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Frisch rezensiert: „Drei Meter unter Null“ von Marina Heib

Das Thriller-Highlight des Frühjahrs!

Meine Bewertung: ★★★★★

Drei Meter unter Null.jpg© Heyne Encore

Es ist der Thriller, auf den ich in diesem Frühjahr am sehnlichsten gewartet habe: „Drei Meter unter Null“ von Marina Heib. Am 6. März 2017 erschien er endlich bei Heyne Encore. Mit großen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangegangen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

In ihrem aktuellen Buch erzählt Marina Heib die Geschichte einer jungen Frau, deren Leben bisher mit einem guten Job, einer schicken Wohnung und einem solidem Elternhaus ganz normal verlief. Doch eines Tages entschließt sie sich, dieses Dasein hinter sich zu lassen. Sie wird zur Mörderin.

In „Drei Meter unter Null“ zeichnet Marina Heib das auf verstörende Weise faszinierende Psychogramm einer Frau, die schon in ihrer frühen Kindheit gespürt hat, dass sie anders ist als die anderen Kinder. Die namenlose Protagonistin gibt die beklemmende Geschichte aus ihrer Sicht wieder. Eine durch und durch interessante Frau: Sie ist stark, diszipliniert, rachsüchtig und schildert nüchtern und ohne den kleinsten Funken Selbstmitleid ihre Vergangenheit. Obwohl ich bis zum Schluss eine gewisse Distanz zu der Figur der Erzählerin gespürt habe, hat sie doch meine Sympathien gewonnen.

Erst relativ spät offenbaren sich dem Leser die Geschehnisse, die diese augenscheinlich so normale und doch brandgefährliche Frau zur Mörderin werden lassen. Langweilig ist es bis dorthin allerdings kein bisschen. Die Mörderin schildert in der Zwischenzeit ihre Taten, die akribischen Vorbereitungen darauf und blickt auf ihre Kindheit zurück. Stück für Stück enthüllt sich die dramatische Geschichte um die junge Frau und fügt sich schließlich zu einem erschreckenden Ganzen zusammen.

Die Sprache dieses Thrillers ist so gegensätzlich wie dessen Hauptfigur: Manchmal lässt Autorin Marina Heib ihre Protagonistin mit anspruchsvoller Wortwahl philosophieren, dann wieder fallen ziemlich deftige Ausdrücke, die im Fernsehen mit einem Piepton unterlegt würden. Einige Sätze sind so grausam und dabei doch so schön, dass sie Gänsehaut verursachen:

„Ich segele ohne Boot und Balken auf einem Meer aus Wut und werde die Fluten mit Blut färben.“

(„Drei Meter unter Null“, Seite 22)

Die ganze Story ist in sich absolut stimmig, nachvollziehbar und fesselt mit ihrer durchweg düsteren Stimmung. Und nachdem ich dieses Buch mit Begeisterung gelesen habe, kann ich voller Überzeugung sagen: Das sehnsüchtige Warten darauf hat sich absolut gelohnt!


logo-lbm17MESSETERMINE!

Marina Heib liest am Donnerstag, dem 23. März 2017 um 15:00 Uhr im Forum Literatur „buch aktuell“ auf der Leipziger Buchmesse (Halle 3, Stand E401) aus „Drei Meter unter Null“.

Am selben Abend ist Marina Heib um 19:00 Uhr zu Gast beim „KrimiClub“ im Landgericht.


→ Interessante Links

Zum Buch auf der Homepage des Verlags:) „Drei Meter unter Null“

Zur Homepage der Autorin: Marina Heib

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5 Kommentare zu “Frisch rezensiert: „Drei Meter unter Null“ von Marina Heib

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