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Helga Glaesener: Die Vergolderin

Arme Goldmarie

Sterne: 4 von 5

Titelheldin Elisabeth „Lissi“ Weißvogel hat es wahrhaftig nicht leicht: Sie und ihre Familie wurden aus ihrer Heimatstadt Osnabrück verjagt, weil man dahinterkam, dass ihr Vater, Goldschmied von Beruf, ein Fälscher war. Sie, ihre beiden Geschwister und die Eltern kämpfen sich nun hungernd durch den Winter des Jahres 1602, in dem sich der Vater das Leben nimmt und die Mutter nach schwerer Krankheit stirbt. Die in Goldschmiededingen begabte Elisabeth muss der Mutter vor deren Tod schwören, für die beiden Geschwister Marga und Christian zu sorgen – das tut sie. Bei ihrem barschen Großvater Franz Weißvogel, ebenfalls Goldschmied, kommen die drei Waisen unter und müssen fortan zumindest nicht mehr hungern und haben ein Dach über dem Kopf…

Helga Glaesener beschreibt in ihrem Buch „Die Vergolderin“ sehr lebendig die unbarmherzige Zeit des Mittelalters und schildert einfühlsam die Bürde, die Elisabeth trägt. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut.

Auch die Spannung und die gruselige Seite kommen keinesfalls zu kurz: So jagen einem die Beschreibungen vom Kindermörder Hans Lippold und der Ängste, die Elisabeth diesbezüglich plagen, als sie des Nachts durch den Wald rennt, Schauer über den Rücken.

Fazit: Ich bin gespannt, wie das Schicksal von Elisabeth, ihren Geschwistern und ihrem Großvater ausgeht. Allerdings ist der weitere Verlauf wohl schon ein wenig vorhersehbar – aber ich lasse mich natürlich gern überraschen und eines Besseren belehren. 🙂

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