Leipziger Buchmesse 2015: Der Countdown läuft!

Nachdem es krankheitsbedingt in den letzten beiden Wochen hier ziemlich ruhig war, melde ich mich heute vollständig genesen zurück und zähle schon eifrig runter: Nur noch 7 x schlafen, dann beginnt die Leipziger Buchmesse! Mein Messe-Kalender ist prall gefüllt mit tollen Terminen rund um das geschriebene Wort. Hier ein paar Highlights, die ich auf gar keinen Fall verpassen darf:

Donnerstag, 12. März 2015

15:30 Uhr Lesung aus „Bald ruhest du auch“ von Wiebke Lorenz
Literaturforum ‚buch aktuell‘ Halle 3, Stand E401

16:30 Uhr Lesung und Gespräch „Wir wollten nichts. Wir wollten alles.“ mit Glenn Ringtved
Halle 2, Stand G401

20:00 Uhr Lesung und Signierstunde „Wolfsschlucht“ mit Andreas Föhr
Buchhandlung Ludwig, Promenaden Hauptbahnhof Leipzig

Freitag, 13. März 2015

11:30 Uhr Lesung „Die Versuchung der Pestmagd“ mit Brigitte Riebe
Literaturforum ‚buch aktuell‘ Halle 3, Stand E401

Samstag, 14. März 2015

11:00 Uhr Signierstunde mit Jussi Adler-Olsen
Halle 4, Stand B200

16:00 Uhr Preisverleihung „Ungewöhnlichster Buchtitel des Jahres 2014“, verliehen von www.wasliestdu.de
Halle 5, Stand C600

Ganz besonders freue ich mich natürlich auch auf das Bloggertreffen der Verlagsgruppe Random House am Freitag, das Lovelybooks-Lesertreffen am Samstag und individuelle Gespräche mit Autoren und Verlagsmitarbeitern.

#LBlesertreffBücher und Süßes: Eine bessere Kombination gibt’s kaum. 🙂

 

Für Euch habe ich mir auch etwas einfallen lassen: Ich bringe Euch ein signiertes, kürzlich erschienenes Buch von der Messe mit (vorausgesetzt, der Autor wird nicht von der Grippewelle überrollt oder ist wegen höherer Gewalt verhindert). Insbesondere die Krimi-Fans dürfen sich freuen. Wie im letzten Jahr werde ich auch 2015 in einem Messetagebuch von meinen Erlebnissen in Leipzig berichten. Unter jedem Tagebucheintrag sind dann Buchstaben versteckt, die zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. Das führt Euch im besten Fall zum Gewinn. Aber noch müssen wir uns eine Woche gedulden.

Bei Facebook und auf Twitter könnt Ihr übrigens wieder in Echtzeit mitverfolgen, was ich in Leipzig so treibe. 🙂

Logo LBM 2015
PS. Natürlich habe ich auch meine buchstabenfaengerin-Lesezeichen im Gepäck. Wenn Ihr auf der Buchmesse seid, dürft Ihr mich dahingehend jederzeit überfallen. 🙂

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Fragezeichen, Folge 2

Die Aktion „Fragezeichen“ geht in die zweite Runde. Diesmal habe ich dem Krimiautor Daniel Holbe zehn Fragen zu seinen persönlichen Schreib- und Lesegewohnheiten gestellt, die er prompt und ausführlich beantwortet hat.

Fragezeichen, Folge 2

Doch kurz zuvor werfen wir noch einen Blick auf sein neues Buch, das am 3. März 2014 erscheint: „Giftspur“.

Ulf Reitmeyer, Leiter eines großen Biobetriebes in der Wetterau, bricht auf offener Straße zusammen. Zunächst deutet alles auf plötzlichen Herzstillstand hin. Doch dann taucht eine zweite Leiche auf – ausgerechnet ein Mitarbeiter Reitmeyers. Höchste Zeit, Rechtsmedizin und Kripo einzuschalten. Kommissarin Sabine Kaufmann, die sich erst vor kurzem vom Frankfurter K11 in die hessische Provinz versetzen ließ, übernimmt den mehr als merkwürdigen Fall. Und wird nicht nur mit einem perfiden Täter, sondern auch mit dem feindseligen Kollegen Angersbach konfrontiert. Sabine Kaufmann ermittelte zuvor für Julia Durant, die Kultkommissarin des verstorbenen Bestsellerautors Andreas Franz.

Giftspur

© Buchbeschreibung und Cover: Droemer Knaur

Mit einem Klick auf das Cover erfahrt Ihr mehr über „Giftspur“.

Wann hast Du mit dem Schreiben begonnen?
So zirka mit sechs Jahren. 😀
Okay, im Ernst. Meinen ersten Kurzkrimi kritzelte ich in ein Vokabelheft. Fünfte Klasse. Es ging um einen Banküberfall, mehr weiß ich nicht mehr. Ansonsten entwarf ich eher Comics und Karikaturen. Dichtete. Las viel und blieb kreativ. Aber zum gezielten Schreiben kam ich erst 2005 wieder, jetzt mit dem Wunsch, auch etwas zu veröffentlichen. 2009 erschien »Die Petrusmünze«.

Wo schreibst Du am Liebsten?
Überall dort, wo ich meinen Laptop auf die Knie stellen kann. Mitten im pulsierenden Frankfurt oder – als Kontrast – irgendwo am Waldrand. Aber am meisten arbeite ich im Büro, hinterm Schreibtisch, vor allem, wenn es ums Lektorat und Überarbeiten geht. Das ist mir am Klapprechner einfach zu umständlich.

Was sind für Dich absolute Störfaktoren beim Schreiben?
Alles, was sich an Ablenkungen bietet. Die Libelle, die seit Wochen unter dem Vordach kreist, der Spatz, der täglich versucht, im Efeu zu landen. Vorbeifahrende LKW. Die Kinder im Garten. Das Telefon. Facebook. Buchblogs. 🙂 Manchmal brauche ich eine halbe Ewigkeit, bis ich »drinnen« bin. Aber dann läuft’s auch ohne Störung.

Wie kommst Du auf die Namen Deiner Protagonisten?
Ich werfe Dartpfeile in Telefonbücher. Naja, okay, ich mache es mit dem Finger. Aber meistens muss ich das gar nicht, sondern habe längst einen Namen im Kopf. Ich führe eine Liste mit Namen, die mir im Alltag unterkommen, und dort bediene ich mich dann. Da meine Charaktere in der Regel reale Vorlagen haben, ist es manchmal schwerer, einen Namen ausschließen zu müssen.

Was bevorzugst Du als Leser/in: Gedrucktes Buch oder E-Book?
Gedruckt. Am liebsten Taschenbücher, denn ich strapaziere sie beim Lesen in der Badewanne doch sehr. Der Verschleiß an eBooks wäre mir da zu teuer. Außerdem sammle ich gerne Reihen, da braucht es physische Buchrücken. By the way: Ich habe gar keinen Ebookreader.

Wie heißt Dein Lieblingsbuch?
Ehrlich? EINES? Die Antwort verweigere ich meistens, weil ich mindestens drei brauche, nämlich Michel aus Lönneberga, Tom Sawyer und die Schatzinsel. Alles Kinder- und Jugendliteratur, ich weiß, aber diese Bücher sind an allem schuld. Erstes bekam ich vorgelesen, zweites kam mir stellenweise wie eine Autobiografie vor und drittes fesselte mich x-mal über die Jahre. Wenn ich mich jetzt festlegen MUSS, wähle ich das mittlere, Tom Sawyer.

Welche Genres liest Du hauptsächlich?
Ich mag Thriller, gerne auch historisch oder politisch. Mystery weniger. Mit Krimis habe ich abrupt aufgehört. Warum? Weil ich nicht eine eigene Idee irgendwo wiederfinden will und fortan Angst habe, man könne mir Abschreiben unterstellen. Das geht übrigens nicht nur mir so. Wenn ich am Schreiben bin, lese ich so gut wie gar nichts, und wenn, dann mal einen Asterix zum Abschalten. Oder mal ein Sachbuch. Genrefremd eben. Leider sammle ich trotzdem weiter und mein persönlicher SUB wächst kontinuierlich an. Zum Glück gibt’s da noch meine Frau. Ich lasse also lesen, könnte man sagen.

Welches war das schlechteste Buch, das Du jemals gelesen hast?
Nein, nicht wirklich. Darüber grübele ich seit dem Beantworten von Frage 1 nach. Fällt mir wirklich kein Titel ein, der DAS verdient hätte.

Hörbücher: „Ja, gerne!“ oder „Nein, danke!“?
Ja, gerne!

Und noch eine einfache Frage zum Schluss: Kaffee oder Tee?
Kaffee UND Tee.

Vielen Dank für diese interessanten Einblicke und Deine prompten und ausführlichen Antworten, lieber Daniel! Mehr über den sympathischen Autor kann man auf seiner Webseite erfahren.

♦ Übrigens wird Daniel Holbe am 13. März 2014 im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Buchhandlung LUDWIG auf dem Leipziger Hauptbahnhof aus „Giftspur“ lesen und das Buch auch signieren. Los geht’s um 17:00 Uhr zum Schnäppchenpreis von 2,00 EUR Eintritt! 

NachLESE: So war die Krimi-Lese-Nacht in Leipzig

Am Abend des 30. Oktober 2013 fand in den altehrwürdigen Räumen der Buchhandlung Ludwig auf dem Leipziger Hauptbahnhof die Krimi-Lese-Nacht statt.

Die Namen großer Krimi-Autoren und -Autorinnen warfen ihre Schatten voraus: Wulf Dorn, Sylke Tannhäuser, Paul Cleave, Sabine Kornbichler und Daniel Holbe sollten aus ihren neuesten Werken lesen.

Der Saal war gut gefüllt und ein Musiker-Trio versetzte die Gäste mit bekannten Melodien wie dem „Tatort“-Thema oder „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ in aufgeregtes Ermittlungsfieber.

Doch bei der Begrüßung wurde eine Hiobsbotschaft verkündet: Daniel Holbe, der das literarische Erbe des verstorbenen Autors Andreas Franz weiterführt, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen. Statt seiner las eine junge Schauspielerin mit einigen wohl der Aufregung geschuldeten Verhasplern, aber dafür mit toller Betonung aus dem Krimi „Teufelsbande“.

Nach einer kurzen musikalischen Pause betrat Lokalmatadorin Sylke Tannhäuser das Lese-Podest und trug Auszüge aus ihrem aktuellen Kriminalroman „Leipziger Ende“ vor. Doch auch Sylke Tannhäuser hatte so ihre gesundheitlichen Wehwehchen: Die Hexe hatte die Autorin jüngst geschossen. Dennoch nahm sie sich im Anschluss an ihre Lesung Zeit für Fotos und das Signieren ihrer Bücher.

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Lächelte trotz Hexenschuss tapfer in die Kamera: Sylke Tannhäuser (links)

Mit geballter Frauenpower ging es weiter: Sabine Kornbichler machte die Zuhörer auf ihren Krimi „Das Verstummen der Krähe“ neugierig. Selbstredend kaufte ich mir das Buch, das mir die sympathische Schriftstellerin signierte.

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Sabine Kornbichler (links) und ich

Nach einer längeren Pause, in der Häppchen gereicht wurden, betraten die Stars des Abends die Lesebühne: Wulf Dorn und Paul Cleave, die gemeinsam unter dem humorvollen Namen „Paulf Fiction“ firmieren. Die beiden hatten ihren Lektor Markus im Gepäck, der das Autoren-Duo kurzweilig interviewte. Wulf Dorn las sowohl aus seinem Top-Thriller „Phobia“ als auch aus „Opfertod“ von Kollege Cleave, der allerdings kein Deutsch spricht. Im Raum war es muckmäuschenstill, denn der absolut begnadete Vorleser Wulf Dorn zog die Zuhörer uneingeschränkt in seinen Bann. Er verriet später, eine Sprecherausbildung absolviert zu haben.

Im Anschluss fand die Tombola-Auslosung statt, bei der mir glücklicherweise ein Buch zuteil wurde. Welche Freude! Allerdings hatte ich mir genau diesen Krimi schon vor der Veranstaltung gekauft: „Opfertod“ von Paul Cleave nämlich. Aber dank des netten Personals der Buchhandlung Ludwig durfte ich meinen Gewinn umtauschen und entschied mich für „Teufelsbande“ von Andreas Franz und Daniel Holbe.

Mit Büchern von Wulf Dorn und Paul Cleave bewaffnet, ging es an den Signiertisch.

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Paul Cleave signiert „Opfertod“…

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… während Wulf Dorn sich in „Mein böses Herz“ verewigt.

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Umringt von Thriller-Größen: Wulf Dorn (links) und Paul Cleave (rechts), dazwischen die faszinierte buchstabenfaengerin 🙂

Nach der Veranstaltung nahmen wir aber nicht nur viele Erinnerungen, Fotos und Bücher mit nach Hause, sondern auch Karikaturen von uns im Sherlock Holmes-Stil. Den ganzen Abend saß nämlich die fleißige Zeichnerin Charlotte Hofmann an ihrem Pult und porträtierte die Gäste.

Fazit: Ein unvergesslicher, schaurig-schöner Abend in Leipzig, für den dem Team der Buchhandlung Ludwig ein großes Dankeschön gebührt!

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Die mitgebrachten Schätze von der Krimi-Lese-Nacht