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Frisch rezensiert: „Ella – Ein Hund fürs Leben“ von Daniel Wichmann

Purer Lesespaß: Zwei Menschen, die Liebe und vier Pfoten, die alles auf den Kopf stellen

Sterne: 5 von 5

Daniel ist Langzeitstudent und lebt mit seiner Freundin Lina in Berlin. In der Beziehung der beiden läuft es bestenfalls suboptimal. Deshalb beschließt Daniel, seine Herzensdame mit einem äußerst lebhaften Geschenk zu überraschen – nämlich mit einem Hund. Die Hündin Ella ist es schließlich, die im zarten Welpenalter bei Lina und Daniel einzieht. Was Lina nicht ahnt: Daniel hat seit einem traumatischen Erlebnis in seiner Kindheit panische Angst vor Hunden. Wie er die mit einem Hund in den eigenen vier Wänden vereinbaren soll, weiß er selbst noch nicht – aber was tut man nicht alles aus Liebe!

Autor Daniel Wichmann hat in seinem Roman „Ella – Ein Hund fürs Leben“ so einige biografische Komponenten eingebaut: Immerhin trägt sein Protagonist den selben Vornamen wie er und ist ebenfalls im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren aufgewachsen, bis es ihn schließlich nach Berlin verschlagen hat. Sogar Hündin Ella existiert tatsächlich im wahren Leben treu an der Seite des Autors. In „Ella – Ein Hund fürs Leben“ erzählt er warmherzig und humorvoll, wie ein Mann mit Canophobie (das ist der medizinische Fachbegriff für die Angst vor dem besten Freund des Menschen) auf den Hund kommt. Den Daniel im Roman habe ich sofort ins Herz geschlossen – und Ella natürlich, denn schließlich ist die Hundedame die Hauptperson. Alle handelnden Personen sind wunderbar ausgearbeitet und haben zum Teil einen Dialekt auf der Zunge, der sie unverwechselbar macht – ob das nun die Platt sprechende und wirklich sehr coole Oma von Daniel ist oder die betagte Kneipenbekanntschaft Brigitte, die berlinert, was das Zeug hält. Sogar die widerwärtigen Charaktere wie Steffen oder Herrn Weber mochte ich irgendwie. Auch der bekannte Hundeprofi Martin Rütter wird des Öfteren erwähnt. Dieser Bezug zur Wirklichkeit macht die Geschichte noch realer, wie ich finde.

Die Art und Weise, wie Daniel Wichmann schreibt, ist einfach wunderbar: Schlagfertig, witzig und flott. Er kommt in seinem Roman vollständig ohne sperrige Sätze oder quälende Längen aus. Irgendetwas passiert immer – traurige wie lustige Ereignisse. Als leidenschaftliche Hunde-Mama habe ich mich in Daniel und meine Hundedame in Ella an nicht wenigen Stellen wiedererkannt. Aber auch Menschen ohne Hund werden dieses Buch mögen, da bin ich mir ganz sicher!

Mich hat es jedenfalls begeistert, aber auch ein wenig traurig zurückgelassen: Die 270 Seiten hatte ich nämlich leider viel zu schnell gelesen! Mir fiel es am Ende ziemlich schwer, das Buch zuzuklappen und von Daniel und Ella Abschied zu nehmen. Andererseits: Einen besseren Beweis, dass den Leser ein Buch wirklich mitgerissen hat, gibt es nicht.

Ich würde mich jedenfalls riesig freuen, mehr von Daniel Wichmann zu lesen. Und den Schweizer Atrium-Verlag, in dem „Ella – Ein Hund fürs Leben“ erschienen ist, werde ich auf jeden Fall auch ganz genau im Auge behalten. 🙂

Ella - Ein Hund fürs Leben © Atrium-Verlag

 

→ Interessante Links

Zum Buch auf http://www.amazon.de: „Ella – Ein Hund fürs Leben“

Zur Facebookseite von Ella: Ella erlebt

Zur Homepage des Verlags: Atrium Verlag

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