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Fragezeichen, Folge 2

Die Aktion „Fragezeichen“ geht in die zweite Runde. Diesmal habe ich dem Krimiautor Daniel Holbe zehn Fragen zu seinen persönlichen Schreib- und Lesegewohnheiten gestellt, die er prompt und ausführlich beantwortet hat.

Fragezeichen, Folge 2

Doch kurz zuvor werfen wir noch einen Blick auf sein neues Buch, das am 3. März 2014 erscheint: „Giftspur“.

Ulf Reitmeyer, Leiter eines großen Biobetriebes in der Wetterau, bricht auf offener Straße zusammen. Zunächst deutet alles auf plötzlichen Herzstillstand hin. Doch dann taucht eine zweite Leiche auf – ausgerechnet ein Mitarbeiter Reitmeyers. Höchste Zeit, Rechtsmedizin und Kripo einzuschalten. Kommissarin Sabine Kaufmann, die sich erst vor kurzem vom Frankfurter K11 in die hessische Provinz versetzen ließ, übernimmt den mehr als merkwürdigen Fall. Und wird nicht nur mit einem perfiden Täter, sondern auch mit dem feindseligen Kollegen Angersbach konfrontiert. Sabine Kaufmann ermittelte zuvor für Julia Durant, die Kultkommissarin des verstorbenen Bestsellerautors Andreas Franz.

Giftspur

© Buchbeschreibung und Cover: Droemer Knaur

Mit einem Klick auf das Cover erfahrt Ihr mehr über „Giftspur“.

Wann hast Du mit dem Schreiben begonnen?
So zirka mit sechs Jahren. 😀
Okay, im Ernst. Meinen ersten Kurzkrimi kritzelte ich in ein Vokabelheft. Fünfte Klasse. Es ging um einen Banküberfall, mehr weiß ich nicht mehr. Ansonsten entwarf ich eher Comics und Karikaturen. Dichtete. Las viel und blieb kreativ. Aber zum gezielten Schreiben kam ich erst 2005 wieder, jetzt mit dem Wunsch, auch etwas zu veröffentlichen. 2009 erschien »Die Petrusmünze«.

Wo schreibst Du am Liebsten?
Überall dort, wo ich meinen Laptop auf die Knie stellen kann. Mitten im pulsierenden Frankfurt oder – als Kontrast – irgendwo am Waldrand. Aber am meisten arbeite ich im Büro, hinterm Schreibtisch, vor allem, wenn es ums Lektorat und Überarbeiten geht. Das ist mir am Klapprechner einfach zu umständlich.

Was sind für Dich absolute Störfaktoren beim Schreiben?
Alles, was sich an Ablenkungen bietet. Die Libelle, die seit Wochen unter dem Vordach kreist, der Spatz, der täglich versucht, im Efeu zu landen. Vorbeifahrende LKW. Die Kinder im Garten. Das Telefon. Facebook. Buchblogs. 🙂 Manchmal brauche ich eine halbe Ewigkeit, bis ich »drinnen« bin. Aber dann läuft’s auch ohne Störung.

Wie kommst Du auf die Namen Deiner Protagonisten?
Ich werfe Dartpfeile in Telefonbücher. Naja, okay, ich mache es mit dem Finger. Aber meistens muss ich das gar nicht, sondern habe längst einen Namen im Kopf. Ich führe eine Liste mit Namen, die mir im Alltag unterkommen, und dort bediene ich mich dann. Da meine Charaktere in der Regel reale Vorlagen haben, ist es manchmal schwerer, einen Namen ausschließen zu müssen.

Was bevorzugst Du als Leser/in: Gedrucktes Buch oder E-Book?
Gedruckt. Am liebsten Taschenbücher, denn ich strapaziere sie beim Lesen in der Badewanne doch sehr. Der Verschleiß an eBooks wäre mir da zu teuer. Außerdem sammle ich gerne Reihen, da braucht es physische Buchrücken. By the way: Ich habe gar keinen Ebookreader.

Wie heißt Dein Lieblingsbuch?
Ehrlich? EINES? Die Antwort verweigere ich meistens, weil ich mindestens drei brauche, nämlich Michel aus Lönneberga, Tom Sawyer und die Schatzinsel. Alles Kinder- und Jugendliteratur, ich weiß, aber diese Bücher sind an allem schuld. Erstes bekam ich vorgelesen, zweites kam mir stellenweise wie eine Autobiografie vor und drittes fesselte mich x-mal über die Jahre. Wenn ich mich jetzt festlegen MUSS, wähle ich das mittlere, Tom Sawyer.

Welche Genres liest Du hauptsächlich?
Ich mag Thriller, gerne auch historisch oder politisch. Mystery weniger. Mit Krimis habe ich abrupt aufgehört. Warum? Weil ich nicht eine eigene Idee irgendwo wiederfinden will und fortan Angst habe, man könne mir Abschreiben unterstellen. Das geht übrigens nicht nur mir so. Wenn ich am Schreiben bin, lese ich so gut wie gar nichts, und wenn, dann mal einen Asterix zum Abschalten. Oder mal ein Sachbuch. Genrefremd eben. Leider sammle ich trotzdem weiter und mein persönlicher SUB wächst kontinuierlich an. Zum Glück gibt’s da noch meine Frau. Ich lasse also lesen, könnte man sagen.

Welches war das schlechteste Buch, das Du jemals gelesen hast?
Nein, nicht wirklich. Darüber grübele ich seit dem Beantworten von Frage 1 nach. Fällt mir wirklich kein Titel ein, der DAS verdient hätte.

Hörbücher: „Ja, gerne!“ oder „Nein, danke!“?
Ja, gerne!

Und noch eine einfache Frage zum Schluss: Kaffee oder Tee?
Kaffee UND Tee.

Vielen Dank für diese interessanten Einblicke und Deine prompten und ausführlichen Antworten, lieber Daniel! Mehr über den sympathischen Autor kann man auf seiner Webseite erfahren.

♦ Übrigens wird Daniel Holbe am 13. März 2014 im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Buchhandlung LUDWIG auf dem Leipziger Hauptbahnhof aus „Giftspur“ lesen und das Buch auch signieren. Los geht’s um 17:00 Uhr zum Schnäppchenpreis von 2,00 EUR Eintritt! 

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