Frisch rezensiert: „Rübermachen“ von Ingmar und Juliane Stadelmann

Ein australischer Sittich und die letzten Tage der DDR

Meine Bewertung: ★★★★

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© Verlagsgruppe Droemer Knaur

Mit dem Eingesperrtsein kennt er sich aus: BöRDie, ein australischer Großsittich, den es von Down Under ausgerechnet in die bröckelnde DDR verschlägt. Die Zeiten sind unruhig: Obwohl die Mauer zwar bereits gefallen ist, steht die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten noch aus. Bei Familie Günthersen in Sandelshausen findet BöRDie sein neues Zuhause. Gemeinsam mit Rainer, Hedda, Hanno, Jana und Oma Trudi erlebt der schräge Vogel viele skurrile Abenteuer und den Aufbruch in eine neue Zeitrechnung.

Der Kabarettist und Comedian Ingmar Stadelmann und seine Schwester Juliane haben mit „Rübermachen“ im wahrsten Sinne des Wortes einen „Roman aus der Vogelperspektive“ – so lautet auch der Untertitel – verfasst. Erschienen ist das 272 Seiten starke Buch am 2. Mai 2017 bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur. Die Hauptfigur, der Sittich BöRDie, schlüpft in die Rolle des Erzählers. Manchmal kommt er ein wenig selbstverliebt daher, aber sympathisch ist der gefiederte Einwanderer allemal. Seine verwunderten Reaktionen auf die DDR, ihre Bewohner und deren Gepflogenheiten sorgen für einige Lacher. Dabei kommt das Autoren-Duo nicht gänzlich ohne Vorurteile aus. Die in der DDR beliebte Freikörperkultur dehnt das Geschwisterpaar sehr weit, denn Vater Rainer ist Mitglied im Nackt-Kegelclub. Auch die kollektive Ratlosigkeit bei der ersten Begegnung mit einer Artischocke ist bezeichnend. Allerdings führen die Geschwister Stadelmann ihre Protagonisten nicht vor. Sie necken sie eher mit einem liebevollen Augenzwinkern.

Die aufregende Zeit des Umbruchs, die viele Chancen, aber auch eine Menge Ungewisses bereithält, haben die Autoren mit einer unglaublichen Authenzität eingefangen.

Obwohl sich der Humor durch diese Familiengeschichte zieht wie ein roter Faden und sich schmissige Dialoge mit herrlich kuriosen Szenen abwechseln, gibt es auch leisere Töne und mitunter sogar Passagen, die nachdenklich stimmen. Deshalb ist „Rübermachen“ mehr als nur leichte Lesekost zum Zeitvertreib. Mit ihrem heiteren Roman haben Ingmar und Juliane Stadelmann einer ganz besonderen Zeit in der Geschichte Deutschlands ein kleines Denkmal gesetzt.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Rübermachen“

Zur Homepage des Autors: Ingmar Stadelmann

Frisch rezensiert: „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske

Spritzige Familienkomödie

Gustaf - Alter Schwede

© HarperCollins

Meine Bewertung: ★★★★★

Dass Claus Vaske Drehbücher und Texte für verschiedene Comedy-Formate wie beispielsweise „Kalkofes Mattscheibe“ schreibt, merkt man seinem aktuellen Roman „Gustaf – Alter Schwede“ sofort an. Denn diese humorvolle Geschichte läuft vor dem Auge des Lesers ab wie ein höchst unterhaltsamer Fernsehfilm zur besten Sendezeit. Erschienen ist das gute Stück am 6. Februar 2017 bei HarperCollins. Das von Lübbe Audio produzierte Hörbuch spricht übrigens Hella von Sinnen.

Kernstück des Romans ist die vierköpfige Familie Baumann, die nach langer beschwerlicher Suche endlich ihr Traumhaus gefunden hat – oder sollte man besser sagen: ihre Traumvilla? Zu einem echten Schnäppchenpreis erstehen sie das altehrwürdige Anwesen im rheinländischen Rotthoven. Doch schon bald gehen seltsame Dinge vor sich. Wer klimpert des Nachts mit den Weinflaschen herum? Wer bedient sich heimlich am Lieblings-Stinkekäse von Mama Saskia? Und warum ist der Bierkasten ständig leer?

Die Baumanns trauen ihren Augen kaum, als sie den Verursacher all dieser merkwürdigen Begebenheiten eines Nachts vor sich sehen: Einen über vierhundert Jahre alten Zausel mit Stulpenstiefeln samt Hut in bester Musketier-Manier, der lispelt und mit schwedischem Akzent spricht. Das ist kein Geringerer als Gustaf, der Hausgeist, die relativ unerfreuliche Gratiszugabe zum neuen Heim.

Die Charaktere in Claus Vaskes neuem Roman wirken so lebensecht, als würden sie jeden Moment den Buchseiten entsteigen. Spritzige Dialoge und große als auch kleine Katastrophen sorgen für eine Menge Abwechslung, Action und fröhliches Gelächter beim Leser. Dabei nimmt der Autor klassische Alltagsprobleme und so manches Vorurteil mit einem Augenzwinkern aufs Korn: Der trinkfreudige Schwede, die schmollende Teenie-Tochter oder die sexuell ermattete Ehe der Eltern Baumann sind da nur ein paar Beispiele.

Mit „Gustaf – Alter Schwede“ hat der in Bonn lebende Autor Claus Vaske einen unterhaltsamen Roman verfasst, der vor Humor nur so strotzt und den Leser für die Dauer von 240 Buchseiten dem Alltag entfliehen lässt.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Gustaf – Alter Schwede“

Zum Hörbuch: „Gustaf – Alter Schwede“

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Frisch rezensiert: „Zapfig“ von Felicitas Gruber

Mord in der Brauerei: Ein spritzig-erfrischender Krimi-Genuss 

Meine Bewertung: ★★★★★

 © Diana Verlag

Zapfig ist es in diesem Februar in München – und damit ist nichts anderes als „eiskoid“ gemeint. Bei Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und ihrer Kollegenschar geht es trotzdem heiß her: Erst werden sie in die Wohnung einer jungen Frau gerufen, die tot in ihrem Badezimmer liegt. Nur kurz darauf wird deren Schwiegermutter in spe ertrunken in einem Braukessel aufgefunden. Auffällig: Beide Todesfälle sind mit der Münchner Brauerei „Rößlbier“ verknüpft. Die Tote aus dem Bad, Nathalie Grimm, war die Sekretärin, während es sich bei der Leiche aus dem Braukessel um keine Geringere als „Rößlbier“-Chefin Uschi Roßhaupter handelt. Und obwohl die Kripo um Großstadtcowboy Joe Lederer ohnehin schon genug mit ihren Ermittlungen zu tun hat, ahnt noch niemand, dass die mysteriöse Mordserie im Münchner Braugewerbe so schnell kein Ende nehmen wird …

Dr. Sofie Rosenhuth geht in „Zapfig“ schon zum vierten Mal gemeinsam mit ihrem On-Off-Ex-Mann Joe Lederer auf Mördersuche – sehr zur Freude ihrer zahlreichen Fans.

Das Autoren-Duo Felicitas Gruber, bestehend aus den beiden Münchner Schriftstellerinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, lässt auch mit ihrem vierten Krimi aus dieser Reihe die Herzen ihrer Leserinnen und Leser höher schlagen. Die liebenswürdig-chaotische Dr. Sofie Rosenhuth präsentiert sich einmal mehr in Bestform. Aber auch mit den anderen lieb gewonnenen Figuren gibt es ein Wiedersehen: Macho Joe Lederer gibt sich alle Mühe, um in der Gunst seiner Sofie ja nicht zu sinken, Tante Vroni kuriert am Chiemsee unter zig Araberinnen ihr kaputtes Knie aus, während Sofies Assistent Spike Vaterfreuden entgegensieht. Auch Mops Murmel und die eisige „Dr. Iglu“ Elke Falk, ihres Zeichens Chefin der Rechtsmedizin, fehlen nicht.

Aber nicht nur die wieder einmal in den schillerndsten Farben erstrahlenden Charaktere machen „Zapfig“ zu einem humorvollen Krimivergnügen, sondern auch der überzeugende Plot. Bis zum Ende darf geknobelt werden, wer hier wen auf dem Gewissen hat.

Langweilig wird es schon wegen der vielen kleinen Nebengeschichten nicht, die den Puls der Zeit wiedergeben: Sofie und Joe suchen eine bezahlbare Wohnung (was in München ein nahezu aussichtsloses Unterfangen ist), während der aus Aleppo geflüchtete Faris mit Ablehnung und einem gewalttätigen Übergriff zu kämpfen hat. Doch trotz dieses ernsten Themas kommt der Humor in „Zapfig“ nicht zu kurz. Gleiches gilt für den bayerischen Dialekt. Aber keine Sorge: Es braucht kein Glossar, um die Dialoge ins Hochdeutsche zu übersetzen.

Die Krimis um Dr. Sofie Rosenhuth sind nicht allein wegen ihrer herzallerliebsten Figuren, des Frohsinns, des federleichten Schreibstils von Felicitas Gruber und der typisch bayerischen Machart etwas Besonderes, sondern auch, weil die beiden Autorinnen dank fachkundigem Rat wieder einmal mit viel rechtsmedizinischem Know-How aufwarten.

Da „Zapfig“ erst am 13. Februar 2017 erschienen ist, wird Band fünf wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude …


***GEWINNSPIEL***

Noch bis zum 4. April 2017 könnt Ihr beim aktuellen Gewinnspiel mitmachen. Mit ein bisschen Glück gehört Euch bald ein Exemplar des Krimis „Zapfig“. Das Gewinnspielformular und weitere Infos findet Ihr hier.


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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Zapfig“

Zur Homepage der Autorinnen: Brigitte Riebe

Eberhofer-Film Nr. 3 kommt auf DVD – Ihr könnt hier das Buch gewinnen!

Sie sind längst Bestseller: Die Provinzkrimis um den schrulligen Polizeiwachtmeister Franz Eberhofer, der in seinem Heimatort Niederkaltenkirchen (mehr oder weniger) für Recht und Ordnung sorgt. Acht Bücher umfasst die Krimi-Reihe von Autorin und Eberhofer-Erfinderin Rita Falk inzwischen. Erst in diesem Monat erschien mit „Weißwurstconnection“ der neueste Fall für den Franz.

Verfilmt wurden mit „Dampfnudelblues“, „Winterkartoffelknödel“ und zuletzt „Schweinskopf al dente“ bereits drei der Bücher.

Jedes Mal kurz nach Kinostart habe ich mir meinen Mann geschnappt und mit ihm die sächsisch-bayerische Landesgrenze überquert, um Sebastian Bezzel, der einen grandiosen Franz Eberhofer abgibt (obwohl ich mich zugegebenermaßen anfangs mit ihm schwer getan habe), auf der Leinwand im Central-Kino Hof zu erleben. Denn obwohl die Bücher der Kult-Krimireihe deutschlandweit echte Kassenschlager sind, werden mit den Filmen hauptsächlich Kinos in Süddeutschland bespielt. Sachsenweit war auch der jüngste Eberhofer-Film „Schweinskopf al dente“ leider in keinem einzigen Kino zu sehen.

schweinskopf-al-dente© dtv
Wurde zuletzt verfilmt: „Schweinskopf al dente“

Egal, wir fuhren auch im vergangenen August wieder nach Hof und haben uns einmal mehr köstlich amüsiert. Sigi Zimmerschied als väterlicher Althippie ist übrigens unser absoluter Liebling.

kinokarten Die Kinotickets hatte ich bei einer Verlosung des dtv gewonnen

Am 31. Januar 2017 erscheint „Schweinskopf al dente“ auf DVD. Vorbestellt werden kann sie bei den einschlägigen Onlinehandelshäusern schon jetzt.

Damit die Wartezeit bis dahin aber nicht zu lang wird, könnt Ihr hier das Taschenbuch zum Film gewinnen.

Dafür müsst Ihr nur eine Quizfrage beantworten, das Formular weiter unten ausfüllen – und schon seid Ihr im Lostopf. Ich drücke Euch die Daumen!

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→ Gewinnspiel

Ihr könnt hier ein nagelneues Taschenbuch-Exemplar von „Schweinskopf al dente“ gewinnen.

Beantwortet die Quizfrage, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab. Alternativ könnt Ihr aber auch bei meiner Verlosung auf www.lovelybooks.de, die parallel zum Gewinnspiel hier läuft, mitmachen.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Taschenbuchs von „Schweinskopf al dente“ von Rita Falk – nagelneu und ungelesen.

2. Das Gewinnspiel läuft im Zeitraum vom 29. November 2016 bis zum 15. Dezember 2016, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss die Quizfrage richtig beantwortet und das Gewinnspielformular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 16. Dezember 2016 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Gewinnspielformulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Gewinnspielformulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Gewinnspielformular

Mein Messetagebuch: Tag 2 – 18.03.2016

Der zweite Tag auf der Leipziger Buchmesse beginnt mit einer unverhofften Begegnung: Am Stand des emons:-Verlages treffe ich die liebenswerte Autorin Sina Beerwald. Vor acht Jahren verließ sie ihre Heimat Stuttgart und lebt seither auf der Insel Sylt. Dort spielt auch ihr soeben erschienenes Buch „Heringsmord“ – ein typischer Urlaubskrimi, wie sie selbst sagt.
Sina

Zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse ist das Kölner Verlagshaus Cupido Books vertreten. Am Stand plaudere ich mit Chefin Karin Struckmann, die mir die Vielfalt der anspruchsvollen erotischen Romane präsentiert, für die Cupido Books steht. Da ich ja im Spannungsgenre absolut zuhause bin, springt mir der Erotik-Thriller „Stockholm Syndrom“ von Lenore Gregor sofort ins Auge.

KarinKarin Struckmann, die Frontfrau hinter Cupido Books stellt mir „Stockholm Syndrom“ (© Coverabbildung: Cupido Books) vor

stockholm-syndrom

12:30 Uhr ergattere ich einen Platz in der ersten Reihe des gut besuchten Nordischen Forums. Dort finden Gespräche und Lesungen mit Autorinnen und Autoren aus den skandinavischen Ländern statt. Nun betritt Minna Lindgren den Stand, der aus allen Nähten zu platzen droht.

Mit ihrem humorvollen Krimi „Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?“ sorgt die deutschsprachige Vorleserin, die Minna Lindgren mitgebracht hat, für viel Erheiterung im Publikum. Eine Passage liest die Autorin auf Finnisch aus ihrem Roman, der im Original „Kuolema Ehtoolehdossa“ heißt. Erschienen ist die Geschichte um drei unfreiwillige Ermittlerinnen jenseits der 90, die in der Seniorenresidenz „Abendhain“ leben, am 10. März 2016 bei Kiepenheuer & Witsch. Anschließend signiert die Finnin fleißig.

MinnaMinna Lindgren liest auf Finnisch


© Kiepenheuer & Witsch

Um 14:00 Uhr knallen in Halle 5 die Sektkorken. Die fünf Kölner Verlage  Kiepenheuer & Witsch, DuMont Buchverlag, DuMont Kalenderverlag, Egmont LYX/Egmont INK und Bastei Lübbe haben sich zusammengetan und veranstalten am 4. Juni 2016 in der wunderschönen Domstadt zum ersten Mal die LBC – die LitBlog Covention, an der maximal 150 Blogger teilnehmen werden. Mit etwas Glück kann man ein Ticket ergattern. Darauf muss angestoßen werden! Der Kartenvorverkauf startet am kommenden Montag um 11:11 Uhr. Typisch Kölsch eben. 🙂

LBCUlrike Meier von Kiepenheuer & Witsch am Mikro

In der LVZ-Autorenarena liest um 15:00 Uhr Heinz Strunk aus seinem neuen Roman „Der goldene Handschuh“. Außerdem berichtet er, dass sein Bestseller für das Theater adaptiert und verfilmt wird. Nach der Lesung bildet sich eine beachtliche Schlange. Alle warten auf den Autor, um ein Autogramm und/oder ein Foto zu erhaschen, denn geplant ist eine Signierstunde mit ihm – EIGENTLICH. Uneigentlich lässt er sich einfach nicht blicken und verärgert damit seine Fans, die unverrichteter Dinge wieder abziehen. Auf Platz 5 der SPIEGEL Bestsellerliste hat der Hamburger Jung‘ scheinbar zu viel Höhenluft geschnuppert. Schade, Herr Strunk.

StrunkHeinz Strunk

Die „Lieblingsautoren„, ein Zusammenschluss von 23 verlagsunabhängigen Schriftstellern und Schriftstellerinnen, hellen meine ein wenig getrübte Stimmung mit Sekt und Romanen unterschiedlichster Genres wieder gehörig auf. Am Bücherglücksrad ergattere ich doch tatsächlich den Jackpot: 4 Bücher!

HannahMeine Glücksfee Hannah Siebern

Der letzte Programmpunkt ist das Bloggertreffen #blogntalk am Stand der Verlagsgruppe Random House. Dort interviewe ich Eric Berg, der mit „Das Nebelhaus“ und „Das Küstengrab“ zwei echte Krimi-Volltreffer gelandet hat. Am 22. Februar 2016 ist „Die Schattenbucht“ erschienen.

Ich frage ihn, ob er als Eric Walz noch historische Krimis schreibt. Er verneint. Krimis seien anspruchsvoller zu schreiben und ihm liege dieses Genre einfach. Die nächsten Spannungsromane hat er (zu meiner großen Freude) schon in der Schublade liegen.

EricMit Eric Berg bei Random House

Diese beiden Fragen stelle ich Eric Berg außerdem:

Bist Du Mitglied in einer Autorenvereinigung bzw. hast Du Kontakt mit anderen Autoren?

Eric Berg: Früher bin ich in einer Autorenvereinigung gewesen, jetzt allerdings nicht mehr. Kontakt zu anderen Autoren pflege ich auf freundschaftlicher Basis, beruflich eher nicht. Ich bin mehr der Einzelkämpfer. 😉

Liest Du selbst viel?

Eric Berg: Ja, allerdings lese ich keine Krimis. Die irritieren mich, weil ich ja selbst welche schreibe. Ansonsten bin ich für alle Genres offen – mit Ausnahme von Fantasy-Geschichten. Damit kann ich nichts anfangen. 🙂

Anne_AdrianaDreamteam: Die Autorinnen Anne Freytag (links) und Adriana Popescu (rechts) waren beim Random House-Bloggertreffen natürlich auch mit von der Partie

18:00 Uhr mahnt dann der Gong die Besucher zum Verlassen der Messehallen. Ein weiterer ereignisreicher Tag geht zu Ende.

* GEWINNSPIEL *

Macht mit bei der Verlosung eines signierten Exemplars von “Tage mit Leuchtkäfern”. Bei mir sammelt Ihr keine Treuepunkte, sondern natürlich Buchstaben. Hier sind die nächsten Buchstaben des diesjährigen Buchmesse-Gewinnspiels. Unter jedem meiner Messetagebuch-Einträge findet Ihr sie. Zusammengesetzt ergeben sie ein Lösungswort, mit dem Ihr an der Verlosung eines nagelneuen, signierten Exemplars des Romans “Tage mit Leuchtkäfern” von Zoe Hagen teilnehmen könnt.

E Z E

Teilnahmebedingungen: 

1. Verlost wird ein Exemplar des Buchs “Tage mit Leuchtkäfern” von Zoe Hagen – von der Autorin signiert, nagelneu und ungelesen. Danke an Ullstein und Zoe Hagen!

2. Das Gewinnspiel läuft im Zeitraum vom 18. März 2016 bis zum 31. März 2016, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss aus den Buchstaben unter jedem der Messetagebuch-Einträge das Lösungswort zusammengesetzt und das Gewinnspielformular unter dem Tagebucheintrag von Tag 3 (Samstag) vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 1. April 2016 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Teilnahmeformulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Teilnahmeformulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Viel Glück!

Hinter den Vorhang gelugt: Diese Autoren kommen zur Leipziger Buchmesse 2016

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Bis das Programm der Leipziger Buchmesse 2016 erscheint, ist noch ein wenig Geduld gefragt: Ab dem 18. Februar 2016 kann hier dann ausgiebig gestöbert werden.

Für alle Neugierigen, die schon jetzt wissen wollen, welche Autoren, Stars und Sternchen sich vom 17. bis 20. März 2016 in Leipzig die Ehre geben, habe ich einmal hinter den Vorhang gelugt. Hier eine kleine, vollkommen willkürliche Auswahl der geplanten Veranstaltungen auf dem Messegelände:

L E S U N G E N

Donnerstag, 17. März 2016

Sky du Mont: „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz?“

Genre: Humor

Steh ich jetzt unter Denkmalschutz© Bastei Lübbe

Wo? LVZ-Autorenarena
Wann? 12:00 Uhr


Anne Freytag: „Mein bester letzter Sommer“

Genre: Jugendbuch

Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag
© Verlagsgruppe Random House

Wo? Lesetreff
Wann? 14:30 – 15:00 Uhr


Chris Geletneky und Bastian Pastewka: „Midlife-Cowboy“

Genre: Roman

Midlife Cowboy
© Bastei Lübbe

Wo? LVZ-Autorenarena
Wann? 15:30 Uhr

 

Sabine Thiesler: „Und draußen stirbt ein Vogel“

Genre: Spannung

Und draussen stirbt ein Vogel von Sabine Thiesler
© Verlagsgruppe Random House

Wo? Halle 3, Forum Literatur „buch aktuell“, Stand E401
Wann? 16:00 – 16:30 Uhr


Freitag, 18. März 2016

Désirée Nick: „Säger und Rammler und andere Begegnungen mit der Männerwelt“

Genre: Humor

Saeger und Rammler und andere Begegnungen mit der Maennerwelt von Desiree Nick© Verlagsgruppe Random House

Wo? Forum Literatur „buch aktuell“Halle 3, Stand E401
Wann? 12:30 – 13:00 Uhr


Marcel Feige: „Gewaltloser Rebell: Die Lebensgeschichte des Mahatma Ghandi“

Genre: Biografie

Gewaltloser Rebell© Verlagsgruppe BELTZ

Wo? Lesebude 2, Halle 2, Stand F601
Wann? 16:00 – 16:30 Uhr

 

Eric Berg: „Die Schattenbucht“

Genre: Spannung

Die Schattenbucht von Eric Berg
© Verlagsgruppe Random House

Wo? Literaturcafé, Halle 4, Stand B600
Wann? 16:30 Uhr


Samstag, 19. März 2016

Petra Hammesfahr: „Fremdes Leben“

Genre: Spannung

Fremdes Leben von Petra Hammesfahr © Verlagsgruppe Random House

Wo? Forum Literatur „buch aktuell“, Halle 3, Stand E401
Wann? 11:00 – 11:30 Uhr


Alexander Bálly: „Ein Mord und zwei Leichen“

Genre: Spannung

Ein Mord und zwei Leichen© Sutton Verlag

Wo? Forum Literatur „buch aktuell“, Halle 3, Stand E401
Wann? 16:00 – 16:30 Uhr


A U T O R E N  A M  V E R L A G S S T A N D


Donnerstag, 17. März und Freitag, 18. März 2016


Minna Lindgren: „Rotwein für drei alte Damen“

Genre: Spannung

© Verlag Kiepenheuer & Witsch

Wo? Verlagsstand Kiepenheuer & Witsch, Halle 5, Stand H103

 

Jan Weiler: „Im Reich der Pubertiere“

Genre: Humor

© Rowohlt Verlag GmbH

Wo? Verlagsstand Rowohlt, Halle 4, Stand B203/B205

 

Heinz Strunk: „Der goldene Handschuh“

Genre: Roman

→ NOMINIERT FÜR DEN PREIS DER LEIPZIGER BUCHMESSE IN DER KATEGORIE „BELLETRISTIK“!

Preis LBM 16
© Rowohlt Verlag GmbH

Wo? Verlagsstand Rowohlt, Halle 4, Stand B203/B205


Freitag, 18
. März 2016

Andreas Winkelmann: „Kill Game“

Genre: Spannung

© Rowohlt Verlag GmbH

Wo? Verlagsstand Rowohlt, Halle 4, Stand B203/B205

 

Freitag, 18. März und Samstag, 19. März 2016

Tom Hillenbrand: „Der Kaffeedieb“

Genre: Historischer Roman

Der Kaffeedieb© Verlag Kiepenheuer & Witsch

Wo? Verlagsstand Kiepenheuer & Witsch, Halle 5, Stand H103

 

Donnerstag, 17. März bis Samstag, 19. März 2016

Isabel Bogdan: „Der Pfau“

Genre: Roman

Der Pfau© Verlag Kiepenheuer & Witsch

Wo? Verlagsstand Kiepenheuer & Witsch, Halle 5, Stand H103


Samstag, 19. März 2016

Eva Almstädt: „Ostseetod“

Genre: Spannung

Ostseetod© Bastei Lübbe

Wo? Verlagsstand Bastei Lübbe, Halle 4, Stand C101

Zum Schluss zitiere ich den berühmten Lotto-Slogan: „Alle Angaben ohne Gewähr“.

Frisch rezensiert: „Blaues Blut“ von Felicitas Gruber

Endlich: Fall Nummer 3 für Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth!

Meine Bewertung: ★★★★

© Diana Verlag

Sommer, Sonne, Obduktion: Eine tote Adelige liegt mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Badewanne. Draußen herrscht herrlichstes Badewetter, doch Dr. Sofie Rosenhuth muss sich derweil im Münchner Institut für Rechtsmedizin mit dem Leichnam der ermordeten Frau beschäftigen. Sofies Ex-Mann, der Kriminaler Joe Lederer, scharrt schon mit den Hufen, denn er will den Täter schnellstmöglich dingfest machen. Kurze Zeit später geschieht bereits der nächste Mord in der Adelsfamilie. Ein schauriger Anblick für alle Vertreter der an den Tatort gerufenen Professionen, denn der Leiche wurde der Kopf abgetrennt…

Mit „Blaues Blut“ ist am 13. Juli 2015 der dritte Fall für die „Kalte Sofie“ erschienen. Das Autorinnen-Duo Felicitas Gruber, bestehend aus den beiden Schriftstellerinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, hat sich mit ihren Krimis um die Münchner Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth inzwischen eine große Fangemeinde erarbeitet, die Band Nummer drei ungeduldig entgegengefiebert hat.

Bei Amazon steht das Buch zur Stunde auf Platz 20 der deutschen Krimi- und Thriller-Bestsellerliste. Kein Wunder, denn die Mischung aus Humor, rasanter Krimigeschichte, brillanten Figuren und rechtsmedizinischem Know-How bietet alles, was der Krimi-Freund für vergnügliche Lesestunden braucht. Auch ein Schuss Romantik darf nicht fehlen, denn Sofie und ihr Ex Joe kommen sich wieder näher. Das wird besonders eingefleischten Leserinnen gut gefallen, denn nicht wenige erhofften sich ein derartiges Comeback zwischen den beiden.

Erstleser der Reihe können sich mit „Blaues Blut“ bedenkenlos in die Welt von Sofie und Co. stürzen, ohne befürchten zu müssen, etwas Wesentliches verpasst zu haben, wenn sie die beiden Vorgängerbände „Die Kalte Sofie“ und „Vogelfrei“ nicht gelesen haben. Allerdings muss ich an dieser Stelle eine ganz klare Empfehlung dieser Bücher aussprechen, denn sie machen genauso viel Spaß wie der aktuelle Fall.

Diesmal kommt die wunderbare Hauptfigur Sofie noch zackiger daher und zeigt sich sogar von ihrer schwarzhumorigen Seite – etwa bei meiner Lieblingspassage auf Seite 191. Dort geht es um Schäferhunde und ich konnte gar nicht anders, als laut loszuprusten. Ihre chaotische Art, der ewige Kampf mit den Pfunden und die köstlichen Streitgespräche mit ihrer inneren Stimme sind es, die Sofie so liebenswert machen.

Der Münchner Dialekt spielt – ebenso wie die bayerische Landeshauptstadt und ihre Traditionen – erneut eine große Rolle. Die Liebe der Autorinnen zu ihrer Heimatstadt ist deutlich zu spüren. Die (wenigen) in Mundart geschriebenen Dialoge erschließen sich auch für Nicht-Bayern – obwohl es durchaus Vokabeln gibt, die man zweimal lesen muss, um sie zu verstehen.

Nachdem die 304 Seiten von „Blaues Blut“ nun hinter mir liegen, komme ich zu dem Schluss, dass Fall Nummer drei seinen beiden Vorgängern in nichts nachsteht und ich einmal mehr gut von Felicitas Gruber unterhalten wurde.

→ Interessante Links

Zum Buch auf Amazon.de: „Blaues Blut“

Zum Buch auf der Homepage des Diana Verlags: „Blaues Blut“

Zur Homepage des Autorinnen-Duos: Felicitas Gruber