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Frisch rezensiert: „Mich kriegt ihr nicht“ von Pascale Maret

Actionreiche, aber unterkühlte Story nach einer wahren Begebenheit

Sterne: 3 von 5

Er stahl Flugzeuge, beging Einbrüche und versteckte sich auf der Flucht vor der Polizei in einsamen Wäldern: Nun ist Harrison Travis 19 Jahre alt und schreibt hinter Gittern die Biografie seines bewegten, jungen Lebens. Als kleiner Junge verlor er seinen Stiefvater Mike und nur wenige Jahre später seinen über alles geliebten Hund Donut. Harrison musste sich fortan allein mit seiner gewaltbereiten und oft alkoholisierten Mutter den schäbigen Wohnwagen teilen, in dem sie lebten. Eine Tiefkühlpizza markiert schließlich den Anfang seiner kriminellen Laufbahn: Die stiehlt der Junge, als er Hunger hat. Später weiten sich seine Diebestouren aus und er klaut Klamotten, Videospiele und Sonnenbrillen. Schließlich kommt es so weit, dass Harrison, seines Zeichens Luftfahrt-Fanatiker, sogar Flugzeuge stiehlt – 0bwohl er noch nie zuvor in einem Cockpit gesessen hat.

Soviel zum Inhalt des schier unglaublichen Jugendromans „Mich kriegt ihr nicht“ der französischen Schriftstellerin Pascale Maret. Doch für die abenteuerlichen Erlebnisse ihres Protagonisten Harrison Travis stand die Realität Pate: Der 1991 geborene Amerikaner Colton Harris-Moore hat die gleichen Verbrechen wie Romanheld Harrison auf dem Kerbholz und wurde als „Barfuß-Bandit“ bekannt. Die Geschichte dieses Jungen war Pascale Marets Inspiration für „Mich kriegt ihr nicht“.

„Mich kriegt ihr nicht“ dürfte mit seiner interessanten Story, dem vergleichsweise geringen Umfang von 220 Seiten und den kurzen, abwechslungsreichen Kapiteln selbst jugendliche Lesemuffel nicht in die Flucht schlagen. Ab einem Alter von 13 – 14 Jahren würde ich die Lektüre empfehlen. Harrison stellt mit einfachen, manchmal schnoddrigen Worten und in kurzen Sätzen seine Sicht der Dinge dar. Trotz all seiner Verbrechen kommt man als Leser nicht umhin, dem einsamen Jungen Sympathie entgegenzubringen. Bei den Punkten Spannung und Emotion hätte es für meinen Geschmack allerdings noch Luft nach oben gegeben. Der Roman kommt – abgesehen von einigen Szenen in der Kindheit Harrisons – ziemlich unterkühlt daher. So ist „Mich kriegt ihr nicht“ zwar eine außergewöhnliche Verfolgungsjagd zu Land, zu Wasser und in der Luft, der es zwar nicht an Action, wohl aber daran mangelt, den Leser vollständig (emotional) einzufangen.

Mich kriegt ihr nicht© mixtvision Verlag

EXTRA: Zur Printversion des Buchs gibt es das E-Book kostenlos dazu! 

→ Interessante Links

Zum Buch auf http://www.amazon.de: „Mich kriegt ihr nicht“

Zur Autoren-Seite auf Lovelybooks.de: Pascale Maret

Zur Homepage des Verlags: mixtvision Verlag

Artikel über Colton Harris-Moore bei SPIEGEL ONLINE

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