Mein Messetagebuch: Tag 2 – 18.03.2016

Der zweite Tag auf der Leipziger Buchmesse beginnt mit einer unverhofften Begegnung: Am Stand des emons:-Verlages treffe ich die liebenswerte Autorin Sina Beerwald. Vor acht Jahren verließ sie ihre Heimat Stuttgart und lebt seither auf der Insel Sylt. Dort spielt auch ihr soeben erschienenes Buch „Heringsmord“ – ein typischer Urlaubskrimi, wie sie selbst sagt.
Sina

Zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse ist das Kölner Verlagshaus Cupido Books vertreten. Am Stand plaudere ich mit Chefin Karin Struckmann, die mir die Vielfalt der anspruchsvollen erotischen Romane präsentiert, für die Cupido Books steht. Da ich ja im Spannungsgenre absolut zuhause bin, springt mir der Erotik-Thriller „Stockholm Syndrom“ von Lenore Gregor sofort ins Auge.

KarinKarin Struckmann, die Frontfrau hinter Cupido Books stellt mir „Stockholm Syndrom“ (© Coverabbildung: Cupido Books) vor

stockholm-syndrom

12:30 Uhr ergattere ich einen Platz in der ersten Reihe des gut besuchten Nordischen Forums. Dort finden Gespräche und Lesungen mit Autorinnen und Autoren aus den skandinavischen Ländern statt. Nun betritt Minna Lindgren den Stand, der aus allen Nähten zu platzen droht.

Mit ihrem humorvollen Krimi „Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?“ sorgt die deutschsprachige Vorleserin, die Minna Lindgren mitgebracht hat, für viel Erheiterung im Publikum. Eine Passage liest die Autorin auf Finnisch aus ihrem Roman, der im Original „Kuolema Ehtoolehdossa“ heißt. Erschienen ist die Geschichte um drei unfreiwillige Ermittlerinnen jenseits der 90, die in der Seniorenresidenz „Abendhain“ leben, am 10. März 2016 bei Kiepenheuer & Witsch. Anschließend signiert die Finnin fleißig.

MinnaMinna Lindgren liest auf Finnisch


© Kiepenheuer & Witsch

Um 14:00 Uhr knallen in Halle 5 die Sektkorken. Die fünf Kölner Verlage  Kiepenheuer & Witsch, DuMont Buchverlag, DuMont Kalenderverlag, Egmont LYX/Egmont INK und Bastei Lübbe haben sich zusammengetan und veranstalten am 4. Juni 2016 in der wunderschönen Domstadt zum ersten Mal die LBC – die LitBlog Covention, an der maximal 150 Blogger teilnehmen werden. Mit etwas Glück kann man ein Ticket ergattern. Darauf muss angestoßen werden! Der Kartenvorverkauf startet am kommenden Montag um 11:11 Uhr. Typisch Kölsch eben. 🙂

LBCUlrike Meier von Kiepenheuer & Witsch am Mikro

In der LVZ-Autorenarena liest um 15:00 Uhr Heinz Strunk aus seinem neuen Roman „Der goldene Handschuh“. Außerdem berichtet er, dass sein Bestseller für das Theater adaptiert und verfilmt wird. Nach der Lesung bildet sich eine beachtliche Schlange. Alle warten auf den Autor, um ein Autogramm und/oder ein Foto zu erhaschen, denn geplant ist eine Signierstunde mit ihm – EIGENTLICH. Uneigentlich lässt er sich einfach nicht blicken und verärgert damit seine Fans, die unverrichteter Dinge wieder abziehen. Auf Platz 5 der SPIEGEL Bestsellerliste hat der Hamburger Jung‘ scheinbar zu viel Höhenluft geschnuppert. Schade, Herr Strunk.

StrunkHeinz Strunk

Die „Lieblingsautoren„, ein Zusammenschluss von 23 verlagsunabhängigen Schriftstellern und Schriftstellerinnen, hellen meine ein wenig getrübte Stimmung mit Sekt und Romanen unterschiedlichster Genres wieder gehörig auf. Am Bücherglücksrad ergattere ich doch tatsächlich den Jackpot: 4 Bücher!

HannahMeine Glücksfee Hannah Siebern

Der letzte Programmpunkt ist das Bloggertreffen #blogntalk am Stand der Verlagsgruppe Random House. Dort interviewe ich Eric Berg, der mit „Das Nebelhaus“ und „Das Küstengrab“ zwei echte Krimi-Volltreffer gelandet hat. Am 22. Februar 2016 ist „Die Schattenbucht“ erschienen.

Ich frage ihn, ob er als Eric Walz noch historische Krimis schreibt. Er verneint. Krimis seien anspruchsvoller zu schreiben und ihm liege dieses Genre einfach. Die nächsten Spannungsromane hat er (zu meiner großen Freude) schon in der Schublade liegen.

EricMit Eric Berg bei Random House

Diese beiden Fragen stelle ich Eric Berg außerdem:

Bist Du Mitglied in einer Autorenvereinigung bzw. hast Du Kontakt mit anderen Autoren?

Eric Berg: Früher bin ich in einer Autorenvereinigung gewesen, jetzt allerdings nicht mehr. Kontakt zu anderen Autoren pflege ich auf freundschaftlicher Basis, beruflich eher nicht. Ich bin mehr der Einzelkämpfer. 😉

Liest Du selbst viel?

Eric Berg: Ja, allerdings lese ich keine Krimis. Die irritieren mich, weil ich ja selbst welche schreibe. Ansonsten bin ich für alle Genres offen – mit Ausnahme von Fantasy-Geschichten. Damit kann ich nichts anfangen. 🙂

Anne_AdrianaDreamteam: Die Autorinnen Anne Freytag (links) und Adriana Popescu (rechts) waren beim Random House-Bloggertreffen natürlich auch mit von der Partie

18:00 Uhr mahnt dann der Gong die Besucher zum Verlassen der Messehallen. Ein weiterer ereignisreicher Tag geht zu Ende.

* GEWINNSPIEL *

Macht mit bei der Verlosung eines signierten Exemplars von “Tage mit Leuchtkäfern”. Bei mir sammelt Ihr keine Treuepunkte, sondern natürlich Buchstaben. Hier sind die nächsten Buchstaben des diesjährigen Buchmesse-Gewinnspiels. Unter jedem meiner Messetagebuch-Einträge findet Ihr sie. Zusammengesetzt ergeben sie ein Lösungswort, mit dem Ihr an der Verlosung eines nagelneuen, signierten Exemplars des Romans “Tage mit Leuchtkäfern” von Zoe Hagen teilnehmen könnt.

E Z E

Teilnahmebedingungen: 

1. Verlost wird ein Exemplar des Buchs “Tage mit Leuchtkäfern” von Zoe Hagen – von der Autorin signiert, nagelneu und ungelesen. Danke an Ullstein und Zoe Hagen!

2. Das Gewinnspiel läuft im Zeitraum vom 18. März 2016 bis zum 31. März 2016, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss aus den Buchstaben unter jedem der Messetagebuch-Einträge das Lösungswort zusammengesetzt und das Gewinnspielformular unter dem Tagebucheintrag von Tag 3 (Samstag) vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 1. April 2016 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Teilnahmeformulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Teilnahmeformulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Viel Glück!

Advertisements

Frisch rezensiert: „Brook unter Räubern“ von Cornelius Hartz

⇒ NEUERSCHEINUNG

Leuchtender (Nord-)Stern am Krimi-Himmel

Sterne: 5 von 5

Im Klinikum im Hamburger Stadtteil Dulsberg geht ein Paket mit grausigem Inhalt ein: Der unscheinbare braune Pappkarton enthält ein menschliches Auge! Hauptkommissar Gunwald Brook und seine Kollegen werden hellhörig, als sie im gleichen Atemzug von der Sekretärin des Chefarztes erfahren, dass dieser seit wenigen Tagen spurlos verschwunden ist. Das Polizeikommissariat 37 nimmt die Ermittlungen sofort auf. Dem verschwundenen Professor kommen sie zunächst nicht auf die Spur. Dafür hält der Absender des Pakets die Ermittler in Atem…

„Brook unter Räubern“ ist der zweite Fall einer Hamburg-Krimi-Reihe aus der Feder von Cornelius Hartz. Um voll und ganz in die Geschichte einzutauchen, ist es nicht notwendig, den Vorgängerband „Brook und der Skorpion“ gelesen zu haben. Es handelt sich bei beiden Büchern um jeweils in sich abgeschlossene Fälle. Der Autor verzichtet auf langwieriges Vorgeplänkel – er katapultiert den Leser lieber mitten ins Geschehen. Und ehe man sich versieht, hat man den mürrischen Mittfünfziger Brook auch schon ins Herz geschlossen. Der Kriminalhauptkommissar ist ein echter Charakterkopf. Mit ihm hat Cornelius Hartz eine grandiose Hauptfigur geschaffen, ohne die dieser Krimi nur halb so schön wäre. Er flucht, schimpft und brüllt sich durch die 240 Seiten des Buchs – und doch hat der Witwer seine verletzliche Seite, die er natürlich nach außen hin erfolgreich verbirgt. Seine beiden Kollegen Hellkamp und der junge Lejeune komplettieren das ungleiche, aber unterhaltsame Ermittler-Team. Mir kam beim Lesen oft der Gedanke: „Wenn Brook doch nur Til Schweiger im „Tatort“ ablösen könnte – dann hätte Hamburg endlich mal ein vernünftiges Team am Sonntagabend!“. Mit pointiertem Witz garniert der Autor die gleichbleibend spannende Story, die die Polizisten auf einige falsche Fährten führt und den Leser bis zum Schluss mitfiebern lässt.

An atmosphärischen Beschreibungen hält sich Cornelius Hartz nicht lange auf. Dafür sorgt er in sachlichem Ton und mitunter ein wenig hanseatisch-kühl mit diesem runden, sorgfältig recherchierten und stimmigen Krimi für Lesegenuss vom Feinsten.

Kommissar Brook hat sich damit einen Platz ganz vorn in der Liste meiner Lieblingsermittler gesichert. Sein aktueller Fall „Brook unter Räubern“ gehört für mich zu den stärksten Krimis des Jahres. Chapeau!

Brook unter Räubern© emons:

→ Interessante Links

Zum Buch auf http://www.amazon.de: „Brook unter Räubern“

Zur Homepage des Autors: Cornelius Hartz

Zur Homepage des Verlags: emons:

Die Premierenlesung findet am 5. September 2014 in Hamburg statt. Mehr dazu hier.

Frisch rezensiert: „Eifler Neid“ von Elke Pistor

Tatort Eifel – Der 4. Fall für Ina Weinz

Sterne: 4 von 5

Tatort Eifel: In Patersweiher wird eine tote Frau am Straßenrand entdeckt. Ihr Körper weist seltsame Striemen auf, deren Herkunft sich niemand so recht erklären kann. Ina Weinz, die vor ihrer Versetzung auf’s Land bei der Kölner Mordkommission ihren Dienst verrichtete, und Judith Bleuler von der Bonner Mordkommission ermitteln. Doch sie suchen nicht nur nach dem Täter, sondern auch nach einer zweiten Leiche. Ein älteres Ehepaar hat nämlich bei einem Ausflug im Nationalpark ein Tötungsdelikt beobachtet, doch das Opfer ist unauffindbar. Kurz vor ihrem 50. Geburtstag geht es bei Ina Weinz also alles andere als beschaulich zu…

„Eifler Neid“ ist bereits der vierte Band aus der Krimi-Reihe um Ina Weinz. Die Tatsache, dass ich die drei Vorgängerbände im Vorfeld noch nicht gelesen hatte, erwies sich als absolut unproblematisch. Ich war sofort Feuer und Flamme für das ungleiche weibliche Ermittler-Duo. Ina Weinz hat viele Sympathiepunkte kassiert: Eine solch toughe Frau, die manchmal die Regeln ein wenig großzügig auslegt, wenn es der Sache dienlich ist, dürfte sich wohl jeder im Kollegenkreis wünschen. Die junge Judith Bleuler hingegen ist sehr ehrgeizig, unterkühlt und distanziert. Einst Inas Praktikantin, ist sie nun die Leiterin der Ermittlungen. Das umgekehrte Rollenverhältnis bietet natürlich Konfliktpotenzial. Überhaupt sind die Figuren des Kriminalromans bewundernswert dreidimensional. Das gilt für das Ermittler-Team ebenso wie für die Nebendarsteller.

Die Story erzählt Elke Pistor aus drei verschiedenen Perspektiven, die für Abwechslung sorgen: Da ist die Geschichte zweier Schwestern, die ihr Glück im Westen suchen, der neutrale Erzähler und die persönliche Sichtweise von Ina Weinz. Das hat mir besonders gut gefallen.

„Eifler Neid“ ist kein Buch, das den Leser um den Schlaf bringt oder aus dem das Blut nur so trieft. Dafür ist es ein handwerklich hervorragend gemachter Kriminalroman, der mit lebendigen Protagonisten punktet, sich einem durchaus umstrittenen gesellschaftlichen Thema sowie dem Neid – immerhin eine der sieben Todsünden – widmet und einige Überraschungsmomente bereithält.

Mehr will ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen. Und eins ist für mich nach „Eifler Neid“ ganz klar: Ich will unbedingt mehr über Ina Weinz erfahren. Die drei Vorgängerbände landen deshalb postwendend auf meiner literarischen Wunschliste.

Eifler Neid© Emons Verlag GmbH

→ Interessante Links

Zum Buch auf http://www.amazon.de: „Eifler Neid“

Zur Homepage der Autorin: Elke Pistor

Zur Homepage des Verlags: emons:

 

Frisch rezensiert: „Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor

Mörderische Landpartie mit viel Humor

Sterne: 4 von 5

Das Großstadtgewächs Katharina Rübchen erbt von ihrer verstorbenen Tante Marion ein Haus auf dem Land. Das winzige Dörfchen Kleinhaulmbach ist nicht das, was man gemeinhin für den Nabel der Welt hält. Der Internetempfang ist allenfalls suboptimal und die geerbte Immobilie hat ihre Glanzzeiten längst hinter sich. Während Journalistin Katharina noch mit sich ringt, ob sie nun gehen oder bleiben soll, entdeckt sie ein uraltes Tagebuch, das ihr unfassbare Taten offenbart – einst begangen von ihren Urahninnen. Und auch die eingeschworene Dorfgemeinschaft hält einige Geheimnisse und Überraschungen für sie bereit…

Elke Pistors Roman „Kraut und Rübchen“ ist im emons: Verlag in der Reihe Landkrimis erschienen. Zunächst finde ich die liebevolle Aufmachung bemerkenswert. Anheimelnde Blümchentapete auf den Innenseiten des Umschlags – das ist selbst für eine bewährte Krimiautorin wie Elke Pistor eine Novität.

Die Bezeichnung „Landkrimi“ halte ich allerdings für nicht ausreichend: „Ganzes Landpaket mit Krimihandlung“ trifft es schon eher. Vor allen Kapiteln werden nämlich mehr oder minder schädliche Pflanzen vorgestellt, die unsere heimischen Wiesen, Wälder und Felder besiedeln. Im Anhang befinden sich auch noch dazu passende Rezepte und Kräutermischungen, denn schließlich ist ja gegen jedes Zipperlein ein Kraut gewachsen. Das wussten auch schon Katharinas weibliche Vorfahren, die vor allem die gefährliche Wirkung der Kräuter bei unliebsamen Zeitgenossen einsetzten. Dass die Handlung sich auf zwei völlig verschiedenen zeitlichen Ebenen abspielt, gefiel mir sehr gut und sorgte für jede Menge Abwechslung.

Katharina Rübchen, die Protagonistin mit dem ungewöhnlichen Nachnamen, ist eine Anfangdreißigerin zum Gernhaben: Tollpatschig, selbstironisch, aber auch von direkter Natur und mithin ein wenig skurril: Sie führt nämlich mit Hingabe Selbstgespräche oder unterhält sich mit ihrem Kater Herrn Hoppenstedt. Ja, Humor wird in „Kraut und Rübchen“ großgeschrieben. Zur besonderen Erheiterung trägt stets das Ziegen-Trio Marilyn, Jane und Rita bei, das Katharina nicht nur einmal in arge Bedrängnis bringt. Für meinen Geschmack hätte es allerdings noch eine Prise mehr von dem schwarzen Humor sein dürfen, mit dem das Buch beworben wird.

Die Krimihandlung ist solide und wird durch die historischen Einwürfe perfekt abgerundet. Außerdem unterhält „Kraut und Rübchen“ hervorragend und hat eine Menge liebevoll gezeichneter Charaktere sowie ein flottes Tempo zu bieten.

Wer also mörderische und zugleich humorvolle Landlust verspürt, wird mit Elke Pistors „Kraut und Rübchen“ seine helle Freude haben.

Kraut und Rübchen

Ein riesiges Dankeschön gebührt Elke Pistor für ihr wunderschönes Paket, das sie außer mir auch 24 weiteren Buchbloggern zukommen ließ. Der Tee war übrigens köstlich und völlig ungiftig. 🙂  Und die Samenmischung habe ich im süßen Tontöpfchen voller Landerde sogar zum Gedeihen gebracht!

→ Interessante Links

Zum Buch auf www.amazon.de: „Kraut und Rübchen“

Zur Homepage der Autorin: Elke Pistor

Zur Homepage des Verlags: emons:

 

Im Trend: Der Tee zum Buch

Bücher und Tee: Das ist für mich eine ebenso unzertrennliche Einheit wie Sonntagabend und „Tatort“. Viele Leseratten zelebrieren die entspannende Kombination aus geschriebenem Wort und einer Tasse mit dampfendem Tee. Umso erfreulicher ist der Trend, der sich aktuell in der Literaturszene beobachten lässt: Der passende Tee zum Buch!

Die Kölner Schriftstellerin Elke Pistor verwöhnt die Leser mit dem „Kraut und Rübchen“-Tee – passend zu ihrem gleichnamigen Landkrimi.

20140113-194610.jpg

Auch Zoë Beck servierte zur Buchpremiere ihres Thrillers „Brixton Hill“ in Berlin Tee, dessen Verpackung mit dem Buchcover bedruckt war.

Der Nachteil: Diese limitierten und exklusiven Give Aways kann man leider nicht bestellen. Nur mit einer gehörigen Portion Glück beziehungsweise Vitamin B kommt man an sie heran.

Autorin Claudia Toman alias Anna Koschka hat sich deshalb etwas richtig Tolles für alle teetrinkenden Leser einfallen lassen: Die Firma Teewicht kreierte eigens für ihren Roman „Mohnschnecke“ die Teemischung „Lady Lydia“, die man im Internet ordern kann!

20140113-200230.jpg

Diesem Beispiel dürfen weitere Autoren und Verlage äußerst gerne folgen, wie ich finde. In diesem Sinne: Hoch die (Tee-)Tassen und PROST!

Frisch rezensiert: „Die Stunde des Löwen“ von Alexander Köhl

Liebe „Tatort“-Drehbuchautoren: Bitte nachmachen!

Sterne: 5 von 5

Bad König in der hessischen Provinz: Der private Ermittler Jonas Fremden ist vor vier Wochen verstorben. Nun sieht sich sein gleichnamiger Neffe im Haus des Onkels um und wird dort vom Geschäftsführer des Bestattungsunternehmens Bruckner aufgesucht. Letzterer nimmt an, er habe Jonas Fremden senior vor sich und betraut ihn mit einem Auftrag: Bruckner will den Tod seines Vaters aufgeklärt wissen, den er keineswegs für einen Unfall hält. Er stellt eine hübsche Summe Geld in Aussicht und der chronisch klamme Fremden willigt schließlich ein.

Etwa zur gleichen Zeit werden die Frankfurter Kommissare Ludger Born und Jula Mannfeld in ein Hotelzimmer am Frankfurter Flughafen gerufen: Dort ist eine Seniorin umgebracht worden. Kurz darauf wird die Leiche einer weiteren älteren Dame auf dem Lohrberg gefunden. Born und Mannfeld ahnen nichts Gutes: Haben sie es hier mit einer Mordserie zu tun?

Eins vorweg: Von Regionalkrimis aus dem Hause emons: wurde ich noch nie enttäuscht.  Auch „Die Stunde des Löwen“ von Alexander Köhl hat mich begeistert – und zwar so sehr, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Passend zur Frankfurter Skyline ist in diesem Kriminalroman alles hoch: Die Charaktere – hochinteressant. Der Plot – hochintelligent. Die ganze Geschichte – hochspannend.

Der Autor kombiniert mehrere auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Handlungsstränge und Fälle wirklich clever miteinander. Nichts an diesem Kriminalroman ist an den Haaren herbeigezogen oder gar unlogisch – im Gegenteil: Der Leser darf sich an einer intelligenten und stets gut durchdachten Story freuen. So mancher „Tatort“-Drehbuchautor sollte sich von Alexander Köhls Können eine gehörige Scheibe abschneiden. Vor Tabuthemen schreckt der Autor nicht zurück und er hat darüber hinaus „Die Stunde des Löwen“ mit einer ganz speziellen Ausstrahlung versehen: Rau, abgründig, düster, faszinierend. So geht ein Fünf-Sterne-Krimi!

Die Stunde des Löwen

Mein herzlicher Dank geht an den emons: Verlag für das Rezensionsexemplar!     

→ Interessante Links        

Zum Buch auf www.amazon.de„Die Stunde des Löwen“

Zur Homepage des Autors: Alexander Köhl

Zur Homepage des Verlags: emons:

Ein Paket von Elke Pistor!

Liebe BlogleserInnen! Eine riesige Freude bereitet hat mir heute die Kölner Autorin Elke Pistor. Mir und 24 weiteren Literaturbloggern schickte sie ein liebevoll gepacktes „Landpaket“.

20131016-193434.jpg
Was da wohl drin ist?

Ich freute mich wie ein kleines Kind und packte eifrig all die tollen Sachen aus, die darin enthalten waren:

1. Ein signiertes Exemplar von Elke Pistors Landkrimi „Kraut und Rübchen„, erschienen bei Emons!

2. „Kraut und Rübchen“-Tee – genau richtig für kalte Herbsttage, die man lesend auf dem Sofa verbringt.

3. Landerde, frisch abgefüllt. 🙂

4. Ein Tontöpfchen mit dem „Kraut und Rübchen“-Schriftzug.

5. Saatgut.

Außerdem war ein lieber Brief der Autorin beigelegt.

20131016-194126.jpg
Dieses tolle Paket erhellte den trüben Mittwoch ganz enorm!

Ich bin sehr gespannt auf das Buch und werde mich beizeiten ans Gärtnern machen, damit ich bald Kraut (wohl aber keine Rübchen) ernten kann. 🙂

Liebe Elke Pistor: Ganz, ganz herzlichen Dank für die außerordentlich gelungene Überraschung und herzliche Grüße aus dem Erzgebirge nach Köln!