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Ganz großes Kino: „Banklady“ – die Geschichte der ersten Bankräuberin Deutschlands

Banklady-Film

Gestern war für meinen  Mann und mich Kino-Zeit: Wir wollten „Banklady“ sehen. Der Film startete bundesweit am vergangenen Donnerstag (27. März 2014). Nicht nur wegen des von mir heißgeliebten Schauspielers Charly Hübner fieberte ich „Banklady“ schon lange entgegen. Ich war auch unglaublich gespannt auf die Geschichte, die von der ersten Bankräuberin Deutschlands handelt: Gisela Werler. Die junge Frau aus einfachen Verhältnissen lebte noch im Alter von 30 Jahren bei ihren Eltern und arbeitete in einer Tapetenfabrik. Eines Tages lernte sie den Taxiunternehmer Hermann Wittorff kennen und verliebte sich Hals über Kopf in ihn. In den Jahren 1965 bis 1967 verübten sie gemeinsam  insgesamt 19 Banküberfälle. Die „Banklady mit den schönen Beinen“ avancierte zum Medienstar. 1967 wurde das Verbrecherpaar schließlich gefasst und verurteilt. 1968 heiratete Gisela Werler ihre große Liebe Hermann im Gefängnis.  Jedem Romanautor hätte man das wohl als unglaubwürdig vor die Füße geworfen. Doch die besten Geschichten schreibt nun einmal das Leben… 2003 starb die Banklady in Hamburg.

Nadeshda Brennicke spielt die Rolle der Gisela Werler grandios. Sie verkörpert glaubhaft das graue Mäuschen  – ohne Make-Up, in Arbeiterkluft und mit wenig schmeichelhafter Frisur. Bei den Banküberfällen allerdings strahlt sie mit blonder Perücke, schicker Kleidung und übergroßer Sonnenbrille Glamour und Eleganz pur aus. „Geld her, bitte!“, sagt sie höflich. An ihrer Seite brilliert Charly Hübner als Hermann Wittorff, der von der großen Freiheit träumt, in Wirklichkeit aber ein braver Familienvater ist. Große Emotionen und jede Menge Waffen dominieren diesen wirklich wunderbaren Film, der den Zuschauer mit stilechter Requisite und glaubhaften Dialogen (Würde beispielsweise heute noch jemand  „Aber dalli!“ sagen, um zur Eile zu mahnen?) in die Sechziger Jahre zurückversetzt.

Wir waren begeistert vom Film. Leider waren außer uns nur sieben weitere Zuschauer im Kinosaal. Schade, denn „Banklady“ stellt als außerordentlich gelungene Mischung aus Action, Drama und Romanze unter Beweis, wie großartig ein deutscher Film sein kann.

Das Buch zum Film: „Banklady“ von Claudia Kühn, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Ein Klick auf das Bild führt zur Verlagsseite von Kiepenheuer & Witsch

Ein Klick auf das Foto führt zum Buch bei Kiepenheuer & Witsch

 

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