Startseite » Meine Rezensionen (außer Vorablesen.de) » Frisch rezensiert: „Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor

Frisch rezensiert: „Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor

Mörderische Landpartie mit viel Humor

Sterne: 4 von 5

Das Großstadtgewächs Katharina Rübchen erbt von ihrer verstorbenen Tante Marion ein Haus auf dem Land. Das winzige Dörfchen Kleinhaulmbach ist nicht das, was man gemeinhin für den Nabel der Welt hält. Der Internetempfang ist allenfalls suboptimal und die geerbte Immobilie hat ihre Glanzzeiten längst hinter sich. Während Journalistin Katharina noch mit sich ringt, ob sie nun gehen oder bleiben soll, entdeckt sie ein uraltes Tagebuch, das ihr unfassbare Taten offenbart – einst begangen von ihren Urahninnen. Und auch die eingeschworene Dorfgemeinschaft hält einige Geheimnisse und Überraschungen für sie bereit…

Elke Pistors Roman „Kraut und Rübchen“ ist im emons: Verlag in der Reihe Landkrimis erschienen. Zunächst finde ich die liebevolle Aufmachung bemerkenswert. Anheimelnde Blümchentapete auf den Innenseiten des Umschlags – das ist selbst für eine bewährte Krimiautorin wie Elke Pistor eine Novität.

Die Bezeichnung „Landkrimi“ halte ich allerdings für nicht ausreichend: „Ganzes Landpaket mit Krimihandlung“ trifft es schon eher. Vor allen Kapiteln werden nämlich mehr oder minder schädliche Pflanzen vorgestellt, die unsere heimischen Wiesen, Wälder und Felder besiedeln. Im Anhang befinden sich auch noch dazu passende Rezepte und Kräutermischungen, denn schließlich ist ja gegen jedes Zipperlein ein Kraut gewachsen. Das wussten auch schon Katharinas weibliche Vorfahren, die vor allem die gefährliche Wirkung der Kräuter bei unliebsamen Zeitgenossen einsetzten. Dass die Handlung sich auf zwei völlig verschiedenen zeitlichen Ebenen abspielt, gefiel mir sehr gut und sorgte für jede Menge Abwechslung.

Katharina Rübchen, die Protagonistin mit dem ungewöhnlichen Nachnamen, ist eine Anfangdreißigerin zum Gernhaben: Tollpatschig, selbstironisch, aber auch von direkter Natur und mithin ein wenig skurril: Sie führt nämlich mit Hingabe Selbstgespräche oder unterhält sich mit ihrem Kater Herrn Hoppenstedt. Ja, Humor wird in „Kraut und Rübchen“ großgeschrieben. Zur besonderen Erheiterung trägt stets das Ziegen-Trio Marilyn, Jane und Rita bei, das Katharina nicht nur einmal in arge Bedrängnis bringt. Für meinen Geschmack hätte es allerdings noch eine Prise mehr von dem schwarzen Humor sein dürfen, mit dem das Buch beworben wird.

Die Krimihandlung ist solide und wird durch die historischen Einwürfe perfekt abgerundet. Außerdem unterhält „Kraut und Rübchen“ hervorragend und hat eine Menge liebevoll gezeichneter Charaktere sowie ein flottes Tempo zu bieten.

Wer also mörderische und zugleich humorvolle Landlust verspürt, wird mit Elke Pistors „Kraut und Rübchen“ seine helle Freude haben.

Kraut und Rübchen

Ein riesiges Dankeschön gebührt Elke Pistor für ihr wunderschönes Paket, das sie außer mir auch 24 weiteren Buchbloggern zukommen ließ. Der Tee war übrigens köstlich und völlig ungiftig. 🙂  Und die Samenmischung habe ich im süßen Tontöpfchen voller Landerde sogar zum Gedeihen gebracht!

→ Interessante Links

Zum Buch auf www.amazon.de: „Kraut und Rübchen“

Zur Homepage der Autorin: Elke Pistor

Zur Homepage des Verlags: emons:

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s