Startseite » Jetzt geht's rund - Leserunden » Frisch rezensiert: „Josefibichl“ von Marc Ritter

Frisch rezensiert: „Josefibichl“ von Marc Ritter

Literarische Berg- und Talfahrt

Sterne: 3 von 5

Das Cover von „Josefibichl“ muss man nicht lange betrachten, um zu wissen, was einen erwartet: Eine heimelige bayerische Verzierung und – im krassen Gegensatz dazu – Blutspuren versprechen einen Regionalkrimi. Drin ist tatsächlich, was drauf steht: In Garmisch-Partenkirchen wird ein ermordeter Mönch gefunden. Der Verdacht fällt auf den als Kirchenhasser bekannten ehemaligen Polizeireporter Karl-Heinz Hartinger, der nach ziemlich wilden Jahren in München zurück „im Landl“ ist. Hartinger jedoch flieht, denn er will den Mörder unbedingt schnappen, bevor er selbst für eine Tat bestraft wird, die er nie begangen hat…

Marc Ritters Erstling „Josefibichl“ ist in erster Linie ein solider Krimi. Auffallend ist, dass das Buch weder über Prolog, Kapitel noch Epilog verfügt – ungewöhnlich, aber nicht schlimm, obwohl mir persönlich die Einteilung in Kapitel lieber ist. Mit viel Lokalkolorit gibt Ritter einen interessanten Überblick über die Geschichte Garmisch-Partenkirchens. Die Figuren des Buches bleiben jedoch recht blass, ja geradezu austauschbar und die Geschichte zieht sich bisweilen erheblich in die Länge. Daran ändern leider auch die leicht humoristischen Einlagen nichts. Alles in allem ist „Josefibichl“ eine literarische Berg- und Talfahrt – mal kurzweilig, mal langatmig. Fazit: Ganz nett, aber keinesfalls ein „Must read“.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s