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Frisch rezensiert: „Der Tote am Maibaum“ von Alexander Bálly

Opa und Enkelin auf Mörderjagd

Sterne: 4 von 5

Die Hallertau – auch Holledau genannt – ist die Hopfen-Hochburg der Republik. An einem Dienstagabend wird das bayerische Kleinod urplötzlich von einem grausamen Mordfall erschüttert: Der Baulöwe Bertram Brunnrieder hängt tot am Maibaum. Selbstmord? Ausgeschlossen. Alles deutet auf ein Verbrechen hin. In Wolnzach herrscht Aufruhr: Wer tut so etwas? Und warum? Die Polizei ermittelt in sämtliche Richtungen. Auch den frisch pensionierten Metzgermeister Ludwig Wimmer packt das Ermittlungsfieber. Ob es ihm gelingt, den Täter ausfindig zu machen?

„Der Tote am Maibaum“ von Alexander Bálly ist ein Krimi mit viel Humor, der den Eigenarten des ländlichen Lebens den Spiegel vorhält. Die Dialoge sind größtenteils im Dialekt geschrieben, wodurch der Leser noch tiefer in die Geschichte eintaucht. Aber keine Angst: Auch jenseits der bayerischen Landesgrenzen versteht man alles hervorragend. Im Fokus stehen der gemütliche Ludwig Wimmer, der seine Metzgerei jüngst an seinen Schwiegersohn übergeben hat, und dessen clevere 12-jährige Enkelin Anna. Dieses Ermittler-Duo ist erfrischend anders! Beide ergänzen sich wunderbar und ermitteln quasi „undercover“. Die Nebenfiguren hingegen – vor allem die Techniker und Spurensichererer bei der Polizei – wirkten auf mich austauschbar und ein bisschen konturlos.

Der Krimi teilt sich in 31 sehr flüssig lesbare Kapitel sowie einen Epilog auf. Autor Alexander Bálly hat für „Der Tote am Maibaum“ vom Fachwissen der Polizei vor Ort profitiert und gibt neben der Krimihandlung sehr interessante Einblicke in die Arbeit von Spurensicherung und Co. Das bereichert den Krimi zwar ungemein, war aber teilweise auch ein wenig zu gut gemeint. Die Handlung selbst kommt beschwingt voran und bis zum Schluss darf eifrig mitgeraten werden, wer für den Tod vom Brunnrieder verantwortlich ist.

Trotz der oben beschriebenen kleinen Ecken und Kanten hat es Spaß gemacht, den Holledau-Krimi zu lesen. Und die Spatzen pfeifen bereits von den Dächern, dass „Der Tote am Maibaum“ nicht der letzte Fall für Ludwig Wimmer gewesen sein soll – wie schön!

Der Tote am Maibaum

© Sutton Verlag

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Zum Buch auf http://www.amazon.de: „Der Tote am Maibaum“

Zur Homepage des Autors: Alexander Bálly

Zur Homepage des Verlags: Sutton Verlag

Zur Leserunde auf Lovelybooks.de: „Der Tote am Maibaum“

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Ein Kommentar zu “Frisch rezensiert: „Der Tote am Maibaum“ von Alexander Bálly

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