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Frisch rezensiert: „Lost Places“ von Johannes Groschupf

Von den verlassenen Orten Berlins – ein absolutes Must Read!

Sterne: 5 von 5

Verfallene Fabrikgebäude, einsame Werkhallen, stillgelegte Krankenhäuser: Von ihnen geht eine eigentümliche Faszination aus. Die Aura der Vergangenheit umschwirrt diese „Lost Places“, die namensgebend für den ersten Jugendthriller des Autors Johannes Groschupf sind. Fünf Freunde haben es sich in diesem Buch zum Hobby gemacht, als sogenannte „Urban Explorers“ in Berlin verlassene Orte zu erkunden. Doch damit, dass sie dabei eines Tages auf eine Leiche stoßen, haben sie nicht gerechnet. Sie ahnen nicht, welche gefährlichen Gegner sie mit dieser furchtbaren Entdeckung auf den Plan rufen…

Die (oftmals illegale) Erforschung baufälliger Ruinen steht momentan hoch im Kurs. Bei Facebook erfreuen sich die Seiten von verschiedenen Urban Explorers, die mit Kameras bewaffnet in das Innere von leeren, maroden Häusern vordringen, großer Beliebtheit. Johannes Groschupf hat sich in „Lost Places“ damit einem brandaktuellen Thema angenommen, das schon von Haus aus für Grusel sorgt. Er beschreibt die verlassenen Bauwerke so eindrucksvoll, dass der Leser dabei quasi als sechstes Mitglied der Clique auf schaurig-schöne Erkundungstouren geht. Nervenkitzel wird hier großgeschrieben!

Besonders gut hat mir der Bezug zur Realität gefallen: Ob es sich nun um die Lungenheilstätten Beelitz, die Bandidos oder den legendären Berliner Club „Berghain“ handelt – der Autor muss keine fiktiven Orte aus dem Boden stampfen, wenn die Wirklichkeit doch soviel Potenzial bietet.

Die Freunde Lennart, Chris, Kaya, Moe und Steven sind zwar sowohl äußerlich als auch charakterlich grundverschieden, aber dennoch wirken sie alle echt und ebenso ungekünstelt und natürlich wie die Dialoge zwischen ihnen. Und wie wunderbar dieses Buch geschrieben ist – rasant, knallhart und dazwischen ein Hauch von Poesie: Ein Volltreffer! Mit der reichen Themenvielfalt um Drogen, Liebe, Konflikte, Zukunftsperspektiven und Gewalt trifft Johannes Groschupf nicht nur den Nerv junger Leser.

Mein Fazit: „Lost Places“ ist dunkel, mysteriös, hochspannend – und absolut genial! Dieses Buch darf man nicht verpassen!

Lost Places

© Oetinger Verlag

Ein großes Dankeschön an den Oetinger Verlag für das Rezensionsexemplar!

→ Interessante Links

Zum Buch auf http://www.amazon.de: „Lost Places“

Zur  Autorenseite bei Lovelybooks: Johannes Groschupf

Zur Homepage des Verlags: Oetinger Verlag

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Ein Kommentar zu “Frisch rezensiert: „Lost Places“ von Johannes Groschupf

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