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Frisch rezensiert: „Hannes“ von Rita Falk

Mutiger und überaus gelungener Genre-Wechsel einer Krimi-Autorin

Sterne: 5 von 5

Hannes und Uli sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Gemeinsam sind sie erwachsen geworden. Mittlerweile sind beide Anfang 20. An einem verhängnisvollen Tag im Februar machen die beiden einen Motorradausflug. Hannes verliert in einer Kurve die Kontrolle über seine Maschine, stürzt und fällt ins Koma. Seit diesem Tag ist nichts mehr so, wie es mal war. Die Monate verstreichen und Hannes liegt regungslos in seinem Krankenbett. Dieser Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen wird zur Belastungsprobe für Hannes’ Eltern, seine Freunde und Uli, der in einer Einrichtung für psychisch instabile Menschen seinen Zivildienst leistet und Hannes trotzdem fast täglich besucht. Er glaubt an ihn und seine Genesung und schreibt seinem besten Freund auf, was in der Welt geschieht, während Hannes schläft. Über allem steht die zentrale Frage: Wird Hannes wieder gesund oder muss Uli sein Leben künftig ohne Hannes an seiner Seite meistern?

Rita Falk hat sich mit ihren wunderbar-komischen Krimis um den Niederkaltenkirchener Dorfpolizisten Franz Eberhofer einen Namen gemacht. Nun wechselt die Autorin mutig das Genre und legt mit „Hannes“ einen dramatischen und anrührenden Roman vor. Im Tagebuchstil von Uli geschrieben, mit vielen Erinnerungen und hin und wieder mit einem Augenzwinkern versehen, driftet „Hannes“ nie ins Kitschige ab, ist an keiner Stelle flapsig und die Geschichte ist außerdem besetzt mit ganz starken, individuellen Charakteren, die alle ein eigenes Schicksal mit sich herumtragen. Rita Falk trifft einfach immer den richtigen Ton, Respekt! Die Autorin schafft es mühelos, die verschiedensten Emotionen beim Leser auszulösen. Ihre Bücher – ob zum Lachen oder Weinen – machen schlichtweg süchtig! Nachdem ich „Hannes“ geradezu verschlungen habe und es einfach nicht aus der Hand legen konnte, lautet mein Resümee: Bitte mehr davon, Frau Falk! Machen Sie um Gottes Willen mit dem Eberhofer weiter, aber schreiben Sie bitte auch in Zukunft Bücher wie „Hannes“!

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