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Eoin McNamee: „Requiem“

In dieser Woche wurde bei http://www.vorablesen.de ein echter Leckerbissen mit Thrill vorgestellt: „Requiem“ von Eoin McNamee. Worum es darin geht, verrät Euch mein Eindruck zur Leseprobe:

Das letzte Todesurteil

Die 19-jährige Pearl Gamble wird ermordet und nackt auf einem Stoppelfeld gefunden. Die örtliche Polizei um den neuen Inspektor Eddie McCrink ist natürlich darauf bedacht, den Täter möglichst schnell zu fassen, denn sie bekommt Druck von „oben“. Als dann mit Robert McGladdery der Tatverdächtige vor Gericht steht, werden Erinnerungen wach: Denn auch die Tochter von Richter Curran wurde im Alter von 19 Jahren umgebracht. Ihr Mörder wurde jedoch gefasst und bestraft…

Mitreißend entführt Autor Eoin McNamee den Leser in die Trostlosigkeit und Tristesse Nordirlands Anfang der Sechziger Jahre. Der Krieg ist noch nicht allzu lange her, die Todesstrafe noch nicht abgeschafft, Konflikte unter den Religionen sind gang und gäbe, Ungereimtheiten in hohen Rängen von Politik und Justiz treten zutage. Das bleischwere Grau in Grau der winterlichen Stimmung und der eintönigen Landschaft kann man fast mit Händen greifen. Die Einleitung liest sich sachlich, schnörkellos, wie von einem Gerichtsreporter ohne auch nur den kleinsten Funken einer Emotion geschrieben. Doch bereits im ersten Kapitel weicht diese nüchterne Berichterstattung einer wortgewaltigen und tiefgreifenden Schilderung der Ereignisse – düster dabei die Stimmung, hängende Mundwinkel bei nahezu allen Charakteren, niederdrückend die grauen Wolken über dem Meer. Spannend und rasant, vielschichtig und plastisch – diese Leseprobe hat mich wirklich begeistert!

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