And the „Zapfig“-Winner is …

Beim diesjährigen Buchmesse-Gewinnspiel konntet Ihr bis gestern für ein Exemplar des Krimis „Zapfig“ von Felicitas Gruber in den Lostopf hüpfen.


© DIANA Verlag

Dafür brauchtet Ihr das richtige Lösungswort. Das haben alle Teilnehmer mustergültig erraten. Es lautete: KRIMINALROMAN.

Und nun kommen wir zur Verkündung des Gewinner-Namens, für den sich der Zufallsgenerator entschieden hat:

*TUSCH*

*TROMMELWIRBEL*

Obwohl der Frühling endlich naht, wird es ZAPFIG für:

Angelika Spornraft

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte seid nicht traurig, wenn Eure Glücksfee diesmal ihren Job vernachlässigt hat. Denn der Welttag des Buches, der Jahr für Jahr am 23. April gefeiert wird, kommt mit Riesenschritten auf uns zu – und dann wird es hier die nächste Verlosung geben.

Frisch rezensiert: „Zapfig“ von Felicitas Gruber

Mord in der Brauerei: Ein spritzig-erfrischender Krimi-Genuss 

Meine Bewertung: ★★★★★

 © Diana Verlag

Zapfig ist es in diesem Februar in München – und damit ist nichts anderes als „eiskoid“ gemeint. Bei Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und ihrer Kollegenschar geht es trotzdem heiß her: Erst werden sie in die Wohnung einer jungen Frau gerufen, die tot in ihrem Badezimmer liegt. Nur kurz darauf wird deren Schwiegermutter in spe ertrunken in einem Braukessel aufgefunden. Auffällig: Beide Todesfälle sind mit der Münchner Brauerei „Rößlbier“ verknüpft. Die Tote aus dem Bad, Nathalie Grimm, war die Sekretärin, während es sich bei der Leiche aus dem Braukessel um keine Geringere als „Rößlbier“-Chefin Uschi Roßhaupter handelt. Und obwohl die Kripo um Großstadtcowboy Joe Lederer ohnehin schon genug mit ihren Ermittlungen zu tun hat, ahnt noch niemand, dass die mysteriöse Mordserie im Münchner Braugewerbe so schnell kein Ende nehmen wird …

Dr. Sofie Rosenhuth geht in „Zapfig“ schon zum vierten Mal gemeinsam mit ihrem On-Off-Ex-Mann Joe Lederer auf Mördersuche – sehr zur Freude ihrer zahlreichen Fans.

Das Autoren-Duo Felicitas Gruber, bestehend aus den beiden Münchner Schriftstellerinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, lässt auch mit ihrem vierten Krimi aus dieser Reihe die Herzen ihrer Leserinnen und Leser höher schlagen. Die liebenswürdig-chaotische Dr. Sofie Rosenhuth präsentiert sich einmal mehr in Bestform. Aber auch mit den anderen lieb gewonnenen Figuren gibt es ein Wiedersehen: Macho Joe Lederer gibt sich alle Mühe, um in der Gunst seiner Sofie ja nicht zu sinken, Tante Vroni kuriert am Chiemsee unter zig Araberinnen ihr kaputtes Knie aus, während Sofies Assistent Spike Vaterfreuden entgegensieht. Auch Mops Murmel und die eisige „Dr. Iglu“ Elke Falk, ihres Zeichens Chefin der Rechtsmedizin, fehlen nicht.

Aber nicht nur die wieder einmal in den schillerndsten Farben erstrahlenden Charaktere machen „Zapfig“ zu einem humorvollen Krimivergnügen, sondern auch der überzeugende Plot. Bis zum Ende darf geknobelt werden, wer hier wen auf dem Gewissen hat.

Langweilig wird es schon wegen der vielen kleinen Nebengeschichten nicht, die den Puls der Zeit wiedergeben: Sofie und Joe suchen eine bezahlbare Wohnung (was in München ein nahezu aussichtsloses Unterfangen ist), während der aus Aleppo geflüchtete Faris mit Ablehnung und einem gewalttätigen Übergriff zu kämpfen hat. Doch trotz dieses ernsten Themas kommt der Humor in „Zapfig“ nicht zu kurz. Gleiches gilt für den bayerischen Dialekt. Aber keine Sorge: Es braucht kein Glossar, um die Dialoge ins Hochdeutsche zu übersetzen.

Die Krimis um Dr. Sofie Rosenhuth sind nicht allein wegen ihrer herzallerliebsten Figuren, des Frohsinns, des federleichten Schreibstils von Felicitas Gruber und der typisch bayerischen Machart etwas Besonderes, sondern auch, weil die beiden Autorinnen dank fachkundigem Rat wieder einmal mit viel rechtsmedizinischem Know-How aufwarten.

Da „Zapfig“ erst am 13. Februar 2017 erschienen ist, wird Band fünf wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude …


***GEWINNSPIEL***

Noch bis zum 4. April 2017 könnt Ihr beim aktuellen Gewinnspiel mitmachen. Mit ein bisschen Glück gehört Euch bald ein Exemplar des Krimis „Zapfig“. Das Gewinnspielformular und weitere Infos findet Ihr hier.


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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Zapfig“

Zur Homepage der Autorinnen: Brigitte Riebe

Frisch rezensiert: „Dunkeltage im Elbsandstein“ von Thea Lehmann

Exilbayer Leo Reisinger ermittelt wieder in der Sächsischen Schweiz

Meine Bewertung: ★★★★

Dunkeltage im Elbsandstein© SAXO’Phon Verlag

Eigentlich will die Seniorin Helga Dünnebier im Ottendorfer Wald nur ein paar Pilze sammeln. Doch neben Ziegenlippen, Steinpilzen und Co. findet sie noch etwas anderes: Eine Leiche. Es ist ein junger Mann, der da mausetot neben seinem BMW auf dem Feldweg liegt. Oma Dünnebier benachrichtigt umgehend die Polizei – und das halbe Dorf. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Es wird nicht bei einem Toten in dem lauschigen Örtchen in der Sächsischen Schweiz bleiben …

In „Dunkeltage im Elbsandstein“ ermittelt Kriminalkommissar (oder, um Helga Dünnebier zu zitieren: „Krimikommissar“) Leo Reisinger in seinem zweiten Fall. Der Exilbayer, der seinen Dienst nun schon seit mehreren Monaten in Sachsen versieht, bekommt es diesmal mit der Dresdner Unterwelt, zwei vermissten Frauen, drei Toten und der erstaunlichen Höhlenlandschaft des Elbsandsteingebirges zu tun.

Die Autorin Thea Lehmann stammt aus Oberbayern und hat seit 19 Jahren einen sächsischen Mann an ihrer Seite. Deshalb verfügt sie über einen reichen Erfahrungsschatz zur sächsisch-bayerischen Freundschaft, aus dem sie in ihrer Krimireihe um Leo Reisinger reichlich schöpft. Die Eigenarten der jeweiligen Landsleute hat sie, wie schon im ersten Teil „Tod im Kirnitzschtal“, einmal mehr sehr schön herausgearbeitet. Es wird gesächselt und boarisch g’redt, allerdings immer verständlich für all jene, die weder im sächsischen noch im bayerischen Dialekt bewandert sind. Hin und wieder kommt es aber zwischen den Sachsen und den Bayern im Buch zu sehr amüsanten Verständigungsschwierigkeiten.

Überhaupt enthält dieser Krimi eine gute Dosis Humor, ohne dabei ins Lächerliche abzudriften. Die Figuren sind unverwechselbar und (mit Ausnahme der bösen Gestalten) so liebenswert (an dieser Stelle sei erneut auf Oma Dünnebier oder den trotteligen Vater Böhmer verwiesen, der ohne seine verschwundene Ehefrau Christine vollkommen hilflos ist), dass man gar nicht anders kann, als sie zu mögen.

Ottendorf im Kirnitzschtal beschreibt Thea Lehmann so bildhaft, dass man meint, sich direkt dort zu befinden. Etwas mehr Vorstellungskraft muss man mitbringen, wenn man sich mit den Besonderheiten der Höhlen im Elbsandsteingebirge nicht auskennt. So richtig anschaulich war deren Beschreibung für mich persönlich nämlich leider nicht.

Ansonsten ist der zweite Fall für Leo Reisinger – der übrigens unabhängig von Band eins gelesen werden kann – ein rundum gelungener und humorvoller Krimi, der auch vor ernsten Themen nicht haltmacht.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Dunkeltage im Elbsandstein“

Zur Homepage der Autorin: Thea Lehmann

Verlosung zu „Schweinskopf al dente“: Wer hat gewonnen?

(c) dtv 

Zuerst einmal vielen Dank für Eure rege Beteiligung bei der Verlosung zu Rita Falks Provinzkrimi „Schweinskopf al dente“!

Die richtige Lösung haben alle gewusst: Der Hund von Ermittler Franz Eberhofer heißt Ludwig.

Gewinnen konnte allerdings nur einer von Euch und das ist 

dohlen.

Herzlichen Glückwunsch!

Euch allen wünsche ich einen wunderschönen Adventssonntag!

Frisch rezensiert: „Blaues Blut“ von Felicitas Gruber

Endlich: Fall Nummer 3 für Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth!

Meine Bewertung: ★★★★

© Diana Verlag

Sommer, Sonne, Obduktion: Eine tote Adelige liegt mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Badewanne. Draußen herrscht herrlichstes Badewetter, doch Dr. Sofie Rosenhuth muss sich derweil im Münchner Institut für Rechtsmedizin mit dem Leichnam der ermordeten Frau beschäftigen. Sofies Ex-Mann, der Kriminaler Joe Lederer, scharrt schon mit den Hufen, denn er will den Täter schnellstmöglich dingfest machen. Kurze Zeit später geschieht bereits der nächste Mord in der Adelsfamilie. Ein schauriger Anblick für alle Vertreter der an den Tatort gerufenen Professionen, denn der Leiche wurde der Kopf abgetrennt…

Mit „Blaues Blut“ ist am 13. Juli 2015 der dritte Fall für die „Kalte Sofie“ erschienen. Das Autorinnen-Duo Felicitas Gruber, bestehend aus den beiden Schriftstellerinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, hat sich mit ihren Krimis um die Münchner Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth inzwischen eine große Fangemeinde erarbeitet, die Band Nummer drei ungeduldig entgegengefiebert hat.

Bei Amazon steht das Buch zur Stunde auf Platz 20 der deutschen Krimi- und Thriller-Bestsellerliste. Kein Wunder, denn die Mischung aus Humor, rasanter Krimigeschichte, brillanten Figuren und rechtsmedizinischem Know-How bietet alles, was der Krimi-Freund für vergnügliche Lesestunden braucht. Auch ein Schuss Romantik darf nicht fehlen, denn Sofie und ihr Ex Joe kommen sich wieder näher. Das wird besonders eingefleischten Leserinnen gut gefallen, denn nicht wenige erhofften sich ein derartiges Comeback zwischen den beiden.

Erstleser der Reihe können sich mit „Blaues Blut“ bedenkenlos in die Welt von Sofie und Co. stürzen, ohne befürchten zu müssen, etwas Wesentliches verpasst zu haben, wenn sie die beiden Vorgängerbände „Die Kalte Sofie“ und „Vogelfrei“ nicht gelesen haben. Allerdings muss ich an dieser Stelle eine ganz klare Empfehlung dieser Bücher aussprechen, denn sie machen genauso viel Spaß wie der aktuelle Fall.

Diesmal kommt die wunderbare Hauptfigur Sofie noch zackiger daher und zeigt sich sogar von ihrer schwarzhumorigen Seite – etwa bei meiner Lieblingspassage auf Seite 191. Dort geht es um Schäferhunde und ich konnte gar nicht anders, als laut loszuprusten. Ihre chaotische Art, der ewige Kampf mit den Pfunden und die köstlichen Streitgespräche mit ihrer inneren Stimme sind es, die Sofie so liebenswert machen.

Der Münchner Dialekt spielt – ebenso wie die bayerische Landeshauptstadt und ihre Traditionen – erneut eine große Rolle. Die Liebe der Autorinnen zu ihrer Heimatstadt ist deutlich zu spüren. Die (wenigen) in Mundart geschriebenen Dialoge erschließen sich auch für Nicht-Bayern – obwohl es durchaus Vokabeln gibt, die man zweimal lesen muss, um sie zu verstehen.

Nachdem die 304 Seiten von „Blaues Blut“ nun hinter mir liegen, komme ich zu dem Schluss, dass Fall Nummer drei seinen beiden Vorgängern in nichts nachsteht und ich einmal mehr gut von Felicitas Gruber unterhalten wurde.

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Zum Buch auf Amazon.de: „Blaues Blut“

Zum Buch auf der Homepage des Diana Verlags: „Blaues Blut“

Zur Homepage des Autorinnen-Duos: Felicitas Gruber

Frisch rezensiert: „Der Tote am Kirchturm“ von Alexander Bálly

„Ja verreck! A echte Leich‘!“

Meine Bewertung: ★★★★

Der Tote am Kirchturm
© Sutton Verlag

Dieser prägnante Ausspruch entfleucht dem 16-jährigen Robert Messerer, der in Wolnzach eben das findet – a echte Leich‘. Und zwar die von Benedikt Singer, einem vermögenden Künstler aus der Holledau, der neben seiner Freundin auch seine Gattin hinterlässt. Als zweifelsfrei feststeht, dass das Opfer mit Gift getötet wurde, fällt der Verdacht auf die Noch-Ehefrau – sind Giftmorde doch erfahrungsgemäß Frauensache. Doch ob das Ermittlerteam um Karl Konrad damit richtig liegt? Der ehemalige Metzgermeister Ludwig Wimmer und seine 13-jährige Enkelin Anna glauben nicht daran und agieren undercover…

„Der Tote am Kirchturm“ ist Fall Nummer zwei für Ludwig Wimmer und Anna. Schon im Vorgänger „Der Tote am Maibaum“ haben die beiden leidenschaftlichen Freizeit-Detektive erfolgreich die offiziellen Ermittlungen unterstützt – doch besonders erbaut war die Gendarmerie darüber nicht. Autor Alexander Bálly lässt die Hobby-Polizisten nun wieder von der Leine. Das tut er, wie schon im Vorgänger, mit jeder Menge Humor und Mundart. Die verbreitet eine gewisse Heimeligkeit und ist auch für Leser, die nicht in der Hallertau leben, verständlich, vergleichsweise aber anspruchsvoller als im ersten Band.

Der Wortschatz des Autors scheint unerschöpflich zu sein. Für seine kreativen Ausdrücke kann man ihn nur bewundern. Stumpfe Wortwiederholungen und einfallslose Sätze? Nicht mit Alexander Bálly! Ebenso vielfältig sind die Themen, die dem Leser im Buch begegnen: Ob irische Rindviecher, apothekeneigene Giftbücher, freiverkäufliche Überwachungstechnik oder Brauchtumspflege – man kann beim Schmökern dieses heiteren Kriminalromans nur dazulernen!

„Der Tote am Kirchturm“ zeichnet sich durch eine solide Krimihandlung aus. Der Leser tappt dabei genauso lange im Dunkeln wie die Polizei und die Hobby-Detektei. Die Aufklärung des Falles zieht sich zwischendurch ein wenig hin, aber diese kleine Durststrecke übersteht der Leser durch die witzigen Geschehnisse und Dialoge unbeschadet.

Wer meint, 248 Seiten böten zu wenig Lesevergnügen, kann versichert sein, dass bedingt durch die kleine Schrift für abendfüllende Lektüre gesorgt ist. 248 Seiten sind eben nicht gleich 248 Seiten.

Mir hat das Wiedersehen mit Ludwig Wimmer und Anna jedenfalls richtig viel Spaß gemacht.

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Zum Buch auf Amazon.de: „Der Tote am Kirchturm“

Zum Buch auf der Homepage des Sutton Verlags:  „Der Tote am Kirchturm“

Zur Homepage des Autors: Alexander Bally

Zu meiner Rezension des ersten Holledau-Krimis „Der Tote am Maibaum“

Meine Rezension zum Krimi „Wolfsschlucht“ bei krimizeitschrift.de

Neues aus der Krimi-Redaktion: Heute wurde meine Rezension zu Andreas Föhrs jüngstem Kriminalroman „Wolfsschlucht“ bei krimizeitschrift.de veröffentlicht. Wie mir Fall Nummer 6 für die Ermittler Wallner und Kreuthner gefallen hat, könnt Ihr hier nachlesen.

Wolfsschlucht© Verlagsgruppe Droemer Knaur

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