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Frisch rezensiert: „Kalt“ von Eric Berg

Tödliche Klassenfahrt

Meine Bewertung: ★★★★

© arsEdition GmbH

Acht Schüler und zwei Lehrer aus Deutschland machen sich zu einem Biologieprojekt nach Finnland auf. Doch schon bald wird die Renaturierung der finnischen Moore zur Nebensache: Erst verschwindet der Lehrer Dr. Brecht spurlos, danach seine Kollegin Mrs Greenwood. Der junge Betreuer Nooa muss die Truppe, mit der er in einem abgelegenen Camp wohnt, nun zusammenzuhalten. Später wird auch eine der Schülerinnen vermisst, deren Leiche man kurz darauf findet. Hat der seltsame Ranger Arttu Rinne etwas mit dem Tod des Mädchens zu tun? War es ein Unfall? Oder ist vielleicht einer der verbliebenen acht Campbewohner ein Mörder?

Nach „Schrei“ veröffentlichte der bloomoon Verlag, das Young Adult-Imprint von arsEdition, mit „Kalt“ am 12. Februar 2016 den zweiten Jugendthriller von Eric Berg. Der Autor dürfte etlichen Krimifans durch seine Spannungsromane wie „Das Nebelhaus“ oder „Das Küstengrab“ sowie Freunden von historischer Literatur unter dem Namen Eric Walz ein Begriff sein.

In seinem neuen Buch „Kalt“ ist der Name Programm. Kälte empfinden nämlich nicht nur die Charaktere in der Geschichte – auch der Leser bekommt garantiert Gänsehaut. Schon allein mit dem Ort des Geschehens schafft Eric Berg den idealen Nährboden für Schauergefühle: Die Protagonisten bewohnen Holzhütten in einer einsamen Moorlandschaft Finnlands. Dazu kommen ein Wintereinbruch, der es in sich hat, ein angsteinflößender Ranger mit einer furchtbaren Vergangenheit und Dauer-Spannungen unter den Klassenkameraden.

„Kalt“ wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt – es berichten die Teilnehmer der Biologie-Exkursion, deren Angehörige und der finnische Betreuer Nooa. Das verleiht der Story eine Menge Abwechslung, ohne sich negativ auf den roten Faden auszuwirken. Insgesamt ist „Kalt“ ein knackiger Jugendthriller, der sich mit seinen gerade mal 192 Seiten ohne ermüdende Ausschweifungen auf das Notwendigste beschränkt. Für meinen Geschmack hätte Eric Berg an mancher Stelle ruhig ein wenig mehr ausholen dürfen – das Potenzial dazu hat die Geschichte auf jeden Fall!

Die unkomplizierte Sprache und die kurzen Kapitel machen dieses Buch zu einem „Easy Reading“-Vergnügen, das durch viel Spannung punktet und neben einigen grausamen Szenen sogar eine kleine Prise Liebe beinhaltet. Bis zum Schluss darf fleißig mitgefiebert und -gerätselt werden, wer hinter dem Tod der Schülerin und dem Verschwinden der Lehrer steckt. Ich (34) fühlte mich gut unterhalten. Ganz besonders eignet sich „Kalt“ für Teens ab 14 Jahren, die sich für Thriller begeistern.

Fakt ist: Mit diesem Buch im Regal kann das nächste verregnete Wochenende ruhig kommen.


→ Interessante Links

Zum Buch bei Amazon: „Kalt

Zum Buch auf der Homepage des bloomoon Verlags: „Kalt“

Der Autor bei Wikipedia: Eric Walz/Eric Berg

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