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Dampfnudelblues – Der Film

Die gute Nachricht zuerst: Für alle Fans des Dorfsheriffs von Niederkaltenkirchen, Franz Eberhofer, ist ein Traum wahrgeworden: Der Krimi „Dampfnudelblues“ von Rita Falk mit eben jenem Titelhelden ist verfilmt worden! Seit dem 1. August 2013 läuft der Film in den Kinos.

Die schlechte Nachricht: „Dampfnudelblues“ ist längst nicht in allen Bundesländern zu sehen, sondern schwerpunktmäßig in Bayern. Da ich am Fuße des Erzgebirges circa 90 Kilometer entfernt von der bayerischen Grenze lebe, schnappte ich mir gestern meinen Mann und wir – beide ausgemachte Eberhofer-Fans – unternahmen einen Ausflug ins oberfränkische Hof. Das Buch hatten wir uns vor einiger Zeit schon zu Gemüte geführt und waren nun voller Vorfreude auf den Film.

Als es die ersten Meldungen zur Verfilmung des Buches gab, war ich schon ein wenig enttäuscht darüber, wer die Hauptrolle ergattert hatte: Sebastian Bezzel nämlich, der an der Seite von Tatort-Kommissarin Klara Blum in Konstanz ermittelt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Bei den Bodensee-Tatorten boykottiere ich den Sonntagskrimi stets. Mein persönlicher Favorit für die Rolle des Franz Eberhofer wäre Maximilian Brückner gewesen. Aber sei’s drum.

Wider Erwarten spielt Sebastian Bezzel den Franz nämlich ganz hervorragend – mürrisch, skurril, diensteifrig und miesepetrig. Auch sein soziales Umfeld – die Oma (Die hätte ruhig noch ein wenig tatteriger sein dürfen!), der Dope-rauchende Papa, die Kumpels Simmerl, Flötzinger und der Wirt Wolfi – sind wunderbar und passend dargestellt. Ganz besonders authentisch kommt Franz‘ Bruder Leopold samt Kleinfamilie daher – ihn hätte man nicht treffender spielen können. Ebenfalls besondere Bonuspunkte kassiert der Birkenberger Rudi – Franz‘ ehemaliger Kollege aus München. Und dennoch: Einer fehlt. Der Ludwig nämlich, der Hof-Hund der Eberhofers. Das beklagen auch viele Fans auf der Facebook-Seite des Films. Die Italien-Episode mit der Susi ist stark eingekürzt worden und Richter Moratschek trug im Film eine Polizeiuniform. Nanu!

Ansonsten haben sich die Macher übrigens strikt an die Romanvorlage gehalten. Dennoch kann es der Film nicht mit dem Buch aufnehmen. Da hilft selbst der Gastauftritt von Autorin Rita Falk als Fußball-Fan nix.

Unser beider Fazit nach einem gemütlichen Kino-Abend in Hof: Der Film war gut, aber das Buch ist eindeutig besser!

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