als Trilogie konzipiert. Sechs Jahre, nachdem Band eins mit dem Titel „Zeugin der Toten“ bei Ullstein erschien, wurde „Stimme der Toten“ am 14. August 2017 bei Goldmann veröffentlicht. Auch der dritte und letzte Teil wird im Hause Goldmann erscheinen.

Die Autorin liest einige Passagen aus ihrem aktuellen Kriminalroman vor. Mit ausdrucksstarker Stimme schlüpft Elisabeth Herrmann in die Rollen ihrer Figuren. Im Saal ist es mucksmäuschenstill und man möchte dieser charismatischen Frau am liebsten ewig weiter zuhören.

img_7128-1Elisabeth Herrmann in Klaffenbach

Doch schließlich sollen die Anwesenden dazu animiert werden, das Buch selbst zu lesen. Und deshalb plaudert Elisabeth Herrmann fröhlich aus ihrem Schriftstellerinnen-Leben. Sie erzählt von der Verfilmung des ersten Bands „Zeugin der Toten“, in der Anna Loos Judith Kepler spielte. Sie schwärmt von einem warmherzigen Jan Josef Liefers, der mehrfach den Anwalt Joachim Vernau in den Filmen zu Elisabeth Herrmanns gleichnamiger Krimi-Reihe verkörperte.

Dass ihr Herz auch für Jugendbücher schlägt, ist kein Geheimnis. Sie hat immerhin schon mehrere davon veröffentlicht. Ihr Thriller „Schattengrund“ wird demnächst mit Josefine Preuß in der Hauptrolle verfilmt.

Schattengrund von Elisabeth Herrmann© cbt Verlag
(Ein Klick auf das Cover führt zum Buch auf der Verlagshomepage.)

Elisabeth Herrmanns neuestes Jugendbuch mit dem Titel „Zartbittertod“, dessen Schauplatz die sächsische Stadt Meißen ist, steht schon in den Startlöchern.

Es war ein Abend, an dem die Zeit wie im Flug verging. Und obwohl sie gesundheitlich ein wenig angeschlagen war, nahm sich die Autorin im Anschluss noch Zeit für gemeinsame Fotos mit ihren Fans und natürlich zum Signieren ihrer Bücher.

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Frisch rezensiert: „Lost Boy“ von Johannes Groschupf

Leider nicht so packend wie der erste Teil

Meine Bewertung: ★★★

Lost Boy.jpg

© Oetinger Taschenbuch

Die Faszination für Lost Places, also Orte, die dem Verfall preisgegeben sind, ist ungebrochen. Unzählige Urban Explorer erkunden verlassene Krankenhäuser und Betriebe und veröffentlichen teils atemberaubende Bilder im Netz. Der in Berlin lebende Autor Johannes Groschupf hat seinen Jugendroman „Lost Places“ genau in diese Umgebung eingebettet: Die Freunde Lennart, Kaya, Moe, Chris und Steven machen in einer Fabrikruine eine fürchterliche Entdeckung.

Im zweiten Teil „Lost Boy“, der am 13. Januar 2017 bei Oetinger Taschenbuch erschienen ist, verlegt Johannes Groschupf das Setting in den Berliner Untergrund: stillgelegte U-Bahnhöfe und verwaiste Gleise bilden den Rahmen für die Handlung seines aktuellen Jugendromans. In dem gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus „Lost Places“.

Worum geht es in „Lost Boy“? Lennart wacht auf einem Bahnsteig in Hamburg auf und kann sich an nichts mehr erinnern, nicht einmal  an seinen Namen. Nach und nach sickern bruchstückhafte Erinnerungen in sein Bewusstsein. Eines Tages kommt er schließlich zurück in seine Heimatstadt Berlin. Aus einem Grund, den er nicht kennt, ist ihm der berühmte Underground-DJ Bulgur auf den Fersen. Lennart befindet sich in großer Gefahr …

Johannes Groschupf hat mich mit „Lost Places“ absolut begeistern können. Deshalb habe ich die Fortsetzung „Lost Boy“ mit Spannung erwartet. Die Kulisse in „Lost Boy“ ist wieder einmal etwas ganz Besonderes. Die düstere Atmosphäre der verlassenen U-Bahn-Schächte beschreibt Johannes Groschupf eindrucksvoll. Als Leser hat man absolut keine Probleme damit, sich diese Parallelwelt unter den Straßen Berlins vorzustellen.

Mysteriös und spannend ist die Geschichte von Lennart. Der Nebel um das, was passierte, bevor Lennart ohne Erinnerungen in Hamburg aufwachte, lichtet sich sowohl für die Hauptfigur des Romans als auch für den Leser nur Stück für Stück.

Allerdings konnte mich die Story von „Lost Boy“ nicht so packen wie die des Vorgängers „Lost Places“. So manche Handlung erschien mir außerdem ziemlich unlogisch. Da wird beispielsweise Lennarts Freundin Jule entführt. Anstatt nach ihr zu suchen, gibt er sich erst einmal in aller Ruhe der Musik in einer Disko hin. Auch die Figuren wirkten auf mich im Vergleich zu Teil eins platter und weniger charismatisch.

Deshalb setze ich große Hoffnungen auf den Nachfolger „Lost Girl“, der am 1. September 2017 bei Oetinger Taschenbuch veröffentlicht wird.

→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Lost Boy“

Zum Buchtrailer: „Lost Boy“

Von der Frauenliteratur zum Jugendbuch: Autorin wagt Genre-Wechsel

Der Name Heike Wanner steht für unterhaltsame und ansprechende Frauenliteratur. Mit Romanen wie „Für immer und eh nicht“, „Weibersommer“ und „Rosen Tulpen Nelken“ hat sie ihren Leserinnen schon viele vergnügliche Lesestunden beschert.

Heike Wanner.jpg© Foto: Heike Wanner

Jetzt wagt die in Dortmund geborene Autorin, die in der Nähe von Wiesbaden lebt, den Sprung in ein anderes Fach. Am 7. September 2017 wird ihr erster Jugendroman mit dem Titel „Du + Ich = Liebe“ bei EDEL Elements erscheinen.

Schon jetzt hatten mehr als 30 TestleserInnen die Chance, das vollständige Manuskript unter die Lupe zu nehmen und ihre Meinung dazu abzugeben – noch bevor es ins Lektorat geht.

Ich war eine der Glücklichen und erlaube mir an dieser Stelle einen guten Rat: Verpasst dieses Buch nicht!

 Doch worum geht es eigentlich?

Nika ist siebzehn, temperamentvoll und hat immer einen Plan – bis sie den querschnittgelähmten Ben trifft. Der findet nach seinem schweren Unfall gerade erst zurück in den Alltag und will eigentlich nur seine Ruhe haben. Durch Zufall landet Nika mitten in Bens Leben – und mischt es kräftig auf! Plötzlich ist alles anders: Aus einem ersten Kuss wird die große Liebe und der Traum von einer gemeinsamen Zukunft. Doch dann stellt sich ihnen das Schicksal in den Weg…
© Klappentext: EDEL Elements

Aber die exklusive Testleser-Aktion war dem digitalen Verlag EDEL Elements nicht genug. Bei Facebook und Instagram kann man aktuell sogar für sein Lieblingscover abstimmen. Diese farbenfrohen Entwürfe hat das Kreativteam um Verlagsleiterin Karla Paul aus dem Hut gezaubert:

Coverabstimmung.png© EDEL Elements

Keine leichte Entscheidung, denn schön sind sie alle. Letztlich habe ich mich für Nummer 3 entschieden. Auch Heike Wanner selbst hat schon abgestimmt, aber noch ist streng geheim, welchen Entwurf sie gewählt hat. Schließlich soll ja durch ihre Entscheidung niemand beeinflusst werden.

Welches Cover ist Euer Favorit? Gebt jetzt bei Facebook und Instagram Eure Stimme ab.

Leipziger Buchmesse 2017, Tag 3: Mein Messe-Tagebuch

Samstagvormittag, 10:00 Uhr in Leipzig: Im Congress Center Leipzig (CCL) tummeln sich in einem der Veranstaltungsräume viele junge, vorwiegend weibliche Menschen.

Die beiden Kinder- und Jugendbuchverlage CARLSEN und Thienemann-Esslinger hatten  zum Bloggerempfang #BCT17 geladen.

Zum Anbeißen: Die äußerst leckeren Cupcakes waren mit Mini-Buchcovern verziert

Dort wurde nicht nur ein kleiner Ausblick auf das Herbstprogramm beider Häuser geboten, auch drei Autorinnen und ein Autor waren eingeladen, um ihre neuesten Bücher vorzustellen und zu signieren. Das waren (bitte auf das jeweilige Cover klicken, um mehr über das Buch zu erfahren):

Laura Kneidl, „Water & Air“

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© CARLSEN Verlag

Rena Fischer, „Chosen – Die Bestimmte“
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© Thienemann Esslinger

Tanja Voosen, „Nova und Avon – Mein böser böser Zwilling“

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© CARLSEN Verlag

Björn Springorum, „Spiegel des Bösen“

Spiegel des Bösen
© Thienemann Esslinger

Besonders gut beim Publikum kam Björn Springorum an, der mit seiner witzigen Art schnell die Sympathien auf seiner Seite hatte. Er erzählte, dass er sich beim Schreiben seines Horror-Fantasy-Romans „Spiegel des Bösen“ >>unfassbar gegruselt<< habe. Zu Recherchezwecken hat er Stephen Kings „Shining“ gelesen. Diesen Klassiker fand er derart zum Fürchten, dass er das Buch selbst am helllichten Tag zuklappen musste. Außerdem leidet der 1982 geborene Autor an einer ausgewachsenen Arachnophobie, der Panik vor Spinnen.

An dieser Stelle gebührt den Organisatorinnen des #BCT17-Happenings nochmal ein ganz großes Dankeschön!

Mit Björn Springorum

Mit Tanja Voosen

Am Mittag quetschte ich mich kopfschüttelnd durch Halle 3, denn eine schier nicht enden wollende Schlange wand sich durch die Gänge: Sebastian Fitzek signierte seine Bücher und zog seine Fans in Scharen an.

Doch ich hatte ein anderes Ziel, nämlich den Messestand der Verlagsgruppe Random House. Dort traf ich mich zum Interview mit Susanne Kliem, um mit ihr über ihren aktuellen Psychothriller „Das Scherbenhaus“ zu plaudern. Das Interview erscheint in den nächsten Tagen hier auf meinem Blog, aber so viel sei schon verraten: Es war eine tolle Begegnung!

Mit Susanne Kliem

Nachdem ich wegen der Menschenmassen eine gute Viertelstunde gebraucht hatte, um von Halle 3 in Halle 4 zu pilgern, empfing mich am Stand von HarperCollins Germany ein anrührendes Bild: Ganz oben im Regal standen sie in trauter Eintracht und schienen „Hallo Mama!“ zu rufen: Die beiden ersten Bände der Montana Dreams-Reihe von Jennifer Ryan. Bei diesen Büchern wurde mir die große Ehre des Erstlektorates zuteil und ich war sehr bewegt, als ich sie so da stehen sah.

Es gab aber noch mehr Grund zur Freude: Wir feierten ein kleines #HELLGOLAND-Wiedersehen (leider nur zu zweit, aber immerhin).

Meine #HELLGOLAND-Liiiiiiiiiisa!!!

Außerdem hat HarperCollins erst gestern bei der Verleihung des BuchMarkt-AWARDS 2017 Gold in der Kategorie Event/Promotion/Guerilla für die #HELLGOLAND-Kampagne abgeräumt.

img_1307-1 © HarperCollins

Der Nachmittag gehörte LovelyBooks, denn die beliebte Leseplattform hatte auch in diesem Jahr wieder zum großen Lesertreff geladen. Zu Gast war Anne Freytag, die in gewohnt lockerer Manier über ihr neues Jugendbuch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ sprach.

Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag
© Heyne Verlag

Und nun sitze ich hier im Pressezentrum, schreibe diesen Beitrag und dabei wird mir klar, dass die Leipziger Buchmesse 2017 für mich gleich vorbei ist. Morgen geht es wieder nach Hause. Es war wieder einmal eine unglaublich bereichernde und irrsinnig tolle Zeit mit vielen neuen Begegnungen und fröhlichen Wiedersehen, aber ganz ehrlich: Irgendwann leidet man an Reizüberflutung. Und deshalb freue ich mich darauf (so superschön die drei Tage in Leipzig auch wieder waren), nach Hause zu fahren, Mann und Hund in die Arme zu schließen und endlich Zeit für all die Bücher zu haben, die mit mir gemeinsam morgen die Messestadt verlassen werden.

* GEWINNSPIEL *

Zapfig von Felicitas Gruber© DIANA Verlag

Hier sind die letzten Buchstaben des diesjährigen Buchmesse-Gewinnspiels. Unter jedem meiner Messetagebuch-Einträge findet Ihr sie. In der richtigen Reihenfolge ergeben sie zusammengesetzt ein Lösungswort, mit dem Ihr an der Verlosung eines nagelneuen Exemplars des Krimis „Zapfig“ von Felicitas Gruber teilnehmen könnt.

R N A L R


Gewinnspielformular


Teilnahmebedingungen: 

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis “Zapfig” von Felicitas Gruber, nagelneu und ungelesen. Danke an den DIANA Verlag!

2. Das Gewinnspiel läuft im Zeitraum vom 23. März 2017 bis zum 4. April 2017, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen müssen die Buchstaben unter jedem der Messetagebuch-Einträge in die richtige Reihenfolge gebracht, zum Lösungswort zusammengesetzt und das Gewinnspielformular unter dem Tagebucheintrag von Tag 3 (Samstag) vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 5. April 2017 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Teilnahmeformulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Teilnahmeformulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Viel Glück!

Leipziger Buchmesse 2017, Tag 1: Mein Messe-Tagebuch

Habe ich wirklich gesagt, der Donnerstag sei der ruhigste Messetag? Ob dieser Feststellung beschleichen mich leise Zweifel, als ich am Mittag die Halle 1 betrete: Mangafreaks und Schulklassen tummeln sich dort zuhauf.

Mein erster Anlaufpunkt in diesem Jahr ist der Stand des buchjournals in Halle 5. Dort gibt es nämlich einen sagenhaften Automaten: Den BuchProfiler. Einfach freundlich in die Kamera lächeln – und schon spuckt das Maschinchen mittels Gesichtserkennung eine Buchempfehlung aus.

Auweia …

Mein lieber Freund Klaus lag mit seiner Wette übrigens daneben, denn er war fest davon überzeugt, bei mir müsse es sich bei der Buchempfehlung in jedem Fall um ein Kochbuch handeln. Tatsächlich war es aber „Burli“ von Bernd Fischerauer. Ich muss zugeben, von diesem Buch hatte ich noch nie gehört. Ist auch kein Drama, denn der Roman erschien erst am 27. Februar 2017. Und darum geht es:

Der Teenager Adolf Wretschnig lebt im Graz der Nachkriegszeit. Er hat eine kleine Schwester, sein Vater ist Keksvertreter, seine Mutter Hausfrau. Das Leben könnte friedlich verlaufen für den Buben. Wäre da nicht die Sache mit der Vergangenheit seines Vaters, die sich Adolf, von allen Burli genannt, nach und nach bedrohlich erschließt. Da gibt es geheimnisvolle Fremde, die plötzlich an der Tür klingeln, eine verführerische Nachbarin, Erwachsene, die immer ein Geheimnis mehr haben, als Burli durchschaut, aber auch seine erste große Liebe Wiltrud und seinen Onkel Hubert, den Antifaschisten und Kinobetreiber. Am Ende kommt es zu einem großen Showdown – die Geheimnisse der Erwachsenen aber lassen sich weiterhin nur erahnen.

© Cover und Klappentext: Picus Verlag

Okay, wahrscheinlich lag es an dem Schlagwort „Keksvertreter“. 🙂

In Halle 2 lauschte ich anschließend Ulla Scheler bei der Lesung aus ihrem Jugendbuch „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“.


Danach betraten Andrea Badey und Claudia Kühn die Lesetreff-Bühne und lasen abwechselnd und gut gelaunt aus ihrem sensationellen Jugendroman „Strom auf der Tapete“.

Die beiden Autorinnen sind ein unglaublich sympathisches Duo Infernale.

Claudia Kühn, ich und Andrea Badey nach der Lesung

Im Forum Literatur „buch aktuell“ gewährte J. R. Dos Santos Einblicke in seinen 608 Seiten starken Roman „Das Einstein Enigma“, bevor Autorin Marina Heib und Marcus Naegele von Heyne Hardcore/Heyne Encore dem Publikum den grandiosen Thriller „Drei Meter unter Null“ vorstellten.

J. R. Dos Santos (rechts)

Marina Heib und Marcus Naegele

Marina Heib, die hauptsächlich Drehbücher für Fernsehserien verfasst, hat mit dem Schreiben von düsteren Krimis und Thrillern einen Ausgleich zur „Heile Telenovela-Fernsehwelt“ gefunden, wie sie sagt. Nach der Lesung nahm sie sich Zeit für das Signieren ihres neuen Buchs.

Marina Heib und ich

Im Pressezentrum gönnte ich mir im Anschluss einen leckeren Milchreis (eins der Messehighlights in jedem Jahr), bevor der erste Tag auf der Leipziger Buchmesse sich dem Ende neigte.

Pause: Milchreis und Käffchen 

Es war also ein vergleichsweise ruhiger und entspannter erster Messetag. Morgen wird es dann nicht mehr so sein, denn es stehen einige Termine und Treffen, auf die ich mich sehr freue, in meinem Kalender.

* GEWINNSPIEL *

Zapfig von Felicitas Gruber©DIANA Verlag

Auch in diesem Jahr gibt es wieder das bewährte Buchmesse-Gewinnspiel. Bei mir sammelt Ihr keine Treuepunkte, sondern natürlich Buchstaben. Hier sind die ersten Buchstaben des diesjährigen Buchmesse-Gewinnspiels. Unter jedem meiner Messetagebuch-Einträge findet Ihr sie. In der richtigen Reihenfolge ergeben sie zusammengesetzt ein Lösungswort, mit dem Ihr an der Verlosung eines nagelneuen Exemplars des Krimis „Zapfig“ von Felicitas Gruber teilnehmen könnt.

M I O M

Teilnahmebedingungen: 

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis “Zapfig” von Felicitas Gruber, nagelneu und ungelesen. Danke an den DIANA Verlag!

2. Das Gewinnspiel läuft im Zeitraum vom 23. März 2017 bis zum 4. April 2017, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen müssen die Buchstaben unter jedem der Messetagebuch-Einträge in die richtige Reihenfolge gebracht, zum Lösungswort zusammengesetzt und das Gewinnspielformular unter dem Tagebucheintrag von Tag 3 (Samstag) vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 5. April 2017 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Teilnahmeformulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Teilnahmeformulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Viel Glück!

6 Jahre buchstabenfaengerin – 6 ganz besondere Bücher

6 Jahre

Schock­schwe­re­not! Wo ist bloß die Zeit geblieben? Heute feiert mein Blog buchstabenfaengerin seinen 6. Geburtstag. Dabei kommt es mir so vor, als hätte ich erst vorgestern mit der Bloggerei angefangen.

Passend zum 6. Blog-Jahrestag widme ich heute 6 ganz besonderen Büchern aus sämtlichen Dekaden meines Leser-Lebens meine Aufmerksamkeit. Kommt mit mir auf eine kleine literarische Entdeckungsreise! (Klickt für weitere Informationen einfach das jeweilige Buchcover an.)

Ein Buch, bei dem ich geweint habe

Perth© dtv

Zugegeben, mir kommen beim Lesen eines Buchs oder beim Anschauen eines Films wirklich selten die Tränen. (Okay, von „Titanic“ einmal abgesehen, denn das Schicksal von Jack und Rose hat auch nach dem gefühlt hundertsten Kinobesuch meinen Taschentuchverbrauch exorbitant ansteigen lassen.)

Ein Buch, bei dem ich die Tränen allerdings nicht zurückhalten konnte, war „Perth. Aus dem Leben eines Beagles“. 21 Jahre lebt die Beaglehündin in der Familie des Autors Peter Martin – und in dieser Zeit erleben die Martins mit Perth eine Menge!

Die Geschichte ging mir sehr zu Herzen – was freilich daran liegen mag, dass mein Leben seit 14 Jahren von diesen dickköpfigen, aber unendlich zauberhaften Schlappohrträgerinnen bestimmt bereichert wird.

Mein erster Krimi

Tödliche SturmflutFoto: buchstabenfaengerin/Cover: Schneider-Buch

Ein Junge und seine Freunde in einem abgelegenen Haus an der sturmumtosten Nordseeküste … Keine Frage: „Tödliche Sturmflut“ von Rainer Leukel ist schuld daran, dass aus mir eine leidenschaftliche Krimi- und Thrillerleserin geworden ist. Die düstere Atmosphäre dieser spannenden Geschichte für Jugendliche hat mich damals schwer beeindruckt – und tut es bis heute.

Mein absolutes Lieblingsbuch

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© Ullstein Buchverlage

… ist zu meinem eigenen Erstaunen kein Krimi, auch kein Thriller, sondern ein Roman, der zur Wendezeit in einem Bauerndorf spielt: „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“. Das Debüt von Daniela Krien erschien 2011 – also in dem Jahr, in dem auch mein Blog das Licht der Welt erblickte. Aber das ist nicht der Grund, warum mich dieses Buch so fasziniert. Es ist die poetische Erzählweise der Autorin und der Fakt, dass mich diese Geschichte mit Wucht in meine Kindheit zurückkatapultiert hat.

Ein Buch, das mit Volldampf in die Ecke geflogen ist

TrotzkopfFoto: buchstabenfaengerin/Cover: TOSA Verlag

Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, als ich mir tatendurstig die vollständige Ausgabe des „Trotzkopf“ von Emmy von Rhoden und Else Wildhagen vornahm. Meiner Kleinmädchenschrift im Innenteil des Buches nach zu urteilen, die wichtig verkündet >Dieses Buch gehört: Stephanie Neumaier<, höchstens elf Jahre. Eifrig begann ich zu lesen. Doch schon beim neunten Wort gerieten meine Bemühungen ins Stocken. „Ungestüm“, stand dort. Hä? Hatte ich noch nie gehört. Ich las dieses seltsame Wort wieder und wieder, versuchte es mit verschiedenen Betonungen, aber sein Sinn blieb mir verborgen. Schließlich geriet ich so in Rage, dass der „Trotzkopf“ mit seinen über 450 Seiten mit Volldampf in die nächste Ecke flog und bis heute ungelesen im Regal der Dinge harrt. Inzwischen weiß ich übrigens, was „ungestüm“ bedeutet. 🙂

Ein Buch, das mich zur Serientäterin gemacht hat

Die Zahlen der Toten.jpg© S. FISCHER Verlag GmbH

Es gibt so einige Krimi- und Thrillerreihen, die ich begeistert lese. Aber Linda Castillos Bücher um Polizeichefin Kate Burkholder, die in der Welt der Amischen ermittelt, haben seit Anfang an einen besonders hohen Stellenwert bei mir. Wenn ich durch die Verlagsvorschauen stöbere und dabei Neues aus der Burkholder-Reihe entdecke, wird der „Vorbestellen“-Button in Rekordzeit geklickt. Die glühende Verehrung für die Bücher mit Kate Burkholder teile ich übrigens mit meiner Großcousine Antje. In unserer Familie fließt eben reinstes Thriller-Blut. 🙂

Ein Kochbuch fürs Leben

Kochen© Buchverlag für die Frau

Die erste Auflage von „Kochen“ erschien zwei Jahre vor meiner Geburt und war in der DDR ein echter Knaller. Ich besitze die 31. Auflage aus dem Jahr 2008 und schwöre auf dieses Standardwerk, denn es enthält nicht nur eine schier endlose Anzahl der verschiedensten Rezepte. Besonders gefällt mir, dass in diesem Buch keine bloßen „Bastelanleitungen“ à la „… und jetzt köcheln wir das Ganze in exakt vierzehneinhalb Minuten auf Stufe 3“ enthalten sind, sondern der Koch selbst gefordert ist, indem er die Anweisung „kochen, bis es gar ist“ beherzigt. Mein absolutes Highlight: Die Kochklopse mit Kaperns0ße auf Seite 63.


Nun werde ich im Stillen ein wenig feiern, denn turbulent und aufregend wird es in der nächsten Woche: Am kommenden Donnerstag beginnt die Leipziger Buchmesse und ich werde selbstverständlich mit von der Partie sein. Mein Messetagebuch erwartet Euch, es wird viele exklusive Einblicke, Interviews und Eindrücke geben – und natürlich auch wieder das bewährte Gewinnspiel. 🙂

Frisch rezensiert: „Strom auf der Tapete“ von Badey/Kühn

Herrlich abgedrehter Jugendroman mit ernstem Kern

Meine Bewertung: ★★★★★

Strom auf der Tapete.jpg© BELTZ & Gelberg

In Frankfurt an der Oder boxt nicht gerade der Papst, um es mit den Worten von Ron Robert Ranke zu sagen. Außer der dortigen Plattenbausiedlung, in der er mit seiner Mutter wohnt, hat der Hauptdarsteller des Jugendromans „Strom auf der Tapete“ noch nicht viel von der Welt gesehen. Das ändert sich an seinem 16. Geburtstag. Gemeinsam mit seiner sonderbaren Klassenkameradin Clara, die an den Rollstuhl gefesselt ist, fährt er hinaus in die große weite … Na ja, immerhin nach Letschow, ein verträumtes Nest an der polnischen Grenze, wo Ron Robert seinen Vater zu finden hofft.

„Strom auf der Tapete“ von Andrea Badey und Claudia Kühn (schrieb unter anderem die Romane „Türkisch für Anfänger“ und „Banklady“) ist ein herrlich abgedrehtes Jugendbuch, das auch erwachsenen Lesern eine Menge Spaß bereitet. In erster Linie ist das der wunderbaren Figur des Ron Robert Ranke alias Dicki zu verdanken, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Obwohl er nur selten duscht, ist Ron Robert ein echter Gentleman und stiehlt sich deshalb mitten ins Leserherz. Selbst die Nebendarsteller (wie etwa die böse Nachbarin Frau Müller) sind bis ins Detail ausgefeilt und strotzen nur so vor Lebendigkeit.

Mit authentischem Jugendsprech, kanonenfeuerähnlichen Dialogen und vielen kleinen Skurrilitäten, mit denen das 192-seitige Buch gespickt ist, lassen Andrea Badey und Claudia Kühn mit „Strom auf der Tapete“ das Zwerchfell des Lesers erbeben. Ron Robert zum Beispiel ist neben der Schule als An- und Verkäufer tätig und handelt sowohl mit Klopapier als auch mit abgelaufenem Dosengemüse. Seine wohnungslose Freundin aus der Plattenbausiedlung, die Bushäuschenkaiserin, bedenkt er dabei hin und wieder mit kleinen Geschenken aus seinem Imperium.

Und doch steckt hinter all den kuriosen und amüsanten Begebenheiten und Personen eine ernste Geschichte. Rons Mutter Peggy gibt sich in der Plattenbau-Tristesse dem Alkohol und wechselnden Männerbekanntschaften hin, während Clara ihre superreichen und immerzu beschäftigten Eltern so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Aber Ron Robert und Clara wären nicht Ron Robert und Clara, wenn sie die Köpfe hängen ließen und jammern würden. Denn bei den beiden ist immerhin mächtig Strom auf der Tapete.

* * *

„Strom auf der Tapete“ wurde mit dem Peter Härtling-Preis, einem Literaturpreis für Kinder- und Jugendliteratur, der seit 1984 verliehen wird, ausgezeichnet und erschien am 13. März 2017 bei Beltz & Gelberg.


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MESSETERMIN!

Die Autorinnen Andrea Badey und Claudia Kühn lesen am Donnerstag, dem 23. März 2017 ab 14:00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse im Lese-Treff, Halle 2, F 312/G 312 aus ihrem Buch „Strom auf der Tapete“.


→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Strom auf der Tapete“

Zu den Webseiten der Autorinnen: Andrea Badey und Claudia Kühn