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Frisch rezensiert: „Mensch, Paul“ von Anette Göttlicher

Sterne: 3 von 5
 
München, im Sommer 2010. Für Marie, eine fußballbegeisterte junge Mutter, die glücklich mit ihrem Freund Jan ist, läuft gerade alles glatt. Ausgerechnet da platzt ihre einstige große Liebe Paul wieder in ihr Leben, der mit seiner Freundin Natalie und deren Sohn Felix direkt gegenüber von Maries Wohnung einzieht. Marie gerät in einen Strudel der Gefühle, denn sie kriegt Paul einfach nicht aus dem Kopf und fühlt sich noch immer magisch von ihm angezogen. So kommt es, dass sie trotz ihres Familienglücks mit sich hadert: Jan oder Paul?
 
Die lustige und unterhaltsame Leseprobe von „Mensch, Paul“ hat mir Appetit auf das ganze Buch gemacht. Leider muss ich sagen, dass das Buch nicht hält, was die Leseprobe verspricht. Ungefähr in der Mitte des Buches geht Autorin Anette Göttlicher die Puste aus und die Geschichte steht still. Monoton wiederholt sich Maries Gefühlschaos. Erst zum Ende kommt wieder Schwung in die Story und der Spaß am Lesen kehrt zurück.
 
Vielleicht bin ich kleinlich, aber für das nachlässige Lektorat (sofern vorhanden) gibts einen Minuspunkt:
 
– Seite 290/291 – „Heute bekam ich eine E-Mail von ihr.“ Die E-Mail ist mit „Montag, 13. August 2010“ datiert, das Kapitel nennt sich allerdings: „Montag, 13. September 2010. In einer lauen Sommernacht“.
 
Kann ja mal passieren. Ähnlich geht es auf den Seiten 118/120 zu: Es ist Donnerstag, der 29. Juli 2010. Einzig bei Marie ist gerade nicht Donnerstag, denn: „Sushi und Alkohol, das war meine Devise für diesen Mittwochabend.“.
 
Auf Seite 64 erfahren wir, dass Paul bei Facebook dabei ist, da er Marie wegen einiger gemeinsamer Bekannter regelmäßig als Freund vorgeschlagen wird. Auf Seite 194 fragt sich die Titelheldin dann seltsamerweise: „Ob er [Paul] wohl auch bei Facebook ist?“.
 
Alles in allem ist „Mensch, Paul“ unterhaltsam. Es wird auf keinen Fall mein Lieblingsbuch, aber als seichte Lektüre mit kleinen Mängeln ist es für Zwischendurch durchaus geeignet.
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