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Frisch rezensiert: „Slalom“ von Sabine Huttel

Berührende, queere Kurzgeschichten

Sterne: 5 von 5

Ein schwuler Junge mit einer Alibi-Freundin.
Ein 76-jähriger Mann, der nach dem Tod seiner Ehefrau endlich ganz normal seine Homosexualität leben kann.
Ein dicker, einsamer Teenie, der sich nicht traut, dazu zu stehen, dass er Männer liebt.

So unterschiedlich und doch in einem so ähnlich sind die sieben Kurzgeschichten, die Sabine Huttel in ihrem Erzählband „Slalom“ vereint: Die Männer sind alle schwul. Manche sind geoutet, andere nicht. Feinfühlig und sensibel pirscht sich die Autorin an die einzelnen Schicksale heran. Immer mit Tiefgang, mal mit Humor, aber niemals platt oder mit Vorurteilen behaftet, beschreibt sie die Probleme ihrer Protagonisten. Ob alt oder jung: Die Helden der Geschichten sind allesamt herrlich authentisch. Darin liegt wohl die Botschaft von Sabine Huttel: Schwule sind genauso normal wie Du und ich! Sie legt sich außerdem nicht auf einen Handlungsort fest: Die Episoden spielen unter anderem in Köln, in Berlin oder in der Provinz von Mecklenburg-Vorpommern. Sabine Huttels Schreibstil ist toll: Leise, federleicht und dennoch tiefgreifend lässt sie plastische Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Danke für dieses fantastische Buch!

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