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Frisch rezensiert: „Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg

Erschreckend, bedrückend und unglaublich wichtig: Das erste Buch eines männlichen Gewaltopfers

Meine Bewertung:  ★★★★★

Darjeeling Pur© Outbird Verlag

Es ist ein Thema, das bisher in der Öffentlichkeit so gut wie nicht existierte – und wenn, dann höchstens, um ungläubig belächelt zu werden: Gewalt gegen Männer.

Doch es gibt einen Mann, der mit diesem gesellschaftlichen Tabu bricht und einer bis dato totgeschwiegenen Problematik ein Gesicht gibt. Sein Name ist Tami Weissenberg, er ist 36 Jahre alt und er lebt in Sachsen. Am 13. Juli 2018 erschien im Outbird Verlag sein Buch „Darjeeling Pur“, in dem er das Martyrium aufarbeitet, das er jahrelang ertrug.

Tami Weissenberg lernt eine Frau kennen und geht mit ihr eine Beziehung ein. Man zieht zusammen, lebt ein gemeinsames Leben – aber die große Liebe ist es nicht. Sein Helfersyndrom ist es, das ihn bei ihr bleiben lässt, der Frau, die doch in ihrer Kindheit so viel Vernachlässigung und in ihrer vorhergehenden Ehe Gewalt erfahren hat. Man zieht zusammen, richtet ein gemeinsames Konto ein, heiratet schließlich und genießt ein fast schon glamouröses Dasein – Putzfrau, Gärtner und parkähnliches Grundstück inklusive. Tami verdient als Geschäftsführer einer Firma gutes Geld – und seine Frau hat ein unglaubliches Talent dafür, es mit vollen Händen auszugeben. Immer weiter zieht sie die sprichwörtliche Schlinge um seinen Hals zu. Sie verwaltet das Geld, isoliert Tami mehr und mehr von Familie und Freunden und macht ihn schließlich vollständig von sich abhängig. Was ganz perfide begann, schlägt bald darauf in regelrechte Gewaltorgien um, denen Tami trotz seiner Körpergröße von fast zwei Metern nichts entgegensetzt – Frauen schlägt man schließlich nicht. Nach außen hin halten die beiden die funkelnde Fassade aufrecht, aber hinter verschlossenen Türen erlebt Tami die Hölle auf Erden …

„Darjeeling Pur“ ist ein Buch, das man nach dem Lesen nicht einfach weglegt. Zu sehr beschäftigt einen der starke Tobak, den Tami Weissenberg in diesem autobiografischen Buch beschreibt – und zwar in deutlichen Worten und ungefiltert. Seine Worte sind wie Glasscherben, die sich in die Haut des Lesers bohren. Dieses Buch ist schmerzhaft. Es ist schonungslos und es schockiert.

Nachdem ich das letzte Kapitel gelesen hatte, musste ich erst einmal tief durchatmen. Zu ungeheuerlich erscheinen einem die Ereignisse und diese eiskalte, berechnende Frau, die zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse wohl sogar über Leichen gehen würde.

Aber Tami Weissenberg jammert nicht. Er stellt sich nicht als armes Opfer häuslicher Gewalt dar, das mitleidheischend von seinen Erfahrungen berichtet. Ebenso wenig sinnt er auf Rache. Den Namen der Frau, weitere Angaben, die Rückschlüsse auf diese Person zulassen, oder gar Hasstiraden sucht man in diesem Buch vergeblich. Tami Weissenbergs Intention, dieses Buch zu schreiben, war, dem Thema Gewalt gegen Männer ein Gesicht zu geben, diesem wichtigen Thema, das bislang öffentlich unter den Teppich gekehrt wurde. Tami Weissenbergs Mut und sein Engagement sind beispielhaft. Der Autor hat den Verein Weissenberg e. V. gegründet, der eine Männerschutzwohnung betreibt und ein großes Netzwerk an Hilfsangeboten für männliche Gewaltopfer bietet. In vielen Fernseh-, Radio- und Printmedien hat er das Thema häusliche Gewalt aus einer Perspektive zur Sprache gebracht, die viele gar nicht kennen oder schlicht nicht wahrhaben wollen. Doch damit nicht genug: Aktuell arbeitet er an der Fortsetzung von „Darjeeling Pur“, die aller Voraussicht nach im Frühjahr 2019 erscheint und nicht nur von mir mit Spannung erwartet wird.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Darjeeling Pur“

Zum Buch bei Amazon.de: „Darjeeling Pur“

Zur Facebook-Seite des Autors: Tami Weissenberg

Zur Facebook-Präsenz von Weissenberg e. V. – Männernetzwerk Plauen/Vogtland

Zur Homepage der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen

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Frisch rezensiert: „Stille Schwester“ von Martin Krist

Ein Thriller mit (zu) viel Tempo

Meine Bewertung:  ★★★

Stille Schwester© R & K, Martin Krist

Eine getötete Rentnerin, ein Junge, der bei einem Brandanschlag auf einen türkischen Laden in Berlin-Kreuzberg ums Leben kommt, ein ermordeter werdender Vater, dazu noch zwei weitere ungeklärte Tötungsdelikte, die zu einer Serie zu gehören scheinen: Die Mordkommission um Henry Frei hat wirklich alle Hände voll zu tun.

Nach „Böses Kind“ schickt der Berliner Schriftsteller Martin Krist seinen Protagonisten Henry Frei in „Stille Schwester“ zum zweiten Mal auf Mörderjagd. Der erste Band der Reihe endete mit einem Cliffhanger par excellence und ließ dabei so manche Frage offen. „Stille Schwester“ bringt, so viel sei verraten, Licht ins Dunkel. Dennoch sollte man den ersten Teil unbedingt vorher gelesen haben, denn sonst läuft man leicht Gefahr, den roten Faden zu verlieren.

Ein pedantischer Kommissar, eine kränkelnde Ermittlerin und ein übermotivierter Jungspund – diese drei Figuren bilden den Kern des Teams, das aufgrund der unterschiedlichen Charaktere allerhand sozialen Sprengstoff bietet. Auch die Story wird niemals ermüdend – ganz im Gegenteil: Die Kommissare hetzen in atemberaubendem Tempo von Tatort zu Tatort. Aus all den Ereignissen, die Martin Krist auf 232 Buchseiten komprimiert, hätten andere Autoren womöglich eine Trilogie gemacht. Ich gebe ehrlich zu, dass ich manchmal mit dem Tempo des Thrillers nicht Schritt halten konnte.

Doch Martin Krist wäre nicht Martin Krist, wenn er in all die Gräuel nicht die Tristesse der Großstadt und zwischenmenschliche Unzulänglichkeiten eingebaut hätte. Das ist ihm einmal mehr hervorragend gelungen. Berlin im Schneematsch, kalt, grau, trostlos – diese Kulisse bildet den perfekten Rahmen für die rasante Handlung des Thrillers! Mittendrin eine junge Frau, die sich glücklich verliebt wähnt – und sich dann verbittert fragen muss, ob sie ihrem Lebensgefährten überhaupt noch trauen kann. Für kleine Atempausen zwischen den Kapiteln sorgen E-Mails an Kommissar Frei, die er von einem unbekannten Absender erhält, der darin seine Kindheit und das problematische Verhältnis zu seiner Schwester schildert.

Alles in allem ist „Stille Schwester“ ein absolut lesenswerter Stoff, aber hin und wieder hat mich die Schnelligkeit der Handlung und die Flut der Ereignisse überrollt. Nichtsdestotrotz möchte ich natürlich wissen, wie es weitergeht! Ein dritter Teil der Henry Frei-Reihe ist bisher noch nicht angekündigt worden. Aber da Martin Krist bekanntlich fast schon schneller schreibt, als man lesen kann, wird der nächste Band sicher nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Erst vor wenigen Tagen hat er den Auftaktband zu einer neuen Thriller-Serie veröffentlicht: „Freak City – Hexenkessel„. Martin Krist hat jede Menge Crime im Blut!

→ Interessante Links

Zum Buch bei Amazon.de: „Stille Schwester“

Zur Homepage des Autors: Martin Krist

Zum Buchtrailer von „Freak City – Hexenkessel“

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Auslosung des Gewinnspiels zum Welttag des Buches 2018

„Heja!“, würde Gustaf sagen, der Held des Romans „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske. Dieses Buch konntet Ihr anlässlich des Welttages des Buches 2018 mit ein wenig Glück gewinnen.

Eure Meinung war gefragt – und zwar bezüglich des Covers. Die Klappenbroschur des Romans hat nämlich ein anderes Gesicht als die Taschenbuchausgabe und das E-Book.

Bevor der Name des/der glücklichen Gewinners/Gewinnerin von „Gustaf – Alter Schwede“ gleich feierlich verkündet wird, werfen wir einen Blick auf das Abstimmungsergebnis.

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73,33 %                             26,67 %

© Cover: HarperCollins Germany

Das „alte“ Cover hat bei Euch also eindeutig die Nase vorn.

Und über ein Exemplar eben dieser Ausgabe darf sich

SABIENE

freuen.

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle Teilnehmer!

Veröffentlicht in Gewinnspiel

Auslosung des Gewinnspiels zu „Das Ende des Schweigens“

Erinnert Ihr Euch an das Interview mit Claudia Rikl, der Autorin des Krimis „Das Ende des Schweigens“? Dabei konntet Ihr ein Exemplar des Buchs gewinnen, wenn Ihr die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage gewusst habt. Bei dieser war der Name des Ermittlers und Protagonisten gefragt. Richtig ist: Michael Herzberg.

rikl_cc.indd© Rowohlt

Der Zufallsgenerator von random.org hat wieder mal Glücksfee gespielt und sich

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als Gewinnerin herausgepickt.

Herzlichen Glückwunsch!

Übrigens läuft momentan noch ein weiteres Gewinnspiel auf meinem Blog – und zwar hier. Wer noch nicht mitgemacht hat: Es ist noch Zeit, um in den Lostopf zu hüpfen!

Veröffentlicht in Gewinnspiel, Welttag des Buches

Gewinnspiel zum Welttag des Buches 2018

Hoch die Tassen … äh Bücher!

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Heute feiern wir den 23. Welttag des Buches. Seit 1995 wird dieser von der UNESCO ausgerufene Feiertag rund um das Lesen jedes Jahr am 23. April begangen. Und weil nicht nur das Schmökern, sondern auch das Schenken Spaß macht, habe ich mir überlegt, heute zum Welttag des Buches ein Gewinnspiel zu veranstalten.

Verlost wird ein Buch, das am 2. Januar 2017 erschienen ist und mir richtig viel Lesevergnügen beschert hat: „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske.

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Klappentext:

Wo ist bloß der Haken?
Das fragt sich Familie Baumann noch, als der Möbelwagen vor ihrer jüngst zum Schnäppchenpreis erstandenen Traumvilla im rheinischen Rotthoven vorfährt. Zu Recht: Hätte sie gewusst, dass ihr fortan Gustaf, der 411 Jahre alte Schwede, Hausgeist, Trunkenbold und Schwerenöter, das Leben zur Hölle macht, hätte sie ihre großen und kleinen Krisen sicher anders zu lösen versucht. Aber wenn Gustaf nicht gewesen wäre, hätten sie vielleicht beinahe ihr Glück verpasst …
Der Vierhundertjährige, der aus dem Keller stieg und nur bis zum Sofa kam.

Gustaf - Alter Schwede© Klappentext und Cover: HarperCollins Germany

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr habe ich meine Rezension zu diesem humorvollen Roman veröffentlicht. Ihr findet sie hier.

Das oben abgebildete Cover bezieht sich übrigens auf die Klappenbroschur, die auch verlost wird. Inzwischen hat „Gustaf“ nämlich ein neues Gesicht bekommen – sowohl im Taschenbuch- als auch im E-Book-Format. Und das sieht so aus:

Gustaf - Alter Schwede_TB_EB© HarperCollins Germany

Wenn sich auch die Verpackung voneinander unterscheidet, ist der wunderbare Inhalt doch derselbe geblieben. Also, wenn Ihr mal wieder so richtig herzlich lachen wollt, dann kann ich Euch „Gustaf – Alter Schwede“ nur empfehlen.

Nutzt Eure Gewinnchance und macht mit!

Wie könnt Ihr am Gewinnspiel teilnehmen?

Indem Ihr mir verratet, welches „Gustaf“-Cover Euch besser gefällt! Abstimmen könnt Ihr im Gewinnspielformular ganz unten. Wählt Euren Favoriten aus, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Romans „Gustaf – Alter Schwede“ von Claus Vaske – als Klappenbroschur, nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 23. April bis zum 10. Mai 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Für welches Cover Ihr Euch entscheidet, hat keinen Einfluss auf die Verlosung. Der/die Gewinner/in wird am 11. Mai 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!

WELCHES COVER GEFÄLLT DIR BESSER?
Entscheide Dich im Gewinnspielformular (nicht durch Klicken auf die Bilder) für Deinen Favoriten!

Das alte Cover          Das neue Cover

© HarperCollins Germany

GEWINNSPIELFORMULAR

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„Das Ende des Schweigens“ von Claudia Rikl – Rezension und Interview (mit Gewinnspiel)

Die langen Schatten der DDR

Meine Bewertung: ★★★★

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© Kindler/Rowohlt Verlag

Die Journalistin Susanne Ludwig freut sich auf eine Auszeit in einem Neubrandenburger Ferienhaus. Doch noch bevor ihr Urlaub beginnen kann,  macht sie in der Ferienhaussiedlung einen grausigen Fund: Susanne entdeckt die blutgetränkte Leiche eines älteren Mannes, dem die Zunge herausgeschnitten wurde. Nachdem sie sich im Krankenhaus einigermaßen von dem Schock erholt hat, erwacht ihr journalistischer Eifer. Sie will wissen, wer den Mann auf dem Gewissen hat – und was es mit der abgeschnittenen Zunge, die auf einem Armeekäppi neben dem Toten abgelegt wurde, auf sich hat.

In „Das Ende des Schweigens“ begibt sich Autorin Claudia Rikl in eine fast vergessene Welt – die der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA). Sie recherchierte gewissenhaft und stellt in ihrem ersten Kriminalroman eine Parallelgesellschaft vor, in die das gemeine Volk seinerzeit  kaum Einblicke erhielt und in der  es drakonische Strafen und grausige Rituale gab. All dies verknüpft sie mit einem spannenden Kriminalfall, der in der Gegenwart spielt. Im Zentrum der Ermittlungen steht Kommissar Michael Herzberg. Für ihn ist dieser Fall etwas Besonderes, denn er taucht zwangsläufig in seine Vergangenheit ein. Eine Vergangenheit, die ihm bis heute Angst vor geschlossenen Räumen verursacht, denn Herzberg war zu DDR-Zeiten im berüchtigten Gefängnis in Bautzen inhaftiert.

Es sind die tatsächlichen Begebenheiten, die diesem Krimi das besondere Etwas verleihen und ihn dadurch realistisch erscheinen lassen: Claudia Rikl thematisiert das gefürchtete NVA-Gefängnis in Schwedt, Massenselbstmorde zu der Zeit, als die Rote Armee in Deutschland einmarschierte und Rituale wie die „Musikbox“, mit der NVA-Angehörige ihre Kameraden traktierten.

Die Hauptfiguren des Romans kämpfen mit ihren Dämonen: Kommissar Herzberg hat Probleme mit seiner Ehefrau, die im Rollstuhl sitzt, während die Journalistin Susanne Ludwig psychische Probleme und ein Sorgerechtsstreit plagen. Dennoch empfand ich die Charaktere ein bisschen zu distanziert – man könnte auch sagen, dass ich mit ihnen nicht so richtig warm geworden bin.

Der Kriminalfall selbst ist allerdings  durchweg spannungsreich. Mit einer logischen Handlung und der Tatsache, dass Täter und Motiv erst am Schluss offenbart werden, ist „Das Ende des Schweigens“ ein handwerklich hervorragend gemachter Krimi.

Claudia Rikls Schreibstil würde ich als unaufgeregt und durchaus anspruchsvoll bezeichnen.

Derzeit arbeitet die in Leipzig lebende Autorin am zweiten Fall für Kommissar Herzberg und sein Team. Da das Ende des aktuellen Bandes durchaus über Cliffhanger-Qualitäten verfügt, darf man gespannt sein, wie es speziell privat für Michael Herzberg weitergeht.

Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Das Ende des Schweigens“

Claudia Rikl bei www.krimi-couch.de

Bibliografische Angaben

  • Erscheinungstermin: 13. März 2018
  • erschienen bei: Kindler (Rowohlt)
  • Seitenanzahl: 528 Seiten
  • ISBN-13: 978-3463406855

Interview mit der Autorin

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2018 habe ich Claudia Rikl zu ihrem Kriminalroman „Das Ende des Schweigens“ interviewt.

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Autorenfoto von Claudia Rikl
© Stefan Hoyer

Frau Rikl, „Das Ende des Schweigens“ ist Ihr erster Roman. Wie fühlt es sich an, Lesungen zu veranstalten und auf der Leipziger Buchmesse in der LVZ-Autorenarena vor einem großen Publikum darüber zu sprechen?
Es fühlt sich großartig an, denn nur die Leser und die Journalisten können uns letztendlich mitteilen, ob sich die Mühe auch gelohnt hat. Ihr Feedback ist sogar manchmal entscheidend dafür, ob wir weitermachen! Aber natürlich ist all dies mit viel Aufregung verbunden. So ein Schriftstellerleben ist ja prinzipiell eher einsam. Obwohl man in der letzten Arbeitsphase, der Fertigstellung des Buches, ständig mit dem Verlag in Kontakt ist – für das Lektorat und das Cover, die Klappentexte und die Werbemaßnahmen – gibt es zuvor, während des Schreibens, kein Team, mit dem man täglich zusammenarbeitet. So eine Buchmesse mit ihren Lesungen und Gesprächen reißt einen aus dieser stillen Beschaulichkeit heraus. Und das tut dann natürlich gut.

In Ihrem Buch setzen Sie sich intensiv mit dem Thema NVA auseinander. Ihr Roman hat mich dazu bewogen, im Internet zu stöbern und ein paar entsprechende Foren zu besuchen. Diese Rituale wie die „Musikbox“ gab es ja tatsächlich. Wie haben Sie recherchiert? Gab es Gespräche mit ehemaligen NVA-Angehörigen, die so etwas miterlebt haben, die vielleicht gar im gefürchteten Militärgefängnis in Schwedt eingesessen haben?
Prima, dass sie das Buch dazu angeregt hat, sich in das Thema einzulesen! Das habe ich natürlich auch getan. Die Militärgeschichte der DDR ist sehr gut erforscht, es gibt mittlerweile viel Literatur dazu, ich habe im Chr. Links Verlag etliche Bände gefunden und mich eingelesen, aber auch das SPIEGEL-Archiv war eine große Hilfe, was das Thema „Waffenverkäufe nach der Wende“ betrifft. Und ich habe auch auf Erfahrungsberichte von Soldaten zurückgegriffen, teilweise habe ich das Internet herangezogen, teilweise meine eigenen Erinnerungen. Ich bin ja in der DDR aufgewachsen, in einer stark militarisierten Gesellschaft. Wir sahen schon als Kinder Werbefilme über die NVA, mussten in der achten Klasse eine vormilitärische Ausbildung absolvieren. Ich wusste, dass unsere Klassenkameraden Angst davor hatten, zur NVA eingezogen zu werden, weil die dortigen Zustände und die drohenden Schikanen durch Vorgesetzte und Kameraden allgemein bekannt waren. Sogar eine Lehrerin erzählte einmal, was ihr Bruder dort erleben musste, man hatte ihm Stahlhelme an Ellbogen und Knie geschnallt und ließ ihn über den Flur schlittern. Ich kannte also viele solcher Geschichten, allerdings keinen, der in Schwedt einsitzen musste. Daher habe ich nicht noch einmal eigens mit ehemaligen Soldaten sprechen müssen.

Ihr Protagonist, der Kommissar Michael Herzberg, war ja selbst wegen eines verbotenen Buches in Bautzen inhaftiert. Dieses Gefängnis stand ja für schreckliche Haftbedingungen. Heute ist es eine Gedenkstätte. Haben Sie sie schon einmal besucht?
Es gibt in Bautzen zwei Gefängnisse, das „Gelbe Elend“ und das Stasigefängnis Bautzen II. In letzterem hat Herzberg eingesessen. Dort war ich und habe mir das Gefängnis und eine sehr beeindruckende Ausstellung zum Thema angesehen. Ich habe da beispielsweise erfahren, dass die Staatssicherheit Hunderte von Bundesbürgern in die DDR entführt hat und auch in Bautzen II inhaftierte – was mich sehr schockiert hat.

Als die Wende kam, waren Sie 18 Jahre alt. Wie empfanden Sie das Leben in der DDR? Waren Sie Pionierin und in der Freien Deutschen Jugend (FDJ)?
In meiner Kindheit habe ich mein Leben in der DDR als glücklich und normal empfunden – ich kannte ja kein anderes. Ich war auch bei den Pionieren und in der FDJ, das war selbstverständlich, nur die Kinder von Pfarrern und Angehörigen besonderer Religionsgruppen waren dort nicht Mitglied – aber sie durften deshalb in der Regel auch kein Abitur machen und studieren, nur auf dem zweiten Bildungsweg über die Abendschulen. Meine Eltern wollten dies nicht für mich, obwohl sie als Christen der DDR kritisch gegenüberstanden, und haben mich zu den staatlichen Organisationen und ihren Veranstaltungen geschickt. Das war ja gerade das Verrückte: wenn man nach außen hin vorgab, ein aufrechter DDR- Bürger zu sein, konnte man privat denken, was man wollte – sofern man es nicht öffentlich tat, hatte es keine negativen Konsequenzen. Als ich dann älter wurde, bekam ich aber schon mit, welche Entbehrungen und welchen Schmerz das Leben in der Diktatur mit sich brachte für diejenigen, die sich nicht unterdrücken lassen wollten und rebellierten. Aber da kam zum Glück die Wende!

Sie wurden in Naumburg geboren und leben in Leipzig. Wie sind Sie darauf gekommen, Ihren Krimi in Neubrandenburg anzusiedeln? Haben Sie eine besondere Beziehung zudiesem Ort?
Ich habe eine besondere Beziehung zu Mecklenburg, das ich wegen seiner herrlichen Landschaft und seiner Architektur sehr liebe. Auf Neubrandenburg kam ich, weil eine der drei großen Kriminalpolizeiinspektionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern dort angesiedelt ist. Nachdem ich mir die Stadt und ihre Umgebung, insbesondere den See angesehen hatte, wusste ich: das ist eine perfekte Location.

Wie lange haben Sie an „Das Ende des Schweigens“ gearbeitet?
Ich habe im November 2011 damit begonnen, im Juni 2015 war ich mit der vierten Fassung des Romans fertig, die mir dann endlich gefiel. Wenn man ganz am Anfang steht, gibt es viel zu verbessern und zu lernen.

Auf Amazon sind die ersten Rezensionen zu Ihrem Buch zu lesen, die „Das Ende des Schweigens“ allesamt mit 4 oder gar 5 Sternen bewerten. Lesen Sie die Rezensionen?
Natürlich tue ich das, es geht gar nicht anders, man ist einfach zu neugierig. Kritik ist gut, auch wenn sie einem manchmal einen kleinen Stich versetzt. Denn niemand ist perfekt, es gibt immer noch etwas zu lernen.

Können Sie schon etwas zum zweiten Band um Kommissar Michael Herzberg sagen?
Sein nächster Fall führt Herzberg in ein mecklenburgisches Dorf, wo er den Mord an einem Großbauern aufklären muss, der 1945 wegen Kriegsverbrechen enteignet wurde und 1989 zurückkam, um sich wieder in den Besitz des ehemaligen Gutes zu bringen. Die Vorgeschichte der Tat reicht dann auch zurück bis in die letzten Kriegstage des Jahres 1945 und Herzberg hat wieder nicht nur ein Verbrechen aufzuklären.

Arbeiten Sie strukturiert und plotten oder schreiben Sie einfach drauflos?
Ich schreibe eher strukturiert. Ich habe auch feste Arbeitszeiten, ganz klassisch, wie im Büro. Ehe ich mit dem Schreiben beginne, habe ich ausführliche Figurenbiografien ausgearbeitet und einen Handlungsentwurf. Ich schreibe also nicht „ins Blaue hinein“. Bei dieser Arbeitsweise muss man allerdings aufpassen, dass der Spaß am Schreiben und die Fabulierlust nicht zu kurz kommen, denn diese sind unverzichtbar, wenn man es auf 500 Seiten bringen will.

Wie haben Sie Schreiben, Familie und Job unter einen Hut bekommen?
Meine Kinder sind glücklicherweise schon groß. Mit dem Job habe ich ausgesetzt, um in Vollzeit diesen Roman zu schreiben. Da ich immer mehrere Entwürfe schreibe, benötige ich meine ganze Zeit und vor allem meine ganze Kraft. Nebenbei zu schreiben würde mich überfordern und wohl auch nicht zufrieden stellen, da es das ist, was ich tun möchte, heute und für immer.

Lesen Sie auch privat Krimis? Welche sind Ihre Lieblingsautoren?
Ich lese viel und ganz besonders gern Krimis. Fred Vargas hat mich als Erste für das Genre begeistert. Ebenso schätze ich die Schwedin Åsa Larsson, Håkan Nesser, Tana French natürlich. Vor allem aber gibt es wunderbare deutsche Kriminalliteratur, ich mag einfühlsame, kluge Stimmen wie die von Gisa Klönne, von Oliver Bottini und Elisabeth Hermann.

Vielen Dank für das Interview, liebe Claudia Rikl!


Gewinnspiel

Nachdem ich letzte Woche angekündigt hatte, dass es sehr bald ein neues Gewinnspiel geben wird, lüfte ich jetzt das Geheimnis: Ta-daaa, ich verlose ein Exemplar des Krimis „Das Ende des Schweigens“ von Claudia Rikl.

Wie könnt Ihr mitmachen?

Indem Ihr die richtige Lösung auf die Gewinnspielfrage findet! Diese findet Ihr im Gewinnspielformular ganz unten. Wählt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage aus, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis „Das Ende des Schweigens“ von Claudia Rikl – nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 14. bis zum 30. April 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 1. Mai 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit der richtigen Antwort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!

Veröffentlicht in Gewinnspiel

Auslosung des Buchmesse-Gewinnspiels 2018

Frohe Ostern, Ihr Lieben! Ich hoffe, der Osterhase hat es gut mit Euch gemeint und Euch vor allem viereckige Eier ins Nest gelegt?!

pexels-photo-953075.jpeg© Pexels.com

Falls nicht, holt er das jetzt bei einem oder einer TeilnehmerIn des Buchmesse-Gewinnspiels 2018 nach.

Zu gewinnen gab es ein Exemplar des Krimis „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg. Im Gegenzug habe ich Eure Rechenkünste beansprucht und wollte gern wissen, wie viele Kilometer ich in diesem Jahr von Donnerstag bis Samstag auf der Leipziger Buchmesse zurückgelegt habe. Die richtige Antwort lautete: 25,6 Kilometer. Diese Frage haben fast alle richtig beantwortet.

Sturmfeuer

Klappentext:

Bei der diesjährigen Regatta vor Helgoland verschwindet ein Junge aus seinem Segelboot. Kurz darauf ereignet sich an den Klippen ein unerklärlicher Todesfall. Polizistin Anna Krüger ist sich sicher: So viele Unglücke in so kurzer Zeit können kein Zufall sein. Entgegen den Erkenntnissen des LKA und den Ansichten ihres Vorgesetzten Paul ermittelt Anna weiter. Dabei stößt sie auf ein tragisches Geheimnis, das weit zurückreicht – bis zu den höllischen Bombennächten von 1945, in denen die Inselbewohner ihre Heimat verloren.

© Cover und Klappentext: HarperCollins Germany

Und nun möchtet Ihr sicher wissen, wer sich gemeinsam mit Ermittlerin Anna Krüger auf die wunderschöne Insel Helgoland begeben darf. Der Zufallsgenerator http://www.random.org hat wieder ganze Arbeit geleistet und sich jemanden aus der Liste herausgepickt.

Es ist …

MONICA HEIDT!

Herzlichen Glückwunsch, liebe Monica!

Wenn es diesmal nicht geklappt hat, dann seid bitte nicht traurig. Denn das nächste Gewinnspiel steht schon in den Startlöchern. Dann wird eine spannende Novität aus dem Rowohlt–Verlag verlost – und zwar schon nächste Woche.

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Frisch rezensiert: „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ von Antti Toumainen

Finnisches Roadmovie mit Tiefgang und Humor

Meine Bewertung: ★★★★★

 Die letzten Meter bis zum Friedhof
© Rowohlt Verlag

Eigentlich steht Jaako mit seinen 37 Jahren in der Blüte seines Lebens: Er führt einen erfolgreichen Pilzhandel, hat eine großartige Köchin zur Ehefrau und bewohnt mit ihr ein hübsches Häuschen in der finnischen Provinz. Doch dann eröffnet ihm sein Arzt, dass er sterben wird – und zwar sehr bald. Die Laborwerte zeigen, dass Jaako über einen längeren Zeitraum hinweg vergiftet wurde. Womit? Das lässt sich nicht genau sagen. Aber Jaako ist wild entschlossen, das herauszufinden – und natürlich auch, wer ihn auf dem Gewissen hat. Plötzlich steht sein Leben Kopf und die Ereignisse überschlagen sich …

Das Cover von Antti Toumainens Buch „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ hat mich auf magische Weise angezogen. Was sich wohl zwischen den schlichten, aber dennoch liebevoll-skurril gestalteten Buchdeckeln verbergen würde, habe ich mich gefragt. Cozy Crime? Ein Roman mit bitterbösem Humor? Ein abgedrehter Krimi? Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich diese Frage eindeutig beantworten: eine gelungene Mischung aus alldem. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ lässt sich schwer in ein Genre pressen. Vielleicht sollte ich mich deshalb darauf beschränken aufzuzählen, was dieses Buch NICHT ist: langweilig, wehklagend, traurig.

Jakko kommt schließlich auch nur selten dazu, über seinen nahenden Tod nachzudenken. Erst erwischt er seine vermeintlich treue Gattin im eigenen Garten beim Seitensprung, dann ist ihm die gefährliche Konkurrenz aus dem Pilzbusiness auf den Fersen. Antti Toumainen erzählt ein hinreißendes finnisches Roadmovie mit einem Helden in der Hauptrolle, den ich am liebsten geheiratet hätte.* Nein, nicht weil er reich ist und bald sterben wird, sondern weil Jaako über einen beispiellosen Selbsthumor verfügt (er hadert beispielsweise trotz des herannahenden Ablebens noch immer mit seinem Übergewicht), niemals aufgibt und einen äußerst warmherzigen Protagonisten darstellt. Überhaupt sind alle Figuren des Romans einfach unverwechselbar.

Aber wer nun meint, Autor Antti Toumainen würde das Thema Tod als lapidar abtun, der irrt. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ ist nämlich ein wirklich lebenskluges Buch. Toumainen führt dem Leser ohne Pathos und erhobenen Zeigefinger, allerdings auch ohne den Tod ins Lächerliche zu ziehen, die eigene Endlichkeit vor Augen.

„Ich werde nicht gesunden, natürlich nicht, ich werde sterben. Aber das haben wir alle gemeinsam, sogar mit denjenigen, die denken, sie würden ewig leben.“

(aus „Die letzten Meter bis zum Friedhof“)

Bemerkenswert sind auch die geradezu sinnlichen Beschreibungen der Landschaft. Man möchte auf der Stelle in den Flieger steigen und Finnland einen Besuch abstatten. Für die Übersetzung der Originalausgabe mit dem Titel „Mies joka kuoli“ zeichneten übrigens der deutsche Krimiautor Jan Costin Wagner und seine aus Finnland stammende Frau Niina Katariina verantwortlich. Gemeinsam mit Annti Toumainen haben sie „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ zu einem meiner absoluten Leselieblinge gemacht.

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Zum Buch auf der Homepage des Verlags: „Die letzten Meter bis zum Friedhof“

Zur Homepage des Autors: Antti Toumainen

„Die letzten Meter bis zum Friedhof“ auf der Krimibestenliste der FAZ im März 2018

Bibliografische Angaben

  • Erscheinungstermin: 24. Januar 2018
  • erschienen bei: Rowohlt
  • Seitenanzahl: 320 Seiten
  • ISBN-13: 978-3498065522

* = Die Verfasserin dieser Rezension ist glücklich mit einem normalgewichtigen Mann verheiratet.

 

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NachLESE: Lesung mit Stephan Harbort am 9. März 2018 im Wasserschloss Klaffenbach

Zwar ist er noch nicht zu Ende, aber so viel steht schon jetzt fest: Der März war ein literarisches Highlight! Eine Woche vor Beginn der Leipziger Buchmesse erzählte Kriminalist Stephan Harbort im Wasserschloss Klaffenbach von seiner spannenden Tätigkeit. Ein ganzer Abend im Zeichen von Serienmörderinnen, der unter dem Motto „Killerfrauen“ stand.

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Wie es sich für die beliebte Veranstaltungsreihe „Mörderische Geständnisse“ gehört, war der Saal auch an diesem 9. März 2018 ausverkauft. Gebannt lauschte das Publikum den Erfahrungen des Serienkiller-Experten, der gleich am Anfang einen guten Tipp parat hatte:

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

Denn das, was in Krimis oft als siebter Sinn der Ermittler dargestellt wird, kann der Düsseldorfer Kriminalhauptkommissar nach seiner langjährigen Tätigkeit im Polizeidienst tatsächlich bestätigen.

Schon zu Anfang seiner Laufbahn ließ ihn das Thema Serienmord nicht mehr los. Harbort studierte Gerichtsakten und sprach mit vielen verurteilten Serientätern, um zu ergründen, wie sie ticken.

Das erste Buch zum Thema hat er vor 27 Jahren veröffentlicht. Seinem Erstling sind viele weitere gefolgt – bis hin zu seinem aktuellsten Werk „Killerfrauen – Deutschlands bekanntester Serienmordexperte klärt auf“. Aus dem las Stephan Harbort an diesem Abend ein Kapitel vor. Dem Publikum gefror dabei sprichwörtlich das Blut in den Adern, denn darin ging es um die „Eislady“. Die gebürtige Mexikanerin und spätere Eiscafébesitzerin wurde zur berüchtigten Mörderin, die ihre beiden Lebenspartner erschossen, zerstückelt und im eigenen Keller einbetoniert hat.

img_9485Stephan Harbort bei seiner Lesung am 9. März 2018 in Klaffenbach

Was männliche von weiblichen Serientätern unterscheidet

Auch die Theorie kam nicht zu kurz. Was unterscheidet männliche von weiblichen Serientätern? Während männliche Serienmörder ihre Opfer meist nicht kennen, morden Frauen in der Regel  im Familien- und Bekanntenkreis, so Stephan Harbort. Auch die Methoden der Tatbegehung sind  verschieden: Männer greifen bevorzugt zum Messer oder zur Pistole, Frauen hingegen wählen sanftere Methoden wie das Vergiften oder Ersticken. Insofern bildet die „Eislady“ also die berühmte Ausnahme von der Regel.

Eine weitere Serientäterin, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hat, ist die Berliner Krankenschwester Irene Becker, die von der Presse „Todesengel der Charité“ getauft wurde. Auf der Intensivstation hat sie fünf Patienten umgebracht und aus ihrer eigenen Sicht damit „das Sterben verkürzt“. Dieser Fall wurde mit Michaela May in der Hauptrolle für die Reihe „Protokolle des Bösen“ verfilmt. Darin werden Interviews von Stephan Harbort mit Serienmördern anhand von Originalzitaten nachgestellt. Die Folge, in der „Todesengel“ Irene Becker im Mittelpunkt steht, zeigte Stephan Harbort den Zuschauern in Klaffenbach in voller Länge.

Damit ging ein spannender Abend zu Ende, der nicht nur lehrreich war, sondern auch ganz gewaltig für Gänsehaut sorgte.

Killerfrauen© Droemer Knaur

 ⇒ Mehr zum Buch „Killerfrauen“

  ⇒ Zur Homepage von Stephan Harbort

Veröffentlicht in Leipziger Buchmesse 2018

Leipziger Buchmesse 2018: Mein Messe-Tagebuch – mit Gewinnspiel

Tag 1 – Donnerstag, 15. März 2018

Laufleistung: 12,6 km

Wetterlage: Sonnenschein

Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse 2018 startete mit einem Besuch am Stand der Koordinierungsstelle der Dekade für Alphabetisierung. Dort fand ein Speed-Quiz mit dem klangvollen Namen „Wischmopps oder Wischmöppe?“ statt, das sehr unterhaltsam war. Bei der Frage, was Aschenputtel eigentlich zählte, scheiterten manche. 🙂 Richtige Antwort: Linsen natürlich.

Der Stand von TWENTYSIX war die nächste Anlaufstelle. Der Selfpublisher-Verlag hatte sich gemeinsam mit den kreativen Köpfen von Snipsl einen echten Knaller ausgedacht, nämlich einen Rekordversuch,  der unter der Überschrift „Der Roman mit den meisten Autoren der Welt“ stand.

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© TWENTYSIX/Snipsl

Der Anfang des Romans „Bei Anruf Chaos“ war vorgegeben. Jeder Messebesucher, der sich einmal als Autor versuchen wollte, durfte dem vorher Geschriebenen zwei eigene Sätze hinzufügen. Und so sollte Satz für Satz eine Geschichte daraus entstehen. Spaß gemacht hat’s auf jeden Fall.  In der Snipsl-App konnte man das Gesamtkunstwerk live mitverfolgen. Dort steht der inzwischen fertige Roman auch in Gänze zum Lesen zur Verfügung.

Ernste Töne wurden dagegen bei der Lesung zum Buch „Mundtot? Stasi-Opfer der DDR-Haftpsychiatrie klagt an“ von Lothar Tiedtke angeschlagen.

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© underdog Verlag

Wir blieben in der Sachbuch-Sparte. Weiter ging es mit einem Vortrag von Dr. Christine Altstötter-Gleich, die den Ratgeber „Perfektionismus – Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben“ verfasst hat.

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© BALANCE Verlag

„True perfection has to be imperfect.“

Noel Gallagher

Sich dieses Zitat zu verinnerlichen ist natürlich alles andere als leicht, aber ein paar kleine Tricks und Kniffe hat die Dozentin verraten. Beispiel gefällig? „Denken Sie grau.“ Das hört sich nicht spannend an, ist aber wesentlich entspannter, als die Welt nur in schwarz und weiß zu sehen. Ich werde versuchen, diesen Rat zu beherzigen.

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Dr. Christine Altstötter-Gleich (rechts) bei ihrem Vortrag

Am Rowohlt-Stand traf ich die Autorin Susanne Fischer, die mit „Wolkenkönigin“ am 20. Februar 2018 ein Jugendbuch für Teenies ab 14 veröffentlicht hat, das mit seinem knalligen Cover ein echter Eyecatcher ist. Sie hat schon mehrere Bücher geschrieben, aber „Wolkenkönigin“ ist ihr erstes Jugendbuch, in dem Corinna im Mittelpunkt steht. Deren Vater hat eine neue Familie und Inna, wie die Protagonistin in der Kurzform genannt wird, ist mit ihrem behinderten Bruder und der Mutter umgezogen. Als sie erfährt, was vor einiger Zeit an ihrer neuen Schule passiert ist, kommt gehörig Action in die Geschichte.

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© Rowohlt Verlag

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Susanne Fischer und ich sprachen über ihr Jugendbuch „Wolkenkönigin“

Beim Fachvortrag „Was dem Lektorat auffällt“ habe nicht nur ich eifrig mitgeschrieben, sondern auch viele der anwesenden Zuhörer. Ob sich in diesen Reihen die nächsten Bestseller-Autoren versteckten? Wer weiß …

Tag 2 – Freitag, 16. März 2018

Laufleistung: 8,2 km

Wetterlage: Schneeschauer

Huch, was will dieses weiße Zeug denn hier? Zum Glück ist die Leipziger Buchmesse keine Outdoor-Veranstaltung. Zwischen all den Büchern konnte man das wenig einladende Wetter draußen hervorragend vergessen.

In den zweiten Messe-Tag startete ich mit Petra Hammesfahr. Die beliebte Schriftstellerin las aus ihrem neuen Roman „Als Luca verschwand“ und unterstrich dabei, dass sie sich in ihren Büchern den Dramen, die im Kleinen geschehen, widmet. Zu Gewaltorgien lasse sie sich beim Schreiben ihrer Romane nicht hinreißen. Deshalb seien ihre Bücher klassische Psychothriller, so die Autorin.

Als Luca verschwand von Petra Hammesfahr
© DIANA Verlag

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Petra Hammesfahr

Spannend blieb es, denn am Messestand von Rowohlt gab sich Horst Eckert die Ehre. Der sympathische Wahl-Düsseldorfer und ehemalige Journalist stellte den aufmerksam lauschenden Bloggerinnen und Bloggern seinen neuen Thriller „Der Preis des Todes“ vor. Darin geht es um die Fernsehjournalistin Sarah Wolf, die erstens das junge Gesicht des Polit-Talks in der ARD ist und die zweitens eine Beziehung mit einem Staatssekretär eingeht. Kurz darauf wird er tot aufgefunden. Die Ermittlungen führen Sarah bis nach Kenia …

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© Rowohlt Verlag

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Die Blogger, die das Buch bereits gelesen hatten, waren voll des Lobes. Ich bin schon sehr gespannt darauf – obwohl ich um den politischen Krimi bisher immer einen Bogen gemacht habe. Aber, so versicherte man mir, „Der Preis des Todes“ sei unglaublich lesenswert.

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Horst Eckert und ich

Szenenwechsel. Halle 5, Stand H103. Bei Kiepenheuer & Witsch freue ich mich auf ein Interview mit Franziska Seyboldt, aber das Winterwetter ist wohl der Ansicht, unseren Termin verhindern zu müssen. Das Taxi, in dem die Autorin sitzt, steckt im Stau fest. Als sie den Messestand erreicht, ist sie dennoch fröhlich und wir unterhalten uns angeregt über ihr großartiges Buch, das den Titel „Rattatatam, mein Herz“ trägt. Darin beschreibt sie ihre Angststörung – und zwar mit viel Humor. Ich habe dieses Buch nicht nur in Rekordzeit gelesen, sondern dabei trotz des ernsten Themas oft herzhaft gelacht.

Das ausführliche Interview mit Franziska Seyboldt und meine Rezension zu „Rattatatam, mein Herz“ könnt ihr bald hier auf meinem Blog lesen.

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Mit Franziska Seyboldt am Stand von Kiepenheuer & Witsch

Bei der Verlags-Preview der Digital-Labels von Piper, Carlsen und Ullstein durfte die neugierige Bloggerschaft einen ersten Blick auf die Neuerscheinungen werfen. Die herzerfrischende Lisa von Lisas Bücherleben resümierte hinterher treffend: „Marc-Uwe Klings Känguru würde sagen: Viel Schönes dabei.“ Definitiv.

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Beim Blog’N’Talk von Random House verfiel ich in den Fangirl-Modus. Denn am Krimi-Tisch saß sie: Schriftstellerin Inge Löhnig, die mich mit ihren Dühnfort-Krimis begeistert und unter ihrem Pseudonym Ellen Sandberg mit „Die Vergessenen“ ein Buch geschrieben hat, das ihr absolut am Herzen liegt. In diesem Roman befasst sie sich mit den Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in sogenannten Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden. Dafür hat die Autorin in Archiven gestöbert, Akten gewälzt und Unglaubliches ans Licht befördert. Ein Buch, an dem ich unmöglich vorbeikommen kann.

Die Vergessenen von Ellen Sandberg
© Penguin Verlag

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Krimi-Talk: Ellen Sandberg alias Inge Löhnig und ich

Bei Sekt, Würstchen, Brezeln und uuuuuuunfassbar leckeren Flamingo-Gummibärchen kam man anschließend beim Bloggertreffen des Rowohlt-Verlags ganz ungezwungen ins Gespräch mit bloggenden Kollegen und den Mitarbeitern des Reinbeker Verlagshauses.

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Rowohlt-Bloggertreffen

Als die Messe um 18:00 Uhr ihre Tore schloss, folgten circa zehn Blogger und fünf Autorinnen dem Ruf von feelings in die Leipziger Innenstadt. Im „Thüringer Hof“ hatten feelings-Bloggerbetreuerin Christine Dusella und Lektorin Kathinka Nohl ein beeindruckendes Buffet vorbereiten lassen, bei dessen Anblick sich allein schon der Gedanke an die Strandfigur in Luft auflöste. Satt und glücklich, kamen Autoren und Blogger miteinander ins Gespräch, um sich zu vernetzen und vielleicht sogar gemeinsame Projekte anzuschieben. Ich möchte jetzt noch nicht zu viel verraten, aber den Namen Rebecca Timm solltet ihr unbedingt im Hinterkopf behalten. Zu gegebener Zeit werdet ihr sie und ihr im (hoffentlich irgendwann) kommenden Sommer erscheinendes Buch „Stockholm Love Story“ hier auf meinem Blog kennenlernen.

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img_9831Festschmaus bei feelings

Tag 3 – Samstag, 17. März 2018

Laufleistung: 4,8 km

Wetterlage: Winterwonderland

Es war deprimierend: Oster-Deko allerorten und draußen nichts als Schnee und schlecht bis gar nicht geräumte Straßen.

Nichts wie ab ins Warme. Die beiden Verlage Carlsen und Thienemann-Esslinger vertrieben den Winterblues beim Bloggerempfang mit leckeren Cupcakes und tollen Autoren: Rainer Wekwerth & Thariot („Pheromon“), Tamara Bach („Mausmeer“), Clara Benedict („AURA – Die Gabe“) und Laura Kneidl („Herz aus Schatten“) sprachen nicht nur über ihre Bücher, sondern signierten sie auch mit Engelsgeduld. Als Special Guest war Emily Bold anwesend, die eifrig Widmungen in ihren Romantasy-Roman „Silberschwingen“ schrieb.

© CARLSEN („Mausmeer“, „Herz aus Schatten“)/Thienemann-Esslinger („AURA – Die Gabe“, „Pheromon“)

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Rainer Wekwerth, ich und Thariotimg_9894-2
Clara Benedict signiert den ersten Band von „AURA“img_9884.jpg
Süß – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne: Cupcakes mit den Covern der vorgestellten Bücher

Beim Read & Greet von vorablesen.de versammelten sich zahlreiche Zuschauer vor Catharina Junk. Die Schriftstellerin und Drehbuch-Autorin begeisterte das Publikum bei ihrer Lesung aus ihrem Roman „Bis zum Himmel und zurück“ – erschienen bei Rowohlt am 13. März 2018.

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© Rowohlt Verlag

img_9905Catharina Junk (rechts) und Rowohlt-Mitarbeiterin Gwendolyn Simon (links)

Catharina JunkCatharina Junk beim Signieren

Um 14:00 Uhr hatte die beliebte Literatur-Plattform LovelyBooks auch in diesem Jahr wieder etwa 300 User zum großen Lesertreff eingeladen. Laura Kneidl und Alana Falk sprachen darüber, wie sie von Leserinnen zu Autorinnen wurden.

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Und damit neigte sich mein letzter Tag auf der Leipziger Buchmesse 2018 dem Ende entgegen. DANKE an alle, die sie in diesem Jahr unvergesslich gemacht haben!

BUCHMESSE-GEWINNSPIEL

Das Buchmesse-Gewinnspiel auf meinem Blog ist ja mittlerweile schon zu einer kleinen Tradition geworden, die auch in diesem Jahr nicht fehlen darf. Während Ihr in den letzten Jahren einzelne Buchstaben zu Lösungswörtern zusammensetzen musstet, ist diesmal Euer mathematisches Talent gefragt. Aber keine Sorge, so schwer ist es nicht. 🙂

Was gibt es zu gewinnen?

Verlost wird ein druckfrisches und ungelesenes Exemplar des Kriminalromans „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg. Das gute Stück ist am 5. März 2018 bei HarperCollins Germany erschienen.

Sturmfeuer© HarperCollins Germany

Wie könnt Ihr mitmachen?

Indem Ihr eine kleine Rechenaufgabe löst! Die findet Ihr im Gewinnspielformular ganz unten. Wählt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage aus, tragt Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse in das untenstehende Gewinnspielformular ein und sendet das Ganze ab.

Teilnahmebedingungen

1. Verlost wird ein Exemplar des Krimis „Sturmfeuer“ von Tim Erzberg – nagelneu und ungelesen.

2. Die Verlosung läuft im Zeitraum vom 19. bis zum 31. März 2018, 24:00 Uhr. Zum Teilnehmen muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgeschickt werden. Der/die Gewinner/in wird am 1. April 2018 aus allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen mit der richtigen Antwort per Losverfahren ermittelt und dessen/deren Name hier bekanntgegeben. Mit dem Absenden des Formulars erklärt sich der/die Teilnehmer/in damit einverstanden, dass sein/ihr vollständiger Name im Gewinnfall hier veröffentlicht werden darf.

3. Mitmachen kann jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem Abschicken des Formulars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid.

4. Keine Barauszahlung möglich.

5. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht.

6. Bitte nur 1 x mitmachen! Mehrfachteilnehmer/innen werden disqualifiziert.

7. Ihr müsst zur Teilnahme nicht zwingend meinem Blog oder meiner Facebook-Seite folgen. Ich freue mich aber selbstverständlich immer über neue Follower meines Blogs, meiner Facebook-Seite, meines Twitter– und meines Instagram-Accounts.

8. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Eure Daten werden ausschließlich im Rahmen der Verlosung verwendet und NICHT weitergegeben. Nach erfolgter Auslosung werden die Daten gelöscht.

Jetzt teilnehmen!